RheinBurgenWeg Etappe 1

Heute sollte es, weil die Füße noch nicht ganz heil und die Nase Hochwasser führt, eine kurze Wanderung werden. SO war es geplant. Fotos finden Sie hier

Ich winke mal gerade zu lieben Freunden hinüber, die eigentlich heute mit wandern wollten, aber erst so spät ins Gelände konnten, sodass ich dann doch beschloss alleine los zu ziehen. Ihr könnt froh sein, dass ihr heute den bequemeren Sonntag gewählt habt 🙂

Die erste Etappe des Rheinburgenwegs mißt ohne Zuwege 14,5 km, eine auch für Rotznasen geeignete Strecke.  Am Ende sind es aber 25 km, weil am Rhein entlang ab Oberwinter (dort bin ich aus dem Zug gestiegen) ist es noch eine laaaaange Strecke zu laufen.
Ich starte Rolandswerth und steige über schmale Gassen innerhalb kurzer Zeit auf in den Wald und ein Blick zurück beschert mir schon diesen schönen Ausblick.

Am nächsten Abzweig habe ich einen wunderbaren Blick auf den Rhein und gegenüber den Drachenfels.

Ist das nicht ein herrlicher Anblick, ist das Wetter nicht zum küssen?

Wer braucht da Urlaub mit der TUI???
Ich nicht!
Ich werde in einem kurzen Anstieg zum Rolandsbogen geführt.

Da ist er der Rolandsbogen, der letzte Fensterbogen den der Romantiker Ferdinand Freiligrath, um sein Erbe zu bewahren mit Spendengeldern wieder aufbauen ließ, nachdem die Burg 1939 zusammen gefallen war.

Also ich find´s fein hier, eine herrliche Kulisse und der Ausblick auf den Rhein, ich empfinde ihn immer wieder als romantisch schön.
Also das hier ist ja soweit recht langweilig, eben ein Baumstamm, aber darauf saß, für den vorbei huschenen Wanderer nicht unbedingt gleich zu sehen, ein gestreiftes Einhörnchen, oder war es ein Streifhörnchen oder ein kleines Babyeichhörnchen mit Streifen wie Bambie mit den Punkten?
Streifenhörnchen gibt es hier nämlich meines Wissens nicht, aber gestreift ist es, oder es hat sich verkleidet??? Hmmmm
Es wollte mir dazu auch nichts verraten und huschte anstelle dessen bei der nächsten kleinen Bewegung einfach ins Laub und ward nimmer gesehen.

Bald darauf lande ich in einem seeehr ruhigen Ort, wie überhaupt diese Rheinseite sehr sehr ruhig ist. Außer Vogelgezwitscher, Bachgegluckse, rascheln von diversem Kleingetier im Laub und das Summen der Bienchen, sowie die Rufe von Greifvögeln, die teils auch sehr schön zu beobachten waren, ist hier kaum etwas anderes zu hören.
Aber das hier ist doch wirklich schön, der Frühling in allen seinen Farben auf Stein.

Hier geht es runter und hier spüre ich schon, dass meine Blasen nicht restlos verheilt sind und mir der rechte Fuß doch ordentlich weh tut. Aber helfen tut es nix, da muss Frau durch und der jetzt folgende Weg ist auch so schön, dass ich immer wieder meine Qualen verdränge.

Die Anwohner haben es ja gut, mit ihrem Brückchen und ab direkt auf den Rheinburgenweg. Neiiiiid.

Und hier lande ich dann, nachdem ich wunderschöne Waldpfade gelaufen bin, Bilder können sie im Album betrachten, in Remagen und an der Apollinariskirche auf dem Apollinarisberg, die zu den bedeutendsten Sakralbauten der Neugotik zählt.

Mit der Apollinariskirche begann  um das Jahr 1955 die Wiederentdeckung der Neugotik im gesamten Rheinland.

Über Remagen wacht der heilige Franzikus.


Weiter gehts abwärts Richtung Überbleibsel der Brücke von Remagen, die ich vor kurzem von der anderen Seite des Rheins bereits fotografiert hatte.

Und Väterchen Rhein ist immer dabei!

Nach einem kleinen Eis und einem großen Milchkaffee in einem der zahlreichen Cafes auf der Promenade von Remagen, die reichlich gut besucht waren am heutigen, doch überraschend sonnigen Tag, wandere ich langsam Richtung Bahnhof, kaufe ein Ticket und steige in den dort bereits stehenden Zug.

Und wie es das Schicksal so will, bzw. das unwissende Weib erleben muss, steige ich schon in Oberwinter aus, anstatt in Rolandwerth, wie ich es beabsichtigt habe.

Der Weg ist verflixt lang und der Fuß schmerzt grausam, aber Wetter und Umgebung sind großartig, also bitte liebe Elke, jammere nicht, geniesse… achja der Bus wäre erst 1 1/2 Stunden später gefahren, ging also auch nicht.

Es war ja so erholsam, sich für dieses Foto auf alle Viere niederzulassen. Hach, ja….

Hier befinde ich mich gegenüber der Insel Nonnenwerth.
Die Insel ist ca. 2 km lang und an der breitesten Stelle 200m breit.
Hier sieht man das Hauptgebäude des Klosters Nonnenwerth.

Jetzt ist es fast geschafft und ich will auch keine Pause mehr, obwohl….. möglich wäre es ja hier.

Am Auto krieg ich kaum die Ersatzschuhe an die Füße und irgendwie fühle ich mich etwas zerschlagen, aber ich bin zufrieden und glücklich den Tag draußen verbracht zu haben.

Ich war satte sieben Stunden unterwegs.

Fazit für die Strecke:
Es ist ja bekannt, dass die ersten Strecken des Rheinburgenwegs nicht die allerschönsten sind und ich muss dem zustimmen, was den relativ hohen Anteil an steinigen Wegen betrifft, aber die Ausblicke und die Pfade im Wald waren super schön und ich freue mich auf weitere Wanderungen auf dieser Route. Etappe 2 ruft ja bereits!

8 Kommentare

  1. Da haben wir uns „knapp“ verpasst: Ich habe den Weg letztes Wochenende in Angriff genommen.
    Hat was, wenn auch meiner Meinung nach Rhein & Burgen (okay: Kirche) auf dieser Etappe etwas zu kurz kommen …

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  2. Hallo Elke,
    lustiger Beitrag und schöne Bilder; selbst war ich auch oberhalb von Bonn/Mehlen in einem Naturschutzgebiet an einem Krater. Zum Rolandsbogen sind wir nicht gekommen. Liebe Wandergrüße aus Flandern.

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    • Hallo Guido,
      danke für deine Worte 🙂
      ja und an dem Krater war ich noch nicht :-), da möchte ich auf jeden Fall auch noch hin.

      Leider ist die Terasse am Rolandsbogen geschlossen, da dort saniert wird. Also besser noch warten. Schön ist es dort oben auf jeden Fall und der Blick grandios.
      Dir auch einen lieben Gruß aus dem Rheinland

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  3. Hallo Elke
    dann bin ich heut im Zweifel sogar 2x an Dir vorbeigefahren auf meinem Weg auf der B9 von Bonn nach Boppard runter.
    Den Rheinburgenweg hab ich ja von zuhause bis zum Rolandsbogen und dann nur weiter bis Oberwinter gestartet und dann mit Bahn und Bus zurück. Das hat super geklappt, war aber auch in der Woche. Dann wünsch ich Dir gute Besserung für Erkältung und die Blasen.
    Viele liebe Grüße aus Bonn
    Angelica

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