Traumpfad Koberner Burgpfad – Mädels on tour – oder – Die Suche nach dem passenden Frosch

Auf dem Rücken einen mit individueller Auswahl an Nahrungsmitteln und Getränken gut gefüllten Rucksack, im Gesicht ein zufriedenes, erwartungsfrohes Grinsen, Aussichten auf blauen Himmel sowie wunde Füße, und im Navi eingegeben „Kobern an der Mosel“

Koberner Burgpfad (20)Ein Traumpfad bei Traumwetter und traumhaft gute gelaunten Frauen, was sollte da schief gehen? Hier der GPS Track

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Wir, das sind:  Tanja (vielen Lesern bereits ein Begriff), ihre Tante Anita, Conny (auch bekannt durch unsere Mehrtageswanderungen auf Rheinsteig und Rheinburgenweg, und meine Wenigkeit (Wenigkeit bezieht sich nicht auf Körperfülle).

Wir alle haben eins gemeinsam, nämlich die klare Einsicht, dass der Winter lang genug war und das Hüft Gold ruhig etwas schmelzen könnte und so gehen wir tapfer, die mit rd. 18km eingeschätzte Wanderung an.

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Goloring?Wir parken in Wolken (und Wolken hatten wir zum Startzeitpunkt wirklich reichlich),weil der Goloring für mich interessant klingt und unbedingt besichtigt werden soll. Den Weg hätten wir uns sparen können, denn wie man sehen kann, sieht man nix. Den Goloring hat keine von uns erkannt.

 

Schade, aber bevor Frust aufkommt, wird eben die erste kleine Futterpause eingelegt – ja ja, so schmilzt nix, auch nicht das Hüft Gold.

Wir sollten später froh über den Umstand sein, dort in Wolken geparkt zu haben, denn so hatten wir bei dem etwas verspätet eintreffenden Sonnenschein die schönsten Streckenteile für uns und in der ungewohnten Wärme auch ein wenig Schutz durch die Waldpfade. Wir lassen also mit dem Ort Wolken auch allmählich die Wolken am Himmel hinter uns.

Ich für meinen Teil hatte einige zusätzlichen Sporteinlagen, weil neuerdings jede blühende Pflanze meine Bewunderung und Aufmerksamkeit findet und die meiner Kamera auch. Und so findet ein regelmäßiges auf und ab statt.  Buschwindröschen, Lerchensporn, Lungenkraut und Scharbockskraut blühen um die Wette.

Blümelein_bearbeitet-1LüttringhausenrundeÜbrigens das Lungenkraut kann auch zur Zubereitung von Tee für eine beschränkte Zeit genutzt werden. Es hat einige heilende Wirkung. Die unterschiedlichen Färbungen der Blüten signalisieren ob sie schon bestäubt sind oder nicht. Der PH Wert der Blüte ändert sich nach dem Bestäuben in dunkelviolett bis blau.

Kröte_bearbeitet-1Lüttringhausenrunde

Vor diesem Kameraden/in hier, habe ich sogar längere Zeit gekniet, um ihr/ihm gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Sei kein Frosch, küss mich!!!!!!! –

LOS – mach schon!

Ich tat es nicht, trotz seines offensichtlichen Verlangens 😀
Später, als ich längst zu Hause war, erinnere ich mich an ein Gespräch per Mail, indem ich darauf hingewiesen wurde, dass die hässlichsten Frösche die schönsten Prinzen seien.

Tja Gelegenheit verpasst, würde ich sagen, auch wenn´s augenscheinlich eine Kröte war. Den Versuch wäre es wert gewesen. 😀

Langsam findet die Sonne den Weg durch die dichte Wolkendecke und hier und dort blinzelt blau. Spätestens, als wir in das unzweifelhaft romantischste Bach Tal diesen Jahres eintauchen, nämlich in das Tal des Keverbachs, und die Sonne durch die noch einigermaßen kahlen Äste scheint, ist es vorbei mit unserer Zurückhaltung. Ein andauerndes „Ah“ und „Oh, wie schön“ „Was bin ich froh hier zu sein“ ertönte.

Und so hatte ich als Streckenaussucherin und Wegeführerin das Gefühl „Ja, du hast es richtig gemacht“  Wobei zur Wegführung sei gesagt, auch hier war ein immer wieder lobendes Wort über die überaus gelungene Wegbeschilderung zu hören. Ein Lob an die Traumpfadefinder, wie schon so oft.

P1100316An dieser Stelle bricht sich die Abenteuerlust der lieben Tanja eine Bahn. Sie verleitet uns auf diesen im Bach liegenden Baumstamm über zu wechseln und einige Gleichgewichtsübungen zu machen. Von Lachen erschüttert war ich erstaunt, dass keine von uns den Weg ins Wasser fand.

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Die liebe Antia hat geknipst was die kleine Kamera her gab und wir hatten alle einen riesen Spaß 🙂

Koberner Burgpfad (35)

Koberner Burgpfad (37) Koberner Burgpfad (41)

Weiter ging es auf schmalen Pfaden am Keverbach entlang bis wir wieder auf Wiesen- und Feldwegen landen und die ersten Weinstöcke zu sehen bekommen und dann liegt sie vor uns, die Mosel.

Koberner Burgpfad (44)

Kobern liegt unterhalb unseres Hangpfades, der sich windungsreich dahin schlängelt. Nach einer ganzen Zeit geht es in Serpentinen runter nach Kobern.

Koberner Burgpfad (56)Wir landen in unmittelbarer Nähe des Friedhofes, den eigentlichen Startpunkt des Traumpfades. Trottelig, wie ich bin vermute ich in dem Gebäude dort die Matthiaskapelle. Meine hexische Begleitung lässt mich dort fotografieren und überlegen wieso eine so kleine, normale Kapelle (tatsächlich nämlich die Dreikönigskapelle) solch ein Aufhebens verdient und merke nicht, wie die drei sich fast kaputt lachen.

Gegenüber auf der Straße steht ein Schild „zur Matthiaskapelle“ in genau die entgegen gesetzte Richtung. HA HA

Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt und einer Pause bei Eis, Eiskaffee und Kaffee, machen wir uns langsam und etwas behäbiger auf den Weg, um den Rest unserer Wanderung anzugehen.

Koberner Burgpfad (59)Auf steilen Pfaden und über den Kreuzweg, zur Unterburg geht es nun hinauf zur Matthiaskapelle und der Oberburg, vorbei an diesem Schmuckstück. Hier ernte ich etwas Unverständnis für meine Vorliebe für solche Autos. Nicht besitzen, aber gerne anschauen will ich sie.

Koberner Burgpfad (62)

Ein Blick von der Niederburg ins Moseltal und auf dem weiteren Weg schon wieder Tanjas abenteuerliche Lust auf Gefahr, hier in einem schwierigen Denkprozeß:

Koberner Burgpfad (10)Wir entscheiden gemeinschaftlich: DAS ist zu gefährlich

Koberner Burgpfad (64) Koberner Burgpfad (66) Koberner Burgpfad (65)

MatthiaskapelleKoberner Burgpfad (67) Herrlich, unbeschreiblich in dem Licht der langsam sinkenden Sonne diese Eindrücke genießen zu dürfen.

Koberner Burgpfad (68) Bald sind wir wieder auf schmalen Pfaden durch den Wald unterwegs, nun wieder Richtung Wolken. Der Himmel zeigt sich unvermindert blau, die Temperaturen so angenehm wie ewig nicht. Der Buschwindröschenweg führt uns immer näher dem Endpunkt entgegen und trotz, nicht wegen unserer langsam eintretenden Erschöpfung,  gehen wir langsam, weil wir den Rest des Weges genießen möchten.

 

 

Koberner Burgpfad (69)

 

Wir füllen unsere Wasserflaschen an den Mineralquellen Sauerbrunnen und dem Quidoborn und probieren mit unterschiedlichem Ergebnis den Geschmack des ungewohnten Wassers.

 

Koberner Burgpfad (70)

Wir begegnen langsam dahin trottenden Pferdchen und wandern dann entlang weiter Wiesen und Feldern Wolkens.

Koberner Burgpfad (1)Inzwischen werfen wir laaaaaange Schatten. Das Licht in grandios, ich liebe es unterwegs zu sein, wenn die Sonne untergeht und auch der Rest will genießen, was uns dieser Frühlingstag beschert hat.

Koberner Burgpfad (11)Es war schön mit euch

22 km sind wir gewandert. Diese Tatsache hatte ich wohlweislich bis zum Erreichen des Autos verschwiegen. Immerhin hatten wir zwei Leichtbehinderte dabei, die aufgrund von Verletzungen eine relativ lange Auszeit hatten und noch nicht überragend viel Möglichkeit die verlorenen Muskeln wieder richtig aufzubauen.

Koberner Burgpfad (2)

 

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zur den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema „Schöneres Wandern“ gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

25 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    hach, das muss schön gewesen sein. Man sieht auf den Fotos, wie viel Spaß ihr hattet, und ich schließe mich meinen Vorschreibern an – das Lesen hat mir auch viel Spaß gemacht. Kompliment für die lange Strecke! Aber in so netter Begleitung und mit so viel Lachen und Albern fällt das Auf- und Absteigen doch viel leichter. Der nächste Frosch (oder noch besser: Prinz) kommt bestimmt!! Mit oder ohne so einen schicken roten Flitzer. 😀
    Ganz viele liebe sonnige Grüße an dich
    von Katrin

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    • Ach Katrin, so müsste es immer sein oder fast immer 🙂
      Aber heute war auch schön, durch das Lambertstal und auf den Lavarienberg, überall Küchenschellen, blauer Himmel, Wacholder und herrlichste Landschaft.
      Der Flitzer war klasse :-), aber meiner tuts auch
      Dir auch gaaaaaanz liebe Grüße

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  2. Hallo Elke,
    habe meine Tür fertig gestrichen und genieße bei einer Tasse Kaffee deinen wunderbar ge-
    schriebenen Bericht. Ich freue mich auf Mai.
    LG Conny

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  3. Hallo Elke,
    wenn ich deinen Bericht lese, kommt es mir vor, als hätte ich euch beim Wandern zuschauen können.
    Ich glaube nicht, dass du beim Frosch (bzw. bei der Kröte) eine Gelegenheit verpasst hast. Du musst nicht nur daran denken, dass die hässlichsten Frösche die schönsten Prinzen waren, es heißt doch auch, wer eine Kröte anfasst bekommt Warzen. 🙂 So gesehen hast du alles richtig gemacht.
    Viele liebe Grüße
    von Frieder

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    • Lieber Frieder ich danke dir 🙂
      Warzen müssen nun nicht sein und unter dem Licht betrachtet war es tatsächlich besser ihn dort zu lassen. Außerdem hätte ich ihn ja lt. Brüder Grimm werfen müssen und das tue ich bei Tieren sowieso nicht 🙂
      Ich wünsche dir einen schönen Tag und bis bald
      Elke

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  4. Liebe Elke,
    Dein Bericht ist so herrlich wie die Bilder – da wird man fast neidisch, daß man nicht dabei sein konnte – und dann noch das Wetter dazu – besser geht es auf keinen Fall 🙂
    vielen Dank für die schönen Eindrücke – das macht es mir nicht leichter mir die Traumpfade diese Jahr auszusuchen !
    Liebe Grüsse Angelika+ Erik

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  5. Hallo Elke
    Ihr habt ne super Wanderung gehabt, viel Spaß wie man lesen kann, dass Wetter war optimal für die Tour. Man bekommt gleich gute Laune wenn man deinen Beitrag liest 🙂 Super das ihr so rum albern könnt während der Tour, bei den vielen Bunten Blumen bekommt man auch gute laune, dazu die vielen herrlichen Düfte, ist doch viel besser als schnee 😉

    Liebe grüße markus

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    • Ja Markus, es war göttlich und in dem Keverbachtal waren wir absolut ungestört und konnten unsere Späße treiben. Bei dem Wetter und nach dem Winter geht einem das Grinsen ja gar nicht mehr aus dem Gesicht 🙂

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      • Das keverbachtal ist einfach absolut genial Elke, dass ist mir auch noch lange in Erinnerung geblieben! Bevor man rechts wieder raus aus dem Tal geht, stehen auf der anderen Seite des Baches Schilder, die zu einem Restaurant führen. Da ich aber meist auch immer mehr mit schleppe als ich brauche 😉 scheidet das schon mal aus. Die Tour ist generell wunderschön, man hat einfach von allem etwas.
        Was man sich mit diesem Goloring dabei gedacht hat wüßte ich auch mal gern, als ich vor 1 Jahr dort war gab es auch nix zu sehen. Lediglich die alten Teiche? Kurz bevor ihr am Auto wart, waren interessant, da sieht man sehr viele seltene Vögel und andere Tiere 🙂 Die meisten bleiben aber auf dem Damm

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  6. Hallo Elke,

    schöner Bericht zu einer sehr schönen Wanderung. Der Koberner zählt ganz sicher zu meinen engeren Favoriten der Traumpfade. Ob’s nun die Weinberge sind oder das romantische Keverbachtal, diese Runde hat in meinen Augen genau das richtige „Gleichgewicht“ und eben das macht ihn in meinen Augen so schön.
    Schöne Bilder unterstreichen eure lustige Runde 😉

    Lieben Gruß
    Volker mit WanderHund

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  7. Hallo Elke,
    ein schöner, lustiger Bericht. 🙂 Dass ihr vier Wandergrazien Spaß hattet, dass sieht man schon auf den Bilder. Ärgere dich nicht wegen dem Goloring. Du bist ja nicht Frodo, aus dem Herrn der Ringe und musst das Ding nicht in einen Vulkan werfen. 🙂

    Gruss

    Michael

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