Elke im Doppelpack auf sommerlichen Wegen in der Eifel – Kempenich und Burg Olbrück

Mit dem Titel „Arkadische Landschaften um Burg Olbrück“ lockt das NaturAktivErleben Team uns in die Gegend von Kempenich. Eine leichte Wanderung mit 15km (wir hatten am Ende 18km) rund um die Burg Olbrück, verspricht der erklärende Text.

Wir, das sind Elke und ich.

Nein ich wandere heute nicht mit gespaltener Persönlichkeit. Meine Namensvetterin Elke habe ich über diesen Blog hier und Facebook kennen gelernt. Wir hatten schon lange geplant eine gemeinsame Wanderung zu verabreden und gestern war es dann so weit.

Dorfkirche Engeln/Kempenich
Dorfkirche Engeln/Kempenich

Wir treffen uns in Engeln und parken auf einem größeren Parkplatz an der Dorfstraße, nahe der kleinen Kirche mit dem süßen Glockenspiel. Vier Mal am Tag erklingt eine zur Jahreszeit passende Melodie, regelmäßig um 8.30 Uhr, 12.00 Uhr, 16.00 Uhr und 19.00 Uhr und so war ich pünktlich zum ersten Spiel des Tages dort und konnte lauschen.

Kempenich (14)Als Elke ebenfalls den Parkplatz erreicht, war schon wieder Stille in dem kleinen Dorf.  Ein wenig noch herum gekramt, die Sachen gepackt und bald sind wir auf unserer heutigen Wanderroute und ebenso schnell dürfen wir die ersten Ausblicke geniessen. Die Burg Olbrück, die wir heute von allen Seiten betrachten möchten, rückt schnell in unser Blickfeld.Kempenich (17)Wir wandern an einem „Ich möchte mal ein Hochsitz werden“ vorbei und näheren uns bei all dem laaaaaangsam der Burg, die unser erstes Etappenziel sein soll!Von weitem sah das Ding aus wie ein Kinderhochsitz 🙂 Fantasie muss Frau haben

Wundervolle Landschaften, wo das Auge hin schaut

Die Entscheidung welcher Hintern ist schöner, fällt hier schwer, also orientieren wir uns an den Köpfen. Also wer ist schöner?

Rätseln, wer da WAS in den Feldern treibt
Rätseln, wer da WAS in den Feldern treibt
Auch erstochene Heuballen passieren wir auf unserem Weg
Weg hinauf zur Burg über die Hermann-Höfer-Allee
Im Gedenken an die Verdienste des am 1. April 2007 verstorbenen Bürgermeisters Hermann Höfer haben die Verbandsgemeinde Brohltal und ihre siebzehn Ortsgemeinden je einen Ahornbaum gepflanzt. Hierdurch ist die Hermann Höfer Allee entstanden, die sich in der Verlängerung der Burgstraße in Hain bis hin zur Burg Olbrück erstreckt.
MONTAGS GESCHLOSSEN
MONTAGS GESCHLOSSEN

Kempenich-(42)

Kempenich (45)Die Wiese vor der Burg ist frei zugänglich und so konnten wir ein wenig herum stöbern. Ein Blick durch eine Öffnung verschafft uns einen Einblick in die statischen Verhältnisse der Burg und so sind wir zufrieden mit der Tatsache, dass uns der Zugang zum Burginneren verwehrt wird.

Weitere Zeugnisse einer gewissen Instabilität haben wir fotografisch festgehalten.

Kempenich-(51)Wird schon alles fachgerecht gesichert sein, aber eine gewisse Unruhe bleibt erhalten.

Eine kleine Rast im Schatten der Bäume dort oben, ein Plausch unter Frauen und bald geht es weiter, wieder bergabwärts in die schöne, die Burg umgebende Landschaft.

Vorher haben wir noch am Schwert gezogen

Es hat sich nicht sonderlich bewegt, und hinaus ziehen konnten wir es nicht. Also sind wir zum König nicht geboren. Aber eine kleine Geschichte durften wir aus den Lautsprechern vernehmen.

Weiiiitsichten

Unbeschreiblich, die Aussichten, die farblichen Unterschiede in den Flächen, die vor uns liegen.

Ansicht auf das Dorf Heulingshof

Ein freundlicher Einwohner dieses Örtchens klärt uns darüber auf, dass dieses kleine Dörfchen über stattliche 9 Einwohner verfügt. Unfassbar, wir hatten so gerade über die Einwohnerzahl von Heddinghausen unterhalten. Ein Dorf im Oberbergischen in der Gemeinde Nümbrecht (Wohnort meiner inzwischen verstorbenen Oma und meinem Opa, der zeitweilig dort Gemeindedirektor war), in dem meine Tante mit Familie lebt. Vor vielen Jahren war die Einwohnerzahl auch äußerst gering.

Kempenich (78)Nach diesem kleinen Plausch mit dem 9ten Einwohner von Heulingsdorf wandern wir weiter an Schlackenkegeln vorbei. Wir umrunden das kleine Dörfchen, sehen die berühmte engste Straße mit einem Maß von 1,75m Breite, vorbei an Kirschbäumen, die voll mit äußerst schmackhaft erscheinenden Früchten hängen, die wir aus Panik vor „Mecker“ seitens der wenigen Dorfbewohnern wehmütig unangetastet lassen.

Dorfschmetterlinge
Und dann wird es anstrengend

Nun wird es wirklich fies. Teilweise durch hohe Brennnesselfelder geht es auf Pfad-losem Gelände, einen Pfad müssen wir uns erst zurecht treten, hinauf auf einen Hügel! Diesen Teil hätten wir gerne umgangen, da bei der heutigen, leicht schwülwarmen Luft auch ein Höchstmaß an Insekten unterwegs ist. Andererseits gelingen ein paar Aufnahmen der zirpenden Insektenwelt, die ich bisher erfolglos gesucht habe.

Zirp zirp zirp, so klang es aus den Gräsern
Etwas zu weit weg für eine gute Aufnahme, aber immerhin, getroffen!

Unsere Wanderung führt uns weiter über sehr viele offene Flächen, eine kurze Zeit nun auch wieder in die Nähe verkehrsintensiven Straßen. Eines bleibt uns aber stets erhalten, nämlich die großartigen Aussichten ins hügelige Umland.

ländliche und weite Ausblicke

Ein letztes Mal rasten wir auf der vorletzten Bank auf unserer Strecke, am Waldrand gelegen, gegenüber von Pferdeweiden. Dort sitzen wir lange Zeit und unterhalten uns, während immer wieder die Blicke in die Weite Fläche vor uns schweifen und immer wieder seufzende Laute – wie gut es uns in diesem Augenblick doch geht – erklingen.

Eine größere Pferdefarm

Nur schwer lösen wir uns und legen den restlichen und letzten Kilometer Wanderstrecke zurück. Am Auto angekommen beschließen wir noch ins nahe gelegene Rieden zu fahren, um dort am Waldsee eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen.

Waldsee Rieden

Hier herrscht noch sommerliche Geschäftgigkeit. Etliche Jogger fliegen mit leichtem Schritten über die den See umrundenden Wege. Kinder und Jugendliche baden im See, auf Decken liegen die Sonnenhungrigen. Wir und viele das Restaurant füllende andere Hungrige bevölkern die Gastronomie am Waldsee. Idyllisch ist es hier und trotz der vielen Menschen irgendwie still. Wir lassen uns Zeit, doch irgendwann ist die Zeit des Abschiedes gekommen. Ich fahre gen Heimat und Elke bleibt hier um in den nächsten Tagen noch ein wenig ihrer Wanderlust zu fröhnen.

Fazit zu dieser Tour:Eine absolute Empfehlung für sonnenhungrige Freiflächenwanderer, die darüber hinaus Liebhaber sehr naturnaher Wanderwege sind. Es sind kaum Asphaltflächen zu erwandern, die Natur rund herum riecht köstlich und sieht auch so aus.

11 Kommentare

  1. Liebe Elke, wieder mal eine schön bebilderte Tour, die ich auch machen würde, wenn sie näher läge. So geniesse ich sie durch dich: tolle Landschaften, Aussichten, Tierbegegnungen…vielen Dank fürs Teilen 🙂

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  2. Hallo Elke,
    freut mich, dass du wieder mal in der Eifel unterwegs warst und es dir gut gefallen hat .
    So wie der Bericht klingt, kannst du nun sicher nachvollziehen, warum ich so ein überzeugter Eifelfreiflächenwanderer bin.:-)
    Die Gegend um Olbrück habe ich schon kreuz und quer durchwandert.
    Deine Bilder waren eine schöne Erinnerung. 🙂

    Gruss
    Michael

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  3. Wunderbarer Bericht und tolle Fotos. Da merkt man, wie viel Freude diese Wanderung gemacht hat. Diese Freude hat man auch beim Lesen und Schauen.

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