Auf den Spuren von Peter Zumthor – Kolumba in Köln

Bruder-Klaus-2Viele Wanderer kennen den Namen Peter Zumthor im Zusammenhang mit der Bruder-Klaus-Feldkapelle in Wachendorf.   Diese Kapelle steht, wie der Name schon sagt, auf einem Feld, vollkommen isoliert als einziges Gebäude. Ein wahnsinns Anblick und die Bauweise ist ein Kunstgriff des planenden Architekten, finde ich.

In Köln hat der inzwischen 70jährige Schweizer Architekt die Planung des 2007 eingeweihten neuen Kunstmuseum des Erzbistums Köln übernommen. Das Kolumba ist neben dem Wallraf-Richartz-Museum das älteste Museum in Köln.

Auf die Idee mal wieder nach Köln zu fahren und dort das Kolumba Museum zu besuchen bin ich durch eine am 12.05.2013 in 3SAT (Museums Check) ausgestrahlte Sendung mit Manuel Andrack gekommen. Noch ein Wanderer, der nicht nur die Natur geniesst? Manuel Andrack ist in Köln aufgewachsen, ist zumindest eine Erklärung für diesen Beitrag. Thema der Sendung war, die Entschleunigung des Lebens. Das passt, denke ich mir, weil ich sehr starkt entschleunigt bin, nicht freiwillig, eher weil das Leben es mir abverlangt.

P1060794Peter Zumthor fällt mir auf, weil er mit dem Licht spielt, wenn er einen Bau plant, bevorzugt mit dem natürlichen Licht. Kolumba steht auf dem ursprünglichen Grundriss und den Mauerreste von drei Kirchen aus dem 9., 12. und 13. Jahrhundert, unter anderem die  St. Kolumba. Sogar Überreste einer alten Villa hat man hier gefunden. Die kleine Kapelle ist vollkommen von dem Neubau umschlossen (umarmt), hat aber einen eigenen Eingang. Leider habe ich es verpennt das kleine Heiligtum zu besuchen. Also hoffe ich auf eine nächste Gelegenheit. Übrigens die Eltern von Manuel Andrack haben in dieser Kapelle 1964 geheiratet, bevor die Kapelle umbaut wurde.

Ich trete also ein, in diesen fantastischen Museumsbau und nehme gleich eines wahr, es klingt hier typisch nach Museum. Es hallt ein wenig, das Scharren der Füße ist zu hören, die Schritte, aber wenige Stimmen.

Hier sieht man die ursprünglich vorhandenen Überreste alter Bauten
Hier sieht man die ursprünglich vorhandenen Überreste alter Bauten
Die Trepenaufgänge sind meiner Meinung nach eine Glanzleistung
Die Trepenaufgänge sind meiner Meinung nach eine Glanzleistung

Im Obergeschoß sind die Ausstellungesräume.

P1060827Die riesigen bodentiefen Fenster können beim näheren Hintreten schon Höhenangst auslösen (merkwürdig, wenn ich bedenke, dass ich vorige Woche einen 15m hohen Felsen erklommen habe)

Im Folgenden nun nur noch meine persönlichen Eindrücke, alle kann ich hier garnicht präsentieren:

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Und unten riesig hohe Aufzüge
Und unten riesig hohe Aufzüge

Informationen zum Museum:

Adresse: Kolumbastraße 4, 50667 Köln
Lage: Nähe Opernhaus
Parkhäuser:
Parkhaus Glockengasse/ Ecke Schwertnergasse
Parkhaus Brückenstraße
Öffentliche Verkehrsmittel:
U-Bahnstationen Appellhofplatz und Dom/Hbf
Linien: 3, 4, 16, 18,

Eintrittskosten;
5 € für Erwachsene, bis 18 Jahre freier Eintritt

Öffnungszeiten:
täglich von 12 bis 17
dienstags geschlossen (Gruppenführungen nur außerhalb dieser Öffnungszeiten)

Fotografieren ist nur für private Zwecke erlaubt.

10 Kommentare

  1. […] Leider ist fotografieren in der Bruder Klaus Kapelle  nicht erlaubt, das Schild sehe ich beim hinaus gehen, da waren die Fotos schon auf dem Chip. Faszinierend der Bau dieses Bauwerkes, das innen vollkommen anders aussieht, als es die äußere Fassade vermuten lässt. Peter Zumthor hat dieses Wunderwerk entworfen. Wer im Kölner Raum lebt, sollte sich Kolumba nicht entgehen lassen, ebenfalls von Zumthor entworfen. Einen Bericht von mir finden Sie unter: Auf den Spuren von Peter Zumthor – Kolumba in Köln […]

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  2. Hallo, Elke, wenn man mal für ein paar Tage wegfährt, so wie wir jetzt, dann kommt man mit dem Anschauen kaum hinterher; außerdem rutschen die Sachen auf Facebook nach unten. So bin ich nur durch Zufall auf dieses wunderbare Album geraten. Von den Fotos bin ich ganz begeistert, große Klasse. Du hast sie sicher aus der „Lamäng“ gemacht, mit welchen Aufnahmedaten? Könnte glatt ein Projekt von mir werden!!
    Liebe Grüße Ursula

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    • Liebe Ursula,
      da im Museum fotografieren lediglich ohne Blitz und Stativ erlaubt ist bleibt nichts anderes als den Isowert hoch zu setzen. Ich hatte nur die Kompakte mit, die hat das im Grunde genommen allein erledigt. Mit ISO 800 – 1000 kannst du bei Stabilisator im Objektiv noch gut aus der Hand fotografieren. Meine Nikon erlaubt ISO 1600, ich muss da noch einige Male hin 🙂
      Der Herr Zumthor hat schon klasse Ideen 🙂
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Hallo Elke,
    du hast in deinem Beitrag von der „Entschleunigung“ gesprochen.
    Ich glaube, vor etwa 17 Jahren ging es mir ebenso. Ich musste für mich eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung hieß damals, „ich geh viel spazieren“.
    Später habe ich das Ganze präzisiert, ich entschied mich für „ich gehe wandern.“

    Liebe Grüße
    von Frieder

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  4. Interessant, ich habe die Überreste damals besucht, und die kleine Kapelle… und nicht gewusst, dass da drüber ein modernes Museum ist. Allerdings hatten wir an dem Tag schon genug Museen und Kirchen besucht. Aber Köln überrascht immer wieder und ich komme gerne wieder.

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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