Nicht alles ist in Stein gemeißelt, auf dem Steinhauerpfad in Lindlar

Schon ewig hatte ich den Plan diese kleine Runde zu erkunden, die war mir nur immer viel zu kurz. Heute war sie mir fast zu lang. Die Erkältungszeit ist mit dem bunten Herbstlaub gleichzeitig eingetroffen und vermiest mir seit einer Woche mein Leben. Frische Luft hilft, also wage ich mich vor die Tür und gönne damit auch Spike ein paar Meter mehr als die vergangenen Tage.  Hier mein GPS Track, der auch kleine Abstecher beinhaltet und aus diesem Grund statt einer 5,6 km Tour eine mit 6,8km ergibt.

Auf der Webseite Bergisches Wanderland, erhalte ich den GPS Track, der mich im Falle fehlender Wegezeichen auf Kurs halten soll! Das ist bei diesem ausgesprochen gut gepflegten Wanderweg allerdings wirklich unnötig, Kompliment an den Wegepaten. Auch einige grundlegende Informationen wie Gaststätten und Einkehrmöglichkeiten erhalte ich auf der auskunftsfreundigen Webseite.

Grauwacke ist das Thema meiner heutigen Tour und heute streife ich auch einen Steinbruch von vieren, der noch aktiv betrieben wird. Früher waren es einmal um die 70 Betriebe.

Steinhauerpfad_0002Gestartet bin ich mittags in Lindlar, Am Marktplatz direkt an der Informationsstele zum Bergischen Streifzug Steinhauerpfad, ausgezeichnet mit einer weißen „8“ auf orangem Grund.

Ungefähr 1,5 km der nun folgenden Strecke verläuft auf den innerstädtischen Straßen. Selten gefallen mir Wegeführungen durch einen Ort so gut wie hier. Es gibt herrliches Fachwerk zu betrachten und einiges an besonders attraktiven Bauten. Auch die Kirche St. Severin mit ihrem sehr attraktiven Umfeld fällt mir positiv auf. Skulputen, Steinmetzarbeiten, ein gefesselter Stein. Das Bergische hat viel zu bieten. Die stelle ich euch hier erst einmal vor:

Kunst am Bau "m"
Kunst am Bau „m“

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber Langeweile kommt hier nicht auf und auf den Tafeln sind immer wieder interessante Informationen zu lesen, die sich überwiegend mit dem Thema Steinbruch beschäftigen. Interessant auch der alte Bahnhof aus 1912, einer Zeit da hier die Sülztalbahn von Bergisch Gladbach über Immekeppel bis nach Lindlar fuhr. Der Bau der Bahn, die nur rd. 50 Jahre in Betrieb war, dauert länger als ihre Betriebszeit.

Steinhauerpfad_0060Eine schmaler Pfad führt uns eine Etage höher und hier entdecke ich eine Bleibe für verrückte und normale Hühner. So viel Platz können die wenigen Gackerviecher überhaupt nicht nutzen. Ein Vorteil, die sehen alle miteinander sehr gesund und kräftig und vor allem glücklich aus. Sie rennen, sie picken und das in vollkommener Freiheit.

Nicht mehr lange und wir landen mitten im Grün und das Grün ist wunderbar, erholsam. Schmale Pfade, wunderschöne Waldabschnitte und immer wieder mal ein Blick in Steinbrüche. Ich bin jetzt noch wirklich begeistert. Es gibt dann im folgenden auch erstmal nur Fotos.

Ja und weil ich wirklich nur die Augen hab kreisen lassen und die Kamera viel zu tun hatte, gibt es weitere Fotos. Mir wird die Strecke fast schon zu lang, die Beine mühen sich ungewohnt schwerfällig auf kleinen Anstiegen und der Rachen brennt wie Feuer. Also wird es langsam Zeit für die Heimkehr. Ein wenig haben wir aber noch vor uns.
Steinhauerpfad_0151Bei diesen Anblicken kann es einem schon warm werden, so schön ist der Herbst.

In einem Kaufhaus organisiere ich mir noch ein leckeres Roggenbrot und sehe bei meiner Rückkehr zum Auto diese junge Frau am  „Steenkühlerbrunnen“, die sich im Filmen übt, mit allerlei komplizierter Technik, die ich kaum zuordnen kann. Eine tolle Kamera sitzt auf dem ganzen Gestell auch. Wer Kamerafrau werden möchte nutzt besser jede Möglichkeit mit solch unbequem aussehenden Equipment zurecht zu kommen.

Schon die Körperhaltung treibt mir den Schweiß auf die Stirn 🙂
Steinhauerpfad_0252 Steinhauerpfad_0254Auf meine Frage ob ich die Fotos hier einstellen dürfe bekomme ich ein „OK“
Vielen Dank dafür 😉

Ich muss sagen die kleine Runde hat mir sehr sehr gut gefallen und in erweiterter Form werde ich sie gerne noch einmal gehen. Uwä von Draussen und Unterwegs hat dazu eine Strecke auch einem Wanderbuch. Den Bericht findet ihr unter dem Link oben.

6 Kommentare

  1. Über Wanderberichte aus dem Bergischen Land freue ich mich immer besonders. Sie finden zwar nicht ganz die Resonanz wie Berichte über die Eifel, aber steter Tropfen… 😉
    Und, ehrlich gesagt: Die meisten Ecken des Oberbergischen Landes kenne ich zwar, aber nicht vom Wandern. Mal schauen, ob sich das in den nächsten Jahren ändert. Insofern bin ich für neue Anregungen immer dankbar.

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