Traumschleife Rabenlay

Heute soll das Wetter ganz angenehm werden, Sonne-Wolkenmix und rd. 24 Grad. Ideales Wetter um auch eine wenig Steigungen in der Strecke zu verdauen. Für mich erscheint die Traumschleife Rabenlay genau der richtige Weg dafür.

Rabenlay-(9)Die Anfahrt ist mit fach 150km schon recht hoch, aber heute stört mich das nicht sonderlich, also fahre ich zeitig los und erreiche Gondershausen gegen 10 Uhr. Der riesige Parkplatz an der Gunthershalle in Gondershausen, Buchenweg 3, ist noch leer. Ich packe meinen Rucksack auf den Rücken, schnappe mir Kamera und Wanderstöcke und los geht es, ganz schnell auf dem Zuweg und Wiesenpfaden auf eine weiträumige Wanderung um Gondershausen.

Mein GPS Track mit Abstecher zum Landgasthaus Hotel Zur Post zeigt eine Gesamtwanderstrecke von knapp 19km.

Rabenlay (2)Die Auskunftstafel am anderen Ende des Parkplatzes gibt Auskunft über die Wanderung. Die Ortsgemeinde Gondershausen, die Verbandsgemeinde Emmelshausen und viele freiwillige Helfer haben an der Gestaltung des Weges mit gewirkt. Auf folgenden Webseiten gibt es weitere Informationen: www.rabenlay.de
www.ortsgemeinde-gondershausen.de   und
www.rhein-mosel-dreieck.de

Es gibt in dieser Gegend noch einige sehr empfehlenswerte Touren, wie das Murscher Eselsche, die Baybachklamm und Ehrbachklamm. Berichte hierzu finden Sie ebenfalls in diesem Block unter den „Traumschleifen“.

Rabenlay (25)Nicht weit und nach Überquerung der Rhein Mosel Straße erreiche ich den Eifelblick. Die hohe Acht und die Nürburg sind recht gut zu erkennen. Die Traumschleife Rabenlay hat die Gewinnung unterschiedlicher Energien zum Thema. So wird der interessierte Wanderer über die verschiedenen Techniken unter Einsatz der Erdwärme, der Energie des Lichtes und des Windes erklärt. Das war mir ehrlich gesagt etwas viel schwierige Information und so begnüge ich mich mehr mit dem Überfliegen der Texte.

Es gibt nicht mehr so viel, das kräftig blüht und oft treffe ich von einer Art nur noch wenige Blüten an. Es ist offensichtlich, dass der Spätsommer Einzug hält und die Trockenheit der vergangenen Wochen sogar vorzeitig eine gewisse Herbststimmung aufkommen lässt.

Rabenlay (97)Rabenlay (103)Die Getreideernten sind eingebracht, Stoppeln sind der magere Rest. Noch sind die Strohballen nicht alle geformt und so liegen in regelmäßigen Wellen die angehäufelten Halme auf dem Feld.

Rabenlay (119)Nach dem steten Wechsel von Wald zu Feld erreiche ich den Einsteig in das Baybachtal, ach ich erinnere mich wie heute an meinen Herbsturlaub 2012. Die Baybachklamm war eine der ersten Wanderungen in dieser Zeit und trotz Regen, war sie wunderschön.

Wer im Baybachtal längere Zeit unterwegs sein möchte merke sich Traumschleife Baybachklamm, eine recht anspruchsvolle Wanderung mit ein wenig Klettereinlage (rd. 12km Gesamtstrecke) und die Streckenwanderung Baybachtal, die in Emmelshausen startet und auf 23,3km Länge durch das Tal nach Burgen an der Mosel führt. Hier die GPS Daten zur Tour.

Ein kleiner Einblick in das Tal, das ich als verwunschen empfinde. Am Rastplatz der alten Mühlenruine unterhalte ich mich das erste Mal mit Karin, einer Wanderin, die nach eigenen Angaben bereits fast alle Traumschleifen erwandert hat. Puh, das sind derzeit 77 Stück. Sie ist schon sehr fleißig unterwegs.

Rabenlay (183)Diese Felsklippe weckt Erinnerungen in mir, die mich zum grinsen bringen. Michael von Wandern12 wird wissen wieso.

😀

Rabenlay (193)Hier eine Pause einlegen ist wunderbar, denn die Sonne trifft so gerade noch den hier sitzend, träumenden Wanderer.

Rabenlay (199)Schade, dass ich zu diesem Zeitpunkt niemanden dabei habe, der/die sich dort hin stellen könnte.

Rabenlay (202)Weit vor mir sehe ich Karin dahin ziehen, und ihr erscheint diese Wanderautobahn ebenso anstrengend wie mir, das ist ihrer Haltung anzusehen.

Rabenlay (213)Kurze Zeit später erreiche ich eine Bank, mit Blick in diese Kuhherde und

Rabenlay (222)Diese herrliche Landschaft. Auf der Bank sitzt Karin und innerhalb kurzer Zeit sind wir in ein Gespräch verwickelt, natürlich hieß das Thema „Wandern“. Eine ziemlich lange Wanderpause legen wir dort ein. Doch irgendwann rappeln wir uns und gehen den REst des Weges gemeinsam weiter.  Ich muss sagen, normalerweise vermeide ich solche Situationen ja, bin einfach normalerweise lieber allein unterwegs, aber hier hat es wirklich gepasst.

Rabenlay (224)Hier ist es schön, noch wirkt die Umgebung nicht ganz so trocken. Während dieses Wegabschnittes gibt es nur noch wenig Fotos. Frauen sind zwar angeblich Multitasking fähig, aber bei mir klappt das nicht so gut.

Rabenlay (229)Bald erreichen wir den Kreisverkehr in Gondershausen wieder, nur wenige 100m von unserem Parkplatz entfernt (Karin hat ihr Fahrzeug direkt neben meinem stehen, jetzt sind schon zwei Autos auf dem Parkplatz)

Unsere Wanderung ist aber noch nicht am Ende, aber wir möchten uns einen leckeren Kaffee gönnen und zweigen deshalb kurz ab zum Landgasthof Zur Post. Hier haben wir ausgiebig Gelgenheit uns aus zu tauschen. Ich bin wirklich überrascht, als sie mir ihr Alter nennt, sie könnte meine Mutter sein und ich bin bereits 57 Jahre alt. Wenn ich in ihrem Alter noch so wanderfit sein sollte, dann werde ich tausend Dankgebete aussprechen 🙂

Rabenlay (233)Ein Minigolfplatz gibt den Besuchern hier Gelegenheit ihr Können zu testen und im Gebäude selber erstaunt uns die ungeheure Größe und der schöne Kachelofen, der mit Holz befeuert wird.

Kachelofen
Kachelofen

Rabenlay (235)Eine schöne Kirche steht in Gondershausen

Rabenlay (237)
Gondersche Besembenner

Rabenlay (238)Rabenlay (229)Hier wird uns erläutert welchem Handwerk die Bevölkerung von Gondershausen teilweise nachgegangen  ist. Wir stehen hier nämlich am Besembennerkreisel, gut an den drei metallenen Besen zu erkennen. Ja, hier wurde das Handwerk des Besenbinders, Rechenmacher, Schaufelstielhersteller und Mannenflechter ausgeübt. Ach ja Gondershausen ist bereits 1100 Jahre alt. Und die Gondershausener haben bis heute einen aktiven Besembenner, nach dem auch eine Straße benannt wurde.

Unsere letzte Station ist die Schönstattkapelle und wie Karin heraus findet, findet die Altareinweihung am 27.5.1956 statt, also nur 25 Tage nach meiner Geburt :-)
Unsere letzte Station ist die Schönstattkapelle und wie Karin heraus findet, findet die Altareinweihung am 27.5.1956 statt, also nur 25 Tage nach meiner Geburt 🙂

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p>Rabenlay (276)Ein Kerzchen wird aufgestellt, als Dank für unsere reibungslose Reise auf der Traumschleife Rabenlay. Wir stellen fest, dass sowohl Kapelle im Inneren, als auch die Umgebung mit viel Liebe und Sorgfalt in Ordnung gehalten werden. Es sind frische Blumen in den Vasen, nichts Verdorrtes stört den Blick auf die kleinen Beete und Pflanzkübel rund herum. Ein schöner Abschluß.

Rabenlay-(12)Durch das Tor, dass wir beim Start schon durchschritten haben, gelangen wir schnell wieder am Parkplatz.

Ich bin gespannt ob ich noch einmal etwas von Karin höre oder lese.

Es war auf jeden Fall eine kurzweilige Tour, vor allem durch ihre Begleitung.

Mein Gesamteindruck ist eher zwei gespalten. Die beiden m.E. zu langen und etwas eintönigen Strecken stören mich etwas. Andererseits sind die schmalen Pfade, die durch die Waldgebiete führen und natürlich das Baybachtal, ungeheuer reizvoll. Ebenso  schön sind die Aussichten so weit ins Land hinein.

Ganz hervorragend ausgeschildert sind ja alle Traumschleifen, so auch diese hier. Sehr schön empfinde ich, dass unter jedem Wegezeichen, auch den Beruhigungszeichen der Name der Traumschleife steht. Wenn sich zwei Traumschleifen kreuzen, gibt es hier nämlich keine Verwirrungen.

Auf den Richtungs- und Hinweisschildern mit Angabe von Gasthäusern sind fast immer auch die Öffnungszeiten angegeben. So wird Enttäuschungen vor gebeugt. Prima!

Peter ist diesen Weg im Herbst 2013 gewandert. Seinen reich bebilderten und inhaltsreich geschriebenen Bericht findet ihr hier: Rabenlay

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Passend zu den Traumschleifen  gibt es beim Ideemedia Shop Bücher mit zusätzlichen Informationen zum Weg und Tipps zu Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, sowie nahe am Weg befindliche Sehenswürdigkeiten.

 

 

12 Kommentare

  1. Oh schön, liebe Elke. Dein Bericht weckt Erinnerungen an einen meiner Lieblingsurlaube in Beulich. Da hüpft mein Herz gleich etwas höher. 😀
    Es ist einfach schön da, man hat so viele Möglichkeiten zum Wandern oder kann eine Burg besichtigen, was auch immer.
    Eine nette Begleitung hattest du auch. So macht das Leben doch Spaß.
    Ganz liebe Grüße an dich
    von Katrin

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    • Ja Gondershausen gehört zum Hunsrück.
      Wenn mir die Dinge einfallen, dann erwähne ich sie auch. Mache ich ja nicht immer so 🙂

      Wie ich sehe, ist bei dir auch ein Neuer zum lesen, tue ich gleich nach einem Eimer Kaffee 🙂

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