Essen – Kettwig – A1 Wanderweg – Schloss Hugenpoet

Vor einiger Zeit habe ich bei Dreharbeiten für einen Kinospot mit Manuel Andrack zugeschaut und im Vorfeld eine kleine Runde über den lokalen Wanderweg A2 in Kettwig gedreht. Zu dem dazu gehörenden Erlebnisbericht gab mir Jürgen vom Blog Wanderwegewelt (am Niederrhein daheim) den Tipp mir doch den A1 anzuschauen.

Genau das tat ich einen Tag später, allerdings verlängerte ich meine Tour um ein Stück, weil ich mir die Ruhrpromenade in Kettwig genauer anschauen möchte.

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Ich starte also an der wunderschönen Ruhrpromenade, die morgens in der Frühe noch eher von den Wassertieren und vereinzelten Hundehaltern samt Leinenende beherrscht wird. Es ist beeindruckend ruhig, immerhin befinden wir uns – das darf man aber in Kettwig nicht laut sagen – in Essen.

Kettwig ist ein sehr alter Ort, der mit seiner südlichsten Lage des Gesamtstadtgebietes, schon fast dem Bergischen Land zugerechnet werden kann, und das zeigt auf die örtliche Bebauung. Viele der schmucken Fachwerkhäuser entstammen aus dem 14. Jahrhundert.

1857 wurden Kettwig die Stadtrechte verliehen. 1975 wurde Kettwig eingemeindet und damit ein Stadtteil von Essen. Ein herber Schlag für einen so schönen und stolzen Ort.

Einmal Kettwig, immer Kettwig, so äußerte sich ein guter, inzwischen verstorbener Freund. Hierher kehrt ein mit dem Ort verbundener Mensch immer wieder gerne zurück, das durfte ich auch in einem Gespräch mit einem älteren Ehepaar erfahren.

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Thetis, ein zum Restaurant und Cafe´umgebautes Schiff

Doch den Ortskern werde ich mir später erst ansehen, zunächst gilt mein Interesse der Ruhrpromenade.  Ein ganzes Stück hinter die Eisenbahnbrücke führt mich mein Erkundungsgang. Diesen Weg erfahre ich dann aus beiden Laufrichtungen.

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Ein Blick auf den Mühlengraben kann wirklich bezaubern. Diesen Anblick habe ich bisher nur in der dunkeln Jahreszeit gehabt, jetzt in der vollen Sommerblüte präsentiert sich dieses Ambiente in seiner ganzen Schönheit.

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In einem kleinen Bogen erreiche ich den Leinpfad, den ich nun eine Weile unter den Wanderschuhen haben werde.

Zunächst erblicke ich die inzwischen fertig gestellte Uferpalais am Kettwiger Ruhrufer. Nach 42 Jahren als Ruine erstrahlt die ehemalige Tuchfabrik der Firma Scheidt im fürstlichen Glanz. Eigentumswohnungen bis zu einer Größe von 200 m²  wurden hier errichtet. Auch dieses fertiggestellte Ensemble habe ich heute erstmalig gesehen.

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Die Ruhr schimmert immer wieder durch die schöne Uferböschung. Die Kormorane langweilen oder sonnen sich auf den Bojen. Still ist es. Ich stelle mir vor wie es wäre, hier mit dem Rad unterwegs zu sein. Ehrlich gesagt, diesen etwas gerade geratenen Weg würde ich auf dem Rad sogar lieber erkunden 😉

Noch vor der Brücke biege ich rechts in einen Feldweg ab. Von nun an zeigen sich mir öfter die Naturwege und das erfreut mein Wanderherz.Kettwig_A1_Ruhrpromenade_0116

Über der Ruhrtalbrücke kreist ein Polizeihubschrauber, scheucht die Krähen auf, die sich auf den Feldern satt fressen wollen.

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Blick auf die andere Ruhrseite

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Wer nun schon erschöpft ist, kann einkehren

In ein kleines Wäldchen am Icktener Bach wandere ich und genieße die sonnigen Lichtspiele. Ein wenig gruselt es mich mal wieder, Spike ist ja nicht bei mir. Ob das je aufhört, dieses Unbehagen?

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Leider viel zu flott stehe ich wieder auf Kettwiger Straßen.

Die passiere ich recht schnell und erreiche so bald ein kleines Windbruchgebiet.

Auch das ist jedoch schnell durchwandert. Gut bei einer Gesamtstrecke von nicht einmal 10 km nicht weiter erstaunlich. Der Rest meiner heutigen Tour führt mich durch Kettwig und damit durch eine ganze Reihe Erinnerungen.

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Ich möchte mich jetzt nicht mit einzelnen Häusern befassen, sicher ist, ein Besuch dieses schnuckeligen Örtchens mit sehr schönen Restaurants und Cafe´s lohnt auf jeden Fall. Einige exclusiven Bekleidungsgeschäften kann Frau (am besten mit gut gefüllter Geldbörse oder einem großzügigen Gatten) auch noch in Augenschein nehmen.

Im Anschluss an diese interessante und lebendige Runde fahre ich auf dem Heimweg noch zum Schloss Hugenpoet. Bilder gibt es unter der Karte!

Erstmals erwähnt  wird Hugenpoet 778. Mehr zur ereignisreichen Geschichte bekommt ihr hier: Webseite Hugenpoet

Ich finde das Ensemble wunderschön, würde mir aber gut vorstellen können, wenn der Eingangsbereich ein wenig mehr geschmückt würde. Der gesamte Außenbereich wirkt etwas vernachlässigt. Das kann aber auch ein ganz persönlicher Eindruck sein, andere Menschen mögen zu anderer Einschätzung kommen.

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Insgesamt hatte ich am heutigen Tag wunderbare Eindrücke. Für den Tipp möchte ich mich ganz herzlich bei Jürgen bedanken.

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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