Traumpfad Wanderather

TraumpfadesymbolAm heutigen 24. Dezember 2012 führt mich mein Wander-Weg von Leverkusen nach Wanderath, um im Anschluß an die Tour den Abend dann in Linz bei meiner Familie zu beschliessen. Da ich sehr sehr sehr gerne esse und sich das Leben meines Sohnes und dessen Familie auch nicht gerade um´s Kalourienzählen dreht, ist es schon ratsam noch etwas vorzubeugen. Diese Gedanken haben sich im Verlauf des Abends dann auch als ausgesprochen vorausschauend erwiesen – schwäääärm.

Der Eifel- Traumpfad Wanderather besticht durch seine auch im Winter ausgesprochen bunte Natur. Wacholderheide, Ginster und Tannen bringen ein sattes Grün in die Landschaft und am heutigen Tag kommt noch die ausgesprochen reizvolle Tatsache hinzu, dass die Bäche vor lauter Wasser nicht wissen wohin und das sieht klasse aus.

Auf den 12 km Wanderstrecke darf der/die Wandernde sich über sehr abwechslungsreiche Wegeführung freuen.  Wiesen und Weiden, aber auch immergrüne Tannen- und  entlaubte Laubwälder sind zu durchstreifen, Ausblicke auf die Ortschaften Wanderath, Acht und Welschenbach, sowie auf die Virneburg machen das Paket angenehm rund.
Das Deutsche Wanderinstitut vergibt hier 72 Erlebnispunkte und die sind meiner Meinung nach auch gerechtfertigt.

So hatte ich keine Mühe die Zeit bis zur Bescherung und dem leckeren Abendessen herum zu bringen. Genau richtig die Distanz, obwohl ich durch kleine Abstecher nach hier und dort auf knapp 15km gelandet bin.

Ich starte um 9:30 Uhr an der Kirche in 56729 Baar-Wanderath, Kirche oder Gasthaus Waldesruh (Birkenweg 1), Parkplätze gibt es auch in den Nebenstraßen.

Ich wäre nicht ich, wenn ich den Weg nicht wieder einmal verkehrt herum gelaufen wäre, naja verkehrt gibt es beim wandern ja nicht, eigentlich :-). Durch diese Verdrehung bin ich innerhalb recht kurzer Zeit an der Hohen Warte.

WeitsichtenDer Weg dort hin führt über Wiesen, die zwar vollgesogen vom Regen sind, aber nicht die üblichen Matschspuren hinterlassen. Hier ist auffällig, wie schnell das Wasser tief in den Untergrund verschwindet. Nun gut, das sollte für den Rest des Weges wahrhaftig die Ausnahme sein.

Zur Hohen Wacht sind es nur knapp 2 km und so geht es dann auch sanft bergauf.

1 Blick zurück auf WanderathEin Blick zurück zeigt mir noch einmal den Ort Wanderath mit seiner Kirche, den ich erst in ein paar Stunden wieder erreichen werde.

2 Blick auf den weiteren WegIm Sommer werden die Wege von Feldfrüchten gesäumt, heute habe ich nach allen Seiten freie Sicht und ich geniesse es. Hier sind die Furchen der Fahrzeuge recht tief und die Chance auf unbefleckte Hosen sehr gering.

3 HeuballenÜberall sehe ich die Heuballen auf den Feldern liegen, zumeist ordentlich aneinander gereiht, wie lange Würste.

Virneburg

Bald habe ich einen schönen Blick auf die Virneburg, die ich aber leider nur mit mässigem Erfolg fotografieren kann, weil sie doch sehr weit weg ist und ich zu faul das Tele aus dem Rucksack zu kramen.

Dabei fällt mir dann auf, dass ich den „Traumpfad Virneburg“ auch noch wandern möchte.

Traumpfad 24.12 (1) Traumpfad 24.12 (2)Traumpfad 24.12 (3)Ich nähere mich dem Gebiet, das eines der größeren Flächen mit der schönen Wachholderheide birgt. Es sieht hier so herrlich satt grün aus, ich mag mich hier kaum entfernen.  Also weiche ich kurz vom Weg ab und laufe noch diese Anhöhe hinauf und genieße die schönen An- und Ausblicke. Die Wacholderheide ist ein Teil des Naturschutzprogrammes des Landes Rheinland Pfalz. Die Wacholderheide der Osteifel umfasst ein Gebiet von 1.100 ha, wobei sie keine geschlossene Fläche darstellt, sondern in viele kleine und große Flächen, meist mit Süd bzw. Südwesthanglage.

Rhein Kyllweg-EifelvereinDer Eifelverein ist natürlich auch hier tätig und nicht nur die Traumpfadeerfinder. Der Rhein-Kyll Weg führt von Weißenthurm bis Kronenburg. Dieser Weg begleitet nun den Traumpfad ebenso wie bald auch der Jodokusweg, eine 12km lange Strecke mit einem „J“ gekennzeichnet.

Nitzebach ganz wild

Das Bächlein Nitz, wie das Gewässer hier so prosaisch beschrieben wird, führt derzeit so große Mengen Wasser, dass er an vielen Stellen eher einem Fluß gleicht. Es rauscht rechts neben mir über einen ganze Weile und es ist interessant anzusehen, welche Wege dieses „Bächlein“ sich um Bäume und Gesträuch herum suchen muss und mit welcher Kraft Wasser sich in der Natur durchsetzt.

Mühle-und-KapelleTraumpfad 24.12 (6) St. JostAn einer Kreuzung entscheide ich mich erst einmal die St. Jost Wallfahrtskapelle zu besuchen. Weiter ist es möglich einen Abstecher zur  Grube Bendisberg zu unternehmen.
Öffnungszeiten-Besucherbergwerk – Ganzjährig geöffnet:
Dienstag bis Freitag sind nur gegen Anmeldung um
10.00 Uhr / 13.00 Uhr und 16.00 Uhr Führungen
Samstag, Sonntag und Feiertag: 11.00 Uhr / 13.00 Uhr / 14.30 Uhr und 16.00 Uhr

Die St. Jost Kapelle  liegt in unmittelbarer Nähe zu einer alten Mühle und dem Nitzbach.Seit Jahrhunderten ist sie Ziel vieler Pilger und Gläubiger, die den hl. Jodokus für alle möglichen Lebenslagen um Hilfe bitten.
Man sollte es nicht glauben, aber hier liegt tatsächlich noch zusammen gekehrter Schnee und auf der weiteren Strecke sind die Fischteiche teilweise noch oberflächlich zugefroren. Das was für den Sommer als „angenehm kühles Achterbachtal“ gerühmt wird, führt hier dazu, dass es noch länger dauert, bis die Wärme den Boden ganz durchdringen kann.

Traumpfad 24.12 (9)Der Jodokusbrunnen schenkt dem Wanderer/ Pilgerer frisches Trinkwasser.

Im weiteren Verlauf meiner einsamen Wanderung wird es plötzlich springlebendig um mich herum. Heerscharen von Fahrradfahrern rasen freundlich grüßend an mir vorbei, alle in typischem Fahrraddress. An der nächsten Biegung sehe ich, immer noch recht ahnungslos, die Räder am Wegrand stehen und die Fahrer im Trupp an einem Rastplatz versammelt.

Schwarze Madonna
Erst beim Näherkommen wird mir klar, dass die nicht rasten, sondern gezielt hierher zur „schwarzen Madonna“ gefahren sind und einer der Herren liest von einem Blatt eine Art Radfahrerpredigt ab. Nett an zu schauen war das, wie teils verlegen aber einige auch ganz ernsthaft den Worten des Radfahrerpredigers lauschten.

Weiter geht es nun überwiegend über Wiesen, Felder und an Höfen entlang.
Hier diese Stall Idylle war so passend für den heutige Weihnachtstag, läge nun auch Schnee, wäre das Bild perfekt gewesen.

Traumpfad 24.12 (10)Zunächst schauten die drei aus dem Stall und nachdem der Schwarze den Stall verlassen hatte, erschien der nächste Zosse. Ein Bild zum Lachen, finde ich

Traumpfad 24.12 (11)

Traumpfad 24.12 (13)Und Traumpfadeliegen gab es natürlich auch zahlreich, aber am heutigen Tag habe ich diese als die attraktivste empfunden, zumal sie in Gesellschaft herrlicher Ausblicke und ein paar ganz frisch erscheinenden Pilzen war.

PilzgesDer Weg bleibt attraktiv und fesselnd und die Sonne zeigt sich auch hin und wieder, wenn sie auch die KRaft nicht hat, die dicken Wolken endgültig zu besiegen.

Traumpfad 24.12 (14) Traumpfad 24.12 (15) Traumpfad 24.12 (16)

So geht eine wunderschöne Wanderung ihrem Ende zu und ich freue mich jetzt auf meine Familie, die schon auf mich wartet, damit wir noch einen kleinen Spaziergang machen können – aua meine Beine.
Linz

Diese Wanderung habe ich am 31.01.2014 wiederholt. Dieses Mal hatte ich Königswetter. Eine große Anzahl Fotos finden Sie im Picasa Fotoalbum

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zur den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema „Schöneres Wandern“ gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

16 Kommentare

  1. Hallo Elke,
    wie witzig…..da sind wir beide am gleichen Tag in der Eifel auf den Traumpfaden unterwegs gewesen. Du auf dem (wunderschönen) Wanderather und ich auf dem Bergheidenweg, mit ähnlicher Charakteristika.
    Schöner Bericht und ebenso schöne Bilder.

    Pfotenabdruck dalass 😉
    Volker und Indy

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    • Aaaah Volker :-),
      wie ich sehe, kannst du aber schön kommentieren 🙂
      Die Traumpfade doert in der Ecke sind alles für den Winter besonders geeignet, weil noch recht farbenfroh.
      Zufälle gibt´s 🙂
      Wir sollten alle einen Wanderteufel am Rucksack tragen, damit wir uns unterwegs erkennen, wenn wir denn dann mal die gleiche Wandergegend wählen 🙂
      Auf bald
      LG
      Elke

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  2. Wieder mal sehr schöne Bilder, die in mir schon die Vorfreude auf das nächste Wanderjahr hervorrufen. Ich möchte 2013 auf jeden Fall noch paar von den Traumpfaden ablaufen u. hab mir ganz fest vorgenommen 2013 ist Deutschland-Urlaubsjahr :-))

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  3. Hallo Elke,
    jetzt wo ich das lese ist Weihnachten schon wieder vorbei. 😦
    Du hast mich mit Deinen Beschreibungen der Tour und den schönenFotos sehr eindrucksvoll mitgenommen.
    Guten Rutsch
    Michael

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  4. An den Hinweis zur „Grube Bendisberg“ kann ich mich gar nicht erinnern, beim nächsten Mal muss ich drauf achten. Weißt du (oder weiß es ein Leser), wie weit es vom Abzweig zum Bergwerk ist? Wenn ich mir der Website die „Anfahrt“ anschaue, sieht es so aus, als ob es gleich um die Ecke liegt; an den Wochenende sind Führungen, da ist ein Abstecher ganz reizvoll.

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  5. Den “Wanderather” werden wir im Frühjahr oder Sommer sicher auch wieder gehen. Obwohl er keine “echten” Höhepunkte bietet, ist er reizvoll – er hat auf seiner kurzen Strecke viel zu bieten wie Täler, Höhen mit Ausblicken, Wacholderheide und so fort – und sehr entspannt zu gehen.

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