Es liegt nicht nur Natur am Wegesrand – Wegwerfgesellschaft

So idyllisch, heil und sauber wirkt dieser wunderschöne Weg im Harz. Der Farn steht hoch, die Wege wirken aufgeräumt.Urlaub Harz 2015_0864

FRW_3639_1506Viele Wege, insbesondere diejenigen, die zum Brocken führen, sind bewusst so angelegt, dass die umgebende Natur unberührt bleibt. Viele Regionen sind unter Naturschutz gestellt und doch finden sich gerade an solchen Wegrändern oft Unmengen an Papiertaschentüchern.
Die Endmeile zum Brocken hoch ist geradezu übersät von solchen „Schmuckstücken“.

Das sieht nicht nur sehr hässlich aus, es dauert auch seine Zeit bis diese Hinterlassenschaften verrotten, hier oben in der kalten Luft noch viel langsamer, als an mit Sonne verwöhnten Plätzen.

Wer im Wald also seine vermeintlich unschädlichen Papiertaschentücher hinter einem Baum hinterlässt, verwöhnt die Natur gleich mal für mindestens 3 Monate, meistens um einiges länger mit dieser parfümierten Zierde.  Verwöhnt Frau sich gar mit einem Feuchttuch, dauert es noch länger.

Ich habe schon an meinem eigenen Kommentar schluckend zusehen müssen, wie Papiertücher nach dem Nase putzen im hohen Bogen in den nächsten Busch flogen. Ja, ich bin feige und kommentiere das nur innerlich, aber vielleicht erreicht es ja die richtigen Menschen und die machen sich dann Gedanken.

Ich selber war mir nicht bewusst, dass Bananenschalen und die schützende Hülle unserer Südfrüchte wie Mandarinen und Orangen solch lange Zersetzungszeiträume aufweisen (2-4 Jahre je nach Liegeort) , außerdem sind die meisten Zitrusfrüchte stark mit Pestiziden behaftet.

Leider finde ich im Internet höchst unterschiedliche Angaben zur Verrottungsdauer, sicher ist allerdings, dass Abfälle nicht in die Natur gehören. Und selbst Papiertaschentücher verrotten nicht rückstandsfrei, weil sie reißfest gemacht werden und mit Papier nur selten noch etwas zu tun haben.

Im Rahmen der Bloggerwanderung im Westerwald haben wir dieses nützliche Utensil erhalten. Kleine Beutel für Restmüll. Die finde ich sehr praktisch und deshalb erhalten sie einen Platz in meinem Rucksack, direkt neben den Kotbeuteln für die Hinterlassenschaften meines Vierbeiners.

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Ich bin mir auch nicht zu schade kleinere Abfälle fremder Menschen mitzunehmen und sie im nächsten Mülleimer zu entsorgen. Das ist mir die Umwelt wert.

Wie oft ist z.B. die Kottüte nur knapp gefüllt, da passt dann gut noch ein Papiertaschentusch oder eine leere Zigarettenschachtel hinein. Bei mir im häuslichen Umfeld ist das ein ganz normaler Vorgang geworden.

Wir sind alle gefragt und können dazu beitragen, dass wir etwas Natürlichkeit erhalten, in unseren Straßen aber ganz besonders in der Natur, wo Tiere  an so mancher menschlicher Hinterlassenschaft schon ernsthaft Schaden genommen haben.

 

In diesem Sinne „Bis bald im Wald“ – ist geklaut! 😀

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Liebe Elke, ich gebe dir vollkommen recht. Es nervt echt ab wie sorglos der „Naturfreund“ so alles in die Umgebung wirft. Alles einsammeln und dann in dessen/ deren Wohnzimmer schmeißen! 🙂 Sowas geht mir häufig durch den Kopf! Dir noch einen schönen Sonntag! LG Simone

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