Erlebnisweg Mönchweg

Hin und wieder gelüstet es mich kürzere Wege zu wandern, insbesondere in relativ schnell erreichbaren Gegenden. So hat es mich am vergangenen Sonntag nach Siegburg getrieben, dort startet der 9 km  Erlebnisweg Sieg – Mönchweg. Mein GPS Track

Der GPS Track ist schnell herunter geladen, obwohl dieser nicht erforderlich sein sollte, da die Erlebniswege Sieg im Regelfall sehr gut ausgeschildert sind, so auch hier. In mein Navigationsgerät gebe ich ein: Siegburg, Siepelsknippen/ B56 ein. Gegenüber der Gaststätte Franzhäuschen biege ich auf einen Teerweg ein und kann dort schon die reichlich vorhandenen Parkplätze sehen.

An diesem Standort startet auch der Erlebnisweg Heideweg.  Da dieser neben einem kleinen Stück durch die Wahner Heide (wohl mit Abstand der schönste Streckenabschnitt dieser Tour), auch einiges an geteerten Wegen aufweist, eignet sich diese Tour wohl am ehesten in die Wintermonaten oder zu sehr Regen intensiven Zeiten. Für jede Witterungsbedingung gibt es passende Wege.

Moenchweg (3)Heute steht aber das Leben der Mönche auf meinem Wanderprogramm. Ich laufe mal wieder entgegen der vorgeschlagenen Gehrichtung und so erreiche ich als ersten Höhepunkt meiner heutigen Tour den verbliebenen Teil einer Brücke, die ich erstmals oben vom Wanderweg erblicke, noch nicht ahnend um was es sich hier genau handelt.

Moenchweg (20)Dafür liegt aber oberhalb der Brücke ein Kühlschrank im Gebüsch (die entsprechende Verwaltung wurde darüber informiert, ich hoffe er ist inzwischen verschwunden).
Ich kann übrigens der wandernden Gemeinde nur empfehlen solche Fundsachen zu melden. Die Touristenbüros sind offensichtlich dankbar, wenn die Wege auf diese Weise von solch hässlichen Hinterlassenschaften befreit werden. Ich gebe meine Informationen stets über das Kontaktformular der Wanderwebseitenbetreiber weiter, möglichst Koordinaten bzw. genaue Ortsangaben mit dazu geben.

Den Weg weiter runter an einem weiteren Parkplatz vorbei erreiche ich dann die Rest der ominösen Brücke. Über die Informationstafel erhalte ich folgende Information: Es handelt sich hier um die Ummigstalbrücke – in der Nähe fließt der Ummigsbach.

Mit dem Brückenbau wurde 1925 begonnen, zwei Jahre später war sie fertig. Diese Brücke war eine Alternativlösung für die ursprünglich mit einer Bahnlinie geplante Verbindung zwischen Much und dem Siegtal. Im zweiten Weltkrieg, genauer am 08. April 1945 sprengt die deutsche Wehrmacht zwei der Brückenbögen. Ein Wiederaufbau war dann nicht mehr geplant und so nahm die Natur sich die Reste der Zufahrtsrampe und der Brücke vor.

Moenchweg (21) Moenchweg (28)

Der Blick hinauf ist einfach grandios für mich.

Auf dem Teerweg  erreichen wir dann bald das Kloster Seligenthal. Die älteste Franziskanerkirche nördlich der Alpen steht hier in Seligenthal. Das Kloster Seligenthal wurde im Jahre 1231 vom Grafen von Sayn gegründet und war ursprünglich die Einsiedelei St. Annenkloster.

Moenchweg (36)

Moenchweg (44)
Die Rochuskapelle in Seligenthal wurde 1709 erbaut. Immer am 16. August, dem Tag des heiligen Rochus, findet alljährlich eine Wallfahrt zur Rochuskpalle in Seligenthal statt.

Über einen Wiesenweg erreichen den Ummrigsbach, den wir überqueren und im lichten Wald weiter wandern. Schön ist es hier.

Moenchweg (50)

Zur Staumauer der Wahnbachtalsperre geht es kräftig bergauf. Ein unerwartet steiler Pfad, der schon ein wenig die Puste raubt. Aber irgendwann kommen wir oben an und genießen den weiten Blick auf die Wahnbachtalsperre. Was für Aussichten, bei dem Wetter zeigt sich die Talsperre in unwirklichem blau.

Moenchweg (52) Moenchweg (57)

Kinder lassen ihr ferngesteuertes Auto zwischen den Wander- und Spaziergänger Füßen hin und her sausen, bis die Mama dem Einhalt gebietet. Die Enttäuschung der Kinder kann ich irgendwie körperlich spüren. Die Brücke so breit und geradezu geeignet das Fahrzeug richtig los sausen zu lassen. Hach Erwachsene sind so unspaßig 😦

Moenchweg (62)

Moenchweg (66)Links herum und über eine Straße hinauf wandern wir oberhalb der Talsperre. Die Aussichten sind toll, nur die Bänke leider alle besetzt.

Es ist so warm, dass es eine Wonne gewesen wäre sich hier zu platzieren und ein halbes Stündchen zu entspannen. Spike hätte sicher auch nichts dagegen gehabt.

Moenchweg (68)

Moenchweg (70) Moenchweg (72)Naja ein wenig zu viel Teer und Asphalt, das möchte ich ja nun schon anmerken. Allerdings gefällt mir, was ich links und rechts des Weges alles erblicke.

Moenchweg (75)
Gut Umschoß

Moenchweg (76)Hinter der Wegbiegung gelange ich dann wieder in den Wald.

Moenchweg (78)

Moenchweg (80)Ein Stück durch den Wald gerate ich an einem komisches Tunnel, bzw. einen Tunnelabschnitt, das gehört wohl irgendwie zur Talsperre. Ich bin mal dort oben herum gekrochen, habe aber nichts weiterführendes erfahren können.

Moenchweg (79) Moenchweg (88)Die Lichtspiele im Wald sind fotografisch kaum wieder zu geben. Immer wieder zücke ich die Kamera und lichte den Wald ab. Für manchen mag das langweilig sein. Für mich ist es immer wieder so abwechslungsreich und schön. Der kälteste Tag erscheint mir dann wärmend, wenn ich solche Anblicke genießen darf.

Moenchweg (93)Hier an der kleinen Brücke steht eine Bank, an der man noch einmal sehr gut rasten kann. Vor allem wenn die Sonne scheint, ist das Genuss pur.

Nicht mehr all zu weit und ich erreiche wieder den Parkplatz. Das war ja wirklich eine recht kurze Tour. Trotz des reichlichen Hartbelages habe ich diese kleine Wanderung als sehr entspannend und erlebnisreich empfunden.

Heute schneit ganz überraschend ein Büchlein in mein Wanderleben. „Erlebniswege Sieg“ vom J.P. Bachem Verlag. Demnächst schreibe ich mehr über den Inhalt.

Hier noch ein paar bildliche Eindrücke:

4 Kommentare

  1. Ein wunderschöner Anblick, die Talsperre und der blaue Himmel sind fast eins.

    Ich mag solche Lichtspiele im Wald auch besonders gerne, traue mich aber oft nicht, sie zu zeigen, weil sie eben meine persönlichen Eindrücke nicht jedem vermitteln können.

    Danke dir für die schönen Wandereindrücke
    und grüsse dich herzlichst
    Uschi

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  2. Nee, langweilig finde ich deine Waldbilder überhaupt nicht. Sie schaffen allerdings Verlangen nach besseren Zeiten; so viel warmes Licht und Sonne, hach, ich sehne mich danach. Der Blick über den See ist auch traumhaft. Habe wieder mit Freude mitgelesen. LG Guido

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    • Ach ja Guido, Sonne weckt die Lebensgeister.
      Der Blick über die Wahnbachtalsperre hat mir erstmal den Atem geraubt, soooo weit und blau lag die da vor mir.
      Das gibt dann noch einen Schubs im „Ich fühl mich Wohl“ Gefühl 🙂
      Ich danke dir, dass du bei mir herein geschaut hast
      Liebe Grüße
      Elke

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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