Kulturwanderwochenende in der Eifel – Freitag

Unsere Samstagstour

Unsere Sonntagstour

Einmal im Jahr (Freitag bis einschl. Sonntag) gehen wir auf Klassenfahrt, die Abteilung in der ich viele Jahre meinen Arbeitsplatz hatte. Wir Ehemaligen sind nicht vergessen und werden zu den Fahrten immer wieder eingeladen. Viele Städte und Regionen wurden bisher angefahren oder geflogen. In diesem Jahr geht es in die Eifel, zu einem Kulturwanderwochenende. Die Kollegen und Kolleginnen, die nach eigener Aussage bei der Suche nach einem geeigneten Studienfach (man geht hierzu einfach das Alphabet durch) aus Bequemlichkeit schon bei Ar(s)ch…. aufgehört haben zu suchen, können nicht einfach nur wandern. Es müssen auch immer genügend Bauwerksbesichtigungen dabei sein. Das färbt ab, denn meine Wanderungen schweifen auch oft genug ab, hin zu interessanten Baukörpern, bevorzugt älteren Datums.

11:00 Uhr am Freitag steht schon die erste Besichtigung an. Leider weist das Wetter erhebliche Mängel auf. Es schüttet Galeonen von Wasser, also Schirme auf und los.
Hier sollte sich wieder einmal zeigen, dass wir alle aus dem gleichen, wasserfesten und jammerarmen Holz geschnitzt sind.

Bruder Klaus Kapelle

Die Bruder Klaus Kapelle in Wachendorf ist so ziemlich das eigenartigste Gotteshaus, das ich je gesehen habe. Eigenartig der Standort, nämlich mitten auf einem Acker, eigenartig die Methode wie sie gebaut wurde und auch eigenwillig in ihrer inneren und äußeren Gestalt.

Der Innenraum präsentiert sich vollkommen anders, nämlich ähnlich einem Zelt, als die äußere Form es vermuten lässt. Es gibt auch kein Dach und es regnet hinein. Wenn aber die Sonne scheint, reflektieren die in der Wand eingelassenen Glashalbkugeln das Sonnenlicht und zaubern eine eigene Beleuchtung.

Wir haben das Glück vor Ort einen engagierten Menschen anzutreffen, der uns über die Hintergründe dieser Feldkapelle umfassend informiert.

Es lohnt sich zu lesen wie und warum diese Kapelle gebaut wurde und wenn Sie in der Gegend sind, nehmen Sie sich die Zeit dieses Kunstwerk zu betrachten.
Die Webseite der Stadt Mechernich gibt Ihnen viele Informationen.
Einige weitere Fotos finden Sie hier

Bis zum einchecken im Hotel bleibt noch Zeit, also hat die organisierende Kollegin eine Führung über das Gelände des Kraftwerkes Heimbach geplant. Ein sehr schönes Jugendstilgebäude, das im Inneren einen Haufen Technik enthält.

Kraftwerk Heimbach

P10806651905 wurde dieses Kraftwerk gebaut. Ganz schön alt also. Das Wasserkraftwerk bezieht sein Wasser aus der nahe gelegenen Urttalsperre über den Kermeterstollen, eigens für diesen Zweck gebaut und 2,7 km lang

Museum der alten Haushaltsgeräte

 

 

 

Das Kraftwerk – Technik

Im Rahmen einer Führung werden uns die Entstehung und die derzeitige Nutzungskapazität der Anlage erklärt und wir haben Gelegenheit einige technischen Geräte älteren Datums zu betrachten.

Das Kraftwerk befindet sich in einem von dem Architekten Georg Frentzen entworfenen Jugendstil-Gebäude[3], das wegen seiner vollständigen Erhaltung besonders sehenswert ist. Repräsentativer Blickfang im Inneren ist die Ausführung der Leitwarte zur Steuerung der Generatoren: Sämtliche Messgeräte und Schalter wurden aus Messing hergestellt und auf Grundplatten aus Marmor montiert. Die Leitwarte selbst befindet sich auf einer Empore über den Maschinen

Nach dieser beeindruckenden Führung, es regnete immer noch Bindfäden, fuhren wir zu unserem Hotel in Erkensruhr. Rd. 25km Serpentinenfahrt hat uns fast ins Schleudertrauma befördert. Keinen Strecke zum rasen, da immer wieder Dörfer zum Tempodrosseln aufforderten. Etwas entnervt erreichen wir unser heutiges Etappenziel, das Hotel Eifelgold Rooding (komplett in niederländischer Hand).

Waldkapelle Erkensruhr – Spaziergang

Während meine Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichen Entspannungsformen wie Sauna, schlafen etc. fröhnten, mache ich mich zu einer kurzen Rundtour auf. Der Regen ließ langsam nach, bis er sich ganz verzog. Fast am Ende meiner nur 6km kurzen Tour erblickte ich noch diese kleine Waldkapelle

P1080711

Im Inneren zeigt sich, dass hier nicht nur Wanderer, sondern wohl auch Dorfbewohner ihre Bitten an die Mutter Gottes formulieren. Und eine Tafel am Gebäude fordert den Vorbeiziehenden auf:
P1080714„Liebes Kind, wo gehst du hin?
Denk, daß ich Deine Mutter bin.
Ich liebe dich herzinniglich
Geh nicht vorbei, und grüße Mich“

Der Tag klingt dann mit einem gemeinsamen Essen und anschließendem Zusammensitzen aus. Und am nächsten Tag, das ist sicher, wird gewandert.

3 Kommentare

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