Der bisher heißeste Tag im April 2013 führt mich an die Mosel.

Ich habe mir für den heutigen Tag ein einigermaßen anspruchsvollen Programm vorgenommen nicht ahnend, dass die Temperaturen so stark nach oben schnellen würden.

P1060075Vorbereitend lade ich mir den GPS Track des Traumpfades herunter. Das Heftchen zum Traumpfad führe ich bei solchen Gelegenheiten mit, sowie die dazu gehörige Karte. So bin ich immer bestens ausgestattet und habe Informationen darüber, welche Attraktionen auf dem Weg zu finden sind.

Meinen GPS Track mit allen Besichtigungsorten finden sie hier: GPSies - Traumpfad Bleidenberger Ausblicke

Für meine Anschlußtour lade ich mir den Track, sowie Beschreibung zur Wanderung im Dortebachtal  auf der Seite des EifelPfadFinder herunter. Der Tourbericht erfolgt gesondert.

Mein Weg führt mich zunächst nach Oberfell, Im Kirchstück in Höhe des örtlichen Friedhofs. Dort sind zahlreiche Parkmöglichkeiten. Ein Stück die Straße herunter steht auch die Infotafel des Traumpfades Bleidenberger Ausblicke.

DSC_5290DSC_5288Schon die Betrachtung der wunderschönen Häuser versetzt mich in Hochstimmung. Das Wetter ist einfach göttlich. Voraussetzungen für einen ausgiebigen Wandertag, wie es besser kaum sein könnte.

Wie so oft, wähle ich die Wegerichtung intuitiv und schwenke am Ende der Straße nach rechts ab, wandere also entgegen dem empohlenen Wegeverlauf.

DSC_5293Es geht ein Stück durch den Ort und dann sehr schnell auf einen schmalen Waldweg auf den Kreuzweg. Informationstafeln informieren den Wanderer über Eigenarten den Weges, frühere und heutige Nutzung der Hänge. Auch auf die mögliche Entstehungsgeschichte der Flurnamen wird eingegangen.

DSC_5328DSC_5311Bald ändert sich der Boden, auf dem ich laufe. Auf Gras überwachsenen Wegen geht es in Blickrichtung Mosel.

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DSC_5316Auf der südöstlichen Seite des Bleidenbergs in der Nähe der Wallfahrtskirche – sie liegt auch auf meinen Weg-  werden vom Landesamt für Denkmalpflege seit 2001 jährlich über einige Wochen Ausgrabungsarbeiten durchgeführt. Über diese Arbeiten und die erstaunlichen bisherigen Ergebnisse informieren hier ebenfalls Informationstafeln. Der Themenweg hat den schönen Namen „Zeitreise“

DSC_5330Bald erreiche ich eine wunderschöne Plattform von der sich mir ein erster ausgiebiger Blick auf die Mosel oberhalb von Oberfell bietet. Hier lege ich bereits meine erste Rast ein, um zu frühstücken. Gibt es einen schöneren Platz?

DSC_5336Ein romantischer Spruch verleitet zu romantischen Gedanken, welche Wünsche habe ich, die sich erfüllen sollen. Oh doch, da gibt es einige…also wird gewünscht.

Hier finde ich die Ruhe einem Mosel-Freund ein Fotos zu schicken und nach einer ausgiebigen Betrachtung, auch mittels Fotoapparat, ziehe ich gemächlich weiter.

DSC_5348Dieser Traumpfad strotzt in diesem Bereich geradezu vor Informationen, auch die Imker haben sich hier verewigt und erzählen in Wort und Bild über die wichtige Aufgabe der Bienen und was nötig ist, damit sie diese Arbeit weiter verrichten können.

DSC_5366Auf weichen Wiesenpfaden erreiche ich das Plateau des Bleidenbergs. Die Hütte ist verschlossen kann aber für Feiern gemietet werden. Eine Sitzgruppe – links außerhalb des Fotos – ergänzt diesen herrlichen Rastplatz.

Die Burg Thurant umwandere ich jetzt, hier diese Aufnahme ist gegen das beständig stärker werdende Sonnenlicht aufgenommen und konnte nur mit Veränderung der Tonwerte einigermaßen ansprechend präsentiert werden.

Aussicht auf Burg Thurant vom Bleidenberger Plateau aus gesehen.
Aussicht auf Burg Thurant vom Bleidenberger Plateau aus gesehen.
Aber hier sieht sie doch klasse aus. Sehr gut erhalten und zur Besichtigung braucht es die Bereitschaft 3,50 Euro auf den Thresen des Kiosktisches zu legen.
Aber hier sieht sie doch klasse aus. Sehr gut erhalten und zur Besichtigung braucht es die Bereitschaft 3,50 Euro auf den Thresen des Kiosktisches zu legen.

Wie man unschwer erkennen kann, diese Burg hatte mich im Griff. Von allen Seiten abgelichtet, habe ich eine nette Erinnerung an diesen riesigen Baukörper.

DSC_5364Auf dieser Tafel gibt es ausführliche Informationen über die Befestigungsanlage von Alken, der Ort der hier unterhalb liegt und dem im August 1332 bereits Stadtrechte durch den Kaiser Ludwig der Bayer verliehen wurden.

Meinetwegen könnte es so weitergehen aber.......
Meinetwegen könnte es so weitergehen aber…….

DSC_5387Ab jetzt gibt es nur noch wenige weiche Wege. Schotter und grobes Gestein bestimmen den Untergrund unter meinen Füßen. Der gesamte Weg bietet großartige Aussichten und wunderschöne Waldpassagen, aber der Anteil solcher Groben Wege ist für manchen Wanderer sicher äußerst anstregend. Gesunde Füße und Rücken sollten meiner Meinung nach  aber unbedingt den „Bleidenberger Ausblicke – Traumpfad wandern.

Die Dreifaltigkeitskirche eine Wallfahrtsstätte ersetzt die vermutlich im 11 Jahrhundert gebauten, wesentlich bescheidenere Kapelle an diesem Ort. Zunächst der hl. Maria geweiht, entwickelte sie sich schnell zu einer bedeutenden christlichen Wallfahrtskirche.

Die Dreifaltigkeitskirche eine Wallfahrtsstätte ersetzt die vermutlich im 11 Jahrhundert gebauten, wesentlich bescheidenere Kapelle an diesem Ort. Zunächst der hl. Maria geweiht, entwickelte sie sich schnell zu einer bedeutenden christlichen Wallfahrtskirche.

Leider habe ich es versäumt das Innere dieser Kirche zu betrachten. Möglich, dass ich mir diesen Traumpfad noch einmal vornehme. Die unerwartete Hitze des weiter fortschreitenden Tages und ein recht unvernünftig großes Tagesprogramm hat mich hier und da etwas flüchtig werden lassen.

DSC_5404Herrliche Anblicke 🙂   Auf Schotterwegen führt der Weg, entlang der Weinberge, hinunter nach Alken.

DSC_5408Es wird gearbeitet in den Weinbergen. Derzeit werden die Elektrozäune installiert, die bei Austreiben der Weinreben den Wildfraß der Rehe verhindern soll und später wenn die Trauben reifen, das wilde Treiben der Wildschweine. Es ist immer wieder herrlich wie auskunftsfreudig die Menschen auf meinen Wanderwegen sind. Mit einem Tschüss und schönen Wandertag noch, wendet der fleißge Mann sich wieder seiner wichtigen Arbeit zu.

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DSC_5422Unten in Alken erwarten mich wunderschöne Häuschen und herrliche Außengastronomie wie diese hier z.B.

Noch ist kaum Betrieb hier, der Tag ist noch zu wenig fortgeschritten und es ist der erste richtig heiße Tag.

Erfreut über die schönen Cafe´s setze ich mich zu einer Tasse Kaffee im Burg Cafe und bin auch schnell in ein Gespräch mit einer am Nebentisch sitzenden Einheimischen verwickelt. Schnell verfliegt die Zeit und so löse ich mich nach einer Viertelstunde und dem Genuß des leckeren schwarzen Gebräus und begebe mich wieder auf den Traumpfad.

DSC_5432Ein Himmel wie gemalt, ich mag es wenn Wolken dem Himmel etwas Abwechslung zeichnen, vor allem für Fotos. Übrigens, dort oben muss ich hin. Das wird noch ein anstrengendes Stück Arbeit 😀

Hier stehe ich an einer Mispel
Hier stehe ich an einer Mispel
Ein Blick zurück nach Alken, welch herrliche Farben die Natur hier schon präsentiert
Ein Blick zurück nach Alken, welch herrliche Farben die Natur hier schon präsentiert

Ich stelle fest, ich komme kaum weiter, habe aber Unmengen Fotos und Unmengen an Informationen. Also ich bemühe mich den Bericht ein wenig mehr zu straffen 🙂

KapellenblickNach meiner Schweiß treibenden Kletterei durch die pralle Sonne hinauf auf den Aussichtspunkt oberhalb Alken, werde ich mit einem sehr schönen Ausblick belohnt. Rechts am Weinhang steht die Alte St. Michaelskirche mit Gebeinhaus und Ehrenfriedhof. In einer Anniversarienstiftung von 1015 wird die Kirche erstmals erwähnt. So dürfte diese Kirche mit eine der ältesten Kirchen des Mosellandes sein. Die Kirche war bis zur Fertigstellung der neuen Kirche im Jahre 1849 Pfarrkirche von Alken.

Der Hexenturm wird und wurde neben dem Themenwg "Zeitreise" mit erhöhtem Aufwand durch eine Arbeitsgruppe und mit Unterstützung der örtlichen Gastronie so weit wie möglich erhalten.
Der Hexenturm wird und wurde neben dem Themenwg „Zeitreise“ mit erhöhtem Aufwand durch eine Arbeitsgruppe und mit Unterstützung der örtlichen Gastronie so weit wie möglich erhalten.

DSC_5460Auf schmalen Pfaden geht es weiter Richtung Burg Thurant. Solche Wege liebe ich und mir fällt Tanja ein, die bei solchen Gelegenheiten immer mit ihren Juchu Rufen auf den schönen Weg aufmerksam macht.

Erbaut wurde die Burg 1198 bis 1206. Die Erzbischöfe von Köln und Trier belagerten sie 1246-1248. Im 10 JH wurde die sehr verfallene Burg von Dr. Allmers aufgekauft und wieder in Stand gesetzt. Seit 1973 ist sie im Besitz der Familien Wulf und Allmers.
Erbaut wurde die Burg 1198 bis 1206. Die Erzbischöfe von Köln und Trier belagerten sie 1246-1248. Im 10 JH wurde die sehr verfallene Burg von Dr. Allmers aufgekauft und wieder in Stand gesetzt. Seit 1973 ist sie im Besitz der Familien Wulf und Allmers.

DSC_5470Und schon ist sie da die Burg Thurant, auf blauem Hintergrund, wie sich das für diese, eine meiner Lieblingsburgen, gehört.

Sie wird bewacht, von dieser etwas grimmig schauenden Dame hier. Den Eintrittspreis von 3,50 € zahle ich gerne, um mir endlich auch das Innere des Gemäuers betrachten zu dürfen. Im folgenden zeige ich eine Diashow zur Burg.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

DSC_5517Nun folgt der Teil der Wanderung, der mich vollends in die Natur entführt. Auf schmalem Felspfad geht es hinter der Burg schnell in Mischwälder, entlang des Alkenbaches der munter dahin plätschert. Die Link Eiche mit Grillplatz und die Helmutseiche liegen auf dem Weg. Tannenwäldchen an den Seiten meines Wanderweges ergeben einen immergrünen Saum.

DSC_5571Endlich lande ich an der wunderschön gelegenen Schutzhütte Dickenberg. Eine Traumpfadliege, eine herrliche Hütte und ein traumhafter Blick in die Landschaft.Das ist das volle Verwöhnprogramm für die Seele und eine dringend nötige Pause für meine Füße 🙂

DSC_5575DSC_5593DSC_5579

Noch einmal die Aussicht geniessen, bevor es endgültig talwärts geht.
Noch einmal die Aussicht geniessen, bevor es endgültig talwärts geht.
Über einen sehr steilen, schmalen Weg führt mich der Weg zum Ausgangspunkt zurück.
Über einen sehr steilen, schmalen Weg führt mich der Weg zum Ausgangspunkt zurück.

Und dann geht es in den Endspurt dieses Traumpfades, den ich, wie eingangs schon erwähnt, in entgegengesetzte Richtung gewandert bin. Der erste Teil meiner Wanderung ist damit beendet. Nach einer kurzen Rast am Auto begebe ich mich nach Klotten, um dort das Dortbachtal zu bewandern. Darüber berichte ich in einem gesonderten Artikel.

Und schon bin ich wieder in Oberfell

Und schon bin ich wieder in Oberfell

Noch ein paar Eindrücke:

Aussichten-2 Aussichten-1 Aussichten-3 Aussichten-4 Blick-auf-Alken

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zur den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema „Schöneres Wandern“ gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

 

17 Kommentare

  1. Der „Bleidenberger Ausblicke“ ist mein liebster Traumpfad. Warum? Ach, manchmal mag oder kann man es nicht begründen. Es ist einfach so. Eine Art Bauchgefühl, das einen für einen bestimmten Weg gefangen nimmt. Jedenfalls liebe ich die beiden heftigen Anstiege in die Weinberge, wobei ich noch nicht auf den Gedanken gekommen bin, in die andere, also deine Laufrichtung zu gehen. Bergauf, also so wie eigentlich vorgeschlagen, dürfte auch das Schottergeröll weniger Schwierigkeiten machen; beim abwärts laufen kann ich mir lebhaft vorstellen, wie die Füße wegrutschen.

    In diesem Jahr bin ich den Weg noch nicht wieder gewandert. Muss aber sein. Ein Besuch der Burg Thurant steht nämlich auch noch an.

  2. Hallo Liebe Elke
    Das ist wirklich eine Sehr schöne Strecke, wie die meisten von den Traumpfaden! Ich will die Tour auf jedenfalls auch noch gehen, da ich sie nicht bis ganz zu ende gelaufen habe, weil es dunkel wurde, und das Wetter mies war 🙁 . Die Mosel ist immer eine Reise wert 😉
    Danke für die viele arbeit die in den berichten stecken, und den schönen Bildern

    Liebe grüße Markus

  3. Hallo Elke!
    Toller Bericht und super Fotos! Ich bin den Traumpfad Bleidenberger Ausblicke schon 2 mal
    gewandert und war auch total begeistert. Du hast natürlich auch traumhaftes Wetter erwischt!
    Mein Eindruck von Traumpfaden an der Mosel: Alle Wege zu empfehlen.
    Beste Grüße aus Krefeld
    Johann

    1. Hallo Johann,
      ja die Traumpfade an der Mosel sind allesamt super und insgesamt die Mosel begeistert mich immer wieder aufs Neue.
      Diesen Traumpfad werde ich allein schon wegen zahlreicher Dinge, die ich mir nicht genau angesehen habe, noch einmal angehen. Hach am liebsten Heute… 🙂

  4. Hallo Elke,
    wunderschöne Bilder – tolle Aussichten da hattest Du ja eine wundervolle Tour. Ich bin letztes Jahr bei Sonnenuntergang unterhalb der Burg entlang gefahren und war sehr beeindruckt von deren Anblick. Dein Programm war ja hier für so einen warmen Tag echt beeindruckend. Aber das Wetter motiviert einen auch, daß man unbedingt raus will.
    Freu mich schon auf die weitere Tour.

  5. Hallo Elke,
    ein schöner Bericht, der die Wanderlust weckt. Wenn doch nur schönes Wetter wäre….
    Aber du hast ja richtig Glück gehabt. Nach deinen Bildern und deiner Erzählung zu urteilen, macht der Weg einen sehr guten Eindruck. Mal sehen – vielleicht werde ich den in diesem Jahr auch einmal bewandern.

    Gruss

    Michael

    1. Wie beschrieben, es gibt reichlich Schotter auf den Wegen. Das sollte man wissen, sieht man aber auch schon in Base Camp

      Ansonsten war der Tag mit unglaublich schönen Aus- und Ansichten gefüllt 🙂

      Lieben Gruß
      Elke

  6. Ich habe gedacht, wir wären die einzigen „Wanderbekloppten“ – aber ich sehe, bei Dir geht das ja auch Schlag auf Schlag! Bin mal gespannt, ob Du wirklich noch anschließend das Dortebachtal gemacht hast. Wir waren an dem heißen Tag im Rurtal unterwegs und von der Hitze ganz schön geschafft! Dein Bericht und die Fotos: schön, informativ und unterhaltsam wie immer!
    LG Ursula

    1. Die Hitze war schon grausig Ursula und ich hatte den Tag viel zu voll gepackt. Da werde ich ein weiteres Mal vernünftiger sein. 🙂

      Ja im Moment kann ich wanderbekloppt sein, normalerweise geht das im Berufsalltag ja nicht so ohne weiteres.
      Vielen Dank und ganz lieben Gruß an euch
      Elke

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