Eine kleine trödelige Runde durch den Schnee sollte es werden. Eine ziemlich anstrengende Wanderung durch tiefen Neuschnee, wenn auch bei moderaten 11 km und 280 Höhenmetern haben wir schlussendlich erlebt.

Informationen zur Wanderung

  • Start/ Ziel:  Unterhalb der Staumauer der Oleftalsperre in Hellenthal, Oleftalstraße
  • Streckenlänge: 11,1 km
  • Höhenmeter: 278 m
  • GPS Track
  • Einkehrmöglichkeiten im Wildfreigehege Hellenthal
  • Flugschau im Wildgehege, sie auch Blogbericht
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Staumauer Oleftalsperre

Die Welt ist weiß, auch am Himmel herrscht diese Farbe vor. Das versprochene Himmelblau zeigt sich selten und dann auch nur für wenige Minuten. Jede dieser „Blauen Minuten“ fange ich natürlich für mich und euch mit der Kamera ein.

Außer Tanja hat sich heute auch Farina, ihre Tochter, zu uns gesellt.

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Die Zwei zeigen sich im Verlauf der Wanderung auch von vorn, keine Sorge

Wir wärmen uns mit einem Aufstieg hoch zur Staumauer gleich ordentlich auf.

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Mutter und Tochter – Frontansicht
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Während wir zur Staumauer hoch wandern, verschwindet die Sonne im Grau der Wolken

Spike und der große Hunger

Farina packt ein Bütterchen aus und schon hängt ihr mein untreuer pelziger Wegbegleiter an den Socken. Der Blick wendet sich nicht eine Sekunde vom Geschehen ab.

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Doch kaum ist der letzte Bissen verspeist, erinnert er sich wieder an sein Frauchen und kommt mit treuherzigem Blick angestiefelt. Dieser elendige Verräter 😀

Hinter der Staumauer wenden wir uns nach links und wandern nun eine lange Weile oberhalb der Talsperre auf dem breiten Wanderweg.

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Blick auf die Staumauer der Oleftalsperre
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Grau-weiß Bilder

Schneegestöber in der Eifel

Am nördlichsten Teil der Talsperre biegen wir rechts ab auf einen ansteigenden Pfad. Gleichzeitig mit dem Verlassen des Talsperrenrundweges setzt ein ordentliches Schneegestöber ein. Dichte Flocken umwirbeln uns, während wir durch den tiefen Schnee stapfen, der noch nicht von voran gegangenen Spaziergängern oder Wanderern geplättet wurde.

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Für meinen alten Spike ist das Schwerstarbeit

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Farbe ist Fehlanzeige in dieser Landschaft, die trotzdem verzaubert
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(c) Tanja V.
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Der Schnee ist nahezu unberührt, jungfräulich sozusagen
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Spiel mit der Schärfe
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Tief verschneit <3
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Blick auf die Talsperre

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Leerer Futterplatz
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Wundervolle Wege
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Unberührte Schneefelder

Die unblutige Schlacht am Eifler Feldrand

Dann wie aus dem Nichts fliegen Schneebälle. Glücklicherweise habe ich die Kamera und bin damit ungefährdet. Mutter und Tochter müssen allerdings hart einstecken und am Ende liegt Farina geschlagen im Schnee. Das Intermezzo dauerte kaum 5 Minuten, war aber sehr amüsant.

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Nachdem die Kleidung wieder zurecht gezupft, Mützen, Schal und Handschuhe wieder Schnee-frei am Körper getragen werden können, ziehen wir weiter.

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Niemand vor uns ist diesen Feldweg gewandert, seit es der Schnee liegt.

Wir kämpfen uns beharrlich durch den Tiefschnee, ich sage es euch, das war richtige Schufterei.

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Beachtliche Schneetiefe

Wieder setzt Schneefall ein!

Pferdealarm

Eine längere Pause beschert und das Zusammenspiel der beiden jungen Hengste mit Tanja, der Pferdenärrin. Es hat geradezu gute Laune verbreitet, wie diese Begegnung ablief.

Irgendwann löst sich die liebe Tanja von den wunderschönen Pferden und wir können weiter.

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Eifeldörfer sind klein und übersichtlich, keine Ahnung ob Harperscheid oder Bronsfeld vor uns liegt
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Sorgfältig aufgereiht die Windkrafträder in der Ferne

Schneeballhochwurf

Ein wenig wird noch mit der neuen Kamera von Farina geübt, bevor wir zu unserer Erleichterung den festgefahrenen Zuweg zum Wildfreigehege Hellenthal bewandern. Glatt ist es, aber immerhin ohne Tiefschnee.

Den Eintritt für das Wildfreigehege sparen wir uns heute, die Restauration hat leider geschlosssen und so wandern wir sehr zügig weiter. Im Sommer lohnt es sich dort die Flugvogelschau anzuschauen.

Spike under snow

Spike versinkt wieder im tiefen Schnee und schaut irgendwie ein wenig unglücklich, oder?

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Er kann aber auch zufrieden gucken, selbst ohne Futterbeutel vor der Nase

Spielstunde II

Freundlicherweise öffnet sich nun auch stellenweise die Wolkendecke und lässt die Sonne vereinzelt mit ihren Strahlen spielen. Das entzückt uns alle gleichermaßen und regt auch bald wieder zum spielen an.

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Reichlich kalte Hände tragen die Damen mit sich herum und so……
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sind wir froh, dass die Sonne den Anschein erweckt es sei wärmer hier draußen

Und noch einmal die Staumauer

Statt meiner geplanten Route zu folgen, nehmen wir noch einmal den Aufstieg zur Staumauer in Angriff, um bei blauem Himmel die Aussicht zu genießen. So ein wenig ist das auch möglich, aber so richtig blau wird der Himmel dann doch nicht!

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Wir kehren dann flott zum Auto zurück, in der Hoffnung irgendwo ein offenes Cafe´zu finden. Leider waren diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Erst am Kloster Steinfeld, bzw gegenüber in der Alten Abtei Steinfeld konnten wir Kaffee und eine leckere Mahlzeit vertilgen. Sowohl die Gastleute als auch die Bedienung waren ausgesprochen freundlich und aufgeschlossen und das Essen hervorragend.

So kam unser anstrengender Wandertag noch zu einem krönenden Abschluss.

7 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    ich kann mich gar nicht erinnern, dass wir Ende 2016 Anfang 2017 soooooooooo viel Schnee bei uns hatten. Ihr ward da auf meiner Lieblingsgassirunde unterwegs.
    Im Moment ist aber leider nur alles gepudert und grau.
    Wenn ihr das nächste Mal Nähe Olefsee unterwegs seid, nehmt die linke Seeseite und dann Richtung Waldkapelle. Ist auch schön (und steil) 😉
    Herzliche Grüße, und einen schönen 1. Advent
    Ach ja, und wenn du die tollen Kaltblutpferde sehen möchtest, frag einfach mal bei den Blauen Belgiern an, die sind dort auf eurer Runde öfters im Wald beim Holzrücken.
    Annette

    1. Ha, doch ja in dieser Zeit ist die Eifel im Schnee versunken. Das waren so ziemlich die anstrengendsten 11 km, die ich je gelaufen bin 😀 aber unfassbar schön. Bei der nächsten Gelegenheit, wenn ich die Eifel in eurer Region mal wieder aufsuche, rufe ich dort an. Ich denke, dass ich auf Schnee warten werde. Diese Tiere sind ja der Knaller, zum verlieben und Tanja war ja schon von denen, die wir dort gesehen haben, hin und weg

  2. So viel Schnee! Herrlich aber anstrengend! Der gute Spike ist ja fast versunken bei dieser Schneewanderung 😉 Und ich bin deinem Rat gefolgt und habe die Gelegenheit genutzt bei herrlichstem Sonnenschein eine Schneewanderung zu machen. Sie war zwar nicht besonders lang – nur rund 8 Kilometer – aber da wir nicht wussten, was uns erwartet – gute oder schlechte Wege – war diese Runde vollkommen in Ordnung, zumal sie schön abwechslungsreich war. Guckst du?

    https://aktiv60plus.wordpress.com/2017/01/26/sonne-und-schnee-ideale-voraussetzungen-fuer-eine-schoene-winter-wanderung/comment-page-1/#comment-2233

    1. Hi hi Sigrid, acht Kilometer können ziemlich an die Substanz gehen, vor allem wenn es bergab geht. Winterwandern ist toll, vor allem aber, wenn der Schnee noch schön pulvrig ist. Ab jetzt dürfte es ziemlich nass um die Füße werden 🙂
      Vielen Dank für den Link, hab mal wieder keine Mail bekommen, die mich darauf hinweist. Muss das nach der OP mal herausfinden, woran das liegt.
      LG Elke

  3. Hach wie schön, liebe Elke! Und die B265, wie oft bin ich die mit dem Bus von Prüm aus (nach Aachen) gefahren!! Und du hast Recht: die Greifvogelschau lohnt sich allemal. Ich merke mir eure Tour für den Sommer 😉

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