Wanderung im deutsch-niederländischen Grenzgebiet

Im Sommer hat mein Wanderfreund Michael bereits einen kurzen Bericht, sowie einen mittellangen Film, und auch viele Fotos zu dieser Wanderstrecke veröffentlich.: n-pics
Begeisterung sprach aus seinen Worten und Bildern und so beschloss ich am Samstag, bei grauem Herbstwetter, die Wanderung „Rode Beek“ zu wagen.

Die Fotos hierzu finden Sie in meinem Album, schön groß als Diashow zu betrachten.

Der erste Eindruck war ausgesprochen mäßig, jetzt im Herbst wirkt die ganze  Landschaft  öde und langweilig, die Wege zu breit, der Wald zu offen.

Allerdings, wenn man die Augen offen hält, bieten sich am Wegesrand eine Fülle von Eindrücken und Details, die ich jetzt viel mehr wahrnehme, da die Jahreszeit das Bunte, Ablenkende weg gefegt hat. Die Maisfelder sind geräumt, überall liegen die vom Wild abgeknabberten Reststücke der Maiskolben herum.

Die Spargelfelder werden nun auch langsam vom Grün- bzw. eher Braunzeug befreit und wieder schön ausgerichtet, für die neue Ernte in 2013.

Ich wandere hier durch Moor- und Heidegebiete des grenzüberschreitenden Naturschutzgebietes „de Meinweg“

Der Farn, ehemals in schönstem Grün, bereitet sich auf seinen endgültigen Abgang vor, aber tief unten sind schon die grünen Sprossen für das kommende Jahr verborgen.

und folge den Symbolen (die Niederländer lieben es bunt, auch bei den Wegezeichen)
des premierten Wanderweges „Rode Beek“  = Roter Bach.

Der rote Bach existiert tatsächlich und er ist rot, weil das Wasser in ihm sehr eisenhaltig ist. Die schlammige Erde entlang dieses Baches ist ebenfalls dunkelrot gefärbt.

Durch Torfstich sind hier mehr oder weniger tiefe Torfkulen entstanden, etwas unheimlich wirkt das dunkle Wasser, mit den heute ebenfalls sehr dunkel wirkendem Gestrüpp darin.

Die Rur begleite ich auch eine Weile auf meinem Weg

Und hier der so einsam wirkende Effelder Waldsee

Ein kleiner Abstecher ist bei der kurzen Tour noch drin. Ich besuche die Gistapper Mühle, eine sehr schöne Anlage,

die ich leider aufgrund meiner desolaten äußeren Erscheinung nicht von innen besichtigen kann. Meine Schuhe sind voller roter Erde und die Hose bis an die Knie voller Schlammspritzer

Wenn mir doch jemand sagen könnte, was das für Früchte sind. Sie wachsen auf Plantagen, die ähnlich angelegt sind, wie Apfelplantagen.

Hier noch weitere Impressionen zur Tour.
Ich stelle fest, ich bin eher eine Bergziege, die flachen Gebiete behalte ich mir für spätere Jahre vor. Wenn ich 80 bin, will ja auch noch was erwandert werden. 🙂

12 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    dafür dass dir die Tour nicht so zusagte, hast du aber wirklich zauberhafte Fotos geschossen. 🙂
    Wie das Wetter das Empfinden zu einer Gegend beeinflussen kann, haben wir gestern auch bemerkt. Über der Schwäbischen Alb bleib der Himmel grau, und es ist den ganzen Tag nicht hell geworden. Bei etwas freundlicherem Wetter ist das eine wunderschöne Gegend. Wir haben uns damit getröstet, dass es wenigstens trocken blieb, und die Bewegung an der frischen Luft tat echt gut.
    Liebe Grüße
    von Katrin

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  2. Hallo Elke,
    da hast Du allerdings recht. Innerhalb von zwei Wochen sind die Farben dahin und alles erscheint grau und langweilig. Aber schließlich können wir ja mit dem Unterwegssein nicht bis zum nächsten Frühjahr warten. Wie Du sehr anschaulich demonstrierst, muss man nur Augen, Herz und Linse weit genug öffnen und es kommen so tolle Berichte und Fotos zustande wie in Deinem obigen Blog.

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  3. Ach liebe Elke…seufz……
    Niederrhein am besser immer im Sommer, oder noch im frühen Herbst.
    Bei deinem Wetter jetzt ist das eher frustrierend. Bei meiner Tour
    war es sonnig und schön – und die Tour machte einen klasse Eindruck! Versuchs doch im Frühjahr nochmal – am besten mit uns zusammen – wir wollen da auf jedenfall noch eine Runde gehen. 🙂

    Gruss

    Michael

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