24 Stunden Moselsteig in Bernkastel-Kues – Tag 1

Seit einiger Zeit beherrscht ein Thema mein Denken und teilweise auch die Blogberichte hier, nämlich die große Wanderung in Bernkastel Kues und die Einladung dort als wandernde Bloggerin teilzunehmen. Hier mein Einstandsbericht: Da geht noch was – 24 Stunden Wanderung an der Mosel

Längere Wanderung, die Anschaffung eines gescheiten Handys und mehrere Meditationssitzungen mit dem Thema „Du schaffst das Elke(Spaaaaß) gehörten im Vorfeld zum Programm.

Zu den Vorbereitungen zu einer längeren Wanderung gehört selbstverständlich auch die kurze Ansagen an Petrus, dass er für diese paar Tage die Gießkanne zur Seite stellt und die Sonne an den Himmel hängt. Das hat auch fast geklappt, danke Petrus. herbst-smilies-03

Samstag, 01. Mai 2015 – Anreise

Nachdem ich Spike bei meiner Enkelin deponiert hatte (Eltern waren auch da, ja) hatte ich noch rd. 2 Stunden Fahrt vor mir, die ich hauptsächlich mit Hören antreibender Musik verbrachte.  Viel zu früh erreiche ich, zeitgleich mit Jörg vom Blog GEWUM und Lahntastisch den Ort, der symbolisch für gewisse Qualen  aber viel mehr noch der erlebten Freuden werden sollte, die Cusanus Grundschule in Bernkastel-Kues.

SAMSUNG CSCNach und nach treffen Organisatoren, zahlreiche Helfer und die eingeladenenen BloggerInnen ein. Karin Hünerfauth-Brixius, die offizielle Vertreterin vonRheinland-Pfalz Tourismus GmbH zeigt den in ihrem Fahrzeug mitgeführten, unterwegs aufgelesenen Gästen noch kurz den Hunsrück, bevor sie den Treffpunkt erreicht 😀 smilie-out-114

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Schnell entstehen Kennenlerngespräche, unsichere Blicke in das ein oder andere Gesicht, wer ist das, dem ich hier gegenüber stehe? Im Grunde ist es mir persönlich ziemlich egal was hinter den Personen steht, denn die Gesichter sind alle so freundlich, die Gespräche locker und entspannt, dass die Frage „welcher Blog ist das gerade“ für mich persönlich erst einmal vollkommen zweitrangig wird.

SAMSUNG CSCDer Shuttlebus wartet bereits auf uns und nach einer kurzen Fahrt landen wir in Starkenburg, wo unsere kleine Wanderung auf dem Moselsteig beginnt, die als Höhepunkt die Grevenburg ansteuert.

Im Bus erhalten wir ein Aktions-T-Shirt, ein paar Wright-Socks (sau bequem) und diverse Werbeartikel, wobei sich hier seba med mit Originalgrößen der verschenkten Produkte schwer ins Zeug legt.

SAMSUNG CSCJanina, die mit diesem Event ihr Praktikum bei der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH beendet, verteilt die Kostbarkeiten. Auch dabei ist eine dicke Infomappe zur Ferienregion Bernkastel-Kues.
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Unterwegs passieren wir auch die noch im Bau befindliche und sehr umstrittene Hochmoselbrücke. Der Anblick ist imposant, das ist mal sicher!

 

Starkenburg

Nach Ankunft in Starkenburg ziehen wir zügig los und schon hier zeigt sich, dass der überwiegende Teil unserer Truppe verflixt fit ist und geländesicher.

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Es wird erzählt, gelacht und spekuliert wie der morgige Tag verlaufen wird. Aussichtspunkte bereichern die kurze Wegstrecke, die das helle Grün des Frühlings trägt, verziert mit unzähligen bunt farbigen Büschen und Blumen. Die Natur hat innerhalb einer Woche einen riesen Sprung gemacht.

An der Burg steht ein Buffet für uns bereit und die ersten Weine werden ausgeschenkt. Zu keiner Zeit, und das fällt mir jetzt erst auf, hatte ich das Gefühl dass die Programmpunkte gehetzt abgelaufen werden. Wir verweilen genussvoll auf dem Gelände der Grevenburg, genügend Zeit zu schauen und Fotos zu machen. Hier ein paar Eindrücke:

Stadtführung Bernkastel Kues

24hMoselsteig_0264 Gemütlich und leicht weinselig wandern wir wieder hinunter zum Shuttle und steuern die verschiedenen Hotels an, in denen wir untergebracht sind. Um Punkt 19 Uhr treffen wir uns am Brunnen Karlsbader Platz. Dort genießen wir eine Stadtführung der besonderen Art.

Der Stadtführer, in Gewand eines Doktors aus dem 14. JH gekleidet erzählt uns eine Legende der schönen Moselstadt:

Im 14. Jahrhundert besucht der Trierer Kurfürst Boemund II. die Burg Landshut und erkrankt. Keiner seiner berühmten Ärzte konnten ihm mit ihren Medikamenten helfen. Ein alter Winzer suchte ihn auf und brachte ein Fässchen Wein mit. Sein Versprechen der Wein werde den Kurfürsten gesunden lassen erfüllte sich. Darauf hin wurde die Weinlage mit dem Titel „Berncasteler Doctor“ ausgezeichnet.

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Lohn für unser geduldiges Zuhören waren Weinproben zweier verschiedener Weine, deren Namen ich vergessen habe. Der Geruch der zweiten Probe hängt mir aber zuweilen bei meinen Gassigängen mit Spike in der Nase. Sprich, er war mir nicht angenehm.

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Abendessen im Alten Brauhaus

24hMoselsteig_0320 Den Abschluss dieses auflockernden Tages bildet ein Abendessen im „Altes Brauhaus“

Gegen 22 Uhr verlegt der überwiegende Teil unserer Gruppe den Aufenthaltsort ins Hotel. Eine ausgedehnte Nachtruhe sollte Grundlage für die morgen anstehende seeeehr lange Wanderung sein.

Mein Doppelzimmer ist riesig mit Fernseher, Kühlschrank und Tresor bestückt. Wobei im Sinne des ungestörten Schlafes der Kühlschrank vom Stromnetz genommen werden musste. Das Ding war Nerv tötend.

Nach einer relativ kurzen Schlafphase gibt es um 8 Uhr ein ausgiebiges Frühstück mit viel Kaffee und gegen 10 Uhr werden wir per PKW wieder zur Turnhalle gefahren. Der Service, der uns geboten wurde war rundum richtig gut!

Tag 2 und die Wanderung bekommen, trotz weniger Fotos, einen eigenen Bericht und der ist hier:  Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Bis dahin vergnügt euch doch vielleicht mit dem Video von Torben, der sein Leiden auf einer 24 Stundenwanderung ausgesprochen lebensnah dokumentiert kicher na das kann was werden 😀

Daniela vom Mohrblog hat einen aktuellen Blogbeitrag zu ihrer Fellnasenwanderung geschrieben, die Tour ist auch nicht ganz unfallfrei abgelaufen. Es lohnt sich zu lesen, da sehr humorvoll. Link zum Bericht

Übrigens, unter den hashtags: #bloggerwandern, #RLPerleben und #24hmoselsteig findet ihr in den sozial media mehr Bilder und Information zu diesem Tag!

11 Kommentare

  1. Sehr interessant 😉 Ich dachte eher, ihr seid einfach „irgendwo“ ausgesetzt worden und hättet dann einfach so lange laufen müssen, bis ihr nicht mehr könnt…aber so wie es aussieht, war bei dem Event ja für ALLE Sinne etwas dabei. Bin schon sehr gespannt auf Tag 2!

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    • Ja Tag 1 war sozusagen zum Betäuben letzter Ängstlichkeiten mit Wein getränkt :-), Futter für die Bodenhaftung und das Grünzeug an den Bäumen für die Meditation. Alles perfekt organisiert.
      Aber die Idee mal Menschen irgendwo auszusetzen ist sehr gut! Mal sehen wer im wilden Moseltal verloren geht und wer den Weg ins richtige Hotel findet 😀

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