Wuppertal mal anders – Grüne Lunge in der Stadt

Wiesen – Wälder – Teiche – Die Dicke Ibach Treppe und der Tölleturm

Lebhaftes Treiben oder himmlische Stille, beides ist möglich in den weitläufigen Barmer Anlagen. Zwischen beeindruckenden Denkmälern und Skulpturen findet sich auch eine gehörige Portion geschichtliches Wissen. Wer seiner Seele ein paar Stunden gemächlichen Dahinspazierens durch eine grüne Lunge gönnen möchte, findet auch das.

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Wilhelm Werle Denkmal

Anfahrt: Barmer Anlagen, Wuppertal Untere Lichtenplatzer Straße 84

100 ha Grünfläche mit in Wuppertal-Barmen, das war mir bis vor kurzer Zeit nicht bekannt. Es ist die zweitgrößte private Erholungsanlage in der Bundesrepublik.

Bei dem trüben Wetter fehlt mir die Energie und die Lust zum ausgiebigen Wandern, also suche ich mir hier und da ein paar Orte, die ich kennen lernen möchte.

Ein Blick in die Tiefe

Die kleinen Teichanlagen wirken etwas trübe. In ein paar Wochen wird sich an den Büschen und Bäumen frisches Grün einfinden und dem Komplex einen wunderschönen Farbanstrich geben.

Werle Denkmal

Am 21.August 1881 wurde diese Büste, zu Ehren des Gründers Wilhelm Werle, des Barmer Verschönerungsvereins, eingeweiht. Die Nase fehlt schon seit vielen Jahrzehnten. Der Versuch diese zu erneuern misslang.

Die Inschrift lautet: 

„Gestiftet
zum Andenken
an den Gründer des
Barmer Verschönerungs=Vereins
HERRN
WILHELM WERLÉgeboren am 26.September 1804
gestorben am 28.August 1880“

Ringeldenkmal

Im Jahr 1883 beschlossen Stadtverordnete Barmens die Errichtung eines Denkmals zu Ehren des Ludwig Ringel. Ringel war Begründer vieler Stiftungen und hatte Teile der Barmer Anlagen erworben und dem Verschönerungsverein überlassen.

Von dem einst großzügigen Denkmal ist nur noch ein kleiner Teil geblieben. Siehe auch Denkmal Wuppertal

Dicke Ibach Treppe

Die gründerzeitliche Treppenanlagen verbindet die Barmer Anlagen mit der höher gelegenen Joseph-Haydn-Straße.  Sie wurde 1897 errichtet.

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Dicke Ibach Treppe

Rittershaus Denkmal

Als Dichter und Kaufmann, Bürger und Künstler, Schwärmer und Idealist, Freimaurer und Christ wurde der am 3.April 1834 in Barmen geborene Emil Rittershaus beschrieben. Als er am 8.März 1897 in der Beckmannshofstraße starb, wurde diese kurz nach seinem Tod mit seinem Namen bedacht. Das vielleicht bekannteste Werk des Dichters und Redners Rittershaus ist das Westfalenlied (s.Wikipedia). Nach seinem Tod führte man in ganz Deutschland eine Sammlung zur Schaffung eines Denkmals durch, die 26.162,12 Mk erlöste, sogar aus Moskau und Zürich trafen Spenden in Barmen ein. Den noch fehlenden Betrag zur Deckung der Ausgaben in Höhe von 30.132,949 Mk steuerte die Loge „Lessing“ bei, deren Ehrenmeister und Meister vom Stuhl Rittershaus gewesen war.  Zitat Denkmal Wuppertal

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Leider müssen wir unseren heutigen Besuch hier abbrechen, da Spike, mein treuer Begleiter, sich sehr schwer tut heute mit mir unterwegs zu sein. Sein Alter macht ihm doch zunehmend zu schaffen.

Den Tipp habe ich dem folgenden Buch entnommen:

6 Kommentare

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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