Traumpfad Waldseepfad Rieden

Kurz entschlossen hatte ich mir frei genommen, denn so gutes Wetter ist ja in diesem Sommer mal wieder Mangelware. Ein Weg mit wenig Asphalt sollte es sein und mit viel offenen Flächen, damit die Sonne auch Gelegenheit bekommt auf meiner Haut zu landen. Nach längerem Hin und Herr entschied ich mich. Der Traumpfad Waldseepfad Rieden sollte es sein.
Die Diashow zur Tour

Heute begleitet mich Renate, die durch Stöbern im Internet auf meine Webseite gestoßen ist und feststellen musste, dass ein ihr sehr bekanntes Gesicht (aus dem Fitnessstudio) ein Hobby pflegt, dem sie selber gerne nachgeht.
Was liegt näher, als sich ein Herz zu fassen und zu fragen und darüber bin ich sehr froh.
Wir haben uns für den heutigen Tag zu diese Wanderung verabredet und einen herrlich entspannten Tag miteinander verbracht.

Wir starten auf einem Parkplatz nahe dem Traumpfad und tippeln los. Noch keine 200m weit auf dem Traumpfad entdecken wir einen wunderbaren Bauerngarten und dort wachsen extrem lecker aussehende Tomaten, eines meiner Grundnahrungsmittel.
Auf unseren überraschten Ausruf hin reicht der Herr des Gartens uns je eine knallrote Tomate an und wir verputzen diese köstliche in der hiesig nur wenig vorhanden Sonne gewachsenen Riesengebilde. Das fängt ja gut an 🙂

Ein Stück weiter sehen wir einen für diese Gegend typischen Sauerbrunnen. Das Wasser des Brunnens schmeckt ganz anders, als wir es gewöhnt sind, es ist sehr mineralisch, aber auch sehr bekömmlich.

Und hier, schon kurz nach dem Start unserer Wanderung befindet sich der Namensgeber dieser Tour, nämlich den Waldsee Rieden. Auf der linken Seite des Sees stehen eine ganze Reihe Ferienhäuser, sehr schön angelegt, das Ganze.

Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir freies Feld. Es riecht wahnsinnig gut.
Es ist noch sehr früh und der Wind kühlt noch sehr aus, deshalb ist es uns recht, dass wir noch nicht im Wald eintauchen.

Auch hier am Wegrand unzählige Blumen, die ich trotz der tausendsten Wiederholung doch immer wieder fotografieren muss.

Und nur wenig weiter auf dem Weg eröffnet sich uns der nach  meiner Meinung  schönsten Aussichtspunkt dieser Tour, der Kraterrand.

Auf den herrliche geschwungenen Traumpfadliegen, lässt es sich gut rasten und so hatten wir denn auch keine Chance die beiden Wanderer von ihren Plätzen zu vertreiben. Der Blick auf den Riedener Vulkankrater ist einfach traumhaft schön.

Aber es gibt davon ja noch mehr und bevor die beiden von vorhin uns wieder überholen können, machen wir uns auf den Bänken bequem und geniessen die wärmende Sonne. Also liebe Traumpfadgründer, die Bänke sind eine gute Idee.

Und hier erhaschen wir einen Blick auf den Laacher See, an dem wir später noch Kaffee und Kuchen verkonsumieren werden.

Ein Besuch lohnt sich, denn neben dem wunderschönen Kratersee befindet sich ja hier auch das Kloster Maria Laach, außerdem kann man hier gleich den nächsten Traumpfad, den Pellenzer Seepfad, in Angriff nehmen, auch ein wunderschöner Weg. Überhaupt sind hier in der Gegend einige Traumpfade zu finden.

Dieser kleine Wicht hat uns ganz schön beschäftigt. Der Wind ließ nicht zu, dass der kleine Flieger mal ruhig sitzen blieb und so musste ich an die 20 Versuche starten um ein einigermaßen scharfes Bild zu bekommen. Es hat uns schon sehr gewundert, dass wir überhaupt so viel Zeit hatten, denn normalerweise gehören Schmetterlinge ja eher zu den nervöseren Flugtieren. Aber der hier saß in aller Ruhe auf der Blüte und ließ sich erst von einem aufdringlichen Artgenossen dazu bewegen seinen Platz zu verlassen.

Die Folge war ein endlos andauernder Schmetterlingstanz, den die beiden hinlegten, immer wieder in Kurven über die Wiese und tatsächlich wie im Tanz miteinander. Leider folgt der Autofokus meiner Kamera solchen Bewegungen nicht schnell genug.

Auch hier in den Blüten haben wir unzählinge Schmetterlinge und natürlich viele andere Insekten vorgefunden. Es war eine wahre Pracht und dazu der Duft von Wiese, Kräutern, je nach Weg auch Tannen. Herrlich, einfach nur genial.

Und Berta war so interessiert daran an meinem Arm herum zu lecken, dass ein fotografieren echt mühselig war. Anscheinend mochte sie den salzigen Geschmack, der sich beim schwitzen bildet.

Löwenzahn hat sie verschmäht.

Die dort unter den Bäumen in größerer Zahl grasenden Rinder hatten es offensichtlich richtig gut. Viel Platz und sowohl Sonne als auch Schattenplätze zur Verfügung. Es war eine Wonne hier zuzuschauen.

Eine interessante Farbgestaltung und wir sind leider schon fast am Ende unserer Wanderung. Und kurz bevor wir den Endspurt einlegen,

haben wir Gelegenheit einen Fuchs beim Flüchten zu sehen.
Leider kaum zu erkennen, weil sehr sehr weit weg, wir haben mehr geraten dass es ein Fuchs war und nur mit Vergrößerung des Fotos, war das dann zweifelsfrei erkennbar.

Fazit zur Tour:

Ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl und hatte für den heutigen Tag mit knapp 15km auch eine Tour erlebt, die meinen Wünschen entsprach. Es war alles dabei, Wald, Wiese, Felder, Tiere und Renate 🙂

Ein kleines Anektötchen gibt es denn noch zu erzählen.
Ich verfüge ja nicht nur über ein Outdoornavi, sondern auch über ein „Leite mich wieder heim- Navi“ für mein Auto und brav nennt es auch die zur Verfügung stehenden Staus und die Umgehungen dazu, an einem Freitag ein wichtiges Detail.
Mein Navi meldet also „Autobahn voll, bitte umgehe sie, indem du in Köln rausfährst“

Köln und ich stehen auf Kriegsfuß, dort verfahre ich mich immer.
Heute sagt mein Navi „Biegen Sie in 200m rechts ab“ und ich biege ab, aber eben ein wenig zu früh, nur einen Hauch. Wir landen in einer Zufahrt eines riiiiiesigen Parkhauses und es gab auch kein Zurück, wir mussten unendlich kurven, bevor wir diese dunkle Hölle wieder verlassen hatten.
Das zum Navigationssinn einer Frau, oder speziell meinem 🙂

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zur den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema „Schöneres Wandern“ gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

12 Kommentare

  1. Hallo, Elke! Ich lese zum ersten mal bewußt einen Bericht von Dir. Es macht viel Freude beim Lesen. Ähnlich wie Angelicas Blog, der mich auf Deinen aufmerksam gemacht hat. Und bei Dir íst -wie ich sehe- auch das Bergische Land dabei, was mich als Remscheider besonders freut. Ich klappere z.Zt. den Wupperweg ab http://www.berg-mark-wege.de/Wupperweg und freue mich auf die letzten für mich neuen Etappen. Ich werde mich jetzt mal in Deine Berichte einlesen.
    Viele Grüße und ganz viel Wanderspaß wünscht
    Rainer Motte

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    • Hallo Rainer,
      es freut mich, wenn dir das Lesen Spaß macht 🙂
      Es gibt inzwischen ja schon einige Blogs über das Wandern und jeder schreibt anders und jeder erlebt auch auf seine besondere Weise. Schön ist das!
      Wie kommst du mit den Streckenwanderungen denn so klar, ich bevorzuge ja eher Rundwanderungen, weil mir die Fahrten mit den Öffentlichen zu aufwändig sind.
      Sind die Verbindungen auf deiner Strecke gut?
      Viele Grüße und auch dir noch viel Spaß beim wandern (und lesen 🙂 )

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      • Da ist natürlich vorher Recherche gefragt, ob und wann ÖPNV-Verbindungen gegeben sind. Am liebsten erst mal vom Ziel zum Start, und dann loswandern. Manchmal klappt das nicht, wie z.B. im Bereich Wupper-/Wipper-Quelle in Börlinghausen, wo am Wochenende kein Bus fährt. Deshalb habe ich die 1. Etappe des Wupperweges zum Rundwanderweg umfunktioniert und die 2. bereits an der Lingese-Talsperre (Schmitzwipper) gestartet. Ansonsten ist der Wupperweg ÖPNV-mäßig ziemlich unproblematisch. Übrigens ist auch der Bergische Panoramasteig bereits markiert, der im nächsten Frühjahr offiziell eröffnet wird. Die Markierungsarbeiten am ebenfalls neuen Bergischen Weg habe ich bereits im Mai im Siebengebirge beobachtet http://www.bergisches-wanderland.de/
        Aber auch bereits jetzt gibt es in meiner Heimat unglaublich schöne Wege zu entdecken. Ich wundere mich, wie wenig bekannt das Bergische als Wanderland ist.

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        • Ja, wir leben in einer einfach großartigen Gegend und ich entdecke auch immer wieder Neues und selbst die von mir schon zig- fach gegangenen Wege, verlieren ihren Reiz überhaupt nicht.
          Und Gott sei dank gibt es nur so wenige, die sich auskennen. So kann man im Bergischen auch an einem Sonntag gut wandern gehen, ohne von Massen überrannt zu werden.
          Ich denke, ich werde mal wieder mehr Einheiten in die Heimatgegend verlegen 🙂
          Danke für die Inspiration

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  2. Hallo Elke, sieht aus wie eine herrliche Tour – leider zu weit weg von uns als Tagesetappe, aber wenn wir irgendwann dort eine Bleibe finden, steht sie auf dem Programm. Tolle Sommerbilder auch. Hoffentlich hält das Wetter noch ein Weilchen; wir sind auch bald in der Eifel unterwegs.

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  3. Hallo Elke,
    ich staune immer wieder, wie schnell Du bist. Während ich noch nicht mal meinen Rucksack ausgepackt habe, hast Du diesen tollen Tag schon wieder in Deine ganz besondere Form gebracht. Mir hat er auch gut gefallen und ganz besonders Deine unkomplizierte und herzliche Art. Nochmals Danke für die Einladung.

    Renate

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    • Liebe Renate,
      der Tag war super schön, und wie du schon sagtest, die Strecke erschien sehr kurz, ganz sicher auch, weil wir ununterbrochen geschnattert haben :-).
      Ich freue mich auf jeden Fall auf eine weitere Wanderung mit dir.
      LG
      Elke

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