P1000361Heute ist wieder einmal Tanja-Tag und wie immer freuen wir uns schon im voraus auf eine schöne Wanderung. Der Werbeslogan würde heißen „Aus Erfahrung – gut“, denn die bisherigen gemeinsamen Unternehmungen waren immer von Frohsinn und unendlich viel Gequassel gekennzeichnet, so auch heute.
Fotos? Ja, die gibt es auch, aber anders, als wenn ich alleine unterwegs bin. Denn fotografieren ist an diesen Tagen nicht mein Hauptanliegen.

P1000240Wir parken in Remscheid-Lüttringhausen auf einem kleinen, sehr vereisten Parkplatz (ein NO GO für meinen, aber absolut lässig vertretbar für Tanjas kleinen Allrounder. Und direkt am Parkplatz geht es dann auch in den verschneiten Wald.

Unsere Wanderung wird uns großräumig um die Herbringhauser Talsperre (1898 gebaut) führen, die aus Wasserschutzrechtlichen Gründen unzugänglich für den Wanderer ist. Nur die Staumauer kann man überqueren, werden wir auch überqueren. Insgesamt laufen wir heute nur knapp 12km, um unsere Erkältung auszutreiben und nicht noch zu verschlimmern.

WetterfroschDen Vorschlag für diese Tour haben wir einem Einheimischen zu verdanken. Der hatte etwas von sehr leichter Wanderung mit wenig Steigungen (stimmt, aber die wenigen waren vereist) und einer günstigen Wetterlage erzählt.  Zitat: „es herrschen angenehme Temperaturen und es ist fast windstill“  Vorallem dieses „windstill“ hat uns auf den freien Flächen ziemlich zu schaffen gemacht, es pfiff nämlich wie Hölle.

Unser Wetterfrosch wurde lautstark verdammt und müsste eigentlich für ca. 4 Stunden ein dauerndes Klingeln in den Ohren gehabt haben. Unserem fein ausgetüfftelten Rachefeldzug konnte er nur entkommen, weil die Strecke wirklich schön war.  Nein, es ging schon, nach einer Zeit merkt man das ja gar nicht mehr, wir sind ja anpassungsfähig.

Heute ist ein Kaiserwetter, wie wir es bei unseren gemeinsamen Wanderungen fast immer antreffen. Die Sonne an blauem Himmel, die wir so lange herbei gesehnt haben, dazu der weiße, reichlich vorhandene Schnee in dieser Gegend, lassen unsere Wanderherzen höher schlagen.

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Dornröschen????

Es gab zwei parallel laufende Spuren, wir haben offensichtlich eine für Pferde genommen oder sonstiges unempfindliches Getier.

P1000267Wir hatten bewusst eine Strecke mit wenigen Steigungen gewählt, schön unanstrengend, aber wir sind hier im bergischen Land und daher geht es natürlich nicht ganz ohne. Unser Wanderwegetippgeber hat uns sozusagen aufs Glatteis geführt, denn hier ist jede noch so minimale Steigung ein Angebot sich auf die Nase zu legen. Um das zu verhindern wurden Hände und Füße genutzt 🙂

Elke2Und da ich ja heute nicht alleine unterwegs bin, gibt es auch Fotos von mir. Naja, ich mag mich auf Fotos nicht besonders, deshalb gibt es auch nur wenige von mir.

Aber Tanja besteht darauf und manchmal lasse ich mich auch überreden 🙂

P1000244 P1000249Wenn auch nicht durchgängig, aber hier liegt doch erheblich mehr Schnee, als in unserer unmittelbaren Region, und so knirschte es tatsächlich herrlich unter unseren Füßen.

P1000303P1000306Die Staumauer der Talsperre überqueren wir auf unserer Route. Imposant sind diese Bauten, die verhindern, dass das Wasser in das Tal da unten stürzt.

Früher wurden Talsperren nach dem Ort, wo sie gebaut wurden benannt, später gab es dann zahlreiche Umbenennungen. Auch hier wurde aus der ehemaligen Barmer- die Herbringhauser Talsperre.

P1000314Die beiden Alpakas teilen sich das Gehege mit zahlreichen, kleinen braunen Schafen, mit bernsteinfarbigen Augen. Leider sind die Aufnahmen von den Kurzbeinern nichts geworden, weil die neugierigen Wuschelköpfe immer die Kamera fressen wollten… oder vielleicht doch uns????

Ich habe kürzlich in einem Bericht eines Bloggers von gefährlichen Westerwälder Ziegenwölfen gelesen (nachzulesen beim Schlenderer. Wohl eine mutierte Form von Ziege und Wolf. Aber die hier sahen doch recht harmlos aus.

Tanja, die niemals Unerschrockene, stellt die Frage: „spucken die?“
Zitat aus der Webseite: Alpaka Universum:
Ja, das tun sie tatsächlich. Normalerweise spucken die Tiere nur untereinander, um in der Herde die Rangordnung klarzustellen. Tiere, die mit der Flasche aufgezogen werden und dabei in ständigem engen Kontakt mit Menschen aufwachsen, können auch Menschen anspucken.Ein gutes Anzeichen für ein bevorstehendes Spucken ist die Position der Ohren. Wenn das Alpaka die Ohren zurücklegt und vielleicht dabei besonders unglücklich schaut, sollte man in Deckung gehen. Die Tiere sind sehr treffsicher.

Unsere Wanderung war dann relativ schnell zu Ende, den Weg über die ungeschützten, „windstillen“ Felder bei Spieckern, haben wir uns ganz geplant, gespart.

P1000338Weil aber der Tag noch viel zu jung zum Beenden war, drehten wir eine kleine Extrarunde. Dabei entdeckten wir einige Häuser, die uns gut gefallen haben.

Und wir konnten uns den großen Wasserturm aus der Nähe anschauen.

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Und Tanja mit ihren mega scharfen Augen, erkennt gaaaaaanz oben einen Eiszapfen, der sich evtl. bei Tauwetter aus den Höhen und von der Regenrinne verabschieden und jemanden vielleicht verletzen könnte. Ich fasse es nicht, die sieht manchmal Sachen 🙂

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P1000390Und da der Tag immer noch zu jung war, folgten wir dem Rat unseres Wetterfroschs und Wanderwegtippgebers und fuhren nach Beyenburg in das Landhaus am Bilstein. Dort gab es Käsekuchen für mich und Apfelkuchen für Tanja. P1000380Anschließend noch ein kleines Ründchen laufen tut uns sicher gut, also ab über die naheliegende kleine Wupperbrücke und rechts herum die Wupper entlang. Und schon ganz bald eine kleine Pause auf einer restlos schneelosen Bank.

Hier treffen wir ähnliche Witterungsverhältnisse an, wie in Altenberg gestern.

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Blick über die Dächer Beyenburgs
Blick über die Dächer Beyenburgs

Nach diesem kleinen Abstecher besuchten wir noch den schönen Thomashof in Burscheid um dort für Tanja und diverse Verwandten tierische Leckereien zu erwerben.

Und auf der Autobahn dann dieses Bild durch die Autoscheibe geschossen
Und auf der Autobahn dann dieses Bild durch die Autoscheibe geschossen

Fazit zu unserem heutigen Genußwandertag:

Es war ein gelungener Tag
Die Wanderstrecke finden Sie im Wanderführer aus dem Droste Verlag:
Wuppertal – Erlebniswanderungen um die Stadt

GPS Track

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16 Kommentare

  1. He, das waren ja wieder schöne Touren, die du gemacht hast, liebe Elke. Hat wieder viel Spaß gemacht, sie zu lesen. Das schöne Winterwochenende war leider viel zu schnell vorbei, aber dafür haben wir ja unsere Blogs. Und deine super Fotos kann ich immer wieder genießen und bewundern.
    Ganz liebe Grüße und Drücker aus dem Aichtal
    von Katrin

  2. Na, wie man sieht, habt Ihr ja mal wieder richtig viel Spaß gehabt. 🙂 Was kann’s auch Schöneres geben als Wandern im herrlichen Bergischen Land, noch dazu bei optimalen Wetterbedingungen! Nur ganz am Rande: Kennst Du vielleicht ein Hausmittelchen gegen Tinnitus?

    1. Hallo Rainer,
      ja der Spaß war auf unserer Seite, eindeutig 😀

      Ja, ich kenne ein Hausmittelchen gegen Tinnitus, ha ha ha immer schönes Wetter bestellen, wenn wir wandern, niemals unschuldige Menschen aufs Glattweis führen, z.B. mrgreen :mrgreen:

  3. Sehr schön, Elke; man sieht euch die Freude über die gemeinsame Schneewanderung an. Wie 2 Alpakas im deutschen Winter eben 🙂 – Heute ist bei uns leider wieder alles nur grau. LG

  4. Hallo Elke
    mal wieder ne tolle Wanderung, in einer für mich noch ungewohnten Gegend 🙂 Das wird aber nach und nach geändert, es gibt viel zu wenige solcher Blogs die sich mit dem bergischen Land befassen, da sind wir ja dabei dies zu ändern ;-).

    Deine berichte laden so richtig zum nach wandern ein

    LG Markus

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