Ich habe Erlebnis nicht umsonst ganz groß geschrieben.
Nein, nichts schlimmes, auch nicht besonders spannend, aber typisch für mich.

Am heutigen Tage, der zweite Tag meines Moselaufenthaltes,  möchte ich gerne – so war mein Plan – über die Burg Eltz nach Müden und dann wieder über den Moselerlebnisweg zurück nach Moselkern.

Der freundliche Herr Grolig aus dem Gästehaus erklärte mir: gehen sie rechts die Straße hinunter bis zur zweiten Brücke, queren Sie diese und Sie gelangen auf den ausgeschilderten Weg zur Burg Eltz. Nun ja, die erste Brücke war eh gesperrt, konnte ich gar nicht rüber und die zweite sollte es dann ja sein.

Das war noch weit vor den Brücken, somit bin ich zu dieser Zeit noch auf dem rechten Weg ! 🙂

IRRTUM, ich lande also nach dem Überqueren der Brücke auf den Weg nach Müden – das stand auch auf dem Schild, aber ich dachte mir…naja wird eben der Weg über die Burg nach Müden sein. Manchmal ist eben da oben einfach nur Stroh 🙂

Trotzdem war der Weg herrlich und weil er eben völlig unplanmässig verlief und mit vielen Schlenkern und Irrungen hat er mir besonders viel Spaß gemacht. Darüber hinaus  war er mit einigen Erinnerungen gespickt, denn den  Traumpfades Eltzer Burgpanorama,  bin ich in diesem Jahr schon einmal gewandert und zwar mit Iris, Tanja und Christiane .

Die Weinlese ist im vollen Gang und ich habe Glück, dass die Herren mir die gestapelten Kisten aus dem Weg räumen, damit ich meinen Weg fortsetzen kann.

Es ist unglaublich in wie vielen Farben die Natur glänzt, die letzten Blütenstände halten sich wacker, bevor sie dann irgendwann auch Platz machen für den Winter.

Ich muss gestehen, es war eine richtige Herausforderung hier nicht zuzugreifen.

Wenn jeder hier Mundraub begehen würde, wären die Weinberge an den Wegrändern geplündert. Schlimm genug, dass das die Wildschweine so hemmungslos tun.

Und mitten in einem kleinen, privat angelegten Weinberg, wachsen auch diese riesigen Genossen.

Der kleine Wuschelkopf hatte gerade seine Portion Milch geschlappert. Die sind ja nicht zimperlich, die armen Muttertiere 🙂

Und da ist sie mal wieder, die Burg Eltz.
Just in dem Augenblick, als ich die Brücke zur Burg überquere, fängt es fies an zu regnen. Kaum zu glauben, wenn ich nur 10 Minuten früher die Fotos betrachte.
Leider musste ich die Zeit des Wartens – das der Regen aufhört – damit überbrücken ein Stück Käsekuchen zu essen und dazu eine Tasse Milchkaffee zu schlürfen. Und weil ich brav den Teller geleert habe, hört der Regen auch prompt auf. Nur so sonnig wird es an diesem Tag nicht mehr.

Auf dem Rückweg sehe ich die duuuunkle Höhle, in der Tanja damals gruselnd einen Bär vermutete.

Die Runde war dann mit 17km reichlich länger als urspünglich geplant, aber sie hat mir im überwiegenden Teil sehr gut gefallen.

Nach einer kurzen Rast und Umkleiden in der Pension, mache ich mich auf den Weg nach Cochem, um dort die Reichsburg zu besichtigen. Hier der Link zum Artikel und Fotos

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zur den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema „Schöneres Wandern“ gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

5 Kommentare

  1. Tja: Ich muss sagen, ich war mal wieder zu früh (und bei zu schlechtem Wetter) auf dem Eltzer-Burgpanorama unterwegs. Eigentlich wollte ich auch so eine schöne Herbststimmung wie Du einfangen.
    Aber ich gebe nicht auf: Irgendwann werde ich auch mal bei schönem Wetter auf diesem Traumpfad unterwegs sein.

  2. Tja, auf das Wetter war in letzter Zeit wenig Verlass; bin selbst vorletzten Samstag den ganzen Tag im Regen gegangen; gestern fing zwar vielversprechend an, es wurde aber bald richtig dunkel, während heute (leider ein Arbeitstag) die Sonne am blauen Himmel stand.

  3. Das hat ja gar nichts ausgemacht, dass die Runde länger geworden ist. 😀
    Eine echt schöne Aufnahme von der Burg Eltz… Als ich letztes Jahr da war, hatte die Burg leider ein Baugerüst. Wenn ich deine Berichte lese, liebe Elke, bekomme ich richtig Lust auf den nächsten Urlaub, und in meinem Hinterkopf entsteht der Wunsch, ihn wieder im Rhein-Mosel-Dreieck zu verbringen. 🙂

    1. Ach Katrin, ich lese immer wieder über Wanderungen und schöne Gegenden und bin hin und weg über die Vielfalt, die wir in unserem Land haben 🙂

      Ja, die Burg Eltz ist nun wieder rei von allen Gerüsten!

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