Rucksäcke reinigen

Hin und wieder ist eine gründliche Reinigung des gesamten Wanderrucksackes nötig. Vor allem der Boden, immer wieder auf Wanderwegen abgesetzt, erfordert eine intensive Pflege, damit unsere Wegbegleiter immer schön adrett ausschauen.

Waschanleitung

Natürlich räumen wir unseren Rucksack erst einmal vollständig leer. Ganz fies sind nämlich Papiertaschentücher, die sich in irgend einen Winkel verkrochen haben und beim waschen in unzählige kleine Partikel zerfallen.

Die Reißverschlüsse dürfen offen bleiben, da spülen wir auch gründlich durch.

Waschmaschine – Nichts für Wanderrucksäcke

Ich sage es gleich vorne weg: Steckt eure Rucksäcke niemals in die Waschmaschine, auch die kleinen Daypacks nicht!  Das Quetschen und drücken oder gar schleudern bekommt dem in vielen Bereichen verstärkten Aufbau eines Rucksackes so gar nicht.

Bürste oder Schwamm

Alle Teile können mit einer weichen Bürste und Duschmittel oder Spüli gereinigt werden. Schulter- und Beckenriemen, wie zum Beispiel bei meinen Deuter Futura SL  Serie sollten vorsichtig per Hand gereinigt werden, da das Mesch-Material empfindlicher ist.

Egal ob ich den Rucksack in die Dusche hänge oder dem guten Stück ein leicht temperiertes Wannenbad verpasse, beide Methoden versprechen als Endergebnis ein blitzsauberes Säckle. Ich bevorzuge ein gründliches Tauchen in ein Wannenbad. Nach Einweichen für 1/2 Stunde, wird gereinigt und dann kopfüber an der Dusche aufgehangen und gründlich abgespült.

Ist der größte Teil des Wasser abgetropft stopfe ich alle verfügbaren Microfasertücher in die Öffnungen. Dieses Material ist perfekt zum Aufnehmen größerer Feuchtemengen geeignet. Alternativ ist natürlich grobes Zeitungspapier (kein Prospektmaterial) empfehlenswert.

Gründlich und ausdauernd trocknen lassen, es sollte jede Restfeuchte heraus sein, bevor das gute Stück wieder an seinem Warteplatz verbracht wird.

Nicht bügeln

Bitte niemals auf die Idee kommen den Träger eurer Habseligkeiten zu bügeln, das Material schmilzt sonst dahin.

Imprägnieren

Deuter rät vom Imprägnieren ab und auch ich verzichte darauf.

Imprägniermittel können bei Hautkontakt zu Hautreizungen führen, insbesondere einwaschbare Imprägniermittel fallen somit sowieso aus. Sprühimprägnierung landet ebenfalls in feinen Stäuben auf z.B. auf Tragegurte. Da diese unter Last geradezu auf die Haut gerieben werden, ist mir der Gedanke an diese Art Wasserschutz eher unangenehm.

Sollte es regnen kommt die Regenschutzhülle zum Einsatz. Zusätzlich verstaue ich meine Habseligkeiten bei Regenwahrscheinlichkeit, zusätzlich in wasserdichte Beutel. Selbst wenn der Rucksack selber mal nass wird, der Inhalt bleibt so trocken.

Tja also, mein Rucksack ist jetzt wieder sauber und tropft lustig an der Duschvorrichtung vor sich hin! Demnächst darf er sich wieder auf eine Wanderung freuen

 

 

 

8 Kommentare

  1. Da kann ich mich meinen Vorrednern anschließen. Ich räume zwar auch öfter den gesamten Rucksack aus und entstauben Ihnen und entkrümele ihn, aber gewaschen habe ich ihn noch nie. ich werde es mir mal fürs Wochenende vornehmen. Das Wetter sieht ja nicht danach aus als ob für wandern gehen würden.

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  2. Ehrlich gesagt bin ich bislang noch nie auf die Idee gekommen, meinem Rucksack in irgendeiner Weise Pflege zukommen zu lassen schäm – dank Deiner tollen Tipps kann er sich nun vielleicht endlich mal auf ein Vollbad freuen!
    LG Biene

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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