Romantisch schönes Stinderbachtal

Ja ja ich weiß, ich sollte Wanderberichte zum Hunsrück schreiben und nicht schon wieder durch die Weltgeschichte reisen. Aber wenn es doch so in den Füßen juckt? Wenn mein vierbeiniger Freund und Begleiter mich andauernd anklagend ansieht, nach dem Motto was sollen die kleinen Gassirunden?

Für das Wochenende ist ziemlich mieses Wetter angesagt, eine Wetterlüge wie so oft in der letzten Zeit, denn hier ist es heute vormittag zwar diesig aber nicht unfreundlich.
OK ich mach ja schon, ich wandere ja gleich.

Also vor einigen Monaten war Jürgen, der Niederrheinwanderer von Wanderwegewelt schon in diesem Tälchen und er war begeistert und ich, nachdem ich die Fotos gesehen hatte, auch.

1495_Neanderlandsteig_mittelVor einigen Tagen dann, genauer am 7. September 2014, wurde die letzte Etappe des neanderland Steig im Rahmen einer geführten Wanderung mit Manuel Andrack eröffnet. Link zur Buchbesprechung über den Steig.

Diese Etappe zwischen Ratingen-Homberg und Erkrath  führt auch durch das Stinderbachtal und Herr Andrack zeigte sich hiervon sehr beeindruckt.

Schwupps war der Gedanke an diese Region wieder in meinem Kopf und schnell hatte ich eine passende Strecke herausgesucht, witzigerweise auch aus einem Buch des Droste Verlag entnommen „25 Wanderungen rund um Düsseldorf“ verfasst von Mario Tranti  ein Exemplar aus dem Jahre 2010.

Genug der Werbung, die ich nicht mal bezahlt bekomme smile

Ich mache mich also auf den Weg nach Mettmann, der Ort um den sich der neanderland Steig dreht und windet, parke auf einem Wanderparkplatz an der Erkrather Straße, Koordinaten N51° 14.246′ E6° 56.537′  Mein GPS Track

Ein winziges Stück auf dem Fußweg der Erkrather Straße entlang, diese überquert und schon bin ich mit Spike auf einem Feldweg. Die Sonne kitzelt meine Nase, es geht mir sooooo gut und vor uns liegen nur knapp 9 km und 220 Höhenmeter, die wir genüsslich wandern dürfen.

Stinderbachtal_0019Das Stinderbachtal ist Naturschutzgebiet und präsentiert sich als Wohlfühloase, still und romantisch, naturbelassen wo es geht. Der Stinderbach plätschert und rauscht, je nach Gefälle, in ihm liegen Äste und Baumstämme, die langsam vermoosen und so noch mehr Idylle zaubern, vor allem wenn das Sonnenlicht sie trifft… ja wunderschön!

Stinderbachtal_0007An den Bäumen hängen Hinweise des Kreis Mettmann, dass die Sturmschäden des späten Frühjahres erst im Winter restlos beseitigt werden können und weisen uns Wanderer darauf hin, dass sie die Wege auf eigene Gefahr betreten.  Die Region war ja auch extrem betroffen, ein hoher Verlust an Bäumen war auch am Rhein in Düsseldorf zu beklagen.

Vielleicht wundert sich der ein oder andere, dass ich nach einer Auszeit im Hunsrück so euphorisch über meine fast heimische Region äußern kann, aber ich liebe diese Mischung aus Häuschen, Höfen, Dörfern und Naturidylle. Es braucht nicht immer Ruinen und imposante Bauten um mich zufrieden zu fühlen. Der Faktor Entspannung und sich Einlassen ist ohne diese spannenden Effekte wesentlich höher, auch wenn hin und wieder asphaltierte Bereiche dabei sind.

Nun aber zur Bilderwelt, die ich wo es nötig scheint, mit Texten versehen werde. Eine komplette, aber unkommentierte Version einer Bilderschau findet ihr hier: Album, dafür aber mit großformatigen Fotos.

Also eine un-spannende, aber ent-spannende Tour, die auch gut als ein kleiner Nachmittagsspaziergang herhalten kann. Jeder Meter war auf seine Weise schön und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich von den Rindviechern weg kam, die in der Wasserkuhle sowohl saufen als auch sch…. konnten. Die kennen wohl keinen Ekel 😦

Einkehrmöglichkeit bietet sich, allerdings nur an Wochenenden, in der Stindermühle, etwas weiter gibt es noch das
Gut Jägerhof, auf dem Hubbelrather Weg 18, 40699 Erkrath mit großem Salatbuffet. Noch eine Alternative ist das
Kaisershaus am Waldrand zwischen Erkrath und Hubbelrath – Erkrather Landstr. 82, 40629 Düsseldorf. Hier sind lt. Herrn Andrack besonders die Wildgerichte zu erwähnen.

5 Kommentare

  1. Hach, da stehe ich ja auch drin. Vielen Dank Elke. Aber viel wichtiger ist das euch gefallen hat. Auch ich habe lange bei den Neandertal-Galloways verbracht. Wenn man hinunter ins Tal geht ist man plötzlich in einer ganz anderen Welt.
    Liebe Grüße.
    Jürgen

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    • Ich bin gerade mal zu deiner Seite rüber gehuscht und habe gesehen, dass ihr bereits fleißig unterwegs gewesen seid 🙂

      Lieben Dank für deinen Kommentar, ich freue mich jedesmal wenn hin und wieder Anregungen für Leser meiner Auslassungen dabei sind 🙂

      Lieben Gruß aus Leverkusen nach Bochum… muss ich unbedingt auch mal wanderisch erkunden
      Elke

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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