Spike verändert sich

Schon im vergangenen Jahr gab es Situationen, die längere Pausen nötig machten, weil Spike nicht mithalten konnte. Er lag dann wie ausgeknipst im Gras. Der Zeitpunkt, den ich schon bei seiner Integration in meinen Haushalt befürchtet hatte, ist gekommen.

„Der erste Schritt in Richtung Veränderung ist Erkenntnis. Der zweite Schritt ist Akzeptanz.“ – Nathaniel Branden

Vor drei Jahren

Ja so ist es, ich habe Spike aufgenommen, weil ich es nicht ertragen hätte, dass er nach elf Jahren bei seiner Vorbesitzerin in gänzlich fremde Hände kommt. Einen Hund anzuschaffen hatte ich jedoch nie geplant, eben weil ich mich dadurch in manchen Teilen meines Lebens eingeschränkt fühle.

Wandern ist für mich ein ungeheuer wichtiger Ausgleich zum Berufsleben, dem Dauersitzen am Computer. Die Bewegung, die Eindrücke in der Natur, das viele Grün, Vogelgezwitscher, Rauschen der im Wind sich bewegenden Bäume, plätschernde Bäche, rascheln im Laub, wenn Amseln sich Nistmaterial suchen, das keckernde Eichhörnchen, der Ruf des Bussards und der Milane….alles was es in der „Stille“ der Natur zu hören ist.

Spike hat mich mit seiner ungeheuren Lebensfreude überrascht, als ich ihn vor rd. drei Jahren übernahm. Sehr schnell lernte der etwas aus der Form gekommene Rüde über quer liegende Baumstämme zu springen, steile Pfade zu erklimmen und sich mir anzuschließen. Auch mit Tanja und Conny hat er sich sehr schnell angefreundet.

Ankommen WPneu

Veränderungen

Bei mir daheim änderte sich sehr viel. Plötzlich hatte ich wieder Tag für Tag die Aufgabe mich um ein Lebewesen zu kümmern, aber auch dem etwas sturen Charakter eines Beagle/Hovawart Mix mit Konsequenz gegenüber zu treten.

Für einen Menschen mit Panikstörung und Depression eine gewaltige Aufgabe und ich kann nur sagen, es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe den schwarzen, liebenswerten, vor Vergnügen brummenden und schnarchenden Gesellen in mein Leben zu lassen.

Ich bin nicht gesund, aber wacher geworden. Ich nehme ihn wahr, wenn auch sicher nicht wie jemand, der sein Leben lang Hunde hatte und der mit gesundem Gemüt durch die Landschaft läuft.

Jetzt kommt die Phase, vor der ich von Beginn an Angst hatte.
Spike wird richtig alt, er verändert sich, er verändert dadurch auch mein Leben.

Und wieder Veränderung –

„Es gibt nichts, das von Dauer ist, außer die Veränderung selbst.“ – Heraclitus

Spike hört nur noch sehr wenige Geräusche, erschrickt schneller, wenn er denn mal etwas wahrnimmt. Seine Augen lassen scheinbar auch nach und er wird schneller müde.

Seit einem Überfall zweier großer Hunde auf ihn, aus der er eine Bisswunde davon trug, weicht er großen Hunden aus. Ich muss ihn an die Leine nehmen, weil er vor Panik aus dem Impuls heraus weglaufen könnte. Zeitgleich blafft der sonst so gelassene Spike gerne auch mal einfach so los, wenn ihm eine Hundeschnauze nicht passt.

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Spike wie ausgeknipst, viel zu viel unterwegs gewesen

Kürzlich kam jemand mit einem Trolley, diesen kleinen Koffer hat er wohl als Artgenossen wahrgenommen. Fliegende Blätter fixiert er manchmal wie die Eichhörnchen, die den Baum hochrennen.

Zeitgleich erwischt mich eine so starke Bewegungseinschränkung, dass ich Sorge habe ihm nicht mehr genug Trainingsmöglichkeiten für seine Muskeln und Gelenke geben zu können. Für mich sind an manchen Tagen Strecken von 2km mit höllischen Schmerzen verbunden.

Da Spike keinem Stöckchen oder Bällchen über länger als 5 Minuten hinterher läuft, habe ich nicht mal so die Chance ihn in Bewegung zu halten. Fahrrad kommt für mich keinesfalls in Frage. Also im Moment bremsen wir uns gegenseitig aus.

Es fällt mir ungeheuer schwer mir vorzustellen, dass meine Wandertätigkeit eine Pause erlebt. Es fällt mir ungeheuer schwer Spike demnächst zu Hause zu lassen und alleine loszuziehen. Daran kaue ich jetzt schon eine ganze Weile.

Tja wer weiß, vielleicht kommt ja einem von euch eine tolle Idee.

Es grüßt euch, die etwas ratlose Elke mit dem immer noch schlafenden Spike

 

30 Kommentare

  1. Hallo Elke, helfen kann ich Dir gar nicht. Ich kann mich nur bedanken für Deine vielen Bilder und Beiträge. Immer wieder erinnern sie mich hier im flachen Norden Deutschland an meine wunderschöner Heimat das Rheinland.
    Wünsche Dir Kraft die dunklen Dinge durchzustehen und Freude alles erleben zu können
    Winfried

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  2. Ihr Lieben, die ihr so rege Anteil genommen habt.
    Vielen, vielen Dank für eurer Feedback.

    Heute morgen 5 Uhr habe ich unter Mühen meine Matratze umgedreht, weil ich nicht schlafen konnte und eine Delle in der Mitte mir bewusst machte, eine neue wird fällig.

    Während ich da so angestrengt gegen diese blöden Schmerzen ankämpfe kommt Spike an und gräbt, wie so oft, seine Schnauze in mich hinein. Immer wieder guckt er hoch zu mir, während ich sein weiches Fell streichle und dann überkommt mich eine Sturzflut von Gefühlen.

    Eine unendliche Dankbarkeit für diese treuen Augen, für seine Begleitung durch dick und dünn, sein unerschütterlich liebevolles Gemüt. Es kommt Angst auf, mehr denn je, dass er gehen könnte – ja klar er wird irgendwann gehen.

    Es wird mir auch klar, dass er viel wichtiger ist als jede Wanderung und jeder Wanderbericht und ja das weiß ich, sonst hätte ich das überragende Angebot „Eine Woche Hugenotten- und Waldenserpfad“ angenommen. Das ist ein Traum, so ein Angebot.
    Ich mag ihn nicht eine ganze Woche abgeben, ganz egoistisch.

    Ich mag nicht einen Tag ohne ihn sein.

    Vielleicht ist es vermessen zu glauben, ich sei das Beste für ihn, im Augenblick, jetzt da er älter wird und schutzbedürftiger.

    Ich habe lange nicht mehr geheult, heute morgen scheint sich das Tränenmeer endlich aus mir gelöst zu haben. Manchmal sind Schmerzen auch zurück gehaltene Tränen. – OK, esoterisch!

    Diese Gedanken und Gefühle gehören noch zu diesem post, finde ich.

    Liebe Grüße
    mein schon wieder schnarchendes Fellknäuel und ich

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  3. Liebe Elke,
    eigentlich kann ich dir wenig Ratschläge geben, auch wenn wir selbst zwei ältere Hunde haben, die aber nicht mit wandern gehen, sondern nur ihre normalen *Gassirunden.
    Ich kann deine Sorgen aber sehr gut verstehen und wenn es Tier und Mensch grad nicht so doll geht, ist es noch etwas komplizierter *seufzzzz
    Aus Erfahrung und auch der einschlägigen Literatur weiß ich allerdings, dass Hunde wesentlich mehr schlafen würden/möchten, als wir Menschen es uns vorstellen wollen.
    Es dürfte also nicht all zu schlimm für Spike sein, wenn du ohne ihn losziehst und wie alles, ist auch das nur eine Frage der Gewohnheit.
    Mist ist es aber trotzdem, gell Elke 😉

    Ich drück dir alle Daumen und wünsche euch zwei Lieben,
    dass ihr die beste Lösung finden werdet…

    Alles Gute,
    ❤ Uschi

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    • Ich mache mir wohl viel zu viele Gedanken, liebe Uschi,
      und sollte das einfach auf mich zukommen lassen.
      Momentan sind wir ja beide ziemlich wanderuntauglich, wer weiß wann und ob sich das wieder ändert. Die Tatsache, dass wir die Hunde oft mit zu viel Aktionen von ihren natürlichen Schlafgewohnheiten abhalten, habe ich ja auch gelesen.
      Ach es tat einfach gut diese vielen freundlichen Kommentare zu lesen und zu wissen, ich bin da gar nicht alleine, mit den Gedanken und Fragen zu diesem Thema.

      Einen lieben Gruß in den Süden und jetzt schon ein tolles, aktionsreiches (wie ich dich kenne) Wochenende
      Elke 😉

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  4. Liebe Elke,
    du könntest viel mit Nasenarbeit ausgleichen auf kürzeren Spaziergängen, das hält deinen Spike im Alter fit und ist eine natürliche Beschäftigung.
    Ist er es gewohnt einige Stunden alleine zu bleiben, wirst du sicherlich auch noch Wandern können. Vielleicht kann jemand in deiner Nachbarschaft als Tiersitter einspringen, wenn du länger unterwegs bist.
    „Alte Hunde sind gemütlich wie alte Schuhe. Sie mögen ein bisschen aus der Form geraten sein, aber sie passen hervorragend.“ (Bonnie Wilcox)
    Liebe Grüße
    Claudia

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    • Guten Morgen Claudia;
      auf unseren kleinen Spaziergängen hängt Spike ohne Pause mit der Nase am Boden. Reize hat er dort enorm viele, wie mir scheint. Es kommt hier auch keine Langeweile auf.
      In der Wohnung haben wir unterschiedliche Spiele wie z.B. eine kleine Kiste, die ich mit Papier gefüllt habe und in einigen dieser Papierschnitzel sind Leckerchen eingewickelt.
      Daran hat er eine diebische Freude, ebenso wie das Leeren des Jogurt Bechers, den er anschließend restlos zerlegt.
      Ich denke, dass ich meine Skrupel ablegen muss, und die etwas längeren Strecken ohne ihn gehen. Er kann gut alleine bleiben (objektiv gesehen) der pennt ja fast den gesamten Tag.

      Ich glaube diese kleine Panik wird mich immer wieder ereilen, entspringt aber eher meiner übertriebenen Sorge 😉

      Einen ganz lieben Gruß, liebe Claudia
      Elke

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  5. Liebe Elke, ich kann Deine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Ich habe mich auch sehr hilflos gefühlt, als ich mit ansehen musste, wie unser Hund immer älter und kränklicher wurde bis es dann nicht mehr ging. Aber wie Du schon schreibst, Leben ist Veränderung und dazu gehört auch Akzeptanz, die traurigen Dinge zu akzeptieren. Dass Du besorgt in die Zukunft schaust ist mehr als verständlich. Aber das Leben liegt im Augenblick. Und der Augenblick ist genau jetzt, in dem Spike und Du Euch beide ganz doll braucht. Gib Euch beiden Zeit und die Ruhe füreinander da zu sein. Alles wird sich finden. In solchen traurigen Sitauationen denk ich immer an Oskar Wilde: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ Alles Liebe, Simone

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    • Ja Simone so ist es, ganz genauso wie du es beschreibst
      Manchmal verliere ich den Faden und den Blick auf den Augenblick.

      Schon aus diesem Grund bin ich froh mir die Seele frei geschrieben zu haben und so viele tolle Antworten erhalten zu haben.
      Es ist die Nähe und aus dieser Nähe entstehende Angst etwas verlieren zu können. Diese Angst ist aber unnütz, sie hilft nicht, sie bremst aus.

      Einen lieben Gruß an Dich
      Elke

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  6. Hallo Elke,
    da geht es unserem alternden Wanderhund Sam ja doch ähnlich mit seinen 13 1/2 Jahren. Er hört nicht mehr gut – besonders bei Kommandos – und sehen ist auch nicht mehr wie früher. Er scheint auf einem Auge ziemlich blind zu sein.
    Es ist schon zwei oder drei Jahre her, seitdem ich mit ihm laufen war. Als ich ihn ständig hinter mir her gezogen hatte, reifte der Entschluss nicht mehr mit ihm zu laufen. Seit einiger Zeit hat er Arthrose und kann Schubweise nicht mehr viel machen. Er knickt um und fällt quasi auf die Nase, steht aber direkt wieder auf und trappelt weiter. Das Aufstehen fällt ihm schwer und auch die Treppen hoch laufen. Runter geht dagegen deutlich besser.
    Durch unsere Kleine Hexe ist er wieder etwas lebendiger geworden, die fordert ihn schon heraus. Er lässt sich aber viel gefallen. Wenn der schottische Kauknoten ihm aber wichtig ist, dann legt er auch schon einmal die Pfote drauf. Pech gehabt, Fame. Ansonsten stibitzen sie sich den Kauknoten gegenseitig. Es ist zum Schreien komisch!
    Ein zweiter junger Hund/Hündin war der Wunsch von Martina. Sie ist da und fordert viel Aufmerksamkeit ein, da haben wir selbst immer wieder das Gefühl, dass der Sam dem nachstehet. Aber er ist immer noch die Nummer 1 der Beiden.
    Schon länger steigt er mit einer Rampe ins Auto ein. Raus geht es noch so. Das ist auch oft lustig.
    Er ist halt auch alt und da braucht er mehr Ruhe und keine langen Strecken. Nach 5km ist er platt. Solange wir aber die Möglichkeit haben, soll er ruhig täglich 2-3 km laufen, denn nur rumliegen ist zwar angenehm, aber so schön ja dann doch nicht. Außer er bekommt Streicheleinheiten. Am Bauch ist das ja ungemein angenehm!

    Ihr werdet Euch schon einig werden, Spike zeigt Dir ja schon, was geht. Gib ihm Zeit zur Erholung, lass ihn schnuppern, unser Sam wird sich sicher mal zu Tode schnuppern… Das renkt sich ein!

    Viele Grüße, Bernd

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    • Ja die beiden sind ja gleich alt.
      Spike hat gute und schlechte Tage, auch mit seiner Sehkraft. Athrose hat er bisher vermutlich nicht und wenn dann nur wenig ausgebildet. Hin und wieder knickst er ein bisschen ein, manchmal humpelt er ein wenig, vor allem wenn er weniger Bewegung hatte, wie augenblicklich.
      Bei Futter wird Spike auch energisch 😉 da darf niemand ran.

      Ich möchte zunächst keinen Hund mehr, oder doch? Mag sein, dass ich in ein extrem großes Loch falle, wenn er nicht mehr da ist, davor habe ich Angst.
      Eine Rampe, ja die brauche ich auch, gut dass du mich erinnerst, da wollte ich doch mal recherchieren, was für uns passt. Die mühselige Kletterei ins Auto möchte ich ihm auch langsam ersparen.

      Meditativ schnuppern, ja das tun unsere Jungs beide.
      Irgendwie wird diese Zeit auch stemmbar sein 😉

      Ich danke dir für deinen Zuspruch und für die lustige Schilderung vom Verhältnis der beiden unterschiedlichen Fellnasen.
      Elke

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  7. Hallo liebe Elke,

    ich kann dir nachempfinden, wie es dir geht. Am 1. Juni wird es zwei Jahre, dass unser Maxl es nicht mehr geschafft hat, wir mussten ihn einschläfern lassen.
    Übrigens hatten wir auch versucht, Maxl in einen Bollerwagen zu setzen. Das hat nicht geklappt. Er wollte sich nicht durch die Gegend fahren lassen. Er ist aus dem Bollerwagen herausgesprungen.
    Ein bissel Massage ist bestimmt gut für deinen Spike. Ich glaube, die Tiere merken jede Zuwendung, die wir ihnen gewähren.
    Vielleicht helfen Spike auch ein paar kleiner Spaziergänge, einfach mal so ums Eck herum.

    Ich wünsche dir und deinem Spike trotz der gegenwärtigen Umstände noch eine schöne Zeit.
    Viele liebe Grüße und Knuddler für euch Beide von
    Frieder

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  8. Liebe Elke,

    deine Worte für Spike sind mir sehr nahe gegangen und ich musste beim Lesen immer wieder auf den schlafenden Cabo blicken. Er ist jetzt 8 Jahre, zwar noch immer topfit, aber die Gedanken „Was wenn“ kreisen des Öfteren in meinem Kopf. Und die Zeit wird kommen, in der auch ich mich mit dem Thema auseinandersetzen muss. Die Hauptsache für mich wäre, dass Cabo noch an meiner Seite ist. Da schränke ich mich gerne für ihn ein und stecke freiwillig zurück.

    In meinem Freundeskreis ist ein Hund, der ist dieses Jahr 17 (!) Jahre alt geworden und für dieses hohe Alter noch extrem gut drauf ist. Klar, er begleitet uns seit 1,5 Jahren nicht mehr auf Wanderungen, denn das kann er definitiv nicht mehr. Der Hund hat aber das „Glück“, dass sein Herrchen auch nicht mehr so gut zu Fuß ist und so immer jemand für ihn da ist, während mich meine Freundin mit ihrem jüngeren Hund (8 Jahre) begleiten kann. Was ich aber bei dem alten Kerlchen immer wieder feststelle, ist, dass er total zufrieden ist. Er dreht morgens seine kleine Runde und dann schläft er den restlichen Tag.

    Wir Menschen machen uns viel zu sehr verrückt. Ich glaube Spike ist total happy, wenn du morgens mit ihm eine für ihn angemessene Runde drehst und dich dann, sobald du selbst wieder gesund bist, zum Wandern aufmachst. Es müssen ja dann keine Tagestouren mehr sein. Aber 14 Kilometer schafft Spike auch schlafend ohne dich. Im Urlaub nimmst du ihn wie gewohnt mit und er bleibt auf dem Zimmer und kann ruhen. Weißt du, wie ich das meine? Guck mal bei den Bilderbummlern auf den Blog. Ihr Hund Skar ist jetzt auch in die Jahre gekommen und ich finde, die beiden haben eine tolle Lösung für sich und ihren Hund gefunden. http://bilderbummler.de/urlaub-mit-hund-oder-alter-hund-was-nun/

    Mach dir nicht allzu viele Sorgen. Anhand deiner Bilder kann ich sehen, wie viel Abwechslung du Spike auch Zuhause bietest. Und wenn du meinst, er hat zu wenig Bewegung, dann gehe mit ihm zur Physiotherapie. Lass dir dort ein paar Tipps bzw. Übungen an die Hand geben, wie du seinen Muskelapparat und die Gelenke auch in den eigenen vier Wänden altersgerecht fördern und fordern kannst.

    Drück dich!

    Viele liebe Grüße
    Silvana

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    • Puh Silvana
      da sind so viele hilfreiche Gedanken für mich dabei.
      Im Grunde kann ich dankbar sein, dass mir mein Körper momentan auch die rote Karte zeigt. Diese Zeit sich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen habe ich genau JETZT.

      Ja hier zu Hause haben wir prima Wege gefunden kleine Spiele zu machen und einen Teil seines Futters im Spiel einzubinden. Er ist mit großer Begeisterung dabei und das mit sehr einfachen Mitteln. Manchmal werfe ich auch hier in der Wohnung einfach nur winzige Futterbröckchen, denen er dann hinterher hechtet. Für Futter tut der fast alles.

      Ja, wir machen uns verrückt, das ist halt das hohe Verantwortungsgefühl für so ein sehr abhängiges Wesen, dass sich seine Situationen ja nicht aussuchen kann.

      Der Tipp mit der Physio ist klasse, ich spüre bei Spike in den Schultern eine größere Wärme, wenn ich ihn da krabble. Ich denke seine Gelenke tun ihm auch hin und wieder weh.
      Es wird Zeit für den Schongang und nur noch seltenere längere Runden.

      Einen ganz lieben Gruß an Cabo und Dich
      Elke

      PS die Bilderbummler schaue ich mir jetzt gleich mal an 😉

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  9. Da hat Michael wohl recht, der Spruch sagt alles. Du hast deine Situation mit Spike allerdings mit sehr schönen Worten beschrieben. Und mit viel Liebe für dein Haustier. Man wünschte, dass es jedem Haustier so gut ginge wie Spike. Er hat und hatte ein gutes Leben bei dir, lass das ein Trost sein. Selbst bin ich Katzenbesitzer; unser 19 Jahre (!) alte Kater ist nun seit Wochen am ‚erlischen‘; er hat offenbar keine Schmerzen, zwischendurch auch mal bessere Tage, wird aber immer dünner und schwächelt dahin, dass es einem weh tut hinzugucken. Wenn er einen dann morgens begrüßt und um Essen bettelt, freut man sich, dass es er noch da ist. Wer kein Haustier hat, versteht das nicht. Oder versteht es nur zu gut und hat deshalb keins. Kann auch sein. Auf jeden Fall wünsch ich euch noch viel Freude miteinander, sei es beim Wandern, beim Gassigehen oder beim Zuhausesein. Liebe Grüße (und gute Besserung), Guido.

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    • Oh ja mit Katzen ist mir das auch schon so ergangen. Unsere Minka ist fast 21 Jahre alt geworden und irgendwann konnte sie nicht mehr ins Katzenklo, es kam auch nichts mehr, fressen ging auch nicht mehr. Der letzte Gang zum Tierarzt war so schwer.

      Eine andere Katze ist friedlich in meinen Armen, bei Vogelgezwitscher auf dem Balkon eingeschlafen. Sie hat von einem Tag zum anderen beschlossen den Heimweg anzutreten.
      Dieses Erlebnis werde ich niemals vergessen.
      Das Altern und sterben gehört zum Leben dazu und manchmal denke ich, dass nur sehr starke Menschen das aushalten können (dabei empfinde ich mich oft als so schwach)

      Meine schwarze Schnarchnase liegt hier und spürt bestimmt, dass wir über ihn schreiben 😉

      Viel intensive Momente mit euren Kater wünsche ich euch noch, und vor allem die Kraft ihn irgendwann gehen zu lassen, wenn er Schmerzen bekommt.

      Einen lieben Gruß
      Elke

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  10. Hallo Elke, leider ist das der lauf der Zeit. Spike könnte man doch in eine art Bollerwagen reinsetzen, bzw irgend ein nicht sperriges Gefährt auf Rollen 🙂 Vielleicht wären Inliner oder was ähnliches auch für dich mal zu überlegen, man wendet ja viel weniger Kraft auf, und kann sich gleiten lassen, am Rhein Mosel oder Ahr geht das ja Prima. Also irgend etwas mit rollen, was euch beiden Spaß bereiten könnte.

    Evtl könnte jemand so ein Gefährt für ihn anfertigen, dann kannst ihn hinter dir her ziehen, oder vor dir schieben oder so, darin könnte er sich ausruhen bzw schlafen, und du könntest weiter gehen 😉

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  11. Ach Elke,
    ich kann Dir das soooo gut nachfühlen, was Du da gerade mit Spike erlebst. Ich habe hier ja auch 2 angehende Senioren und allein die Tatsache, dass eines Tages der Punkt kommen wird, wo ich entscheiden muss, entweder das Wandern einzustellen oder die Hunde zuhause zu lassen, bereitet mir einiges an Kopfschmerzen 😦
    Egoistischerweise haben wir gerade aus dem genannten Grund heraus, dass unsere beiden Fellnasen ja zeitgleich 11 werden, gerade Kontakte geknüpft und das Programm „Zukunft“ gestartet.
    Es tut weh zu sehen, wie der einst so agile Hund langsam „ungelenker“ wird, er Probleme bekommt und ihm einfach die Knochen schmerzen. Sowas möchte man nicht sehen, aber es gehört dazu. Dazu gehört aber auch die Veränderungen, die amüsant sind. Wenn der Hund im Körbchen liegt und schnarcht, dass sich die Balken biegen 😉
    Ich geniesse es, ihnen zuzuhören. Gerade die letzte Nacht hatte Momo einen heftigen Traum und hat geknurrt und gewufft – das war soooooo schöööööööööööön 😉
    Aber einen guten Tipp, wie man Spike noch lange an deinen Runden teilhaben lassen könnte, habe ich leider nicht. Mir fiele einzig so eine Art Bollerwagen ein, aber den müsstest Du ja dann ziehen. Würde Spike zwar guttun, aber Dir umso weniger.
    Das ist das Leid eines jeden Hundebesitzers, dass er sich mit dem Thema auseinandersetzen muss – früher oder später. Aber um eines kannst Du Dir gaaaaaaanz sicher sein: Du hast Spike in den letzten 3 Jahren soviel wundervolle Erlebnisse verschafft, die er anders wohl nicht erlebt hätte. Manch ein anderer Hund würde was darum geben, bei Dir wohnen zu können 😉
    Ganz liebe Grüße und knuddel mir den „Dicken“ mal ordentlich 😉

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    • Menno Volker,
      jetzt könnt ich ja so losheulen 😉

      Du hast es auf den Punkt getroffen. Dieser Knuddelbär, der seinen Kopf ganz tief in einen versenkt, der die Knuddeleinheiten mit wohligem Brummen belohnt und der schnarchend in seinem orthopädischen Bettchen liegt und schnarcht und träumt.

      Ja, all das ist es wert einen Begleiter wie ihn im Leben zu wissen.

      Ja, die Bollerwagenvariante kommt eher nicht in Frage. Ich denke irgendwie wird sich das Leben einfach dieser Phase anpassen lassen, aber es fällt mir unfassbar schwer.

      Ich knuddele ihn von dir und hab Dank, vor allem für die letzten Sätze, die tun soooo gut!

      Liebe Grüße an dich, deine Frau und die tierische Rasselbande (hi hi und die zukünftigen)

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  12. Hallo Elke, ja das ist traurig mit anzusehen, wie es einem Gefährten schlechter geht, mit dem man so viele gemeinsame Erlebnisse hatte. Für mich war es auch schwer vor ein paar Jahren.
    Dein zitierter Spruch beschreibt eigentlich alles.

    Alles Gute

    Michael

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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