Hoppla die südliche Seite der Vorsperre Große Dhünn ist auf

Nachdem ich die gestrige Wanderung im Umland der Großen Dhünntalsperre so sehr geniessen konnte, wollte ich heute noch eine weitere Tour des  Wupperverbandes erwandern. Die D 5 hat nur eine Gesamtstrecke von 4,5 km, also möchte ich natürlich eine weitere Wanderung daran anschliessen.

So kommt der Hinweis von einer bekannten rheinisch-bergischen Frohnatur gerade recht, dass der südliche Teil der Vorsperre Große Dhünn entsperrt wurde. Der Kölner Stadtanzeiger berichtet darüber. Ein Flyer Wandern_Vorsperre_GD-1 unterrichtet den Besucher dieser sensiblen Zone über Verhaltensregeln. Die Flora und Fauna dort ist schützenswert und es wäre schade, wenn sie durch die Öffnung beeinträchtigt würde.

D5_Wasserschutzzone_I (108)Allerdings musste ich dann heute auch gleich feststellen, dass manche Menschen wohl grundsätzlich keine Schilder lesen, nicht lesen können oder den Textinhalt nicht richtig interpretieren. Ich habe gelesen, dass Mensch auf den Wegen bleiben soll (keine Pilze sammeln, neiiiin) und Tier (Hund) an die Leine gehört und nicht ins Wasser.

Nun aber zurück zu meinem Wandertag. Ich starte im Ortsteil Weiden/ Kürten  auf der B 506. Allerdings gibt es einen Wanderparkplatz am Hutsherweg, Platz genug für alle Wanderer, wie ich feststellen konnte.

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Das Himmel präsentiert sich heute eher bedeckt, aber es ist trocken. Die fotografische Ausbeute wird schmaler ausfallen, aber das stört mich nicht. Hauptsache ich bin draußen und lerne diese Gegend hier mehr kennen.

D5_Wasserschutzzone_I (3)Nach einem kurzen Stück auf der Kölner Strasse biege ich rechts ab und wandere an Feldern und Wiesen vorbei auf ein Waldstück zu, wo ich nach rechts abbiege um am Ortsende von Weiden erneut die B506 vorzufinden und diese zu überqueren.

Ein wenig erreiche ich hier noch eine Art Hochstimmung. Es tut gut so weit zu schauen, trotz dem müden Blicks der schwächlichen Sonne.

D5_Wasserschutzzone_I (10)Der Gang durch diese Straße fällt mir schwer. Keine hübschen Häuser schmücken den Straßenrand, alles wirkt irgendwie etwas trostlos. Für einen Nachmittagsspaziergang mit Sonntagsschuhen lässt sich so ein Weg noch rechtfertigen, aber zum richtigen wandern, neeeee nicht wirklich.

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Aber das ist schön bunt, immer schön optimistisch bleiben
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Und die ist doch auch süß, wenn auch sehr flüchtig, näheres heranpirschen quittiert sie mit panischer Flucht

D5_Wasserschutzzone_I (16)Gegen die Sonne war es schwer die süße kleine Kapelle zu fotografieren, sie war aber leider von anderen Seiten nicht attraktiv in Szene zu setzen.

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Aber das hier gefällt mir schon wieder besser
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Hier erreiche ich den Ferienhof Biesenbach
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Kutschfahrten werden angeboten und Lehrgänge in Reitsport und Fahrsport, Reiterpass, Fahrabzeichen, Kutschfahrten und Brautkutschen, Reiterferien für die ganze Familie

Das merke ich mir, wenn meine kleine, süße Enkelin mal so weit ist, dann könnte man hier einen Kurzurlaub verbringen. Die Kids hier scheinen auf jeden Fall Spaß zu haben.

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Hier habe ich Gelegenheit auf den Bereich zu schauen, denn ich im Verlauf meiner Wanderung noch ganz nah erleben werde. Der bisher gesperrte Bereich an der südlichen Seite der Vorsperre Große Dhünn

D5_Wasserschutzzone_I (30)Wie hier zu sehen ist, gesellen sich zeitweise auch andere Wanderwege zu meiner Wanderstrecke, nämlich der Bergische Panoramasteig, der Talsperrenweg (ebenfalls vom Wupperverband) und zwei Wege des Sauerländischen Gebirgsvereins, die A3 und K

Da der erste Teil meiner Tour nur rd. 4 km misst, erreiche ich schon nach kurzer Zeit das Ende der Strecke und damit den Beginn der zweiten Tour. Vom Hutsherweg führt ein Pfad direkt zur Vorsperre der Großen Dhünn.

D5_Wasserschutzzone_I (51)Natürlich gönne ich mir einen kurzen Blick auf die ruhige Fläche des Zulaufbeckens und der beiden Becken links und rechts der Staumauer. Dann aber wende ich mich dem eigentlich Grund meines Hierseins zu:

D5_Wasserschutzzone_I (58)D5_Wasserschutzzone_I (61)

Dort, wo früher am verschlossenen Tor der Hinweis auf die Unbegehbarkeit des dahinter liegenden Vorsperrengebietes prankte, treffe ich heute auf weit geöffnete Tore und ein einladendes Schild, das noch einmal auf gewisse. zu beachtende Regeln hinweist und auch aufmerksam macht auf die Besonderheiten, die die Natur sich hier erobert hat.

Breitblättrige Stendelwurz - Epipactis helleborine - eine geschüptze Orchideenart
Breitblättrige Stendelwurz – Epipactis helleborine – eine geschütze Orchideenart

Bisher von mir übersehen oder simpel noch nicht angetroffen habe ich diesen Breitblättrigen Stendelwurz, nicht selten aber trotzdem geschützt.

Der weitere Verlauf ist wenig spektakulär aber schön und still. Wer sich Mühe gibt, wird sicher einiges entdecken können, was beweist, dass die Natur hier bisher in Ruhe gelassen wurde. Die Erfahrung fehlt mir und so empfinde ich jetzt nicht das große Staunen über den neu geschaffenen Wanderweg.

Bevor ich in Videoform die restlichen, meist am Wegrand aufgenommenen Kleinigkeiten präsentieren, erhalten Sie hier noch die Möglichkeit zum Download des Tracks, der von mir bewanderten Strecke.

6 Kommentare

  1. Der bergische Dickkopp kann Vollzug melden: Alles richtig beschrieben! 😀
    Die kleine Schleife in Weiden habe ich mir geschenkt und bin von dort aus direkt Richtung Talsperre gegangen. Außer der hübschen Idylle um den Ferienhof Biesenbach, die Du so schön ins Bild gesetzt hast, ist der Weg eher langweilig. Der neu geöffnete Weg an der Südseite der Talsperre ist hübsch und bietet einige schöne Ausblicke auf’s Wasser. Leider führt er nicht bis Neumühle, sondern biegt vorher zur L 409 ab. Ich entschied mich, die Vorsperre ganz zu umrunden und wählte also den Rückweg an der Nordseite entlang. Kurz vor Ende der Wanderung wurde ich leider noch von einem Gewitter mit Starkregen erwischt. 😦
    Ich finde, daß das neu eröffnete Wegstück durchaus eine Bereicherung ist, obwohl auch der altbekannte Weg oberhalb der Talsperre seine Reize hat. Insgesamt kann aber meiner Meinung nach der Rundweg um die Dhünn-Vorsperre an Schönheit mit den vergleichbar langen Rundwegen um die Sengbach- und um die Neye-Talsperre nicht ganz mithalten. Daran hat auch der neue Weg nichts geändert.

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    • Hallo Rainer,
      deine Eindrücke decken sich überwiegend mit meinen. Im Sinn des Naturschutzes könnte man meiner Meinung nach den Teil wieder sperren, hielte ich sogar für sinnvoll.
      Sengbach und Neyetalsperre sind in der Tat sehr schön und wilder in ihrer Erscheinungsform. Das reizt mich an diesen beiden extrem 🙂
      So hast du aber eine feucht fröhliche Wanderung erlebt, gut gegessen und das Wochenende so nicht nur in faulem herum sitzen verbracht.
      LG Elke

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      • Den „Breitblättrigen Stendelwurz“ habe ich natürlich wieder verpaßt … 😉
        Dafür mußte ich erfreulicherweise auch keine unvernünftigen Zeitgenossen beobachten, die sich um die Belange der Natur einen Dreck kümmern. Außer mir war nämlich auf der Südseite niemand unterwegs.

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  2. Aus zuverlässiger Quelle weiß ich: Die rheinisch-bergische Frohnatur wird in Kürze persönlich und vor Ort überprüfen, ob Du das alles richtig beschrieben hast… 😉
    Viele Grüße,
    der bergische Dickkopp.

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