Zwischen Baumwipfel und Anemone – Manuel Andrack und die Drohne

Das neanderland, das wissen nur wenige, wird von einem Netz an Wanderwegen durchzogen und dies erklärt sich, wenn Mann oder Frau auf eine Freizeitkarte schaut.

Die großen und bekannten Wege, Bergischer Weg und neanderland STEIG ganz vorn im Rennen und dazu unzählige kleinere Strecken- oder Rundwanderungen finden sich auf der Seite  www.neanderland.de

Im Laufe meiner Wanderjahre 2011 bis heute habe ich insbesondere das weiße „n“ auf rotem Untergrund sehr oft gesehen und auch fotografiert. Den Wegepaten und ständigen Begleiter dieses Weges,  Manuel Andrack,  sah ich bis zum 21. Juni 2016 nur auf Plakaten auf einem  Weg,  oder auf Fotos in seinen Wanderbüchern.

Das sollte sich ändern, denn vollkommen unverhofft erhalte ich eine Nachricht von Yasmin, Assistenz Touristisches Marketing neanderland.

Zitat: „hätten Sie ganz spontan Lust und Zeit, morgen bei einem Kinospot-Dreh mit Manuel Andrack auf dem neanderland STEIG hinter die Kulissen zu schauen und darüber zu bloggen?…..“

Spontan ist gut, spontan sage ich auch zu und fahre am folgenden Tag nach Wülfrath zum Schlupkothen. Zu diesem Zeitpunkt liegt ein erster Dreh an der Düssel, nahe dem Neanderthal Museum, schon hinter der kleinen Gruppe.

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Der Schlupkothen ist ein renaturierter Steinbruch, aus dem in den Jahren 1898 bis 1960 rd. 45 Millionen Tonnen Kalkstein abgebaut wurde. Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist eingezäunt. Reptilien und Amphibien haben hier ihr geschütztes Zuhause gefunden, bis zu dem Zeitpunkt an dem jemand beschließt den Steinbruch wieder wirtschaftlich zu nutzen.

 

M_Andrack_Schlupkothen (4)
Gib eine Beschriftung ein

Das Team des  Zoom Entertainment, Julia und Jasmin vom neanderland  und Manuel Andrack sind schon vor Ort.

Meine Güte bin ich nervös. Die Wellen des kalten Wassers, in das ich mich selber geworfen habe, schlagen erstmal über mir zusammen. Typisch 😉

 

Das gesamte Team ist locker drauf, für mich, mit Blick nach oben, erstaunlich.

Das Wetter ist eher suboptimal, Regenwolken schweben unheildrohend über dem Szenario, die Wetter App wird stets im Auge behalten. Immerhin soll für die Aufnahmen, die den Schlupkothen und Manuel Andrack zeigen, eine Drohne nach oben geschickt werden. Die mag „nass“ aber nicht besonders 😀

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M_Andrack_Schlupkothen (42)Vorteil des bewölkten Himmels ist eine gute Sicht auf den Kontrollbildschirm der Drohnenkamera.

Hier wird kontrolliert ob die Drohne auf ihrer Reise auch alle gewünschten Details anfliegt und vor allem in der vorgesehenen Art und Weise. DAS ist nicht einfach!

Der Hauptdarsteller sitzt gelassen auf seinem Firstmanplace und signalisiert so gar keinen Termindruck. Puh, ob ich so geduldig wäre?

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Auf die Frage, ob ich ein Interview wolle, komme ich wirklich ins Schleudern. Von gestern auf heute Fragen ausdenken, die nicht schon durch seinen Blog oder die Bücher beantwortet wurden, das ist mir nicht gelungen und so druckse ich ein wenig herum und verschiebe das Ganze auf später.

Also eine Karriere als Journalistin  kann ich wohl knicken, aber das dachte ich mir schon!

OK, er liest also weiter, während sich die Jungs vom Filmteam mit dem Drohnenflug beschäftigen und meine Wenigkeit sich dem Fotografieren hingibt.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit wird mit dem ersten Dreh begonnen.  Jacke und Rucksack gehören zur Wanderausstattung. So hergerichtet betritt unser Star die Bühne. Wie die aussieht könnt ihr auf einem Foto weiter unten sehen.

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Die Kamera unter der Drohne hat Rundumsicht und muss sehr genau auf den Darsteller ausgerichtet werden. Dies aber bitte, ohne den Zaun mit auf dem Bild zu haben.

M_Andrack_Schlupkothen (48)Aus diesem Grund steht Manuel Andrack künstlich hoch, ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen.

Das Bauwerk, dass den kostbaren Wanderer tragen soll, sieht zwar nicht besonders vertrauenerweckend aus, hält aber ohne zu knurren den Belastungen stand.M_Andrack_Schlupkothen (73)

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An diesem Tag nur Spökes im Sinn
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Wer hier der Chef im Ring ist, kann unmöglich übersehen werden 😀
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Er hier sieht mit dem Kameraauge. Das Schlimme ist, man sieht nicht was er sieht, es sei denn Frau schaut auf den Kontrollbildschirm.
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Kritisch wird der erste Spot betrachtet (rechts im Bild Julia und Jasmin) Im Hintergrund Manuel Andrack, der oft auch  für Geduld bezahlt wird.
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Die Dame mit dem roten Haupthaar durfte Herrn Andrack das Gesicht pudern. Spezielle HD-Schminke wird  verwendet, damit das Antlitz keine Schatten wirft.
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Eine Beschwörung des Federviehs im Steinbruch bringt Regen, statt  erhoffter Sonne. Herr Andrack, Regen und Sonne kommen von oben, demnächst also die Blickrichtung wechseln.
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Das wenige Sonnenlicht wird mit dem Reflektor eingefangen und auf den richtigen Platz gelenkt.
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Das sieht doch schon gut aus?
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Während der neanderland STEIG- Pate das Auf- und Absteigen auf sein Podest übt, lasse ich noch einmal meine Blicke über die grüne Wasseroberfläche des Steinbruches schweifen

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Es regnet, die Pause nutzen wir für ein Gruppenfoto
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Und noch einmal wird es kurzzeitig trocken, also hinauf mit dem professionellen Wandersmann

Ich habe nicht mitgezählt wie oft die Drohne gestartet ist, es waren sehr viele. Der Spot wird gerade 20 Sekunden lang über die Kinoleinwand flimmern.

Für diese 20 Sekunden Filmmaterial wenden das Filmteam und die restlichen Beteiligten schon alleine vor Ort rd. 5 Stunden auf.

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Die Schuhe sind der Knaller, musste ich einfach mal fotografieren!
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Rechts im Bild der Schicksalslenker der Drohne. Drohnenflug und Kameraeinstellungen zu koordinieren, stelle ich mir ziemlich kompliziert vor.

Petrus beschließt für den Rest des Tages Wasser zu schicken und da ich reichlich Aufnahmen auf meinem Chip habe, verabschiede ich mich von den immer noch gelassen wirkenden Teilnehmern.

Fortsetzung des Projektes folgt am Standort Saubrücke, bzw. Eulenkopfbrücke in Velbert an einem sonnigeren Tag. Ich denke das packe ich in einen gesonderten Artikel.

 

5 Kommentare

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