Photoshop Elements 12 – Der umfassende Ratgeber

PSE12Ein dicker Wälzer liegt hier vor mir, mit sage und schreibe 1080 Buchseiten. Ich wollte es wiegen, doch meine Küchenwaage zeigt nur „ERROR“.  Der Vierfarben Verlag hat diesen dicken Wälzer verlegt und Frank Treichler hat ihn verfasst. Vorne drauf steht „Photoshop Elements 12“

Zunächst mal meine Hochachtung vor Menschen, die so systematisch ein Programm erklären können und die Geduld und Hingabe besitzen dies alles in einem Buch zusammen zu fassen.

Seit vielen Jahren nutze ich Photoshop Elements, im folgenden PSE genannt. Um dieses Buch nachvollziehen zu können, habe ich meine Version 10 gegen die aktuelle
PSE 12 ausgetauscht, derzeit ist die Vollversion günstiger zu bekommen als das Upgrade (witzig). Ein Blick ins Buch kann der interessierte Leser auf der Webseite des VierfarbenVerlags tun.

Eine Grundsatzdiskussion über den Sinn und Zweck der Fotobearbeitung möchte ich nicht lostreten. Hier bespreche ich ein Buch zur Fotobearbeitung und wer das nutzen möchte hat, das nehme ich jetzt schon einmal vorweg, sowohl mit dem Programm PSE, als auch mit dem mir vorliegenden Buch gute  Werkzeuge, um dem eigenen Bildmaterial zu mehr Glanz und Schönheit zu verhelfen.

Nun zu diesem Inhalt dieses Buches, dass mir den Umgang mit dem Programm erleichtern soll und nicht nur mir sondern auch einem blutiger Anfänger. Um diesen Anspruch zu erfüllen beginnt der Autor tatsächlich mit den Uranfängen einer Programmanwendung, also wirklich für A– wie Anfänger.

GriffmarkenMit Griffmarken, die bunt markiert sind und mir verraten wann ein neues Kapitel anfängt, fängt mein Pluspunkte sammeln schon an. Wichtige Informationen bekomme ich in einem mit der gleichen Farbe wie die Griffmarken gefärbten Infokästchen.

Die Einleitung vermittelt mir was ich von PSE 12 zu erwarten habe und wie sich PSE grundsätzlich von den Adobe Brüdern Photoshop und Lightroom unterscheidet  und welche Veränderungen zur Vorgängerversion PSE 11 zu erwarten sind.

Header1

Nachfolgend gibt es eine Einweisung in die Programmstruktur, um sich dann dem ersten Teil, dem Organizer zu befassen. Hier verwaltet der PSE Anwender sein gesamtes Bildmaterial. Wie das sinnvoll geschehen kann und welche Wege zu gehen sind, wird hier aus meiner Sicht gut verständlich erklärt, ebenso wie die Erstellung eines Backups. Schon das Thema Organisation ist ein umfangreiches Kapitel, dass sehr viel Aufmerksamkeit und Kenntnisse über die Arbeitsweise von PSE  erfordert. Wer hier gründlich liest erwirbt ein tragendes Fundament zur Bilderverwaltung und ist in der Folge  dann nach der Bildbearbeitung auch in der Lage das bearbeitete Bildmaterial sinnvoll zu speichern und zu ordnen.

Fotos und Videos importieren
erklärt die unterschiedlichen Möglichkeiten mein Bildmaterial von der Kamera auf den Rechner zu bringen. Ob direkt über das Programm PSE oder über den Explorer von Windows, beide Schritte werden hinreichend erklärt und wieder ganz deutlich für den Anfänger konzipiert. Möglichkeiten meinen Bildern gleich einen passenden Namen zu geben, passende Unterordner anzulegen, Metadaten zu ergänzen und vieles mehr werden mir hier nahe gebracht.

Wie wir unsere stetig wachsende Anzahl Bilder sinnvoll organisiere erfahre ich im darauf folgenden Kapitel. Hier gibt es viele sinnvolle Tipps, die ein sortieren und übersichtlich halten meiner Dateien extrem erleichtern und auch die Möglichkeiten der Bewertung und Auslese gehören mit dazu. Eine vollkommen neue Information für mich ist, dass ich jedem Foto einen Audiokommentar zufügen kann. Ein sprechendes Bild sozusagen.

Jetzt folgt eine Anleitung zum schnellen Bearbeiten im Organizer der von einer kurzen Übersicht über die Fachbegriffe der Fotobearbeitung im Editor abgelöst wird.

Die nun folgenden Buchteile befassen sich mit Details, die ich je nach Bedürfnis freier wählen kann. Die Grundlagen habe ich mir mit den voran gegangenen Kapiteln erworben. Hier entscheidet der PSE Anwender nun ob er die Schnellkorrektur nutzen möchte, sich mit Hilfe eines Assistenten durch die Bildarbeit hangelt oder vollkommen selbstständig, als s.g. Experte an den Schrauben der Kontraste, Farben, Farbtemperaturen etc. dreht.

Gerade lese ich das Kapitel: „Bilder sichern und ein neues Dokument anlegen“ und schwupps habe ich wieder ein Programmpunkt entdeckt, den ich bisher nicht kannte „Datei aus der Zwischenablage bearbeiten“  Holla ist das bequem, lesen bildet, ganz klar! Außerdem behandelt der Autor hier auch Fragen zu den unterschiedlichen Dateiformaten, deren Vor- und Nachteile. Sollte man m. E. sorgfältig studieren, diesen Abschnitt!

Im Folgenden werden alle verfügbaren Werkzeuge und deren Bedienung erklärt. Die Arbeitsbereiche sind im Buch abgebildet und mit Ziffern versehen, die einzelnen möglichen Arbeitsschritte sind ausführlich beschrieben und sofort nachvollziehbar. Übrigens habe ich unten einen screenshot gemacht, ihn sofort in PSE bearbeitet und hier als JPG eingefügt, alles nach Anleitung des Buches und in aller kürzester Zeit. smilie_denk_19.gif

PSE12

Ist ja wohl klar, kein Mensch lernt mal eben so einen dicken Schinken auswendig. Wer aber das Buch durch arbeitet, weiß anschließend welche Möglichkeiten es gibt und kann ggf. nachschlagen.

Übrigens befinden sich für all die schönen Übungen natürlich auch Beispielfotos auf der beiliegenden DVD. Ich bearbeite lieber meine eigenen Fotos, aber um das Bearbeitungsergebnis zu vergleichen, ist die Nutzung der angebotenen Bilder sicher sinnvoller.

Die nun folgenden Fotos habe ich unter zur Hilfenahme des Buches verändert. Spike ist mir durchs Bild gelaufen und rechts im Bild ist ein störendes Element zu entfernen. Schaut selber: links das Originalfoto und rechts das bearbeitete Bild!
EdigerEllerAlf (69)EdigerEllerAlf (69)_bearbeitet-2

Nachdem die Werzeuge erklärt sind, schwingen wir hinüber zur Bildoptimierung mit verschiedenen Mitteln, unter anderem mit Filtern. Über den Sinn mancher Tools kann man sich m.E. streiten,  sie sind aber Bestandteil des Programms und so wird sich ihnen auch gewidmet.

HümmelPitscheidArmutsbachtal_0007Und weil es so schön ist, habe ich dann auch gleich das Erstellen eines Copyright Zeichens geübt, sowie die Erstellung eines eigenen Pinsels. Alles keine Selbstverständlichkeiten

 

Im Kapitel „Bildoptimierung“ ist für mich der Abschnitt „Unscharf maskieren“ besonders interessant. Einge Tipps im Bereich „Unscharf maskieren“ sind für mich neu. Bedauerlich, denn einige Ergebnisse bei meiner Bildbearbeitung hätten besser ausfallen können, weil ich eher verhalten an diesen Filter heran gegangen bin.

Da gibt es für mich noch eine Menge an Feinarbeit zu leisten, aber für mich sind die Unterschiede in der Konturenschärfe und Detailgenauigkeit hier schon recht gut erkennbar. Allerdings überzeugt mich das Ergebnis rechts, mit dem Hochpassfilter bearbeitet (also Ebenenarbeit)  außerordentlich. In voller Auflösung ein wirklicher Hingucker. Übrigens habe ich hier eine meiner Blüten auf dem Balkon durch eine Wasserflasche fotografiert.

Mit solchen Beispielen könnte ich jetzt Seitenweise weiter machen, aber das ist nicht Sinn dieser Besprechung. Ich möchte hier deutlich machen, dass ich die Anleitung des Autors verstanden und nach meinem Empfinden auch korrekt umgesetzt habe.

Nun habe ich den für mich sehr relevanten Bereich des Buches erreich, nämlich die RAW Bearbeitung. Hier übe ich mich seit geraumer Zeit und nutze hierfür immernoch Elements. Überraschende Möglichkeiten werden mir aufgezeigt, aber insgesamt ist das Kapitel recht überschaubar.

Gleich im Anschluß ein weiteres, für mich ausgesprochen interessantes Kapitel, nämlich die Bearbeitung mit Ebenen und Masken. Wer Spaß an der Bildbearbeitung hat und an guten Ergebnissen, kommt an diesem Thema kaum vorbei.

Mit Ebenen habe ich den großen Vorteil meine Bildbearbeitung auf verschiedene Bildebenen zu verteilen und sie ein oder abzuschalten, und damit unterschiedliche Bildwirkungen zu erzielen. Im Buch gibt es eine sehr umfangreiche Erklärung zu dem Thema und ich erfahre unglaublich viele hilfreiche Tipps für künftige Fotoprojekte. Allerdings erfordert das wirkliches Arbeiten, denn die Ebenenbearbeitung ist ein auswirkungsstarkes Werkzeug.

Ein wenig gespielt, sicher nicht fachlich perfekt, aber ein Anfang. Was ich mit dem Wissen noch anstelle, werde ich in Zukunft sehen.

Welche Effekte es darüber hinaus gibt und wie ich Filter einsetze erfahre ich im darauf folgenden Kapitel. Es zeigt mir Techniken ein Portrait derart zu bearbeiten, dass z.B. ein Gesicht etwas schmaler erscheint. Filter ermöglichen mir Fotos eine Bewegungsunschärfe zuzufügen, sodass ein eigentlich stehendes Fahrzeug den Eindruck erwegt sich zu bewegen. Viele nette Spielereien.

Ich denke inzwischen wird klar, das Buch hat es in sich. Es vollständig zu studieren braucht sehr viel Zeit, aber glücklicherweise kann ich ja bei Bedarf gezielt suchen, nachdem ich mir einen Gesamtüberblick über mögliche Bearbeitungsmöglichkeiten verschafft habe.

Natürlich bietet das Programm auch die Collagenerstellung und im Buch wird eine Anleitung hierzu gegeben. Tipps wie ich Plugins in mein Programm integriere und wo ich sie finde, erhalte ich auch.

Ich kann nur noch einmal den Blick ins Buch empfehlen, um einen Überblick über die angesprochenen Themen zu erhalten. Neben den Werkzeugen das angesammelte Fotomaterial im Internet zu präsentieren erhalte ich natürlich auch Techniken die Bilder entsprechend zu verkleinern, damit sie auf Webseiten und in emails nicht so viel Platz rauben, aber trotzdem in einer sehr guten Qualität erscheinen.

Aus meiner Sicht ist ein Buch wie dieses unbedingt nötig, um die umfangreichen Möglichkeiten von Photoshop Elements kennen zu lernen und sinnvoll nutzen zu können. Dieser Ratgeber von Frank Treichler zu PSE 12 lässt sich meiner Meinung nach auch für die Vorgängerversionen 10 und 11 nutzen, denn die Programmänderungen sind nicht so gravierend.

Fazit

Das Buch war für mich in vielerlei Hinsicht eine Erleuchtung. Ich lerne ja nun nicht mehr so leicht wie eine 20jährige, aber dank der eingehenden Beschreibung einzelner Schritte, war mir das Erlernen der für mich bisher unbekannten Programmteile möglich.

Der einzige für mich erkennbare Kritikpunkt ist die Abbildungsqualität der Beispielfotos. Da wäre ein wenig mehr Helligkeit für mich angenehmer. Ansonsten „Daumen hoch“

PSE12Das Buch „Photoshop Elements 12“ von Frank Treichler – ISBN: 978-3-8421-0091-6 – können Sie direkt über die Verlagsseite zum Preis von 39,90 €  beziehen oder natürlich im örtlichen Buchhandel. Aber Achtung, das Buch ist nicht nur inhaltsschwer, sondern wiegt auch real einiges.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und freue mich auf Feedback, sollte sich jemand entscheiden dieses Buch anzuschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Ich habe das Programm hier auf dem Apfel und übe mich in Versuch und Irrtum.
    Daher kommt mir dein Tipp gerade recht, um das Buch auf meine Geburtstagswunschliste zu setzen. Danke für die Arbeit, die du dir gemacht hast.

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    • Na das ist doch prima
      Ich habe bisher auch nur leidlich nach gelesen, was so möglich ist. Das Buch zwang mich nun mich mal wirklich damit zu beschäftigen und das hat sich auf jeden Fall gelohnt.
      Viel Spaß dann mit dem Ausprobieren 🙂

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  2. *Boaaaaar liebe Elke,
    da hast du dir aber viel Arbeit gemacht mit diesem tollen Blog und mein Interesse total geweckt !!!

    Das lege ich mir garantiert zu und ich bin über die Vielfalt auch richtig begeistert.

    Ein ganz herzliche Danke für den Tipp,
    noch eine schöne Woche mit viel Sonne
    und einen lieben Gruß zu dir

    Uschi ❤

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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