Bergischer Streifzug Bergbauweg

Im Mai 2012 wanderte ich schon einmal auf den Pfaden des Bergbauweges und diese Erinnerung trieb mich zu einem erneuten Besuch. Wenn ihr tiefer gehende Informationen zu meinen damaligen Eindrücken erlesen wollt, schaut doch vorbei: Bergbauweg – Das Bergische

Am Bahnhof Hoffnungsthal startet diese kleine Runde, die mit nur wenigen Höhenmetern ein entspanntes Wandern zulässt. Für ÖPNV Nutzer ist das ein großer Vorteil hier einen Anfang zu finden.  Wer mit dem Auto anreist, kann auch an den Tennisplätzen/ bzw. Sportplätzen parken, die auf der Route gestreift werden.

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Natürlich gehe ich auch heute entgegen der vorgeschlagenen Laufrichtung ;-), so habe ich die verlockende Stadtmitte mit Eiscafe´ am Ende der Tour. Mein Start ist, wegen der vollkommen überfüllten Parkplätze am Bahnhof, der Sportplatz Rösrath.

An diesen Sportplätzen vorbei führt auch der Wanderweg mit dem Symbol der Bergischen Streifzüge, dieses Mal die Nr. „15“

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Sanft sind die Wiesenwege zu meinen Füßen, es ist eine Wonne hier unterwegs zu sein.

Oben auf den Wiesen grasen ein paar Pferde, die kaum einmal den Kopf heben, so vertieft sind sie in ihr Tun. Es riecht herrlich nach Kräutern, als ich an Gärten vorbei komme.

Einmal die Gleise überqueren und ein Waldweg lädt zum entspannten, und vor allem kühlenden Wandern ein. Kleine Gärten, einer mit einem kleinen Teich, befinden sich auf meiner rechten Wanderseite 😉

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Und wieder wechselt die Landschaftsform sich in Wiese. Ich mag diese wechselvollen Eindrücke, die die Natur hier noch haben kann.

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Ich mag mich immer noch nicht satt sehen am „drüsigen Springkraut“
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Wie lange mag dieses Tor schon ungeöffnet vor sich hin stehen?
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Und wieder Waldwege, still, kühl und einladend

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Wir sind unter dem Thema „Bergbau“ unterwegs. Was brauchten die Bergbaubetriebe für Roh- und auch Endprodukte ganz dringend? Richtig, Transportwege, sie die hier paralell verlaufende Eisenbahntrasse.BergischerStreifzugBergbauweg-(45)BergischerStreifzugBergbauweg-(46)

Wellig präsentiert sich dieses Waldgebiet, lose verteilt kleine Untergewächse. Einzelne Blüten laden Schmetterlinge zum Nektarsüffeln ein und der Einladung folgensie gerne.

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Breite Wege sind bisher eher die Regel, und hier darf es auch ein asphaltierter Weg sein.
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Wer kann einem Weg böse sein, wenn die Sonne scheint, links und rechts Büsche und Bäume dem Sommer die Farben geben?

Am Ortsrand von Bleifeld tauchen wir bald wieder auf Wiesenpfade ab. Über das grüne Gras wandere ich auf kurzem Weg wieder in einen Waldabschnitt. Bleifeld ist erreicht.

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Pizzeria Bleifelder Hof! Hier war später richtig gut was los, Einkehr also sicherlich noch immer empfehlenswert. Das Ambiente ist auch sehr schön.
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Es folgt eine Weile auf Asphalt ohne besondere Eindrücke, trotzdem angenehm

Wieder im Wald wird es gleich wieder heimelig. Es ist erstaunlich wie hell das Blattgrün teilweise noch ist, während der Königsfarn bereits erste stark braune Farben aufweist.

Der Herbst klingelt schon an der Tür, das ist unverkennbar.

Durch die Bäume erahne ich die Erddeponie Lüderich und als ich so bei Tante Google schaue, da entpuppt sich diese Deponie als AVEA Betrieb (Leverkusen), ein riesiges Gelände, auf dem schwer geschaufelt wird.

Na und, was finde ich bei Wikipedia?

„Oberhalb des Golfplatzes hat man mit Gefälle in Richtung des ehemaligen Zentralschachts und Auguststollens eine Erddeponie für Bodenaushub eingerichtet. Weil man auch Rostasche der Leverkusener Müllverbrennungsanlage ablagern wollte, kam es in der Bevölkerung zu Protesten. Eine illustrierte Zusammenfassung über die Ereignisse hat die Bürgerinitiative „Das Sülztal stellt sich quer“ im Internet veröffentlicht.[3]“

Nicht mehr weit und ich erreiche das Gelände des Golfclubs Am Lüderich. Im Bistro könnte ich, wenn ich wollte, einkehren.

Lieber schaue ich mich jedoch ein wenig auf dem Golfclubgelände um, soweit gestattet, denn die Rasenflächen sind für Outsider tabu 😉

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Göttliche Ausblicke

Der Förderturm des ehemaligen Erzbergwerkes ist denkmalgeschützt. Dort wurde bis 1978 Blei und Zink gefördert und ist beliebtes und gern besuchtes  Wahrzeichen des Golfclubs.

Nachdem ich mir eine ausgiebige Runde über das Terrain gegönnt habe, geht es weiter.

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Erinnert mich an…. keine Ahnung, aber nicht an das Bergische LAnd
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Über diese merkwürdige Absperrung habe ich mich vor 4 Jahren schon gewundert. Rechts vom abgeschlossenen Tor kann Frau bequem durchlaufen (Mann sicher auch)
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Und ich wüsste gerne was das da ist. Oben ist ein Loch drin und das ist sehr unheimlich!
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und weil ich ein Angsthase bin, habe ich die Kamera nur rein gehalten und geknipst
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Da hätte jetzt auch ein Bär drin sein können, oder? Schnell weg hier!
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Eine Viehtränke? Könnte auch ein Überlaufbecken gewesen sein. Auch hier, keine Ahnung!

Jetzt wird es leicht mediterran. Die Böden teilweise sandig und vor allem trocken. Heide und Kiefer stehen immer wie Brüderlein und Schwesterlein.

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Wir nähern uns dem Förderturm des ehemaligen Franziskaschachts.

Eine Stele informiert über Funde, auf die man stieß, weil ein Baum umfiel. Bei Grabungen im Jahr 2000 wurden 16 Gruben und 13 Pfostenlöcher und sie fanden Reste von Öfen. Dies wurde als Beweis gesehen, dass bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. römische Legionäre Erz abbauten ( Gelesen im Buch, das ich am Ende des Artikels vorstellen werde)

Ich erreiche kurze Zeit später den Förderturm. Dort steht eine weitere Stele mit Informationen zum Schacht. Außerdem gibt es da eine Art Leierkasten, den man mit längerem Drehen der Kurbel zum singen motivieren kann.

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Wirtschaft und Gemeinde tun sich zusammen, um Sinnvolles zu schaffen!

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Diese Treppe fand ich, nachdem ich ein winziges Stück weiter den Weg nicht hinunter gehen wollte, der war soooo steil. Die Wegebetreiber hatten diese Mühsal auch nicht vom Wanderer erwartet und haben diese Gehhilfe gebaut!
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Wurzelwege, wie ich sie liebe!!!!

Eine ganze Weile darf ich noch über diese wunderbaren Wege laufen, bevor ich mich Hoffnungsthal wieder nähere.

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Stelen informieren erneut. Dieses Mal über die noch erhaltenen Bauten aus der Bergbauzeit.

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Durch einen kleinen Park erreiche ich bald die Ortsmitte, verkneife mir das Eis, weil ich heim zu Spike möchte. Ein nächstes Mal werde ich das aber nachholen.

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Ich hatte auch heute einen wunderbaren Wandertag, nach nur kurzer Weile über innerörtliche Straßen erreiche ich wieder den Parkplatz.

Ein Buch zu den Streifzügen, sofern nötig, ist im Bachem Verlag erschienen, ein weiteres im Conrad- Stein Verlag.

 

Bergisches Land: 24 Wanderungen Bergisches Land (Outdoor Regional)

 

 


Die Bergischen Streifzüge

24 Themenwege durch das Bergische Land

Guido Wagner
J.P. Bachem Verlag

 


Der Bergischer Panorama Steig

von Guido Wagner
J.P. Bachem Verlag

 

2 Kommentare

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