Traumschleife Ruwer-Hochwald Schleife

Schwarzwälder Hochwald, der Name hat mich zunächst irritiert, immerhin hatte ich den Schwarzwald geographisch woanders vermutet. Ich gebe zu Geographie, zu meiner Schulzeit „Erkunde“ genannt, war nie meine Stärke. Das ändert sich rasch, wenn Frau wandernd unterwegs ist.

Die Traumschleife im Ruwer Hochwald

Der Schwarzwälder Hochwald erstreckt sich über das Gebiet Mettlach bis zum Erbeskopf, dem höchsten Berg in Rheinland Pfalz. Wer dort jedoch nur Wald vermutet liegt falsch. Der Verlauf der Ruwer Hochwald Schleife erlaubt mir viele wundervolle Aussichten, weil in den Hunsrück, und damit sind wir schon mitten drin.

  • Start/ Ziel: Koordinaten N49° 36.884′ E6° 41.430′; K 47 südwestlich v. 54314 Hentern
  • Streckenlänge: 13 km
  • Höhenmeter: 352 meter
  • GPS Track
  • Webseite Traumschleifen

Durch das Holztor laufen wir auf schmalen Wegen sogleich ein ganzes Stück bergan. In regelmäßig wechselnden Landschaftsformen genieße ich weite Ausblicke und weiche Wege an Wiesen und Weiden vorbei.

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Gipfelkopf

Es dauert nur rund 1,5 km und wir haben den Gipfelkopf erreicht. Leider ist es für eine Auszeit noch viel zu früh und so lasse ich die wunderschön platzierte Sinnesbank links liegen. Mit Tanja würde ich jetzt wieder sitzen, blöd wenn sie nicht dabei ist 😉

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In dem Gipfelbuch habe ich uns verewigt, so viel Zeit muss sein.

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Gipfelkopf  auf 460 Metern Höhe, mit Gilpfelbuch ausgestattet

In der Ferne sehe ich immer wieder die Windkraftanlagen, die sich gleichmäßig drehen und sich scheinbar bei jedem Besuch in der Region vermehren.

Doch hier in unmittelbarer Nähe bleiben wir von den Energie spendenden Riesen verschont. ruwerhochwaldschleife-42

Wunderbarer Hunsrück

Das Wetter, der Weg, einfach ein Traum.  In der Ferne hängt Dunst über den Wäldern des Hunsrück und schenkt mir so die Ansichten, die ich so liebe und gerne fotografiere.

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Im Vorgarten einer Ferienbehausung blühen noch die letzten Unkaputtbaren

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Hentern im Blick

Am Rande von Hentern entdecke ich den schönen Landschaftsbilderrahmen.  Hier wird auch wieder auf die Möglichkeit des Spendens hingewiesen. SMS mit der Nr. der Traumschleife und schon hat der zuständige Touristenverband ein wenig mehr zum investieren und in Stand halten.

Wunderschön funkeln die Herbstfarben in der Landschaft, genau die richtige Zeit habe ich getroffen, um die letzten Tage dieser herrlichen Jahreszeit in mitten einer so bezaubernden Landschaft zu verleben.

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Die braunen Weideviecher hätte ich ja gerne persönlich begrüßt, leider war mir den Weg zu weit

An einem eingezäunten Birkenwäldchen vorbei wandern wir nun bergab Richtung Ruwer

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Diese Farben verursachen Schnappatmung, jetzt noch, da ich die Bilder betrachte.

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Eine kurze Weile folgen wir dem Mertesbach nachdem wir die Ruwer mittels Steg überquert haben. Auch hier ein Holzbogen am Anfang und Ende der kleinen Brücke, darauf ein Namenszug „Ruwersteg“

Und hinter der Ruwer steigt das Gelände wieder an, treibt uns hinauf ruwerhochwaldschleife-98Schmal, aber recht stur geradeaus führt der Weg durch den Wald mit hoch aufragenden Nadelbäumen.

Wir überqueren den  Ruwer-Hochwald Radweg, tauchen in den Wald ein und erleben nun ein Fest für die Sinne. Schon am Eingang des schmalen Pfades liegen dicke Quarzitbrocken

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Und weil ich hier nicht weg möchte, spiele ich wieder ein wenig mit der Kamera herum

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Ein Stück am Mertesbach entlang, der eher zu den kurzen Bächen gehört, ziehen wir immer mehr in die Tiefen dieses Waldstücks hinein. Helles Grün bedeckt den Waldboden, macht ihn weich und lässt den Schritt meiner Wanderstiefel ungehört verklingen.

Mertesbach und Marjeter Felsen

Auf zum bekannten Marjeter Felsen, zu dessen Fuß eine Tafel steht, die eine Sage zu dieser Felsformation berichtet. Der Ort ist dunkel, aber nicht unheimlich genug, um mich das Fürchten vor dem Marjeter Geist zu lehren, der an diesen Felsen angeblich gebannt wurde.

Rechter Hand werden wir auf schmalen Pfaden um die Steine herum geführt, natürlich bergan, wie sonst. 😀   Spike guckt unsicher, ob ich es ernst meine durch das steinerne Feld hindurch zu wandern. Die dicken Steine haben sich zur Hälfte in den Boden gegraben und  dicke Mooskleider angezogen. So können sie den kommenden Winter gut überstehen und frieren nicht.

Und damit es nicht langweilig wird, wandern wir durch das Felsenmeer zum ……..

Naturdenkmal Heckelbusch….

mit einem gemütlichen Rastplatz, den wir gerne und ausgiebig testen. Just in diesem Moment blinzelt die Sonne durch die dichte Blätterpracht und beleuchtet für kurze Zeit die Felsformation, die aus der Karbonzeit übrig geblieben ist, rd. 300 Mill. Jahre her.

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Heckelbuschfelsen

Nach einer gemütlichen Zeit an diesem herrlichen Rastplatz, wandern wir weiter durch den bunten Herbstwald. Stürme haben mit Tannen gekegelt und sie quer über den Weg gelegt.

Von nun an geht es aus dem Wald heraus und wieder Richtung Hentern hinab. Das Sönnchen schummelt sich immer wieder durch die Wolken und taucht die weiträumigen Wiesen in wunderbar helles Licht.

Und weil mir hierzu nicht all zu viel einfällt, halte ich die Finger still und zeig einfach Bilder her 😉

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Erneut begegnen wir dem Ruwer-Hochwald Radweg, überqueren ihn und landen wieder zwischen Feldern und Wiesen, um bald wieder im Wald zu landen. Die Ruwer wird noch einmal überwunden, erneut mittels einer schönen Holzbrücke.

Damit die Erinnerung an die schöne Felsenlandschaft nicht zu schnell verklingt, weisen die Symbole der Traumschleife uns noch einmal durch ein Waldstück mit größeren Quarzitbrocken.

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Weidetiere

Der Entspurt beschert noch ein paar freundliche Pferde, die gelassen die restlichen Grasnarben abknabbern. Ich mag den Anblick der weichen Pferdemäuler und sie fühlen sich samtig weich an.

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Einmal doch weit schauen, bevor ich wieder am Auto lande.

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Für mich war die Tour Wandergenuss pur. Die schöne Mischung aus weiten Landschaften und teils mystischen Pfaden durch die Felsenlandschaften haben mich sehr gefangen gehalten. Hier und da sind Wegabschnitte mit einem höheren Anspruch an Trittsicherheit und Ausdauer darin.

6 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    es ist so schön, sich mittels deiner Fotos wieder an diese Gegend zu erinnern. Wir waren letztes Frühjahr in Wadern und sind von dort aus 4 Traumschleifen gewandert, u.a. Felsenweg und auch diese. Es war toll und es werden bestimmt weitere Traumschleifen folgen.
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch und freue mich auf viele neue Berichte und inspirationen!
    Gruß
    Myria

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Elke,
    wunderschöne Tour. Wie immer von dir , eine optimale Beschreibung des Weges, mit fantastischen Fotos. War letzten Herbst, bei traumhaftem Wetter, mit meiner Frau auch dort unterwegs.
    Auf diesem Wege für das kommende Jahr alles Gute für dich. Bleib gesund und munter, damit du mit Spike noch viele schöne Touren unternehmen kannst.
    Liebe Grüße aus der Südeifel
    Werner

    Gefällt 1 Person

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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