Herbstnebel auf dem Fürstenweg – Wildnis – Herbstblätter und Selfies

Nun hätte ich doch tatsächlich fast vergessen diesen Bericht zu schreiben. Ich war so sicher dies bereits erledigt zu haben. Naja, Frau wird alt oder die immer noch aktiven Viren vernebeln mir das Hirn. 😀

Der Fürstenweg 10,8 km Rundweg,  ist ein noch ganz neuer, nicht fertig gestellter und auch noch nicht ausgeschilderter Rundwanderweg aus dem Programm „Romantischer Rhein – Rheinschleifen“ Im Frühjahr werden auch Wanderer/innen ohne GPS Gerät dem Streckenverlauf folgen können, weil bis dahin viele hilfreiche Schilder und Wegemarken montiert werden. Informationen hierzu bekommen Sie auf den Seiten:
Rheinschleifen
Gastlandschaften Rheinland Pfalz

Rheinschleifen/IDEEmedia
Rheinschleifen/IDEEmedia

Nun fragt ihr euch sicherlich warum ich denn den GPS Track bereits habe, den man im Internet noch nicht finden kann? Nun ja, hier im Blog habe ich den neuen Wanderführer zu den Rheinschleifen vorgestellt. Über einen Code im Buch ist der Track auf der Webseite des Verlages erhältlich.

Wir aber wandern jetzt erst einmal los, denn dies hier soll ja ein WANDERbericht werden.

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Waldheim Monrepos 1757 bis 1762 gebaut

Am Schloßmuseum Monrepos in Neuwied starte ich, denn dort befindet sich ein sehr geräumiger Parkplatz (Achtung gegen Mittag ist es am Wochenende dort rappelvoll) Es ist noch sehr nebelig, deshalb werden einige meiner Fotos das herbstliche Ambiente einer sich der Winterruhe entgegen neigenden Natur vermitteln.
Das Schloss Monrepos nennt sich „Schloss für Forscher“, seit einer umfangreichen Sanierung ist im dort angrenzenden Waldheim Monrepos ein Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution unter gebracht.

Im September 2012 habe ich viele der heute auf dem Plan stehenden Wanderwege kennen gelernt, siehe auch Moorbachtal- Schleife von Altwied nach Monrepos, damals wurde hier noch fleißig gewerkelt und erst Mitte 2014 konnte die neue Ausstellung eröffnet werden.

2014 10 26_0056Das Mammut steht für das Thema, an dem hier Archäologen aus aller Welt forschen und arbeiten. Bei Gelegenheit MUSS ich diese Ausstellung betrachten. Mit Kindern hier Unterricht zu unsere Entwicklungsgeschichte zu erleben muss ein tolles gemeinsames Erlebnis sein.

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Monrepos (frz. „Meine Ruhe“), welch ein Name und auch der ist Programm, bei aller Lebendigkeit, die die Kinder hier hinein bringen. Wer diese Ruhe auf einer Wanderung erleben möchte, ist hier gut aufgehoben, hier wo die neue Rheinschleife installiert wird, wo Limeswanderwge, Rheinsteig und Rheinhöhenweg verlaufen. OK ja, ich komme ins Schwärmen und damit liege ich sicher nicht falsch.

Bevor ich endgültig auf dem Wanderweg verschwinde tauche ich kurz auf einen kleinen Erlebnispfad ein, dessen attraktiver Mittelpunkt ein Wunschbaum ist. Viele, viele Kinder und vielleicht auch Erwachsene haben ihre Wünsche in Form von Selbstgebasteltem dargestellt und am Baum befestigt.

2014 10 26_0048Süße Idee, mit dem freundlichen Gefühl im Gemüt geht es weiter, auch der Nebel kann nicht den Hauch von Unmut in mein Wanderherz bringen. Ich streife Schweden- und Küchenhaus, die zum Gebäudekomplex des Schlosses gehören.

Schwedenhaus, es wurde 1888 im skandinavischen Holzbaustil als Jagdschloss erbaut
Schwedenhaus, es wurde 1888 im skandinavischen Holzbaustil als Jagdschloss erbaut
Küchenhaus
Küchenhaus

Damals schon fasziniert von diesen gut erhaltenen Gebäuden, staune ich auch heute. Hier war ich sicherlich nicht das letzte Mal unterwegs.

Beim späteren Lesen des kleinen Wanderführers stelle ich fest, dass ich wie so häufig, verkehrt herum gelaufen bin, wobei mir die Laufrichtung meist wirklich schnuppe ist, wenn die Sonne scheint kann es sinnvoll sein gutes Licht für Fotos mit der Laufrichtung zu bestimmen.
2014 10 26_0073 2014 10 26_0086Der Herbst ist der beste Maler aller Zeiten, unglaublich welche Farben er produziert.

Nun werden die Schönwetterwanderer unter uns möglichweise den stahlblauen Himmel allenfalls mit Schäfchenwolken garniert, vermissen. Kann ich heute wieder einmal nicht liefern. Wenn es mich raus zieht, dann ist das Wetter beinahe wurscht 🙂

Herrliche Wiesenpassagen und Wäldchen wechseln sich ab und bald kommt der Meinhof in unser Gesichtsfeld. Die Sonne kämpft sich zaghaft und später erfolgreicher durch den Nebel, aber so richtig klar soll es heute nicht mehr werden.

Und da es zur jetzt folgenden Strecke nicht so viel zu erzählen gibt, außer dass sie teilweise recht ursprünglich ist, also gutes Schuhwerk außerordentlich nützlich ist, werde ich zunächst eine Reihe Fotos spendieren. Die Wied ist unser Etappenziel und damit die Laubachsmühle, nach deren Erreichen wir L255 überqueren und nun mit den Rheinsteig Logos bergan wandern. Schmale Pfade überwiegen nun.

Wenn ihr die Maus übers Bild führt, gibt es erklärende Texte, soweit sie nötig scheinen.

2014 10 26_0195 Nach wunderschöner Wanderung auf überwiegend Waldwegen erreichen wir Altwied und die Burg hoch oben. Den Besuch spare ich mir, da dort schon einiger Betrieb ist. Mit Spike sind solche Besichtigungen dann selten vollkommen entspannt und ich mag so viel Betrieb nicht so gern.

Wer Interesse an solche Besichtigungen hat, wird allerdings mit einem Wasserfall und einer netten Burgruine belohnt. Bei meiner Erstbegehung in 2012 hat mir die Ruinenumgebung sehr gut gefallen, leider war mir der Zugang damals verwehrt.

Wieder die Wied überquert, dieses Mal über eine steinerne Brücke, lande ich schnell wieder auf Waldwegen, immernoch auf dem Rheinsteig.

Auch dieser Ort ist mir noch aus meiner Wanderung auf der Moorschleife bekannt. Ein neues Schild hat seinen Weg in die Nähe der Rastbank gefunden, darauf steht geschrieben, dass es nicht erwünscht ist, dass der Wanderer oder die Wanderin sich an diesem verborgenen Örtchen erleichtert. Traurig in welcher Wanderwelt manche zweibeinigen Ferkel leben.

Wir ziehen weiter, wieder etwas bergan erst auf Waldwegen, dann hinauf auf die Höhen auf Wiesenwegen. Am großen Gelände des Verschönerungsvereins von Segendorf vorbei, mit den hölzernen Wandersleuten am Wegerand. Ein Insektenhotel, dass nun sicherlich vielen kleinen Tierchen als Winterquartier dient und auch im Sommer fleißig besucht wird und durch reges Summen angekündigt wird.

Meine Lieblingsstrecke für meinen Apfelhunger sind die Streuobstwiesen auf nur noch  kurzer Distanz  zum Schloß Monrepos. Dieses Mal ist mein Rucksack groß und leer und wird mit den am Boden liegenden Äpfeln gefüllt. Ich habe jetzt noch welche und sie schmecken köstlich.

2014 10 26_0293Die Pferde auf der Weide sind sehr temperamentvoll. Der Braune rennt volle Kanne auf uns zu und bremst, indem das Hinterteil ein Stück runter geht und die Hufe in den Boden gestemmt werden, unmittelbar vor dem Zaun. Das schaue ich mir eine ganze Weile an.

Nachdem der Rucksack wieder schwer ist, darf ich noch einmal kräftig bergan zur Skihütte hoch, um dann rechts abzubiegen und nun schnell wieder am Parkplatz des Schlosses einzutreffen.

Das war eine so unerwartet schöne Tour, dass ich mit den knapp 11km vollkommen glücklich und zufrieden war. Keine Ahnung, ob es Nachwanderern ebenso gehen wird, es ist einfach mein persönliches Empfinden gewesen.

Hier noch eine kleine Karte zum Wegeverlauf:
Karte

9 Kommentare

    • Ja Alex,
      so ein wenig märchenhaft fühle ich mich im Nebel meistens und gerade wenn man in den nebeligen Wald hineinschaut und nicht weit gucken kann, dann kann die Fantasie schon mal mit einem durchgehen 😀

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  1. Hallo liebe Elke,
    deine Fotos sind wieder einmaliges schön und ergänzen deinen Bericht, wie das Sahnehäubchen auf der Torte.
    Der Herbst in all seiner Pracht und der Nebel dazu, so muss es einfach sein.

    Ich war wieder gerne mit dir unterwegs und lass‘ ein liebes Danke hier.

    Grüsse dich
    Uschi ❤

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