Wintergrün auf der Dreiborner Hochfläche – Von Vogelsang über Wollseifen zur Urftseemauer

Schon eine Weile spukt mir ein Besuch in Wollseifen durch den Kopf. Vor zwei Jahren hatte ich bei einem Besuch nicht genügend Zeit für ausgiebiges fotografieren, da wir in einer größeren Gruppe unterwegs waren.

An einem einigermaßen freundlichen Tag beschließe ich dann diesen Spuk aus meinem Kopf zu treiben, indem ich mich endlich auf die Socken mache und das verlassene Dorf zu besuchen.

Wollseifen wurde seinerzeit Opfer der Militärischen Mächte und das nicht nur einmal. Ich der späten Phase des zweiten Weltkrieges wurde die heutige Wüstung Wollseifen durch alliierten Artilleriebeschuss stark zerstört.  Die Bevölkerung kehrte erst im Sommer 1945 nach Wollseifen zurück und begann mit dem Wiederaufbau.

Am 13. August 1946 werden die etwa 120 Familien des Ortes Wollseifen (ca. 500 Einwohner) aufgefordert ihr Dorf innerhalb von drei Wochen zu räumen. Die Briten funkionieren kurzerhand das gesamte Gebiet zum Truppenübungsplatz um.

Durch die militärische Nutzung wurden in der Folgezeit die verlassenen Gebäude nach und nach zerstört. An den zurück gebliebenen Bodenplatten sieht man, wo früher Häuser gestanden haben, viel wurden restlos abgetragen.

Ich habe keine Route hier hinein gestellt, weil ich die Strecke ab Wollseifen bis zur Urftseemauer  auf gleichem Weg hin und zurück gelaufen bin. Es ging mir dieses Mal vorwiegend um Fotos und um draußen sein. Deshalb gibt es heute einfach eine Fotostrecke.

10 Kommentare

    • Diese Geschichte von Wollseifen macht mich jedes Mal sehr betroffen. In der Eifel hat der Krieg unverwischbare Spuren hinterlassen. Interessant aber auch sehr traurig.

      Ich grüße Dich ganz lieb und wünsche dir noch ein schönes Wochenende (ohne Putzkoller) 🙂

      Elke

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  1. Schön und unheimlich zugleich. Auch mir spukt Wollseifen im Kopf herum, solche tragischen verlassenen Orte finde ich zum Fotografieren interessant und auch zum ‚Nachspüren‘. Das düstere Vogelsang möchte ich auch besuchen. Als wir vor längerer Zeit dort waren, war das Doku-Zentrum noch nicht so ganz fertig. Das wäre dann natürlich keine freudvoller Ausflug, aber interessant allemal.
    Herzliche Grüße, Franka

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    • Franka,
      die Führungen in Vogelsang sind einmalig.
      Meine Kollegen und ich haben uns 100 Minuten gegönnt und waren echt fasziniert.

      Die ganze Gegend ist mehrere Besuche wert 🙂

      Dir auch einen lieben Gruß da lass
      Elke

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  2. Als Rundweg gibt es dort eigentlich nur zwei Varianten – von Wollseifen aus direkt nach Einruhr, und dann von dort entlang des Stausees zur Urftseemauer und wieder nach Wollseifen; oder von Einruhr aus durch das Sauerbachtal wieder auch bis Vogelsang. Beides schon recht lange Touren und auch heftige Steigung, wobei ich die Variante entlang des Stausees empfehle – im Sauerbachtal ist man nahe der Bundesstraße und hört vor allem im Sommer die tieffliegenden Motorradfahrer.

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    • Ich bin schon die Runde Vogelsang-Wollseifen- über die Staumauer zur Victor Neels Brücke und wieder Vogelsang gegangen. Auch eine schöne Runde.
      Ich bin aber schon froh, dass ich endlich mal die Fotos von Wollseifen im Kasten habe, deshalb war ich ja dort 🙂
      Danke für den Hinweis und die Vorschläge
      VG Elke

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