Apollinarisschleife mit Erweiterung – Spätsommerfeeling in Wald und Feld

Viele von euch sind sie schon gelaufen, einige werden sie sicher auch ein zweites Mal aufsuchen. Meine erste Begegnung hatte ich im Februar 2014, noch bevor die Rheinschleife in Remagen eröffnet wurde.

Appolinarisschleife_0259Auf der Webseite Romantischer Rhein findet ihr diese und einige andere Rundwanderwege, die es rund um den Rhein gibt. Hier erhaltet ihr Karten zum Ausdruck, Wegebeschreibung und GPS Track, denn mein heutiger weicht vom Original in einigen Teilen ab.

 

Mir haben die angebauten Wege sehr gut gefallen, und so lande ich auf 16km Wegstrecke und rd. 370 Höhenmetern; GPS-Track.

Appolinarisschleife_0014Wir starten wie damals unterhalb der Apollinaris Kirche in Remagen ( „Am Apollinarisberg“). Oben an der Kirche gibt es einige Sehenswürdigkeiten, wie die Gruft der gräflichen Familie und die Tuffsteingrotte.

Fotos vom Innenraum der Kirche habe ich bei meiner Erstbegehung dieses Rundwanderweges bereits gemacht, das spare ich mir heute.
Appolinarisschleife_0017Nach einigen wenigen Fotos steigen wir hinauf zur Figur des Heiligen Franziskus, der oberhalb Remagens zum Schutze der Stadtbewohner platziert wurde.

Appolinarisschleife_0024Irgend jemand hat dem guten Heiligen die Nase weg gehauen, ein Ast ein Rüpel, wer weiß das schon. Zeugen sind allenfalls die Vögel und Eichhörnchen, die hier reichlich anzutreffen sein dürften.
Appolinarisschleife_0025Appolinarisschleife_0026Der Himmel zeigt sich griesgrämig, was ich ihm sehr verüble. Ich habe mir diesen heutigen Donnerstag frei genommen, in der Erwartung Kaiserwetter zu haben, verdient hätte ich es. herbst-smilies-03 Aber solange es nicht stürmt und schneit will ich denn mal gnädig mit Petrus sein.

Appolinarisschleife_0034Das ruppige Wetter hat auch in Remagen erfolgreich Bäume nieder gelegt. Hin und wieder ist also klettern und hopsen angesagt, wobei Spike mir da an Geschicklichkeit eindeutig überlegen ist.

Bald erreichen wir den tiefgrünen Weiher am Waldschlößchen, das nur entlang der gut befahrenen Birresdorfer Str. zu erreichen ist. Das einzige ungünstige Stück Weg, weil mit Hund oder Kind schon recht unangenehm.

Appolinarisschleife_0041Appolinarisschleife_0051Ein unschöner Anblick, dieser Sperrmüllhaufen am Wanderweg. Leute, ist es so schwer die Müllabfuhr zu bestellen?

Hin und wieder treffen wir nach den Starkregen auf reichlich durchgeweichte Wege. Das erwähne ich nicht als Beschwerde, sondern für diejenigen, die nicht so wetterfeste Schuhe auf ihren Touren tragen. Für mich ist das normal.

Appolinarisschleife_0052Appolinarisschleife_0053Sehr grün ist der Wald hier, herrlich erfrischend. Wir nähern uns dem alten  Kopierwerk der IFU = Internationale Film Union. Bis 1996 wurden hier schwarz/weiß Kopien alter Klassiker hergestellt. Das Haus Calmuth, das zeitweise der Reichsjugendführung gehörte und für die Hitlerjugend genutzt wurde. 1946 wurde es an die Film Union verkauft und 2008 an einen Bonner Unternehmer.

Appolinarisschleife_0055Ich bin dieses Mal den Weg hinunter zu diesem Anwesen gegangen und hörte plötzlich einen Schuss. Spike macht einen Satz nach vorn, das hat selbst er, der fast taube Kerl, gehört.

Gänse machen extremen Lärm und als ich das Anwesen erreiche stobt eine Herde Rehwild aus der Deckung eines kleinen Wäldchens.

Ob da eines der Tierchen für den Mittagstisch sein Leben verlor, Spekulationen über Spekulationen. Auf jeden Fall ist das Anwesen imposant, es gefällt mir.
Appolinarisschleife_0060Appolinarisschleife_0067 Appolinarisschleife_0070Appolinarisschleife_0075Zurück auf meiner ursprünglichen Strecke leitet uns das das weiße Symbol auf rotem Grund durch lichten Wald und ja, die Sonne findet den Weg hinunter zu uns.

Überall Lichtreflexe auf den Baumstämmen und nahezu spontan werden auch die gefiederten Sänger in den Zweigen lauter und nachdrücklich, ganz so als wollten Sie die Sonne locken.
Appolinarisschleife_0080Ein warnendes Schild weist mich an aufzupassen, denn die Straße, die wir nun überqueren ist schwer einsehbar. Also Ohren gespitzt und flott hinüber auf den Wiesenweg.

Appolinarisschleife_0082Appolinarisschleife_0092Ich weiß, nun werden wir immer wieder den blauen Himmel über uns sehen können und Spike nutzt die inzwischen trockenen Wiesen, um ein wohliges Wälzen einzuschieben.

Wie sehr liebe ich es, wenn er sich räkelt und sichtlich wohl fühlt. Nur das anschließende Aufstehen, habe ich das Gefühl, dauert etwas länger, als sei ihm schwindelig, nach dieser Rollkur. Solange meine Fellnase mit mir wandert, werdet ihr viele Bilder von ihm sehen. Ich mag nicht daran denken, dass er zwangsläufig irgendwann nicht mehr da ist.
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Wackelpeter in den Beinen?

Appolinarisschleife_0099Ich liebe solche Tage, morgens noch kühl und langsame Erwärmund auf Wohlfühltemperatur.

 

 

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Ein Selfie an der Scheidskopfhütte, dafür nehme ich mir die Zeit, aber ich gebe zu, das Posen ist nicht so meins. Bald bin ich wieder mit Tanja und Conny unterwegs, vielleicht auch mit Iris, dann können die mal schauen, dass sie mich vorteilhaft auf den Chip kriegen 😀

Appolinarisschleife_0114Mit Blick auf die Landskrone wandern wir auf Feldwegen hinunter Richtung Rhein, aber keine Sorge, den sehen wir erst viel später wieder.

Appolinarisschleife_0141An den Maisfeldern säumen riesige Sonnenblumenfelder den Weg. Deshalb folge ich diesem Feldweg auch weiter und schlage einen kleinen ersten Bogen, der nicht zum Rundwanderweg Apollinarisschleife gehört.

Ich liebe Sonnenblumen, deshalb gibt es hiervor auch eine Menge Bilder. Hach brems mich doch mal einer.


Appolinarisschleife_0133Appolinarisschleife_0138 Appolinarisschleife_0149Appolinarisschleife_0140Apfelbäume gibt es hier auch, die Früchte sind aber recht klein und natürlich auch noch nicht reif.

Trotzdem liegt auf den Wiesen schon eine Menge Fallobst.

In den Büschen am Wegrand sitzen Scharen von Singvögeln, die sich jetzt satt essen an den verschiedensten Saaten. Zeternd und immer in großen Schwärmen fliegen sie auf, wenn wir uns nähern, landen direkt drei Büsche weiter, um dann wieder hektisch davon zu flattern. 😀

Im Folgenden ein paar Eindrücke vom Weg, wie ich ihn ging. Eine kleine Erweiterung erlaube ich mir noch und bin froh um die Eindrücke, die ich dabei hatte. Wer offene Landschaften liebt, ist auf diesem Weg wirklich gut aufgehoben.

Auch die Remagener haben einen Milan in ihrem Gebiet binden können, er kreist stumm über den Feldern und sucht offensichtlich nach Beute.

Wir rücken dem Rhein immer näher auf den Pelz, viel sehen wir von ihm nicht, auf diesem Weg. Aus diesem Grund besuchen wir im Anschluss an die vollendetet Runde noch die Rheinpromenade, die wirklich gut gelungen ist, und zur Erholung einläd.

Appolinarisschleife_0204Appolinarisschleife_0217Wieder ein kleines Waldgebiet gewährt uns ein wenig Abkühlung. Bald erreichen wir das kleine Heidegebiet, natürlich gibt es auch davon reichlich Fotos, aber eins muss hier reichen.

Es summt und brummt, Hummeln, Bienen und allerlei Sandbienen tummeln sich in den bunt gefärbten Pflanzen.
Appolinarisschleife_0219Paralell zu einem Radweg verläuft ein schmaler Waldlehrpfad, dem wir folgen, bis wir wieder Felder und Wiesen erreichen. Reichlich Pferde werden hier gehalten.

Übrigens gibt es hier in der Nähe eine Straußenfarm, die aber leider nur am Wochenende und an den Feiertagen geöffnet hat. Teilweise habe ich sie hinter den Buschreihen gesehen, die das Gelände vor neugierigen Blicken abschirmen.

Appolinarisschleife_0222 Appolinarisschleife_0231Appolinarisschleife_0232 Appolinarisschleife_0234Das Siebengebirge hügelt uns immer wieder vor der Nase herum, auch davon habe ich im Verlauf der Wanderung haufenweise Fotos gemacht, teilweise im Dunst liegend. Wir erreichen wieder die Apollinariskirchen und nun liegt sie in schönstem Licht, mit Wattewölkchen. Fotografieren ist hier Pflicht, klar oder?

Appolinarisschleife_0237Appolinarisschleife_0249Appolinarisschleife_0259Apollinarisschleife_0001Herrlich dieses alte Gemäuer, immer wieder fasziniert es mich auf ein Neues. Aber da mein Kaffeedurst sehr groß ist, packe ich die überflüssigen ‚Utensilien ins Auto, wechsle die Schuhe und husch ab geht es hinunter zum Vater Rhein.

Während ich ziemlich verliebt auf das Wasser schaue, läuft ein Ausflugsschiff der KD ein und entlässt die Gäste aufs Festland.

Apollinarisschleife_0002Später schlendern wir langsam zurück zum Auto, erreichen Leverkusen nach nur wenig Stau am Nachmittag. Das war ein rundum gelungener Tag. Da kann ich mich nur bei mir selber bedanken, dass ich mir diesen freien Tag gegönnt habe naja und denen, die uns die gut ausgewiesenen Wanderwege präsentieren, denen danke ich natürlich auch.

IdeemediaRheinschleifenDer Idee media Verlag hat ein Buch zu den Rheinschleifen heraus gebracht, da sind noch reichlich verlockende Wanderangebot gut beschrieben zu erlesen.

13 Kommentare

  1. Hallo Elke

    Eine tolle Tour hast du da erwandert, die steht bei mir auch „irgendwann“ noch an 😀 Mein Hundewurm nutzt im Moment auch jede Möglichkeit, sich das Fell im Gras zu schrubben oder sich einfach nur auf der Wiese zu räkeln 😀

    Danke für´s Mitnehmen 🙂

    Liebe Grüße, Klaus

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo liebe Elke
    die Bilder von deinem Spike kommen mir bekannt vor, wenn auch der Akteur etwas anders aussieht.
    Ich hoffe, dass ich dieses Jahr noch ein paar Touren im Fichtelgebirge und auch im Schwarzwald gehen kann. 🙂

    Viele liebe Grüße
    von Frieder

    Gefällt 1 Person

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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