Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg – Wanderschnecken in Höchstform

Sonne, eine leichte Brise, angenehme Temperaturen und vier Frauen mit gleichem Ziel, wenn das keine Glücksgefühle weckt, weiß ich es nicht.

TraumpfadEhrenburg (1)Der März verabschiedet sich in einer so sonnigen Art und Weise, dass es Wandermädels wie uns nicht mehr in der Stube hält. Pünktlich 7:30 Uhr starten wir in Leverkusen und erreichen nach 1 1/2 Stunden unser Ziel Brodenbach an der Mosel auf dem Wanderparkplatz Salzwiese.

Sofort verpflichten wir eine nette Dame, um ein erstes Foto von uns zu liefern. Diese Aufgabe hat sie gut bewältigt, alle gut getroffen, nichts abgeschnippelt, also abgenommen.

Gruppenbild

Der Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg ist der anspruchsvollste der 26 Traumpfade. Wir hatten am Ende

  • 19 km und fast
  • 900 hm auf dem Navi und das ist schon recht ordentlich.
  • Mein GPS Track und vorab schon mal eine
  • Diashow bei Picasa

Wir starten in den Frühling

Wie so oft – natürlich unbewusst genausooo geplant – wandern wir auch diesen Weg entgegen der vorgeschlagenen Laufrichtung. Dies stellen wir allerdings erst fest, als am ersten Hinweisschild – ca. 1,5 km nach Start – die Entfernung zur Ehrenburg mit rd. 3km angegeben wird. Zurück will niemand, also wird dem Weg eben in dieser Richtung weiter gefolgt.Die Mosel zeigt sich glitzernd in der Morgensonne, Ausflugsdampfer fahren langsam daher. Es ist still dort unten in Brodenbach, schlafen die alle noch? Wir sind in allerbester Stimmung, erwartungsvoll aber auch gespannt wie es uns mit dieser Steigungsreichen Strecke ergehen wird.

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Brodenbach schläft

Sachte geht es bergan und gleich auf traumhaften Wegen, die uns aufgrund des unerwartet reichlich vorhandenen Grüns schon sehr begeistern.

Zügig werden wir hinauf zum Ehrenmal geführt. Hier erwartet uns dann auch gleich wieder ein herrlicher Blick auf Brodenbach und die Mosel.

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Und hier erwartet uns der Augenblick der Wahrheit, nämlich dass wir verkehrt herum gegangen sind. Hätte ich mein Büchlein „Traumtouren“ vorher gründlicher gelesen, wäre ich sicherlich schlauer gewesen.

Später stellen wir jedoch fest, dass diese Gehrichtung uns nichts genommen hat.

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Die Temperaturen und die stetigen Steigungen veranlassen uns schon sehr schnell die Jacken in den Rucksäcken zu verstauen. Im März im T-Shirt unterwegs sein, das ist nun wirklich außergewöhnlich, aber wir nehmen diese Tatsache sehr gelassen hin biggrin_girl.gif

Die Karavane……

Conny, noch nicht ganz aus dem karnevalistischen Frohsinn heraus gekommen, singt munter „Die Karavane zieht weiter“ und versetzt damit alle in ungläubiges, aber lachendes Erstaunen. Manche singen ja, wenn sie Angst haben. Wer weiß, vielleicht schwant Conny Schlimmes auf dem Wege nach oben.

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Das Licht fällt so schön in die GräserTraumpfadEhrenburg (33)

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Ehrenburg

Flott sind die ersten 5km gewandert und wir stehen vor der Ehrenburg, in der Hoffnung auf ein leckeres Käffchen.

TraumpfadEhrenburg (48)Wir werden aber von der Türöffnerin belehrt, dass es Kaffee erst gibt, wenn der Eintrittspreis von 4,50 Euro hinterlegt wurde. Der Kaffee ist uns dann doch zu teuer und so ziehen wir etwas echauffiert weiter.

…………………….

1964938_466860836749247_440Schade, ein wenig Aufpreis im Kaffee ist für mich absolut akzeptabel, aber diese Haltung der Burgbetreiber ist uns allen unverständlich.

Wir finden ein nettes junges Paar, das noch ein Gruppenbild von uns schiesst und dann ziehen wir unserer Wege.

 

 

 

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Die vom Frühling bunt gemalte Landschaft versöhnt uns schnell und so nimmt uns der Weg wieder vollkommen in Anspruch. Die erste kleine Pause halten wir auf einer Bank am Ende des Feldweges ab, den wir nach der Burg beschreiten durften.

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Das Brodenbachtal

TraumpfadEhrenburg (68)Durch das wunderschöne, stille Brodenbachtal wandern wir und sind fasziniert von den blauen Teppichen aus Waldvergissmeinnicht und Waldveilchen durchsetzt mit Buschwindröschen hin und wieder verirrt sich auch ein Schlüsselblümchen dazwischen. -Auch das wechselblättrige Milzkraut zeigt seine außergewöhnlichen Blättchen.

Am Felstrog Donnerloch können wir nicht anders, als unserer Abenteuer- und Schaulust nachzugehen. Es wird geklettert und getestet wie rutschfest unsere Stiefel sind, denn die Steine im Wasser sind von grünem Bewuchs recht glitschig.

Wunderschön und nach dem wir das Brodenbachtal hinter uns gelassen und nun einigermaßen klar war, wir kommen gut voran, bedauern wir etwas, uns nicht noch mehr Zeit beim Durchwandern dieses herrlichen Tals genommen zu haben. Eine weitere Begehung in der anderen Laufrichtung wird jetzt schon ins Auge gefasst.

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P1050996Das Überschreiten dieser Brücke regt Tanjas neu erwachte Fotografierfreude erneut und so drückt sie den Auslöser und schafft zu dieser Situation sage und schreibe 12 Fotos zu schießen.

Nach diesem Spaß treffen wir auf zwei Herren, die uns vor dem grauenhaften Abstieg nach Brodenbach warnen. So langsam zweifeln wir an einem unversehrten Ende unserer schönen Wanderung. So viele Warnungen, dass es schwer, tierisch anstrengend, gefääääährlich …… werden soll und doch können wir bisher diesen Eindruck so gar nicht bestätigen.

Also frohen Sinnes weiter gewandert, gekniffen wird vor Gespenstern ganz sicher nicht.

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Jetzt gerade beschließe ich ein Video herzustellen, denn die Fotos geben nur im Großformat diese grandiose Stimmung wieder.

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Tanja ganz klein in dieser riesigen Landschaft

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TraumpfadEhrenburg (105)Es wird wieder gesungen 🙂 Conny unsere Frau Frohgemut 🙂 und dabei nimmt sie Tanja an die Hand.

 

Daumen hoch für unserer Wanderschnecken-Truppe smilie_op_006.gif

 

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Ich finde viel mehr als Fotos braucht es nicht, um diesem Weg die Aufmerksamkeit zu geben, die er verdient. Die Steigungen zehren zwar so langsam, aber die Stimmung ist ungebrochen unglaublich gut, kein Wunder bei dem Wetter und diesem göttlichen Wegeverlauf. Der Raps beginnt mit der Blüte, noch eine Woche und dann gibt es auf diesen Feldern nur noch die Farbe gelb.

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Und wieder lockt die Mosel

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TraumpfadEhrenburg (176)Der Abstieg nach Brodenbach ist nochmal recht anspruchsvoll, aber im Vergleich zu manch anderem Weg, den wir bewandert haben, absolut nicht dramatisch. Wir erfreuen uns an den schmalen Felspfaden und den Aussichten auf die Mosel.

Alles in allem war der Tag ein absoluter Knaller. Eine Schlusseinkehr gab es später im schönen Örtchen Alken und hier ein fettes Eis mit Sahne. Das haben wir uns eindeutig verdient. Es wird zur Tour ein Video geben, aber das dauert etwas. Bis dahin muss der Bericht und die Diashow reichen.

Ach, das hätte ich jetzt doch glatt fast vergessen.
Dies ist der letzte der 26 offiziellen Traumpfade. Nun habe ich jeden mindestens einmal genießen können. Wiederholungen gibt es inzwischen schon.

Foto von Ideemedia
Foto von Ideemedia

Wer sich vorab zu den Traumpfaden Informationen erlesen möchte, kann dies gut in den kleinen Wanderführers des idee media Verlages tun. Unter dem Thema “Schöneres Wandern” gibt es die beiden Bücher zu den 26 + 1  Traumpfaden. Inzwischen gibt es ein aktualisiertes Buch, siehe Abbildung links, darin sind alle Traumpfade vereint.

25 Kommentare

  1. Ich habe die Tour letzten Sonntag gemacht – richtig rum. Die Strecke um Nörtershausen finde ich ein wenig eintönig, den Rest umso besser. Ich habe nach dem steilen Anstieg aus dem Donnerloch die Ehrenburg besucht, die 4,50 waren gut angelegt, hab dafür noch eine Führung mitgemacht und die Aussicht vom Turm genossen. Der Burgführer sagte, dass die Burg sich alleine durch den Eintritt finanziert, insofern finde ich es nicht zu teuer. Dann ging es wieder abwärts und zum Ehrenmal wieder hoch, eine letzte schöne Etappe und insgesamt eine tolle Tour. Knapp 5 Stunden, ohne die Burgpause!

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    • Michel, du bist gut zu Fuß. Wir Wanderschnecken, der Name deutet es an, lieben es gemächlich.

      Wir wollten die Burg ja nicht besichtigen, deshalb war uns der Eintritt, allein um eine Tasse Kaffee zu trinken, dann doch zu hoch 🙂

      Mir hat dieser Traumpfad schon wegen der Länge der gesamten Strecke über herrliche Wege, sehr gut gefallen.

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  2. Hallo liebe Elke,
    ich bin begeistert !!!
    Deine Diashow habe ich mir gleich 2x angeschaut und die Fotos hier noch im Blog, ein Traum !

    Ihr vier strahlt ja förmlich um die Wette und man sieht es euch an, wie wunderschön dieser Wandertag war.
    Hier bekomme ich auch bestätigt, was du im Blog bei mir geschrieben hast, denn das „Grün“ ist echt schon überwältigend bei euch und die vielen Pflanzen, die dort schon blühen.

    Ich sage herzlichst Dankeschön für diese tolle Traumtour
    und grüsse dich ganz lieb

    Uschi

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    • Wir vier sind auch ein eingespieltes Team, das macht sich bemerkbar 🙂
      Ja hier grünt es heftig, hoffentlich kommt bald etwas Regen dazu, die Boden sind schon arg trocken.

      Einen lieben abendlichen Gruß
      Elke

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  3. Da habt ihr ja richtig viel spaß gehabt, auf dieser Schönen Tour, als ich vor 2 jahren dort unterwegs war, hatte es wie soll es anders sein Geregnet 😀
    Ja, die wollten von uns in der Burg auch erst Eintrittsgeld haben, obwohl wir auch nur einen Käffle wollten.

    In der Mühle, was Rainer weiter oben schreibt, waren wir auch Essen, und es war Himmlisch gewesen 🙂

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  4. Diesen Traumpfad bin ich letzten Herbst gegangen, allerdings in der anderen Richtung. 😉
    Da kommt man beim ersten steilen Anstieg direkt gut auf Touren. Im Waldstück hinter dem Schafberg vernahm ich eindeutige Laute einer Wildschwein-Rotte in unmittelbarer Nähe, so daß ich froh war, aus dem Wald raus Richtung L 207 zu kommen. Die ganzen kreuz und quer verlaufenden Wegführungen um Nörtershausen und der lange Abstieg ins Tal haben mich nicht so begeistert. Dafür das Brodenbachtal umso mehr. Im Gegensatz zum benachbarten Ehrbachtal kaum bekannt und trotzdem sooo schön! 🙂 Der Aufstieg aus dem Tal von der Grünemühle zur Straße K 72 allerdings ist schon verdammt knackig. Puuuhhh!
    Die Ehrenburg ist optisch schön. Aber das ganze ist für mich ein reiner Abzock-Verein dort, wie ich schon bei früherer Gelegenheit festgestellt habe. Und den Ritter-Firlefanz dort erspare ich mir gerne.
    Wenn man die übliche Gehrichtung wählt, kommt man zur späten Mittagszeit im Ehrenburger Tal an der „Historischen Mühle Vogelsang“ (unmittelbar an einem Campingplatz gelegen) vorbei, wo man lecker essen kann (und sich das dann auch verdient hat). 😉
    Den letzten Anstieg und das von Rüdiger erwähnte Teilstück sollte man m.E. nicht auslassen, denn es bietet nochmal herrliche Blicke auf Brodenbach und das Moseltal.
    Für mich zählt dieser Traumpfad insgesamt zu den schönsten unter denen, die ich bis jetzt absolviert habe.
    Und Dein Bericht macht ja nun wirklich Lust auf den Weg, mit so netter Begleitung umso mehr. 🙂

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    • Dieser Traumpfad ist für mich auch der Favorit und ich freue mich jetzt schon auf eine Wiederholung in gemäßigtem Tempo und in der anderen Richtung. Von Schmerzen geplagt, war ich recht froh, dass der Weg sanft begonnen hat. So hat jeder Irrtum auch sein Gutes 🙂

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  5. Ein großes Kompliment für Blog und Bilder und eure bemerkenswerte Kondition, die braucht man für diesen Traumpfad. Den würde ich im Moment nicht schaffen. Ich habe da schon welche getroffen die fix und fertig im Brodenbachtal abgebrochem haben. Ich bin den zweimal in unterschiedlicher Richtungen gewandert, wobei ich das Stück Gilbertsmühle-Aussichttempel (das ihr zu erst gewandert seit) als überflüssig emfinde. Gruß Rüdiger

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    • Wir müssen konditionell tatsächlich einen guten Tag erwischt haben. Wir hatten reine Gehzeit 5 1/2 Stunden.

      Danke für dein Kompliment, es freut mich, dass dir das präsentierte gefällt.

      Bist du krank? Probleme mit den Beinen/ Füßen?
      Liebe Grüße
      Elke

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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