Rundwanderung Rheinbrohler Ley über Burgruine Hammerstein

Lange ist es her, dass ich auf dem Rheinsteig unterwegs war. Gefühlte Monate sind vergangen, seit ich das letzte Mal die Sonne gesehen habe. Welch Genuß schon in den frühen Morgenstunden bei -6 Grad in mein Auto zu steigen, mit der Aussicht auf eine Wanderung über die Rheinhöhen. Diese Tour ist angelehnt an die Tour 43 aus dem Rother Wanderführer Westerwald.

Erpel BrückenresteAuf der Fahrt nach Rheinbrohl stoppe ich bei Erpel um dieses unvergleichliche Morgenlicht einzufangen. Wenn die Sonne noch tief steht, ist gerade im Herbst und Winter alles farbig angehaucht, was sonst in Alltagsfarben untergehen würde.

Diese Farben hatte ich in Halle, bei so klarem, blauen Himmel auch.

In Rheinbrohl angekommen geht es eine Weile durch kleine Gassen hinauf in Richtung Annahof, den habe ich als Zieladresse eingegeben. HinweisschildNoch vor Ankunft am Annahof sehe ich dieses Schild und folge ihm, da am Annahof meines Wissens keine Parkflächen angeboten werden.

RheinblickSo gelange ich schnurstracks zur Rheinbrohler Ley und dem 29er Ehrenmal (eine Gedenkstätte für 3540 gefallene Soldaten des 29sten Regiments), mein Startpunkt der heutigen Wanderung. Hier oben ist die Welt so herrlich frostig, so sonnig, soooo schöööön.
Ein wohliges warmes Gefühl durchzieht mich, trotz der Kälte. Sonne hat schon einen gewaltigen Einfluß  auf unser seelisches Befinden.

frostigeausblickeEine Weile geht es ausschließlich über die Höhen

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (9)Links und rechts von mir Elektrozäune, soll der Wanderer daran gehindert werden vom Weg abzukommen?

Zitat aus dem Kommentar des Rheinsteigbüros: Es gab zwar auch immer wieder Probleme mit den Bewirtschaftern des Hofs, aber die Zäune sind aus Naturschutzgründen dort. Auf der einen Seite des Zauns laufen die Kühe und an der exponierten Hangkante wachsen seltene Pflanzen und Flechten. Hier mussten wir deshalb als Auflage der Naturschutzbehörde den Weg ein wenig einzäunen. Aber die neuen Aussichten, die man durch die neue Wegeführung hat, entschädigt meiner Meinung dafür.

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (5)Überall gefrostete Pflanzen, hier oben ist es schon merklich kälter, als weiter unten im Tal. Dort wo die Sonne längere Zeit ihr Licht und ihre Wärme abgeben kann, taut auch die Umgebung schnell auf. Noch sind die Böden nur oberflächlich gefroren und manchmal zeichnet der Frost seine besonderen Muster in die Pfützen

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (17)Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (11)Und wieder schmale Wege

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (12)Auf Wald darf ich durch schreiten. Die Sonne steht noch tief genug um solche Lichtspiele zu erzeugen.

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (13)Die Mauer der Burgruine Hammerstein

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (14)

Und hier eine Sicht von Weitem auf die Ruine. Es wird zunehmend schwierig bei höher stehender Sonne, die interessanten Objekte abzulichten.

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (19)Der Forsthof Hammerstein, eine gute Möglichkeit einzukehren um sich aufzuwärmen, eine Tasse Kaffee oder was auch immer zu schnabbulieren.

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (18)

Aber für mich heißt es weiter gehen. Heute wird ohne Pause und anschließender Einkehr gewandert, denn in Linz wartet ein Mittagessen auf mich :-). Es ist schon etwas schwierig, sich mit einer so kurzen Strecke zufrieden zu geben, aber mein Wunsch die kleine Maus zu sehen, ist doch größer.

Rheinbrohler Ley und Burgruine Hammerstein (20)Nach nur 12 km ist meine Wanderung zu Ende.

Ich freue mich auf ein nächstes Mal auf dem Rheinsteig.

GPS Track

28 Kommentare

  1. Wieder ein schöner Blogpost Elke! Kompliment. Der Rheinsteig steht bei uns dieses Jahr auch wieder auf dem Programm, wir haben ja erst ca. 90 km von Bonn beginnend absolviert. Schaun wir mal… Liebe Grüße aus Hessen! Jörg

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    • Den Rheinsteig kann ich nur empfehlen. Der wird auf mit jeder Etappe hinter Bonn immer schöner und findet meiner Meinung nach seinen Höhepunkt auf der Höhe von St. Goarshausen. Ich werde in diesem Jahr schauen, dass ich noch einige Etappen wandere 🙂
      Liebe Grüße aus dem weißen Leverkusen
      Elke

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    • Elke hat vollkommen recht. Da ist es am schönsten. Ich bin alle Etappen zwischen Rüdesheim und Koblenz zwischen 2 und 4 mal gegangen. Daher meine Empfehlung: Gehe sie in Süd-Nord-Richtung! Nahezu jede Tour gewinnt dadurch enorm, insbesondere auch die „Königsetappe“ Kaub – St. Goarshausen. Aber auch Braubach – Niederlahnstein (das wäre jedenfalls mein Zielort für diese Etappe) oder Rüdesheim – Lorch sind deutlich anspruchsvoller, wenn man sie rheinabwärts geht.

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  2. Wenn ich deinen Bericht lese und sehe, weiß ich: eines Tages geh ich den Rheinsteig! Erst mal den Eifelsteig zu Ende bringen, dann Saar-Hunsrücksteig und Sohnwaldsteig und hopla, bin ich schon am Rhein in Boppard. Dann nach Norden und von Köln nach Aachen und schon sind wir rum 😀 Paar Jahre noch 😉 LG

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    • Schwärm! 🙂 Wenn ich die Zeit hätte, würde ich gerne mitgehen. Eifel-, Saar-Hunsrück-, Soonwaldsteig: Das sind ja alles Traumwege! Von Boppard aus würde ich mich allerdings (unbedingt) Richtung Süden wenden und den Rheinburgenweg nach Bingen gehen. Dort mit der Fähre nach Rüdesheim übersetzen und den Rheinsteig zurück mindestens bis Koblenz gehen, gerne aber auch bis Bonn. Von dort nach Köln ist es dann wanderisch sicher eher weniger interessant. Wie gesagt: Wenn ich Zeit hätte…! Aber träumen darf man ja mal. 🙂 🙂 🙂

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      • Klar Rainer, so war das auch gemeint (hab momentan keinen blassen Schimmer, wo der Soonwaldsteig endet); wenn schon Rheinsteig, dann die schönste Strecke. Aber wie du sagst, träumen darf man. Zwischendurch würde ich auch noch gerne Luxemburg von Nord nach Süd queren, und weiter bis in die Vogesen, und wie wäre es mit einer Coast-to-Coastwanderung in England oder den Offa’s Dyke path in Wales, vielleicht eine Alpenquerung oder Matterhorntour…. Seufz… 8-|

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  3. Hallo Elke
    Es ist immer wieder eine sehr schöne Tour, wenn man dem Rheinsteig oder Rheinhöhenweg folgt kann man bis Leutesdorf gehen 🙂
    Einige Anmerkungen: Der Rheinsteig wurde vor rund 2 jahren verändert, er führte von der Ley geradeaus hinauf, an die Antennen vorbei, und weiter bis zu einem gehöft, als wir dort wandern waren hatte uns der bauer schon ausgeschimpft, das der weg nun schon vor den Antennen rechts den hang hinab ging?? Da der neue Weg aber so neu war, haben wir den Pfad nicht gesehen 😦
    ich habe damals mit dem Regionalbetreuer des Rheinsteiges gesprochen, der sich das vor ort angesehen hat, offenbar gab es noch öfters ärger mit der neuen Führung, und so hat man halt noch mehr Zäune aufgestellt.

    Wie ich sehe bist du aber nicht komplett den Rheinsteig gegangen, sondern da oben den Rheinhöhenweg 😉 , finde ich auch viel schöner, als durch das kalte Tal hinab.

    Bist du auch schon mal den heftigen Anstieg von Arienheller hoch gegangen? Also den Liemesweg, wenn man fast oben ist kommt ein Turm von da aus kann man sehr weit gucken, etwas weiter unten ne größere Hütte

    LG Markus

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    • Es gab zwar auch immer wieder Probleme mit den Bewirtschaftern des Hofs, aber die Zäune sind aus Naturschutzgründen dort. Auf der einen Seite des Zauns laufen die Kühe und an der exponierten Hangkante wachsen seltene Pflanzen und Flechten. Hier mussten wir deshalb als Auflage der Naturschutzbehörde den Weg ein wenig einzäunen. Aber die neuen Aussichten, die man durch die neue Wegeführung hat, entschädigt meiner Meinung dafür.

      Bevor ich es vergesse: Das sind wirklich tolle Bilder geworden, Elke!

      Viele Grüße,
      Frank
      Rheinsteig-Büro

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      • Vielen Dank Frank, für deine Erläuterungen 🙂
        Meine Bemerkungen waren auch nicht kritisch gemeint, eine Behinderung waren die Zäune für mich nicht. Der Weg dort ist sehr schön und für den Naturschutz müssen eben einige Schutzmaßnahmen erfolgen, wenn wir Wanderer dort weiterhin unserem Vergnügen die Natur zu genießen folgen wollen.
        Ich wünsche mir und all den anderen Liebhabern weiterhin so ungetrübten Wanderspaß auf dem Rheinsteig.
        Herzliche Grüße
        Elke
        Ach ja und vielen Dank für die positive Bemerkung zu meinen Fotos.

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  4. Das passt ja wie die Faust aufs Auge! Gestern verkehrten wir auf der anderen Rheinseite – und auf der Rückfahrt mit Blick auf die Burgruine sprachen wir über frühere kurze Wanderungen, die wir von der Kirche in Hammerstein aus zur Ruine machten. Die 12 Kilometer aber hören sich verlockender an. Der Wanderkalender für 2013 füllt sich also schon. 😉

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    • Nein, nicht aiuf der Erpeler sondern auf der Rheinbrohler Ley. Nach Linz bin ich später gefahren 🙂
      Ja, ich kann mir vorstellen wie sich das anfühlt zu Hause bleiben zu müssen, während die Sonne ihr seltenes Stelldichein gibt 🙂
      Also gut gesund werden und dann warm eingepackt raus 🙂

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