Harz – Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen von Bernhard Pollmann

3763342575 (1)Der Harz ist schon sehr lange ein begehrtes Urlaubsziel für mich. Auf einer Reise zu meinen im östlichen Deutschland lebenden Söhnen einen Zwischenstopp für einige Tage einzulegen, ist schon lange mein Plan.

Da ich mich vorher immer sehr gründlich auf ein neues Wandergebiet vorbereite, habe ich mir auch dieses Mal einen Wanderführer bestellt, praktischerweise ein Rezensionsexemplar, das ich hier auch sehr gerne vorstelle.

Aus dem Rother Verlag besitze ich schon eine Reihe dieser Exemplare, die meisten bekam ich von lieben Menschen geschenkt. Der Format und Aufbau dieser kleinen, handlichen Taschenbücher ist schon seit vielen Jahren gleich. Das macht es leicht sich innerhalb des Buches zu orientieren. Wanderungen aus Wanderführern dieses Verlages im Bergischen Land, Westerwald und Eifel habe ich bereits getestet und für gut befunden.

Daten zum Wanderführer Harz

Das Buch wurde nun bereits in der 8. Auflage heraus gebracht, 2013 die aktuell mir vorliegende Fassung.

Auf 128 Seiten, mit 69 Farbbildern versehen bekommt der Leser einen kleinen Überblick über die Region Harz.

Zu jeder der 50 vorgestellten Wanderungen wird eine kleine Wanderkarte im Maßstab 1:50.000 und 1:75.000 beigefügt.

Diese Tatsache hat es mir ermöglicht, zusammen mit der meiner Meinung nach meist guten Beschreibung, einen GPS Track zu zeichnen, sodass ich vor Ort das Büchlein nicht aus dem Rucksack holen muss. Bei einem kleinen Päuschen kann ich ja nachschauen, was mich als nächstes erwartet.

Das Format 11,5 x 16,5 cm ist einheitlich, seit dem ich denken kann und  macht sich natürlich gut als Serie im Bücherregal.

Der Autor

Pollmann_BernhardBernhard Pollmann  schickt den Harzbesucher mit  insgesamt 50 Wanderungen ordentlich über Berg und Tal. Goslar, Quedlinburg und Göttingen – im Nationalpark und im Naturpark Harz sowie im Naturpark Kyffhäuser, es wird eine große Auswahl der schönsten Wanderregionen angeboten. Für jede Kondition ist etwas dabei und Vorlieben wie besonders viele Naturpfade oder doch lieber gut ausgebaute Wege, für jedes  Wanderherz gibt es passende Strecken.

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Das Foto ist ein Spende eines bergischen Hobby Fotografen

Haben Sie schon einmal etwas von der Teufelsmauer und Hexentanzplatz gehört oder einen Aufstieg zum Brocken und mit der legendären Harzbahn wieder hinunter?

Der Harz ist wahrlich ein Gebiet für Wanderer mit und ohne Fotoapparat.

 

Buchaufbau

Nachdem ich auf den ersten Seiten eine inhaltliche Übersicht erhalte und eine Übersichtskarte mit eingezeichneten Wanderregionen, wendet sich der Autor allgemeinen Touristischen Hinweisen zu. Hier werden die im Buch verwendeten Piktogramme erklärt und die angewendeten Maßstäbe für die Schwierigkeitsgrade.

Top Touren

Wie in jedem der neuen Rother Wanderführerern, wird auch für diesen hier eine Top – Touren Liste angeboten. Auf den ersten Blick kann ich schon sagen, da sind wirklich die Highlights des Harzes aufgeführt. Touren zum Kyffhäuser, Brocken, Thale etc. gehören dazu.

Ein paar grundsätzliche Tipps runden die einweisenden Kapitel ab.

Wandern im Harz

Ich erfahre hier über Flora und Fauna, über geologische Vorkommen und Besonderheiten und über die höchsten Erhebungen des Harzes einiges. Der Nationalpark Harz wird mir vorgestellt und die klimatischen Unterschiedlichkeiten erklärt.

Die einzelnen Wanderungen

Weiter oben habe ich schon damit angegeben, dass es mir gelungen ist einen GPS Track aus der Übersichtskarte, die zu jeder Wanderung geliefert wird, zeichnen konnte.

Gerade in diesem, hier vorliegenden Wanderführer, finde ich oft aus meiner Sicht etwas zu kurz gehaltene Beschreibungen. Hin und wieder verweist der Autor auf andere Touren, deren Teilstrecken auf gleichen Pfaden verlaufen. Das empfinde ich als störend, da ich unterwegs nicht blättern möchte.

Ein Höhenprofil gibt mir Auskunft über die Art der Auf- und Abstiege. Für mich ein sehr wichtiger Aspekt in solch einem Buch. Die zur Wandertour gezeigten Fotos sind oft sehr ansprechend und geben mir Hinweise auf das Landschaftsprofil.

Das Buch ist, was die Informationen betrifft eher minimalistisch und lässt für den Wanderer viel für eigenes Erleben offen. Das Wegeprofil wird mir mitgeteilt, Einkehrmöglichkeiten, An- und Rückfahrmöglichkeiten werden mir gleich im Eingangstext erläutert.

3763342575Ich werde dieses kleine Buch mit in den Harz nehmen und ich bin überzeugt, es wird mich zu den schönsten Ecken führen. Aus meiner Sicht hat der Autor ein gutes Arrangement zusammen gestellt.

Den Wanderführer Harz erhalten Sie im gut sortierten Buchhandel und natürlich direkt über den Verlag zu einem Preis von 12,90 Euro [D]

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Auch dieses Foto ist ein Spende eines bergischen Hobby Fotografen

6 Kommentare

  1. Das ist wieder eine klasse Anregung, liebe Elke. Als ehemalige Hallenserin war ich als Kind und später Studentin natürlich regelmäßig im Harz und im Kyffhäuser. Nur auf den Brocken durften wir Ossis nicht. Ganz oben war ich erst nach der Grenzöffnung zum ersten Mal. Mit unseren Kindern haben wir es allerdings umgekehrt gemacht: Mit der Bahn hoch und runter gelaufen. 😀
    Der Harz lohnt sich auf alle Fälle für einen Wanderurlaub, denke ich. Viel Wald, Höhlen, hübsche Städtchen und Sagen und Geschichten um Hexen und Hexenverbrennungen. 😮
    Dankeschön für den Buchtipp!!
    Viele liebe Grüße an euch zwei
    von Katrin

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  2. Da könnte ich ja jetzt so richtig mitreden liebe Elke, denn der Harz war vor ganz vielen Jahren ein immer sehr beliebtes Wanderziel von mir….abeeeeeeeeeeer nur von der OSTSEITE, weil er unsere schöne Heimat leider per Staatsgrenze trennte !!!
    Damals gab es einen Witz bei uns:
    „Was sieht man, wenn man auf dem Brocken steht?
    Sorge und Elend!!!“

    Für nicht Eingweihte, das sind zwei Orte am Fuß des Brockens, die uns sarkastisch dabei zeigten, das wir die Landesgrenze nicht überwinden konnten.

    Verwirkliche dir deinen Wunsch und du wirst es bestimmt nicht bereuen….
    tolle Gegend und super Wanderwege, die sicher auch noch heute, wenn nicht besser,
    viel Vielfalt von Natur bieten.

    Liebe Grüsse ins WE

    Uschi ♥

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    • Hach Uschi

      ich werde es tun 🙂
      Danke dir für den Einblick in die wenig rühmliche Vergangenheit unseres ehemals gespaltenen Landes 🙂
      Ich habe als kleines Mädchen mit meiner Oma einmal an der Grenze gestanden und konnte nicht fassen, dass der so friedlich dort stehende Zaun solch gewaltige Auswirkung hatte.
      Ich hatte diesen Augenblick nicht mehr in Erinnerung, danke fürs zurück holen, liebe Uschi.
      Dir auch ein schönes Wochenende
      Elke

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      • Ich war in den 80ern ein paar mal dort und stand am Wurmberg bei Braunlage unmittelbar am Grenzzaun. Oder auch in Hohegeiß. Es war schon sehr bedrückend. Mein nächster Besuch war dann im Frühjahr 1990, also nach der Grenzöffnung, aber vor der Wiedervereinigung. Man wurde am Grenzübergang Walkenried/Ellrich durchgewunken und konnte endlich den Ostharz erkunden. Trotz der damaligen Straßenverhältnisse dort, die einen etwas um sein Auto fürchten ließen, war es ein beglückendes Gefühl. Ich weiß noch, wie die Leute in Stolberg „West“autos zuwinkten (was heute nicht mehr so ist…) 😉 Es wirkte fast etwas unwirklich. Als wäre ein Wunder geschehen.

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