Das Siebengebirge und seine Herbstwälder am Asberg

Das Siebengebirge ist besonders im Herbst eine pure Pracht.

Die vielen unterschiedlichen Laubbäume geben der stark bewaldeten Region unendlich viele Farben und die möchte ich genüsslich betrachten, bevor ich mich nur wenige Kilometer weiter nach Linz begebe, um mein neues Auto vorzustellen.

Der kurze G12 Asberg aus dem vielseitigen Wanderprogramm „Siebengebirge“ ist mein heutiger Weg. Mit einigen Schlenkern versehen nur knapp
9 km kurz und
271 Höhenmeter  im Anstieg
, das ist locker am Vormittag zu schaffen.

G12Asberg (1)Ich parke in Vettelschoß an der L 252, in unmittelbarer Nähe zum Forsthaus Reifstein auf dem großen Wanderparkplatz und bin damit sofort auf der Strecke. Ich werde heute auf reichlich breite Wanderwege treffen, das ist mir bewusst, nehme ich in Kauf.

Der Tag ist trübe, reizt nicht so sehr sich auf offenen Flächen aufzuhalten. So genieße ich die bunten Farben des Herbstes, der sich anschickt in die Endphase zu treten. Überall fällt leise das Laub. Die Blätter segeln mit dem lauen Lüftchen eine Weile herum, bevor sie tanzend auf dem Waldboden landen.

G12Asberg (6)Die kühle, klare Luft ist angenehm und gespannt wandere ich, Spike läuft immer ein Stückchen vor mir, auf den Asberg zu, dessen Pfad sich sanft ansteigend in die Höhe windet, bis wir auf 392 Metern Höhe sind.

G12Asberg (11)Hier oben steht ein Gipfelkreuz und ein Briefkasten mit dem Gipfelbuch, das sorgfältig in Schutzfolie verpackt ist. Natürlich trage ich mein Sprüchlein hinein und schaue mich gründlich um.

Eine unglaubliche Fernsicht ist von hier oben möglich, weit ins Land über die farbigen Baumwipfel hinweg.

G12Asberg (13)Nach einem kleinen Eintrag verstaue ich das Büchlein wieder genauso, wie ich es vorgefunden habe, freue mich über die Einsamkeit hier oben, bleibe einen Moment sitzen.

Wenn nicht alles mit Bäumen dicht zugewachsen wäre, könnte ich vermutlich einen Blick auf einen der durch Basaltabbau entstandenen und heute mit Wasser gefüllten Gruben sehen können. Er ist den 1970er Jahren wurde der Abbau eingestellt, weil die Region ausgebeutet war. Um 1881 wurde bereits mit dem Basaltabbau am Asberg begonnen, 1887 eine Seilbahn in Betrieb genommen, die den Transport hinunter zu Rhein vereinfachen sollte.

Heute stehen diese Seen unter Naturschutz, da sich hier Tier- und Pflanzenwelt mit seltenen Arten angesiedelt hat.

G12Asberg (17)G12Asberg (21) G12Asberg (22) G12Asberg (23)Jetzt folgen ein paar Versuche Wege in die Nähe der Gewässen zu finden, nicht alles in abgezäunt. Allerdings sollte ich hier wenig Erfolg haben. Für Spike sind die Dornen übersäten Wege irgendwann nicht mehr begehbar.

G12Asberg (37)Wenn ich mehr auf meine Fellnase hören würde, müsste ich manch unnützen Weg nicht gehen. All zu oft steht der nämlich vollkommen verständnislos an einem solchen Pfad und verweigert das Weitergehen.

Ich vermute, er hat keine Düfte vorangegangener Wanderer in der Nase und erklärt diese Wege somit als unbegehbar. Meist hat er recht 😀  Ich bin jedoch sehr neugierig und erkläre einen Weg erst dann für unbegehbar, wenn ich das selber festgestellt habe.

G12Asberg (29)G12Asberg (32) G12Asberg (33) G12Asberg (34)Eine kleine Aussichtsplattform gewährt einen äußerst spärlichen Blick auf die größte Grube, also hat sich zumindest dieser Abstecher gelohnt.

G12Asberg (41)Irgendwie traurig, die Schönheit der Herbstfarben kommt tatsächlich erst zur Geltung, wenn das Foto auf der gesamten Bildschirmgröße dargestellt wird. So wirkt es klein und weniger tief. Dabei liebe ich solche Wege.

G12Asberg (42) G12Asberg (48)G12Asberg (54)Irgendwann treten wir aus dem Wald und müssen eine ganze Weile an der Staatsstraße entlang laufen. Das ist ein ausgesprochen gefährliches Unterfangen, da hier mit großer Geschwindigkeit gefahren wird und kaum Grünstreifen zur Verfügung steht, der anständig begehbar wäre.

G12Asberg (55)Der Wiedereintritt in den Wald macht dann auch nicht so viel Spaß, weil die menschlichen Säue wieder für wilde Müllhalden gesorgt haben. Das verstehe wer will.

G12Asberg (61)G12Asberg (65)Wir nähern uns unaufhaltsam den Gleisen der Kasbachtalbahn. Vorher dürfen wir noch diese unglaublich schöne Baumallee bewundern. Gigantisch war dieser Blick.

Der Blick zurück auf die Brücke, in dieser Jahreszeit besonders schön. So ein bißchen Herzklopfen entsteht bei solchen Anblicken immer bei mir!

G12Asberg (78)Lautes Rumpeln unterbricht die göttliche Stille, das kann nur bedeuten, dass die Kasbachtalbahn anrollt und tatsächlich, da ist sie.

G12Asberg (82)G12Asberg (84) G12Asberg (92) G12Asberg (97)Kaum ist die Bahn verschwunden, kommt aus der entgegen gesetzten Richtung schon wieder eine. Kurzer Takt!
Bald erreichen wir das Forsthaus Reifstein und den Baumdienst. Unsere Wanderung strebt damit zielstrebig ihrem Ende zu, denn hier haben wir vorhin das Auto abgestellt.  Schön Bunt die Vogelhäuschen und überhaupt 😀

G12Asberg (112)Das Forsthaus Reifstein versteckt sich hinter diesem großen Tor, kann sich aber meinem Blick und Kamera nicht vollständig entziehen.

Im Generalanzeiger Bonn habe ich ein interessantes Detail zu den Bewohnern des Hauses gefunden, die im September 2014 mit einer besonderen Art der Meditation „Menschen, die auf Schweine starren“ Interessenten und Hilfesuchenden zur Ruhe verhelfen möchten. Artikel Generalanzeiger Bonn

G12Asberg (113)Ein erstes Foto von meinem Neuen, später folgen sicherlich mehr!

Insgesamt war diese kleine Runde entspannend und teiweise auch interessant, diente aber ganz ehrlich mehr dem Auslauf von Spike.

Wir fahren jetzt weiter zur Familie in Linz/Rhein. Es sind ja nur noch wenige Kilometer zu absolvieren.

2 Kommentare

  1. Hallo Elke

    Das Siebengebirge habe ich bis heute immer vernachlässigt, das sollte ich wohl auch einmal ändern 🙂 Dann allerdings im Sommer, denn ich kann mit dem Herbst nicht viel anfangen. Ich fühle mich wohler, wenn alles blüht und es in der Sonne nach Harz duftet 🙂

    Hör lieber öfter auf deinen Hund, hätte ich das Vorgestern auch getan, müsste ich nun keine Waschmaschine suchen 😀

    Liebe Grüße, Klaus

    Gefällt 1 Person

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