Nur eine kleine Runde durch das Helenental

Heute reicht es nur für einen kleinen Schnupperspaziergang

Für längere Wanderungen bin ich derzeit nicht fit genug, schon die 8,6 km sind für mich heute mehr als anstrengend, aber der Kreislauf muss wieder in Schwung kommen und deshalb mache ich mich gemächlich auf den Weg.
Heute finden Sie die GPS Daten bei Gpsies
Mehr Fotos finden sie hier Picasa Webalbum

Start wie so oft, am Schöllerhof und von dort aus Richtung Groß Grimberger Weg und Kochshof.

Es ist recht trübe hier draußen und stellenweise sehr diesig. Es macht trotzdem Spaß, bei den jetzt höheren Temperaturen, unterwegs zu sein.

Hier bin ich schon so oft gelaufen, dass ich eigentlich jeden Stein, jede Wurzel kennen müsste. Die Natur hat aber nun einmal die Eigenart sich täglich anders zu präsentieren und so wird auch der 121 ste Lauf über diese bekannten Wege für mich nie langweilig.

Heute gehe ich hauptsächlich breite Wege, die zum Ende hin leider mit vielen Forstfahrzeugen belagert sind. Die müssen ihre Arbeit auch tun und so sehe ich darüber heute großzügig hinweg;-)

Kalt ist es nicht mehr und der Schnee ist restlos verschwunden.

Die kleine Siedlung liegt im Morgendunst und wirkt dadurch richtig spannend und es ist, bis auf das Vogelgezwitscher, sehr still. Kein Auto, keine Menschen, einfach Ruhe.

Hier laufe ich auf den Kochshof zu, der seit 1987 Eigentum des Fahrtenbundes ist. Die alten Gebäude wurden saniert und so vor dem Verfall gerettet.

Im Herbst werden hier auf den Wiesen Unmengen leckere Äpfel gepflückt und zum großen Teil zu Saft verarbeitet.

Vor dem Kochshof geht ein kleiner Weg rechts rein, dem folge ich bis zum Hauptweg. Dort geht es dann links weiter und ich folge dem weiteren Weg einfach wieder bis zum Schöllerhof.

Ich bin begeistert von den Farben hier, eine schöne Komposition.
Auffallend ist, dass trotz der inzwischen schon ein paar Tage vorherrschenden, höheren Temperaturen, die Bäche teilweise noch zugefroren sind. Es ist also eine ganz natürliche Sache, dass die Natur und wir Menschen gehören ja dazu, Vorkommnisse aus der Vergangenheit nicht einfach so „plumps“ vergisst. Die braucht schon eine Weile, bis sie begriffen hat, dass jetzt andere Bedingungen vorherrschen 🙂

Kunstwerke der Natur gibt es überall, wie hier diese eigenartige Form dieses Baumes.

Und immer wieder reichlich zu finden, die Relikte längst vergangener, aber nicht vergessener Zeiten, als hier noch die Pulvermühlen standen.

Hier finden sich überall Überreste der alter Schwarzpulvermühlen, die im ausgehenden Mittelalter die für die Pulverherstellung benötigten Zutaten wie Holzkohle, Schwefel und Salpeter zerkleinerten und vermischten. Diese Anlagen wurden wegen der benötigten Wasserkraft an Fließgewässern in s.g. Flußauen gebaut.
Wegen der explosiven Neigung dieser „Fabrikanlagen“ mussten diese fernab jeglicher Ortschaften gebaut werden.
Im gesamten Helenental finden sich Reste der Mühlen, Wasserkraftanlagen, der Schutzwälle, Schutzbunker und Wohngebäude. Oben rechts sehen sie eines der ehemaligen Anwesen eines Schwarzpulverfabrikanten.

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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