Naturweg Kahle Pön und Geologischer Rundweg Düdinghausen – Sauerland

Es ist schon eine Weile her, dass ich mit Spike im Sauerland auf gleich zwei Wanderwegen unterwegs war. Heute finde ich endlich Gelegenheit und Zeit ein paar Worte, mit Bildern untermalt, an euch weiter zu geben.

Informationen zu den Rundwegen

    • Start/ Ziel: Wanderparkplatz Kahle Pön (Über die Straße „Zum Pön“ in Düdinghausen ortsauswärts folgen und einmal rechts abbiegen und geradeaus direkt zum Parkplatz.)
    • Naturweg Kahle Pön (5,5 km) + Zuwegung
    • Geologischer Rundweg Düdinghausen (7,1 km) + Zuwegung
    • Gesamt-Streckenlänge: 14 km
    • Höhenmeter: 430 Meter
    • GPS Track
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Wanderparkplatz Kahle Pön

Beide Wege starten am gleichen Wanderparkplatz und so bietet es sich an, diese zusammenzulegen. Sie können einzeln oder als acht gewandert werden. Wobei es mir immer sympathischer ist ein Thema für sich zu erwandern.

Das Sauerland ist leider eine ordentliche Strecke von meiner Heimat entfernt, die Anbindung per Autobahn (und das ist für das Sauerland sehr gut) endet über die A1 und A46 bei Bestwig und schickt mich dann noch gute 30 Kilometer über Land.

Trotzdem, hin und wieder drängt es mich die Anfahrt in Kauf zu nehmen, so auch Mitte August 2016 – Ja das ist eine ganze Weile her.

Naturweg Kahle Pön

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Naturweg Kahle Pön

Ich weiß, im Sauerland sind die Wanderwege oft gut ausgebaut, das heißt breit und geschottert. Dafür punktet die Landschaft mit traumhaften Aussichten, die ich gleich von Beginn an genieße.

Die Sonne gibt alles, es ist endlich Sommer und meine körperlichen Einschränkungen haben sich ins Nichts verflüchtigt, es macht solch eine gute Laune zu wandern.

Ehrlich gesagt kann ich nicht so sehr viel zu diesem Wanderweg schreiben. Er verläuft mitten durch die Natur, bietet reichlich Abwechslung durch die Aneinanderreihung von Wald, Wiese und später auch Heide. Ausblicke so zahlreich, dass ich teilweise kaum vom Fleck komme, so schön sind sie.

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Ich höre mindestens ein Wildschwein und bekomme etwas Panik
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Dann wird der Wald lichter und schnell ist auch das Grummeln im Magen verschwunden

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Ein klein wenig Wald und dann gleich wieder dies hier!
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Ich bin so glücklich hier sein zu dürfen!

Wir sind nun am höchsten Punkt unserer kleinen Tour. Hier oben, auf den Hochheiden des Sauerlandrückens blühen die ersten Heidesträucher.

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Naturschutzgebiet Usseler Heide. Die Heide ist ein schützenswertes Gesträuch, immer öfter treffe ich auf meinen Wanderungen auf solche unter Schutz gestellten Flächen
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Absolute Wandermodells, finde ich!
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So herrlich!!!!! Sommer eben!

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Der Sauerland Höhenflug begleitet uns zeitweise, auch ein Weg dem ich über einige Etappen gerne folgen würde.

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Spike wird langsam müde, er braucht eine Pause

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Ich fühle mich wie in einem Märchenland

Wir erreichen das Usselner Kreuz mit Aussicht auf Usseln/Willingen. Natürlich trage ich mich in das Gipfelbuch ein. Hier oben rasten wir eine Weile, die Stille verführt geradezu zum träumen, sodass es eine Weile dauert, bis wir uns wieder auf den Weg machen.

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Diese Mischung zwischen weit sehen können
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und knuffigen, kuscheligen Waldwegen, ist ein Traum

Und bevor wir den Parkplatz erreichen, schmiegen sich die treuen Augen der Rinder in mein Herz. Sie sind so unglaublich schön, die Augen, die Gesichter, das ganze Wesen!

Nur ganz schnell neues Wasser aus dem Auto in den Rucksack gepackt und gleich ziehen wir weiter auf den


Geologischer Rundweg Düdinghausen

Wie schon oben beschrieben startet auch dieser Weg am Wanderparkplatz Kahle Pön.

Der Charakter dieser Wanderung ist anders als die voran gegangene, mehr von Wald geprägt und befasst sich mit dem Thema „Geologische Eigenarten“ der Region.

Ich habe nicht alle Steinbrüche aufgesucht, die dieser Rundweg anbietet, weil meine Kondition und auch die von Spike, noch nicht ausreicht längere Strecken unterwegs zu sein.

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Mystische Wald-Licht-Spiele

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„Moment, komme gleich….“

Kirchen-Steinbruch

Gerkes Steinbruch

Nicht nur die Steinbrüche sind interessant, auch die Wege zwischen ihnen sind herrlich und vor allem abwechslungsreich. Wir erreichen den

Borghagen Steinbruch

Spannend zu sehen, wie die verschiedenen Erdfalten durch Druck zusammen geschoben und aufgestellt wurden. Das zu sehen fasziniert mich immer wieder.

Wir wechseln nun ein wenig das Thema und begeben uns auf den

Historischer Kreuzweg aus dem Jahr 1859

Das Ziel ist, wie es bei Kreuzwegen der Fall ist, eine Kapelle, bzw. hier eine denkmalgeschützte neugotische Kirche. Dort oben haben wir nicht nur eine besonders tolle Aussicht, sondern auch heiratswillige Gesellschaft.

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Blick auf Düdinghausen
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Auferstehungskapelle
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Auferstehungskapelle

Dankenswerter Weise haben die Hochzeitsgäste mir einen Moment ungestörten fotografierens gegönnt. Ich spute mich und wandere flott weiter, das Brautpaar wird jeden Moment erwartet.

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Der eigentliche Startpunkt meiner heutigen Runde, aber am Genuss tut sich nichts, wenn man wie ich, den Weg am Wanderparkplatz Kahle Pön beginnt. Hach und überhaupt, hier guckt man wieder so schön auf herrlich verlaufende Wege.

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Blick auf die St. Johannes Baptist Kirche in Düdinghausen
Blick auf die St. Johannes Baptist Kirche in Düdinghausen
Riepenbach
Der Riepenbach bietet ‚Spike eine natürliche Tränke

Nicht mehr lange und wir erreichen den hübschen Ort Düdinghausen. Ein sehr initiativer Ort, der mit Führungen der unterschiedlichsten Arten auf seine Geschichte aufmerksam macht.

Schon der Ortsrand verführt zum Bleiben und Gold findet man in den Bächen der Umgebung unter Umständen auch, wenn auch nur in winzigen Ausmaßen, also nicht gerade gewinnbringend.

Düdinghausen – Historischer Ortskern

Der historische Stadtkern lässt sich per „Geschichtlichen Dorfrundgang“  erkunden. Überall an den historischen Bauten sind Tafeln (22 Stück)  zu finden, die etwas über den ursprünglichen Erbauungsgrund und die Nutzung informieren.

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Informationstafel  Riepenschlucht
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Riepen-Schlucht

Ich bin immer wieder erstaunt, dass solche Wege unter 10 km Länge so viel Erlebniswert in sich tragen können, wie es hier der Fall ist. So herrlich bunt und voller unterschiedlicher Eindrücke, kann man sich dem Charme dieses Weges nicht entziehen.

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Kaltwassertretbecken

An diesem Tretbecken treffe ich auf Kids, die bereitswillig etwas über die Gegend erzählen. Total netter Naturnachwuchs.

Einen Buchenwaldhohlweg durchlaufen wir und erreichen bald darauf wieder unseren Ausgangspunkt und unser Auto.

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Mittelalterlicher Buchenwald-Hohlweg „Meggers Holt“

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Ein wundervoller Tag neigt sich dem Ende. Ich komme wieder, sobald es mir möglich ist.

6 Kommentare

  1. Hallo Elke!

    Ich muss ein wenig schmunzeln, da ich Dir letztens geschrieben habe, dass Du ja oft in der Heimat meiner Oma im Bergischen Land unterwegs bist.
    Nach Düdinghausen fahren wir seit einer Ewigkeit jeden Winter zusammen mit anderen Familien, meist um dem Karneval zu entfliehen 😉.
    Die Wanderungen, die Du vorgestellt hast, kenne ich darum gut, nur meist mit Schnee.
    Deine Fotos machen aber ganz viel Lust, auch mal im Sommer dorthin zu fahren!

    Liebe Grüße
    Carolin

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  2. Da hast du aber eine sehr schöne Wanderung gemacht, wenn ich das recht verstehe, sogar zwei – aneinandergelegt von einem Parkplatz aus. Und die Fotos machen wirklich Laune, dort einmal selbst hinzufahren und zu wandern. Die Landschaft sieht wirklich zauberhaft aus. Ich hoffe bloß, ich finde dann deinen Wandertipp wieder, wenn es so weit ist, denn ob wir das 2016 noch schaffen bezweifle ich, weil wir bis in den November hinein ständig unterwegs sind. Ich glaube, ich werde mir diesen Beitrag auf Lesezeichen legen. Mit dem Wetter hattest du ja ein riesen Glück. LG, Sigrid

    Gefällt 1 Person

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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