Ahrtalwanderung mit Michael

Wandern im Ahrtal, darauf habe ich mich schon einige Wochen gefreut. Das Teufelsloch endlich mal real und nicht nur auf Fotos sehen, dieses Ereignis fehlt mir in meiner Sammlung erlebter Highlights.

Michael Neumann
Michael Neumann

Vor einigen Wochen kündigt der Gründer unserer Facebookgruppe Wanderteufel Michael Neumann an, dass es unter seiner Führung eine Wanderung durch das Ahrtal geben wird. Organisator dieser Tour ist die Dormagener Wochenzeitung „Schaufenster“  und das Busunternehmen Afan Reisen.    Michael Neumann, der auch seit vielen Jahren die Webseite Wandern 12  betrieben hat, wird mit einer selbst entworfenen Tour durch das Langfigtal führen und für die Kletterwilligen auch hinaus ans Teufelsloch.

Die Wandergruppe trifft sich am 04. Mai 2013 auf dem Schützenplatz in Dormagen. Fast pünktlich um 9:10 Uhr verlassen wir Dormagen und erreichen den Parkplatz an der Touristeninformation in Altenahr gegen 10:15 Uhr._EBL5845Nach einer kleinen Einweisung durch Michael und dem ersten Verspeisen mitgebrachten Proviants wandern wir durch das kleine Örtchen zum Einstiegspunkt unserer Tour.

Eine sehr gemischte Gruppe hat sich hier eingefunden, mit einem deutlichen Überhang an Frauen. Kaum auf dem Weg wird eifrig erzählt, geguckt und den erklärenden Worten unseres Guides gelauscht.

_EBL5854Der Frühling ist hier auch endlich angekommen, alles blüht und die Farben strahlen mit dem herrlich blauen Himmel um die Wette.

Immer wieder kleinere Stopps, wenn es etwas zu erläutern gibt
Immer wieder kleinere Stopps, wenn es etwas zu erläutern gibt

Große Gruppen kommen nur zögerlich von der Stelle und so musste immer wieder auf Nachzügler gewartet werden, damit auch die langsameren oder noch zum fotografieren zurück gebliebenen Teilnehmer dieser Wanderung aufschliessen konnten.

Zudem gab es zu der ein oder anderen Örtlichkeit auch etwas zu berichten.

Unser Weg führt uns in die Weinberge und immer wieder kommt Burg Are ins Blickfeld, die im Dunst der Morgensonne zu diesem Zeitpunkt nur schwer zu fotografieren ist. Unser Wanderführer erklärt einiges zur Burgruine und auch zur Entstehung des heutigen Teufelslochs, das es in der ursprünglichen Form nicht mehr gibt, weil es unter Witterungseinflüßen irgendwann einfach zusammen gefallen ist. Die künstliche Herstellung eines neuen Teufelsloch kommt der Umgebung als Touristenattraktion zu Gute.

Die Burg Are wurde um 1100 von  Graf Dietrich I. von Are erbaut und 1121 erstmals urkundlich erwähnt. Sie hat nichts mit der Namensgebung der umgebenden Orte zu tun. Die Burg wurde häufig verpfändet und meist sehr vernachlässigt. Durchgeführte Sanierungsarbeiten seit 1997 haben die unter Denkmalschutz gestellte Burg wieder öffentlich zugänglich gemacht.
Die Burg Are wurde um 1100 von Graf Dietrich I. von Are erbaut und 1121 erstmals urkundlich erwähnt. Sie hat nichts mit der Namensgebung der umgebenden Orte zu tun. Die Burg wurde häufig verpfändet und meist sehr vernachlässigt. Durchgeführte Sanierungsarbeiten seit 1997 haben die unter Denkmalschutz gestellte Burg wieder öffentlich zugänglich gemacht.

_EBL5870An diesem schönen Frühlingsmorgen durch die frisch grüne Naturlandschaft zu wandern, ist für alle ein Genuß. Die allgemeine Stimmung ist sehr gut und so zieht unsere gut sortierte Gruppe gemächlich über die Wege.

Hier im Vordergrund zu sehen ist Markus, ein Mitglied der Wanderteufel
Hier im Vordergrund zu sehen ist Markus, ein Mitglied der Wanderteufel. Bisher nur aus dem Internet bekannt, lernen wir uns hier endlich persönlich kennen.
Wir ignorieren diese schöne Rasthütte und ziehen weiter.
Wir ignorieren diese schöne Rasthütte und ziehen weiter.

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Die lieben Bienchen, was unser liebenswerter Wanderguide mir hier angedroht hat will ich hier verschweigen.
Die lieben Bienchen, was unser liebenswerter Wanderguide mir  angedroht hat will ich hier verschweigen.
Vorneweg der meins Wissens älteste Teilnehmer dieser Veranstaltung. Er verrät uns, dass er 80 jährig ist. Hut ab, in dem Alter noch so rüstig unterwegs.
Vorneweg der meines Wissens älteste Teilnehmer dieser Veranstaltung. Er verrät uns, dass er 80 jährig ist. Hut ab, in dem Alter noch so rüstig unterwegs. Ich wünsche mir für mich ein mindestens ebenso langes Wanderleben.
Nun tauchen wir ein in das LangfigTal
Nun tauchen wir ein in das Langfigtal
Die typischen schroffen Felsen des Ahrtales, genau aus diesem Grund bin ich hier. Ich liebe diese Anblicke
Die typischen schroffen Felsen des Ahrtales, genau aus diesem Grund bin ich hier. Ich liebe diese Anblicke

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Und hinter dieser Brücke erwartet uns das lauschige Plätzchen, an dem wir rasten werden.
Und hinter dieser Brücke erwartet uns das lauschige Plätzchen, an dem wir rasten werden.
Markus mit seiner gut gefüllten Futtertüte :-)
Markus mit seiner gut gefüllten Futtertüte 🙂

Lang ersehnt und nun ist sie endlich da, die RAST. Eine halbe Stunde wird uns gegeben, um ausgiebig der Lust des Essens und Trinkens zu fröhnen, sich sitzend weiter zu unterhalten.

Die Sonne auf der nahen Wiese geniessen oder im Schatten der Bäume dem Sonnenbrand entgehen, jeder hat nach seinen Wünschen geruht.

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Markus hat Zaungäste
Markus hat Zaungäste
Nach einer halben Stunde zieht die Gruppe weiter, allerdings ohne Markus. ER ist mit seiner riesen Schüssel Salat nicht ganz fertig geworden und lässt uns ziehen mit den Worten "Ich hole euch schon ein" und so war es auch
Nach einer halben Stunde zieht die Gruppe weiter, allerdings ohne Markus. ER ist mit seiner riesen Schüssel Salat nicht ganz fertig geworden und lässt uns ziehen mit den Worten „Ich hole euch schon ein“ und so war es auch

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Hier sind schon die ersten Badegäste zu sehen (natürlich von mir fotografisch ignoriert)
Ein herrliches Plätzchen zum sonnen und baden

BadenUnd hier sind die ersten Badegäste, die sich in dem sicherlich noch reichlich kalten Wasser „vergnügen“

Einstimmig erklang „Ne, das ist mir zu kalt“

_EBL6004Dann trennen sich die Wege der Unerschrockenen, zum Teufelsloch aufbrechenden Extremwanderer von den Kaffee-Durstigen.

Ein relativ kurzer aber knackiger Anstieg führt uns über das „Schwarze Kreuz“ hinauf zum Teufelsloch.

Überall in den Bäumen sind diese Gesichter gemalt.
Überall in den Bäumen sind diese Gesichter gemalt.

_EBL6009Die Blüten müssen auf den Chip gebannt werden. angesichts der etwas älteren Kamera, die Markus dort bedient, wundert es mich, dass das Urzeitmodell noch ganz anständige Fotos liefert.

_EBL6013Wir schauen nach unten und entdecken einige der Kaffee-durstigen 🙂

_EBL6015Helfende Hände streckt Michael den Damen entgegen, denn der Weg stellt schon gewisse Anforderungen an die Trittsicherheit des Wanderers.

_EBL6014Aber auch Michael muss zwischendurch mal tief Luft holen, wir sind recht zügig unterwegs. Um 15 Uhr fährt der Bus wieder Richtung Heimat und wir wollen die Anderen nicht warten lassen._EBL6027

Und da ist es, das Teufelsloch.
Und da ist es, das Teufelsloch.

Über die Entstehung des Teufelsloch ranken sich viele Geschichten. Der Zerfall des originalen Teufelsloch war 1930 und schon zu dieser Zeit war dieser Ort eine touristische Attraktion, auf die man nicht verzichten wollte. Wie es dazu kam, dass dort ein Loch jemals entstanden ist? Tja, die einen erzählen es sei der Teufel gewesen, der bei einem Streit mit seiner Großmutter seine Axt nach ihr warf, sie verfehlte und an Stelle dessen ein Loch in den Felsen schlug.

_EBL6033 _EBL6034Die Aussicht von hier oben ist einfach grandios. Wir sind alle froh den Weg hier hinauf noch gewagt zu haben. Eine zufriedene, fröhliche Gruppe wendet sich dem letzten Stück Weg hinab ins Tal zu, um dann sehr pünktlich um 14:50 Uhr den Parkplatz zu erreichen.

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Mein Fazit zu dieser Tour:

Ich bin Singlewanderin mit gelegentlichen Ausflügen in Kleingruppen. Touren in Gesellschaft vieler Mitwanderer sind mir häufig zu anstrengend. Ausgiebiges fotografieren in größeren Gruppen ist schwierig, weil es zu viel Zeit in Anspruch nimmt und den Weg und seine Besonderheiten nehme ich dann nicht so intensiv wahr.

Auf dieser Wanderung habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich hatte ganz viele nette Gespräche und stelle immer wieder fest, Menschen, die wandern sind klasse.

Vielen Dank an Michael, der auf die Veranstaltung hingewiesen hat, sich uns als fähiger Wanderführer vorgestellt hat und über einen gut gewürzten Humor verfügt. Einen winkenden Gruß an Markus, den ich bei der Gelegenheit persönlich kennen lernen durfte. Ach ja Markus schreibt ebenfalls Blogberichte Bilderwanderung

Weitere Veranstaltungen dieser Art sind geplant. Ich werde gerne wieder dabei sein.

Der Zeitungsbericht nach der Tour:
Zeitung2

Einige weitere Fotos gibt es imPicasa Webalbum

Hier noch einige Eindrücke von der Tour:

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17 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Bericht mit tollen Fotos, ich danke Dir! Die Tour lege ich mal zur Seite, die wäre sicher etwas für mich und einen meiner “Wandergesellen”. In der nächste Woche bin ich zwar auch an der Ahr unterwegs, aber weiter flussaufwärts bei Hönningen. Statt “Teufelsloch” gönne ich mir die “Teufelsley”.

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  2. Hallo liebe Elke,
    einfach großartig dein Bericht.
    Ganz spontan muss ich sagen, da muss ich mal hin. 🙂
    Deine Fotos sind da noch einzusätzlicher Antrieb.

    Viele liebe Grüße
    von Frieder

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  3. Hallo, Elke, diese Gegend liegt ja bei uns „umme Ecke“, also kennen wir sie sehr gut. Auf’s Teufelsloch kriegten wir schon vor 30 Jahren unsere eher wanderunlustigen Kinder.
    Schöner Bericht und tolle Fotos!! Aber seid Ihr wirklich schon um 15 Uhr wieder nach Hause gefahren, zur besten Kaffeetrinkerzeit??
    Liebe Grüße Ursula

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    • Liebe Ursula,
      ja die frühe Heimfahrt hat einige in der Gruppe betrübt. Da das Ganze von der Zeitung organisiert wurde, waren wir leider gebunden.
      Das Ahrtal liegt glücklicherweise bei meinem Sohn umme Ecke :-), da kann ich noch ganz viel wandern.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Hallo Elke,
    das scheint eine sehr schöne Gegend zu sein. Danke das ich über den Bericht und die schönen Bilder an der Wanderung teilhaben durfte. Im Moment verbringe ich mehr Zeit im Krankenhaus als draußen und genieße Deine Bilder und Berichte daher besonders.
    LG Elke

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  5. Hallo Elke,
    ein sehr schöner Bericht zu der Tour. Aber sag mal – was habe ich dir denn bei den Bienenstöcken angedroht? Ich kann mich gar nicht erinnern. 🙂
    Übrigens – den kleinen Neumann oben im Banner, habe ich ja jetzt erst gesehen. 🙂

    Gruss

    Michael

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  6. Grins, die Salatschüssel vom Markus 😉 schön auch, dass ich den Michael mal besser erkenne. Scheint eine sehr abwechslungsreiche Wanderung gewesen zu sein, mal zwischen den Weinreben, mal oben, mal unten am Wasser. Ich war selbst noch nie im Ahrtal,aber Dein Bericht über Eure schöne Wanderung macht richtig Lust. LG 🙂

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    • Das Ahrtal kann ich dir nur empfehlen lieber Guido. Das ist ganz sicher etwas für dich. Michael plant dort eine besonders empehlenswerte Strecke zu gehen, immer über die dicksten Buckel dort.

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  7. Hallo Elke
    das sind ja tolle Bilder und war sicher ein schönes Erlebnis -schade – wenn es nicht so weit weg gewesen wäre …aber für meinen Vierbeiner bestimmt zuviel Sonne – der muss sich erst noch an die Wärme gewöhnen
    Liebe Grüsse
    Angelika

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  8. Wie genial ist das den geworden Als ich deinen Beitrag gerade gelesen habe konnte ich mich vor lachen kaum halten. Du müsstest mein Proviant für morgen mal sehen, dagegen ist das noch wenig

    Sehr gut ausgearbeitet von Michael, und so konnte man viele nette Leute kennen lernen, und sich etwas austauschen

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    • Bist du schnell 🙂
      Ja, du warst dabei und damit ein Teil des Lästerprogramms 🙂
      Die Schüssel war ja wirklich riesig, aber sie war offensichtlich lecker und gesund dazu.

      Jo, hat der Michael gut gemacht, wenn ich das auch seeeeehr ungern zugebe 😀

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      • Es gibt noch andere Sorten von den Salaten und auch etwas kleinere 🙂 Ich finde die ideal, 2 Mettwürstchen rein schnibbeln und man hat ne schöne Mahlzeit, dauert den auch bis man das auf gegessen hat, 30 Minuten reichen dazu net 😉

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