Die letzten Tage hat es viel geregnet und somit die letzten Erinnerungen an die Sommerhitze aus dem Gedächtnis gespült.

Genau deshalb erfreut es uns sehr, dass der Himmel am Sonntag seine Schleusen schließt und sogar für ein paar Stunden den Heizstrahler anwirft, damit der goldgelbe Herbst auch richtig zur Geltung kommt. Das will genutzt werden.

Energieweg (7)Unsere heutige Tour wird uns nach Gummersbach, an die Staumauer der Aggertalsperre  führen und dort werden wir den orangenfarbenen Schildern folgen, die mit der Nr. 10 über den Bergischen Streifzug Energieweg führen.

Mein GPS Track endet auf 12,9 km mit sanften 325 Höhenmetern.

Der Energieweg bietet dem bildungsinteressierten Erwachsenen und Kindern eine Menge Information. Um diesen Weg zu gestalten haben sich einige Institutionen zusammen getan, als da wären: Stadt Gummersbach,  ZebiO e. V. und BioEnergieDialog Oberberg-Rhein-Erft, der Aggerverband, der AggerEnergie GmbH sowie der Landesbetrieb Wald und Holz NRW.

Die auf dem überschaubar kurz gehaltenen Wanderweg verteilten Informationsstelen vermitteln Information zur Energiegewinnung aus Gegenwart und Vergangenheit.

Energieweg (1)Tanja und ich haben dafür heute nicht so viel Blick, denn unser erklärtes Ziel ist auch geistige Entspannung.

Energieweg (10)FRUWVon der Staumauer aus genießen wir zunächst die herbstliche Stimmung, die sich beim Anblick dieser Farben einstellt.

Energieweg (7)FRUWWer gerne länger in der Region unterwegs sein möchte, dem empfehle ich meinen Bericht zu einer 18,5 km langen Wanderung, die auch die Genkeltalsperre berührt: Sommerbericht

Bald lösen wir uns von diesem schönen Anblick und ziehen wieder zurück auf den Weg. Sehr bald ist klar, heute werden wir nicht alleine bleiben. Zahlreiche Spaziergänger, Hundegassiführer und Biker sind auf dem Rad/Wanderweg.

Es bleibt nur eins, zügig weiter um ruhigere Gebiete zu erreichen. Gar nicht leicht, bei den wunderschönen Anblicken, die sich bieten.

Wir wandern an dem östlichen Ausläufer der Aggertalsperre, die zum Ende hin zu einem schmalen Rinnsal wird, der sich Rengse nennt, ein Zufluss zur Talsperre. Der kleine, nur 5,2 km lange Bach entspringt auf der Homert, die höchste Erhebung (519m) im Bergischen Land (NRW). Von dort oben bis zum Agger- bzw. Rengsearm überwindet die Rengse 179 Höhenmeter.

TanjaTanja hat ihren „Badhairday“ und trägt Mütze, die ihr Farina (Tanjas Tochter) zur Verfügung gestellt hatte. Tanja, die gedeckte Farben liebt, würde diese Kopfbedeckung gerne ihr eigen nennen.

 

Energieweg (20)Wirklich schnell kommen wir nicht weiter, zu schön sind die Sonnenstrahlen und die Umgebung, öhm und ich empfinde Tanja heute wieder als sehr attraktives Fotomodell.

Energieweg (39)Energieweg (48)Wir wenden uns von Agger und Rengse ab und nähern uns auf schönen Wegen dem Ort Lieberhausen mit seiner schönen Bunte Kerke. Es ist viel zu früh für eine Einkehr, also schauen wir uns die Ortmitte an, wandern auf dem gut ausgeschilderten Weg an dekorativ gestalteten Häusern vorbei und schwatzen dabei ohne Pause.

Aus Lieberhausen hinaus gelangen wir auf kurzem Weg, tauschen Asphalt gegen Wiesen- und Feldwege. Gerade die jetzt aufziehenden, sehr dunklen Wolken geben der gesamten Umgebung einen unglaublich intensiven Kontrast.

Energieweg (59)

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Energieweg (67)Sonne ist eine wundervolle Begleiterin, doch dies hier mag ich mindestens ebenso.

Die Zweige der Apfelbäume biegen sich unter ihrer süß/sauren Last. Teilweise sind sie abgebrochen, weil der Wind sie zu sehr gebeutelt hat.

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Energieweg (92)Energieweg (96)Da dies der Energieweg ist, darf natürlich auch das Windrad als Demonstrationsobjekt nicht fehlen.

Tanja schreckt zurück, ich vermute schon wieder eine Schlange in ihrer Nähe und muss doch grinsen, als ich dort lediglich eine Metallspinne wahrnehmen kann.
Energieweg (98) Energieweg (107)Wir erreichen Rosenthal und hören schon von weitem ein paar Hunde, die unseren Besuch anmelden und kurz drauf tauchen sie auch schon auf.

Die Gelassenheit, die diese Tiere mitbringen lässt auch Spike seelenruhig bleiben. Immer wieder schön zu erleben wie harmonisch die meisten Begegnungen ablaufen.

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Energieweg (125)Oben auf dem Schild steht ein Satz geschrieben, den wir beide voll unterschreiben „RESPEKT“ Kein Platz für Rassismus

Lautes Blöken ist zu hören und – rülpsen. Das Blöken konnten wir natürlich zuordnen, nur das dazu gehörige Schaf war nirgendwo zu sehen. Die restlichen, für Nutztiere ungewöhnlichen Geräusche waren nicht zu identifizieren.

Das sollte sich bald ändern. Des Rätsels Lösung steckt in dem Sekunden andauernden Video.

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Es geht idyllisch weiter, der Weg ist herrlich, doch ist es nicht mehr weit, bis wir den Ostarm der Aggertalsperre wieder erreichen werden, um dann das letzte Stück auf Wegen zu wandern, die wir heute mittag bereits gelaufen sind.

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Wir wären nicht die Wanderschnecken, wenn wir nicht an nahezu jedem Busch oder Baumstumpf etwas Schönes sehen würden und so halten wir uns eine ganze Weile am Hang der Talsperre auf, um auf das Wasser zu blicken und Pilze zu fotografieren.

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Energieweg (164)Nachdem wir den Schnitt unserer Wandergeschwindigkeit nun endgültig in die Knie gezwungen hatten, ziehen wir langsam weiter. Hier treffen wir nun auch auf die typischen Fragen bzw. Feststellungen Spike betreffen. Die Sätze ähneln sich auffallend und ich treffe auf sie ca. 10x pro Wanderung „Och der will aber noch wachsen“ Och guck mal der Kleine, ist der süß“ Immer wieder das Erstaunen, wenn Spike sein Alter outet.

Energieweg (176)Wir treffen auf ein Pärchen mit einem jüngeren Rüden und obwohl Spike zunächst zögerlich und etwas müde reagiert, ist dann doch bald ein reges Hintereinanderherrennen in Gang gesetzt.

Prima, so hatte er noch seinen Spaß und der Jungspunt ein wenig Bewegung. Hat wunderbar gepasst.

Und damit ich auch hin und wieder akutell per Bild erscheine, hat Tanja fleißig mit fotografiert. Herzlichen Dank liebe Tanja.

Am Ende noch den Buchen-Streckfuß Rotschwanz. Tanja hat ihr auf dem Wanderweg entdeckt. Ihr zu fotografieren war gar nicht so leicht. Immer wenn ich mit der Kamera von vorn in seine Sichtweise kommt, reckt er sich, als wenn er neugierig wäre.

Aus diesem Krabbeltier wird später ein ganz „profaner“ Nachtfalter.

Angesichts der überschaubaren Streckenlänge, steckte eine Menge Erleben darin. Außerdem stand unsere Mundwerke kaum eine Minute still, wir hatten Unmengen Gesprächsstoff.

Nachdem wir das Auto von Tanja wieder erreichen fahren wir noch einmal nach Lieberhausen und lassen es uns bei Kaffee und einem Gebäck gut gehen.

Das war das Wort zum Sonntag, denkt daran die Uhren umzustellen 🙂

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