WanderbildMein erster Wandertag beginnt schon recht früh am morgen.
Um 9:00 Uhr starte ich in Cochem zu einer Tour, auf die ich  durch die eifrigen und nimmermüden Wandereheleute Ursula und Hans-Eberhard aufmerksam wurde, die sich rege für die Belange des Eifelvereins einsetzen. Der Name ist Programm: Über die Wetterfahne und Brauselay zum und über den  Mosel-Apolloweg. Diese Tour haben die Beiden in leicht veränderter Form dem ebenfalls eifrigen Betreiber der NAE = NaturAktivErleben zur Verfügung gestellt. Hier versorge ich mich mit dem GPS Track.
Ich starte wie bei NAE empfohlen  hinter dem Landgasthaus Kaster – gegenüber dem Sportplatz auf dem dortigen Parkplatz, Anreise von Cochem über die K 59 nach Valwigerberg.

Also ab durch die Mitte und auf den nahe gelegenen Waldweg. Sehr schnell werde ich mit ersten Ausblicken versorgt.

Es dauert garnicht lange, da habe ich schon den ersten Ausblick auf die Mosel
Es dauert garnicht lange, da habe ich schon den ersten Ausblick auf die Mosel

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Der Ginster blüht hier so reich und es duftet einfach großartig. Nicht zum ersten Mal geht mir durch den Sinn, dass ein Bericht wie dieser nur unvollständig wieder geben kann, wie sich Landschaft anfühlt, anhört, wie sie riecht und sich so in einem Gesamtbild präsentiert.

_EBL8058Noch hat die Sonne den höchsten Punkt nicht erreicht.

2001 wurde die Wiedererrichtung der Kapelle des verschwundenen Tester Hofes gefeiert
2001 wurde die Wiedererrichtung der Kapelle des verschwundenen Tester Hofes gefeiert

Dies hier ist die wieder errichtete Hofkapelle der Villa Test (1700 – 1850), später Tester Hof. Der Hof verfiel und wurde irgendwann ganz abgetragen. Die dazu gehörige Kapelle stand bis 1982 als Ruine, bis auch diese endgültig zerfiel und auf dem Gemeindegrund etwas vom usprünglichen Standort entfernt wieder aufgebaut wurde.

Ich finde das deshalb erwähnenswert, weil es mich immer wieder verwundert wie sehr ein Gemeindeherz an solchen geschichtlichen Wahrzeichen hängt, dass dann mit Spendengeldern ein solcher Wiederaufbau geleistet wird.

_EBL8064Ausblicke wie diese hier, habe ich recht selten. Windräder sind nämlich nicht meine liebsten Ansichten.

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_EBL8069Die wirkten irgendwie noch sehr träge am frühen Morgen_EBL8073 _EBL8080Die Beiden kamen recht zügig auf mich zu gelaufen, als hätten sie sich vorgenommen den Zaun zu ignorieren.
Irgend jemanden muss man ja drohend angucken 😀

Ich möchte hier garnicht so viel zum Weg erzählen, meine Wanderberichte aus dem Urlaub sollen hinterher nicht in angestrengtes Abarbeiten ausarten. Die Fotos zeigen ganz sicher welche Eindrücke bei mir haften geblieben sind.

Ein Ausblick auf das gegenüber liegende Örtchen Klotten mit seiner Fähre. Rechts davon liegt das Dortebachtal, das ich im Anschluß noch durchwandern werde.
Ein Ausblick auf das gegenüber liegende Örtchen Klotten mit seiner Fähre. Rechts davon liegt das Dortebachtal, das ich im Anschluß noch durchwandern werde.
Bizarre Anblicke und doch bezaubernd
Bizarre Anblicke und doch bezaubernd

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Die Reichsburg, für mich immer wieder ein herrlicher Anblick
Die Reichsburg, für mich immer wieder ein herrlicher Anblick

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Ein Segelfalter auf Natterkopf
Ein Segelfalter auf Natterkopf
Flockenblume
Flockenblume
Wolfsmilch
Wolfsmilch
Ästige Graslilie
Ästige Graslilie

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Bockskäfer
Bockskäfer

Auf dem Weg treffe ich auf etliche Wanderer und irgenwann stehe ich mit einem Ehepaar und einem ausgesprochen mitteilungsfreudigen Naturschützer zusammen. Es wird über die Auswirkungen des Spritzens in den Weinbergen auf die Wildpflanzen diskutiert, die ein oder andere Pflanze entdeckt, Falter in großen Mengen und diesen Bockkäfer hier.
Ein riesiges Tierchen 🙂

Nach rd. 30 minütigem Austausch trennen sich die Wege und ich wandere zusammen mit dem naturverbundenen Herren noch eine Weile, da der Weg in die gleiche Richtung weist. Natürlich verpasse ich dadurch meine Abzweigung und muss gut 1km wieder zurück auf meine Route.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

_EBL8230Im Anschluß an diese Tour geht es weiter Richtung Klotten, um dort endlich die vor einigen Wochen mangels Kraftreseven auf ein Minimum beschränkte Dortebachtour zu erleben. Auch diese Tour verdanke ich den eifrigen Wanderern des Eifelvereins und des sehr reichhaltigen Angebotes des EifelPfadFinders. Die kleine Parkfläche an der Bahnunterführung zwischen Pommern und Klotten auf der B49 in unmittelbarer Nähe zum Dorf Klotten, ist sehr klein und reicht allenfalls für 4 Autos.

Der Dortbach hat viele natürliche Wasserstufen und im Augenblick, nach den starken Regenfällen, führt er reichlich Wasser zu Tal.
Der Dortbach hat viele natürliche Wasserstufen und im Augenblick, nach den starken Regenfällen, führt er reichlich Wasser zu Tal.

Auch hier lasse ich die Fotos sprechen:

_EBL8236Wasserfall Wasserfall 2

Annischer Hof
Annischer Hof

_EBL8259 _EBL8261 _EBL8282 _EBL8283 _EBL8285 _EBL8287  _EBL8295 _EBL8296Nach dieser Wanderung in das späte Nachmittagslicht hinein habe ich 26 km Wanderstrecke für mich erobert. Was ich aus Leverkusen an Gedanken mit genommen hatte, war rd. 1 Stunde nach Wanderbeginn vollständig verflogen. Und diese gelöste und sorgenfreie Stimmung sollte die kommenden 6 Tage anhalten.

Um ca. 19 Uhr erreiche ich Ellenz-Poltersdorf und das  Gästehaus Sachs.   Hier finde ich ein sehr schönes Doppelzimmer zu angemessenem Preis vor und verbringe den Abend überwiegend auf dem Balkon. Dann heißt es „Gute Nacht und bis morgen“

_EBL8307Die Fotos zu allen gefunden und fotografierten Blumen und Insekten ebenso wie die Angaben zu weiteren Wanderungen meines Urlaubes finden sie  Übersicht

Und hier die Karten zu den Wanderungen:

17 Kommentare

  1. Hallo Elke,
    das muss eine sehr schöne Runde gewesen sein.
    26 Kilometer, da hast du aber eine gute Kondition. Alle Achtung.
    Schöne Fotos hast du gemacht. Dankeschön.
    Viele liebe Grüße
    von Frieder

    1. Lieber Frieder
      ja meine Form ist im Augenblick als wirklich gut zu bezeichnen. 6 Tage volles Wanderprogramm, das hatte ich bisher noch nicht.
      Vielen Dank für deinen Kommentar und ganz liebe Grüße
      Elke

  2. Wie ich sehe, habe ich das Pferd von hinten aufgezäumt, sprich: nicht vom Anfang Deiner Berichte gelesen. Die Frage nach dem Quartier erübrigt sich also. Die Unterkunft sieht richtig gut aus, mit Superlage. Ein Blümchen hätte ich noch für Dich: die himmelblaue strahlenförmige heißt Blauer Lattich oder Layensalat. Und natürlich: die Bilder sind fantastisch, sprechen für sich!

  3. Alle Achtung, Elke, 2 Moseltouren an einem Tag! Herrliche Sonnenbilder hast Du mitgebracht. Danke auch für den Übernachtungstipp. Eine gute Adresse kann man immer gebrauchen. LG, Guido

    1. Das war echt nett dort. Ein sehr kleines Haus und im 2. OG befindet sich sowohl eine Ferienwohnung, als auch 2 Doppelzimmer und ein Frühstücksraum. Es gibt zwar kein Buffet aber absolut ausreichendes Frühstück. Der Preis ist absolut OK
      Dieser Aufenthalt an der Mosel hat so ziemlich alles gesprengt, vom Umgang her. 🙂

  4. Hallo Elke,
    was für eine schöne Tour! 26 KM sind schon eine stramme Leistung bei den vielen Anstiegen, die sich aus deinen tollen Bildern schon erahnen lassen. Das wäre mir dann doch etwas zu viel. 🙂
    Du hast die Route beschrieben. Und was du über Gerüche und Eindrücke geschrieben hast, die man Fotos natürlich nicht so wiedergeben kann – diesen Gedanken habe ich auch oft.
    Wir sollten uns mal für das Geruchsfoto stark machen! 🙂

    Viele Grüße

    Michael

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