Eifeltag – Manderscheidwanderung und Besuch von Monreal

Samstag lohnte sich eine Fahrt in die Eifel und sogar bis nach Manderscheid, denn die Rücktour wird in Linz enden, mit einer Übernachtung bei Sohn, Schwiegertochter und Enkelin.
Fotoalbum zum Besuch Manderscheid

GPS Datei

Ich parke auf dem Parkplatz am Burgenblick in Manderscheid und habe von dort aus auch gleich einen unverbauten Blick auf die Ober- und Unterburg Manderscheid. Beindruckende größere Anlagen.

Die Niederburg, hier im Bild, ist im Besitz des Eifelvereins und wird kontinuierlich restauriert. Hier werden, wie auch am heutigen Tage, Trauungen durchgeführt. Ein tolles Ambiente und je nach dem vielleicht auch ein gute Omen, auf einer Burg zu heiraten, die so lange gehalten hat 🙂

Ich hoffe bei meiner Rückkehr noch ein wenig mehr von der Burg zu sehen, jetzt will ich erstmal auf den Wanderweg, bevor evtl. die Massen hier auftauchen.
Gleich gegenüber vom Burgblick geht ein kleiner Pfad – der Eifelsteig – hoch und dem folge ich nun erstmal. Nicht lange und ich erreiche eine von den zahlreich hier installierten Aussichtsplattformen, wahre Kunstwerke, diese Hütten.

Für eine Rast ist es zu früh, aber ich finde es ist eine Wonne hier zu sein!
Nur wenig später gelange ich an diesen Rastplatz, auch mit Liebe platziert und der Blick auf die Burgen wird so noch einmal frei gegeben.

Auf jeden Fall wird bei hoher Besucherzahl wohl niemand ohne Rastmöglichkeiten sein, denn diese Hütten und Rastplätze sind ungewöhnlich zahlreich vorhanden.

Hier wird es dann ernst, die Lieser begleitet mich mit ihrem plätschernden Geräusch schon eine Weile, wenn sie auch, aufgrund des unendlichen Grüns hier,  kaum zu sehen ist. Ich bin also auf dem berühmten Lieserpfad, der nun 5km unter meinen Füßen sein wird und er ist schön, er ist still und urwaldmässig….nun ja still bis auf die Vögel, die wirklich ein buntes Konzert liefern.

Von der Schmitthütte hat man einen sehr schönen Blick ins Liesertal.

Oft bleibt keine andere Wahl den Weg weiterzuführen, als solche Holzplanken zu legen. Irgendwie ist mir schon teilweise etwas schwummerig im Magen. Was wäre wenn sich eine als nicht so stabil zeigt?

Urwüchsig und wild präsentiert sich die Eifel hier und die Beschreibungen des Lieserpfades waren wahrhaftig nicht übertrieben und obwohl es inzwischen fast 10 Uhr ist, habe ich den Wald derzeit noch überwiegend für mich.

Bald darauf treffe ich auf ein Ehepaar aus Köln, auch die bemerken diese Stille und Einsamkeit hier und dass ich die erste Wanderin wäre, der sie begegnen. Nachdem wir drei aus der Kölner Bucht unserem schwatzhaften Bedürfnis hinreichend Raum gegeben hatten, kamen auch die ersten Wanderer an uns vorbei. Aus war es mit der Stille, für einen Moment.

Weiter geht´s wieder auf einsamen Pfaden. Ich genisse es hier zu sein.

Hier sehe ich, wie an vielen Stellen, dass es sehr nasse Stellen im Gestein gibt. Das Wasser sucht sich unterirdisch seinen Weg und füllt damit zusätzlich die Flüße. Es sind immer wieder plötzliche Abschnitte mit relativ nassen Wegpassagen dabei und ein Blick auf die Felsen oder ins Gebüsch offenbart dann meist einen kleinen Rinnsal.

Nach rd. 5 km biege ich rechts ab von der Lieser weg und damit auch vom Lieserpfad. Nun begleitet mich die kleine Kyll und auch dieses Bächlein plätschert munter neben mir, bis ich an die Germanienbrücke komme,

da zeigt sich doch tatsächlich mitten im Wald ein Wasserfall, von Felsen umgeben und wunderschön. Die Kinder können hier garnicht anders als verwegen auf den riesigen Gesteinen herum zu turnen und so eine kleine Mutprobe und Abenteuer zu erleben.

Unweit dieser Attraktion zeigt sich dann auch gleich die nächste, die Wolfsschlucht. Ich dachte erst ich sei hier falsch, den einen Weg habe ich nicht gesehen.

Aber es ging hier tatsächlich weiter und die erste Steigung erwartet mich damit auch. Habe nicht mehr vermutet überhaupt noch auf anstrengendere Teilstücke auf diesem Weg zu treffen. Da sollte ich mich aber gründlich getäuscht haben.

Nun ja, das war es dann erstmal mit Urwald ähnlichem Weg.

Ich wandere erstmalig an diesem Tag in dem kümmerlichen Sonnenlicht des heutigen Tages. Ich muss sagen, es tat gut mal richtig Licht zu sehen. Das ist das Schöne an den Touren, sie bieten immer eine gewisse Abwechslung.

Es roch ein wenig streng hier. Frisch gedüngt….seeehr frisch gedüngt 🙂

Aber sagt mal ehrlich, ist das nicht ein bezaubendes Bild?

Eine ganze Weile geht es auch herrlichen Wiesenpfaden weiter.
Und am Ende wartet dann aber auch ein saftiger Anstieg auf mich, denn ich möchte ja auch den Aussichtsgipfel Mosenberg und von hier aus habe ich eine herrliche Aussicht, wenn auch immernoch sehr wolkenverhangen.

Klar, dass es hier mit blauem Himmel ein grandioses Bild gegeben hätte, aber leider hat der Wettergott heute kein oder nur spätes Erbarmen und muss ich mich mit etwas flauen Farben begnügen, will ja das Fotobearbeitungsprogramm nicht für trügerisch farbige Aufnahmen mißbrauchen.

Nach einem weiteren, recht anstrengenden Aufstieg, erreiche ich einen Aussichtspunkt zum Windsbornkrater, den einzigen, echten Bergkratersee nördlich der Alpen. Bergkraterseen entstehen durch Wasserverfüllung eines Kraters. Rechts im Bild sieht man auch dieses typische Lavagestein, das hier massiv vorkommt.

Und ein Gipfelkreuz gibbet auch. Leider habe ich den Wanderer, der kurz vorher so schön dort oben platziert stand, nicht mehr erwischt 😦

Weiter geht es an der für mich nicht sonderlich interessanten Heidsmühle vorbei auf einem steilen Weg hinaus nach Manderscheid. Nach einem Milchkaffee im örtlichen Eiscafe mache ich mich auf den Weg mir die Burgen anzuschauen, lande aber irgendwie erstmal wieder an meinem Partplatz. Nach kurzem Umsehen, erblicke ich den Pfad nach unten…toll 400m hinab zur Niederburg, die muss ich ja auch wieder rauf und heute ist nicht gerade mein fittester Tag. Aber egal, ich muss wenigstens eine Burg von nahem gesehen haben und außerdem erklingt mittelalterliche Musik von der Burg, es wird nämlich gerade geheiratet, dort unten. Also runter auf einem sehr schmalen und auch zugewachsenen Pfad.

Eine Besichtigung hebe ich mir für die Tour mit unserem Mädelstrupp auf, wir wollen nämlich hier nochmal hin. Also nur von außen ein wenig schauen und noch einen kleinen Kaffee geniessen.

Etwas lustlos mache ich mich wieder an den Aufstieg und Richtung Auto. Die Beine schmerzen ein wenig, auch wenn die heutige Tour nur lächerlich 16km kurz war. Nun ja, das knackige Alter wird´s sein, überall knackt es.

Hier die Streckenführung, die Idee zur Wanderung habe ich aus dem Rother Wanderführer für die Eifel, Tour 43

Auf der Heimfahrt wähle ich die Stecke über Land und streife unversehen das wunderschöne Örtchen Monreal, von dem aus auch ein Traumpfad Monrealer Ritterschlag startet (wird in den nächsten Tagen oder Wochen auf jeden Fall auch gelaufen.

Hier noch einige Fotos dazu, ich war total begeistet von den schönen Häusern, von der Burgruine Monreal und der schönen Gegend dort. Tja und die Sonne zeigt sich dann endlich auch einmal am heutigen Tag. Die Eifel wurde in dieser Hinsicht heute mal etwas stiefmüttlich behandelt. Die anderem Fotos sehen sie im Album

8 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    nun habe ich knapp 2 Wochen im Hotel Burgblick in Manderscheid gebucht. Deine Tour steht auf jeden Fall auch auf meinem Programm. Freu mich!!
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Katrin

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  2. Hallo Elke,

    ein sehr schöner Bericht. Das Teil des Lieserpfades bin ich auch schon gewandert. In diesem Jahr wir der 2 Teil dran sein. Gibt es von der Runde, die du gewandert bis auch die GPS-Daten irgendwo?

    Gruss

    Michael

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  3. Schöne Tour, liebe Elke. Über den Lieserpfad liest man ja immer nur das Beste. Dein Bericht und deine Fotos bestätigen es. Wahrscheinlich bin ich dieses Jahr auch noch da, der Urlaub ist in Planung! 🙂
    Liebe Grüße
    von Katrin

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    • Liebe Katrin,
      die Fahrt dort hin lohnt sich auf jeden Fall. Ich möchte dort auch mal ein paar Tage bleiben. Es gibt viele Wanderwege dort, auch welche die dichter an der Lieser liegen. In diesem Urlaub geht es nicht mehr, aber vielleicht im kommenden Jahr.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Schön dort, gell?!! Schwer vorzustellen an diesem kalten verregneten Frühlingstag, dass ich vor 2 Wochen auch den Lieserpfad gegangen bin. Inzwischen kribbelt’s schon wieder mächtig, doch die Arbeit lässt ’s nicht zu. LG.

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    • Wenn die Rente nicht so mickrig wäre, würde ich mir wünschen ich hätte das Alter dafür erreicht 🙂
      Es gibt noch so viel zu entdecken.
      Ich wünsche dir eine entspannte Arbeitswoche. Ich darf ja noch eine Woche entspannen.
      LG
      Elke

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