Die Urdenbacher Kämpe ist ein 316 Hektar großes Naturschutzgebiet im Raum Düsseldorf. Hier fließt der Rhein in der heutigen Form und in Teilen auf  Armen des Altrheins.

Der Altrhein soll sich sein eigenes Bett im Landschaftsschutzgebiet suchen und deshalb wurde der Deich an zwei Stellen durchbrochen. Die Arbeiten, die im Herbst des Jahres 2013 begonnen hatten, finden nun ihr Ende.

UrdenbachKaempe (1)Heute habe ich mich auf den Weg gemacht, um dieses schöne Areal zu erwandern. Am Haus Bürgel finde ich einen Parkplatz. Im Haus Bürgel ist die Biologische Station Stadt Düsseldorf/ Kreis Mettmann untergebracht. Schon das alte Gemäuer hat eine alte Geschichte und nun kümmert man sich hier um Arten- und Naturschutz.

Seit 2003 sind im Archäologischen Museum zahlreiche Grabungsfunde aus römischer Zeit zu sehen

Nachdem wir die letzten Tage recht viele Steigungen genommen haben (Spike ist ja nicht mehr der Jüngste), ist heute eine sehr flache Wanderung angesagt. Die Strecke von
rd. 11 km passt auch recht gut. Hier mein GPS Track und die Diashow bei Picasa.

Nach Überquerung des Urdenbacher Wegs wandern wir eine ganze Weile an den gelb blühenden Rapsfeldern entlang. Es ist unfassbar wie schnell die Natur sich in ein blühendes und grünendes Meer verwandelt hat. Es ist kurz nach 9 Uhr Sommerzeit und die Vögel lärmen um die Wette. Was für eine Kulisse an diesem fast sommerlich warmen Tag.

UrdenbachKaempe (3)UrdenbachKaempe (11)Wir wandern von nun an auf dem NeanderlandSteig – Etappe: Garath – Monheim am Rhein

Nicht lange, dann verlassen wir den Steig und schummeln uns an den noch immer stehenden Bauzäunen vorbei auf den Weg entlang des Altrheinarmes. Lt. Medien sollte der Weg schon frei sein. Ein Gespräch mit Anwohnern klärt mich darüber auf, dass die Jogger und Walker schon seit ein paar Tagen wieder auf der Strecke unterwegs sind.

So lasse ich meine Vorbehalte Verbotenes zu tun beiseite und ziehe los und ich sollte es nicht bereuen. Die Aussage einer freundlichen Radfahrerin, dass hier eine Urwald ähnliche Atmosphäre entstanden sei, kann ich nur bestätigen.

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UrdenbachKaempe (48)Mystisch mutet dieser Pfad an, überall brüten die Wasservögel. Ich habe Graureiher, Enten, Schwäne und Wasserhühner gesehen.
Nachdem ich diesen Eichelhäher zwar auf den Chip bekam, aber mein Telebereich bei weitem nicht ausreicht, beschließe ich mich kurzfristig um ein anständiges Tele zu kümmern.

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Der Dreckspatz quälte sich mühselig über den Baumstamm. Vielleicht schon ein älteres Modell?

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Die Fotos können leicht den Eindruck erwecken, dass ich in dunklen Bereichen wanderte, aber so war es nicht. Der relativ breite und sehr gut ausgebaute Weg zeigt links und rechts die Natürlichkeit dessen, was sich in unberührter Natur so alles entwickeln kann.

Die Brücken, die den Wanderer/ Sportler trockenen Fußes über die Feuchtbiotope leiten sind der Umgebung gut angepasst. Mich begeistert dieser Weg, er ist spannend, abwechslungsreich und wenn man will, voll mit Überraschungen. Ich überlege hier einmal ganz früh, vielleicht sogar ohne Spike her zu kommen, wenn die Natur gerade erwacht.

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UrdenbachKaempe (122)In Urdenbach wechselt die Landschaft allmählich, wandere ich doch Richtung Rheinauen. Vorher erreiche ich erneut den Baumbacher Weg und überquere diesen. Weiter der Straße folgend, kann der Wanderer einkehren. Das Restaurant ExtraTour lädt zur Einkehr, auch mit Außengastronomie, ein.

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UrdenbachKaempe (130)UrdenbachKaempe (136)Dies hier ist wie ein Traum, der aber leider viel zu schnell zu Ende geht. Das übertrifft sogar den gestrigen Anblick auf dem Streuobstwiesenweg in Mülheim Kärlich (Bericht folgt)
Dann befinde ich mich am Rhein und auch hier überrascht die Landschaft und zwar mit den uralten, riesigen Bäumen, die teilweise schon vom Blitz getroffen an den verbliebenen Teilen wieder ausschlagen.

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Spike lässt sich auf das Spiel „Wirf das Stöckchen ins Wasser“ ein und schleppt ein ums andere Mal brav den Knüppel wieder ans Ufer.

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Auf der gegenüberliegenden Seite liegt Zons, eine schöne alte Feste, die man mittels Fähre erreichen kann. Da ich diesen Ort schon viele Male aufgesucht habe, spare ich mir diesen Ausflug.

Nach einer Weile biegen wir vom Rhein ab und wandern allmählich wieder Richtung Haus Bürgel. Auch hier erneut herrliche Pfade, teilweise auch breitere Wege, aber immer sehr sehr schön.

UrdenbachKaempe (214) UrdenbachKaempe (221) UrdenbachKaempe (226) UrdenbachKaempe (229) UrdenbachKaempe (238)Also kann ich diesen Weg absolut zum Nachwandern empfehlen. Wer allerdings lieber alleine unterwegs ist, sollte die Wochenenden meiden. Die Rheinwiesen werden an den Wochenenden, vor allem bei gutem Wetter, von Radfahrern, Wanderern und Grillfreunden geradezu überschwemmt.

8 Kommentare

  1. Herrliche Frühlingsbilder! Wer hätte das gedacht, eine solch urwüchsige Natur in Großstadtnähe zu finden! Gruß Ursula

  2. Die Wanderung würde mir auch gefallen und sie erinnert mich sogar an meine am letzten Samstag ein bisschen.
    Mystisch kam es mir an der Isarmündung auch einige male vor 😉

    Tolle Fotos liebe Elke, die mir wieder viel Freude bereitet haben …
    und ein größeres Objektiv ist niemals verkehrt, wenn man die Tiere in der Natur erwischen möchte.

    Herzliche Grüsse ins Wochenende
    Uschi

  3. Liebe Elke, Du erkennst die Schönheit einer Ansicht und kannst diese mit interessanten Texten und natürlichen Bildern wiedergeben. Vielen Dank dafür und herzliche Grüße aus München, Josef

  4. Hallo Elke, wunderschöne Runde in der Nähe der Großstadt, gefällt mir sehr gut. Eine meiner Töchter wohnt in Düsseldorf, bei meinem nächsten Besuch werde ich die Runde als Wanderung vorschlagen. Ich glaube auch, wenn man dort in aller Frühe los geht, kann man mit Sicherheit viel beobachten. Gruß Rüdiger

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