Sonniger Obstweg in Solingen

Der heutige Ausflug führt mich nach Solingen Obenrüden. Der Solinger Obstweg soll heute in meine Sammlung aufgenommen werden.

  • Start/ Ziel: Obenrüden 72, 42657 Solingen (Gaststätte Rüdenstein)
  • Streckenlänge: 7,5 km
  • Höhenmeter: 160 m
  • GPS Track

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Eigentlich kenne ich beinahe jeden Meter der heutigen Strecke, bin ich sie doch schon in etlichen Versionen gewandert. Heute belasse ich es bei der verhältnismäßig kurzen Originalroute des Obstweges und erfreue mich an der kühlen, frischen Luft, dem hoch stehen Gras und dem Gebabbel der tierischen Vertreter dieser Region, als da wären, Kühe, Schafe Pferde und Unmengen Federvieh.

Der kleine Ort besticht das freudige Fotografinnenauge mit wunderschönen Fachwerkhäusern. Sie stehen hier wohl geordnet und immer mit herrlichen Vorgärten.

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Wir wenden uns jedoch nach rechts, entfernen uns langsam vom Haus Rüdenstein. Mit Blick auf unser beider Verfassung lassen wir heute das Denkmal des Rüdenstein unbesucht und flanieren lieber in Richtung Wupper.

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Links der Helle erinnert mich an den Knochenbrecher Hanken
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Müsste mal frei geschnitten werden. Noch kann man gut lesen.

In Busch und Bäumen, gut versteckt, hört man das Jungvolk um Futter betteln. Der Lärm, der aus so winzigen Schreihälsen ertönt ist schon erstaunlich.

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„Arbeiter der Welt, die Zukunft ist Dein“

Ist das heute noch so?

Die Tafel beschreibt die Anfänge der Industrie an der Wupper und die rührende Geschichte vom treuen Rüden, der seinen Herrn rettet. Ein nächstes Mal werde ich den treuen Rüden, bzw. sein Denkmal wieder aufsuchen.

Heute lasse ich mich aber von der Landschaft verzaubern, ohne Druck hier oder dort hin zu müssen, einfach genießen.

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Dort, wo die dunkel gefärbten Bäume stehen, fließt die Wupper.

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Wer sich hier niederlässt schaut in die Zweige der Trauerweide.

Gut verborgen und in aller Stille hier sitzen, das sanfte Plätschern des Flusses hören, vielleicht in der Ferne noch spielende Kinder und das Bellen eines Hundes, der zum abendlichen letzten Spaziergang mit Fraule unterwegs ist.

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Diese Gedanken habe ich, während wir hier unter diesem großen Baum stehen.
Zeit…….. Zeit ist ein kostbares Gut, das genutzt werden will. Nicht immer in Betriebsamkeit, sondern auch um das Leben zu spüren.

Ebenso still wie die Weide wirkt die Kehrseite des Restaurant Rüdenstein, an dem wir nun vorbei wandern. Es ist noch geschlossen,wirkt sauber, aufgeräumt und sehr ansprechend.

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Auf der Außenterrasse möchte ich nachher noch einen Kaffee trinken.Wir ziehen weiter Richtung Untenrüdener Kotten. Verschmitzt schauen die kleinen Fenster zwischen dem Efeu hervor. Den bunten Kontrast schenken die Blumenkästen auf dem Fensterbrett.

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An der Wupperbrücke wenden wir uns nach rechts. Erinnerungen an meine Touren am Haus Fähr entlang werden geweckt. Sie waren ebenfalls himmlisch, etwas naturnäher als der Beginn der heutigen Runde. Der Obstweg wird uns zu Beginn seines Verlaufes viel Asphalt unter den Pfoten bescheren.

An der alten Schule vorbei wandern wir weiter und erreichen „Haus Rüden“ ebenfalls eine Gaststätte in der die Einkehr lohnt. Heute ist es erheblich zu früh zum rasten also ziehen wir weiter.

Die richtige Abzweigung verpasst wandere ich, ohne es zu merken, wieder zurück zum Startpunkt. Nun, das kann mich nicht erschüttern, denn manche Ansichten hätten zu einem späteren Zeitpunkt in der prallen Sonne gelegen, und so hatte ich günstiges Licht.

Zudem hatte ich den netten Herrn auf der Bank nicht angetroffen. Schon fast an ihm vorbei spricht er mich an, mit Blick auf die Kamera und schwupps waren wir in ein anregendes Gespräch verwickelt.

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OK, die Schule hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht schon wieder sehen dürfen, ein klares Zeichen für einen kleinen, überflüssigen Schlenker in meiner Route.

Also kehrt Marsch und die kleine Strecke wieder zurück. Der freundliche Herr grinst, als wir wieder an ihm vorbeiziehen 😀

Ein abgebrochener Baum hat sich fürsorglich über die Bank gelegt, so dass niemand mehr Platz nehmen kann.

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Ein wenig wird mir nun der feste Boden unter den Füßen zu viel. Ich sehne mich nach Wiesenwegen, muss mich jedoch noch ein Weilchen gedulden. Wir durchstreifen Friedrichstal, ebenfalls mit hübschen Häusern verziert.

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Die Walnussbäume tragen Früchte, versprechen schon jetzt für den Spätsommer eine reiche Ernte. Im vergangenen Jahr haben mir meine Beutezüge Vorräte für den gesamten Winter beschert.

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Endlich Wald, endlich weiche Böden. Das erfreut auch Spike, der plötzlich wie ein Häschen hoppelt und sich sichtlich freut.

Dieses alte, noch mit Lehm verputzte Haus habe ich schon so oft gesehen. Anders als bei den voran gegangenen Touren muss ich jetzt bergan, an dem alten Gebäude vorbei.

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Oben angekommen falle ich mehr oder weniger auf die für mich bereit gestellte Bank. Ziemlich aus dem Training alte Dame 😀

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Nach eine Trinkpause wandern wir langsam weiter. Meinen Apfel teile ich schwesterlich mit Spike, der in letzter Zeit eine ziemlich dreiste Art entwickelt an Futter zu gelangen. Altersstarrsinn?

Tief einatmen, diese würzige Luft der Gräser.

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Wir werden vom Apfelsymbol, das uns über die Wege leitet, auf einen schmalen, bergan führenden Pfad gezwungen. Wieder haben unsere Lungen zu tun.

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Spike der alte Knabe, läuft mir aber in der Kühle des Waldes immer noch den Rang ab. Der Schlawiner. Ein wenig erleichtert stelle ich fest, wir sind oben.

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Links von uns liegen riesige Erdbeerplantagen. Selber sammeln ist hier angesagt. Na das ist eine tolle Sache, nur leider noch zu früh und für eine erneute Anreise zu weit von daheim.

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Da hat jemand seinen Wanderschuh quasi an den Nagel gehängt oder an den Zaun, wie man will!

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Die Wege sind jetzt weich und angenehm, so mag ich das! Wenn dann noch links und/oder rechts solche schönen Ensemble zu sehen sind, dann ist das Wanderglück perfekt.

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Es wechselt nun angenehm zwischen Häuschen, Wald- und Wiesenwegen, bis wir wieder in Untenrüden ankommen.

ObstwegSolingen (149)Jedes Mal wenn ich dieses Häuschen sehe, habe ich das Verlangen etwas in den Rucksack zu stecken, also einzukaufen. Dieses Mal gebe ich nach und erwerbe mir 6 Eier von Grünlegern, einer besonderen Hühnerart, die grüne Eier legen. Der Geschmack ist für mich als „Nichtexpertin“ nicht von anderen Eiern zu unterscheiden.

ObstwegSolingen (160)Hach das macht doch Spaß 😉

Wir zockeln weiter durch den Ort, dann wieder an der Wupper entlang, mit Blick auf die schönen Fachwerkhäuser und landen ganz bald wieder am Haus Rüdenstein.

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Dort schnabbuliere ich eine Waffel und einen Milchkaffee und Spike seine obligatorische Portion Hundefutter und ein Tässchen Wasser.

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Gerne kommen wir wieder, denn das Ambiente ist ganz nach meinem Geschmack.

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Wer die bergischen Landschaften liebt, wird diesem Obstweg den Asphalt haltigen Anteil verzeihen können. Mir hat es gefallen, bei so viel Fachwerk und landwirtschaftlichen Flächen ist das auch kein Wunder.

Es grüßen euch
Elke und Spike

4 Kommentare

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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