Wanderung ab Ruhla über den Rennsteig

Am 21.5.2012 nehme ich mir eine Wanderung vor, die auch den Rennsteig streift. Heraus gepickt habe ich mir die Grundroute aus dem Hikeline Wanderführer Thüringer Wald, verfasst von Michael Moll

Die GPS Daten zur Tour

Fotoalbum bei Picasa

Tour 6 sollte es sein, die gefällt mir von der Wegebeschreibung her sehr gut und wie immer habe ich ein wenig gestrickt, damit die Tour etwas länger wird und noch Gegenden berührt, die mir interessant erscheinen. Am Parkplatz an der Schillerbuche in Ruhla – südlich von Eisenach- stelle ich mein Auto ab und bin sofort auf dem Rennsteig.

Hier haben die Forstarbeiter aufgeräumt, teilweise liegen die abgeholzten Bäume allerdings quer über dem Weg, sodass ich in die Botanik ausweichen oder über den parallel führenden, sehr breiten Waldweg wandern muss.

Aber diese Einschränkung währt nicht lange und so habe ich bald wieder Wege, die ich mag. Die Tannen duften und das Wetter ist genial, obwohl der Wind manchmal schon ziemlich pfeift. Solange ich auf breiten Wegen laufe geht´s aber mitten im Tannenwald kann es sich schon mal bedrohlich anhören, wenn über einem die Zweige der Bäume aneinander reiben und dabei knarzen, als würden sie jeden Moment herunter kommen.

Und hier oben weiß ich dann auch, warum ich den Anstieg hatte, es lohnt sich immer wieder den Empfehlungen vorausgegangener Wanderer zu folgen. Dieses Ehrendenkmal an wichtige Leute aus der Region ist ein spannender und schöner Ort.

Der Wind pfeift hier ordentlich. Aber hier sind ja keine Bäume, die umkippen könnten 🙂

Die jungen Leute vor mir sind Vollgepäck unterwegs und das erinnert mich an unsere Mädelstour auf dem Rheinsteig. Das war schon schön. Achja und hier habe ich nicht einen Kuckuck rufen hören, während der auf den RHEIN-Steig überall zu vernehmen war.

Ab hier folge ich dem Sallmannshäuser Rennsteig

  • ja es gibt ganz viele Rennsteige hier –

Auch hier haben die Stürme ganze Arbeit geleistet, die Fichten müssen hier wie Streichhlzer weg geknickt sein. Übeall Baumstümpfe. Es wird sicher eine lange Zeit dauern, bevor hier die ursprüngliche Walddichte wieder heran gewachsen ist.

Andererseits haben Wanderer dadruch auch mal Tageslicht, wenn sie durch den ansonsten manchmal etwas finster wirkenden Thüringer Wald laufen.

In der unmittelbaren Nähe zum Waldschwimmbad sehe ich einige sehr verfallene Häuser, die inzwischen von der zähen Natur der Umgebung einfach zugewachsen sind. Nichts wurde hier entsorgt, Zeitzeugen sozusagen, aber leider sehr schädliche für das Erdreich, schätze ich.

Hier erinnert ein Schild an eine Erstbesiedelung, die „Alte Ruhl“. Grabungsfunde wurden auf das 12. und 13. Jahrhundert datiert. Diese Siedler waren oft Bergleute, Köhler, Schmelzer und Schmide zugleich. Aus dem bearbeiteten Eisenerz wurden Gebrauchsgegenstände und vermutlich auch Waffen gefertigt. Zu Beginn wurde die Siedlung wegen einer besser nutzbaren Wasserkraft, verlegt. Viele Mühlen haben in dieser Zeit hier gestanden.

Und hier sieht man deutlich, es ist Skigebiet.
Vier Skischanzen unterschiedlicher Größe gibt es hier und die Wahrscheinlichkeit, das es im Winter hier Schnee gibt, ist sehr sehr groß.

Die Umgebung ist auch ideal für Skilangläufer geeignet. Im Schanzengelände beginnt auch der neu angelegte Skilanglauf – Technikgarten. Eine 1,5 km Rundspur ist mit Hinweistafel versehen, auf denen die richtige Lauftechnik erklärt wird. Diese Strecke ist so angelegt, dass alle Langlauftechniken geübt werden können. Ich habe noch nie auf Ski gestanden, werde das wohl auch nicht mehr anfangen.
Als ich hier vorbei kam nutzten ein Trainer und seine Jungs diese Anlage für Parcourläufe, mit Zeitmessung. Bei den Temperaturen, rd. 26 Grad im Schatten, alle Achtung.

Ein wenig geht es noch durch Tannenwald und kurze Zeit später erreiche ich, nach rd. 19,5 km wieder den Parkplatz

und wer sitzt da frech auf meinem Auto und hat es in den vergangenen Stunden anscheinend so richtig voll geschissen?

Wenn das mal nicht der Wandervogel vom Rheinsteig ist 🙂

2 Kommentare

  1. Bwah, du warst aber wieder mal richtig flink – und hast nun auch noch die Zeit gefunden, Deinen Blog zu ergänzen!!! Fand ich selbst anstrengend, von einer mehrtägigen (Eifel)Tour zu berichten. Die Arbeit hat einen so schnell eingeholt und man sitzt doch ne Weile an so einem Bericht. Ich werd auch an diesem langen Pfingstwochenende keine Zeit für ne neue Wanderung finden und beneide ein bisschen diejenigen, die heute und morgen unterwegs sind. Aber irgendwann bald geht’s wieder los.

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    • Du ich habe Urlaub 🙂
      Ich muss erst in 2 Wochen wieder ins Büro und habe vor noch ein wenig zu wandern. Heute und morgen habe ich mir Ruhe verordnet, Dienstag fahre ich nach Linz zum Enkelchen und dann geht es wieder los, vielleicht eine kleine Runde in der Gegend Manderscheid. Wenn ich wieder arbeiten müsste, wäre das jetzt nicht so schnell erledigt gewesen :-), obwohl ich die Texte teilweise abends nach der Wanderung schon verfasst habe, war ja allein unterwegs.

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