Frühlingserwachen im Westerwald

Einen ersten Hauch von Frühling verkünden die Wetterpropheten für die Region Westerwald, während alle nördlich von Leverkusen gelagerten Wanderwege unter einer dicken Wolkendecke verborgen bleiben.

Vitamin D, der Glücksbringer, bildet sich unter Sonneneinstrahlung und so reisen Tanja, Spike und Elke nach Elkenroth, um dort die Naturschutzgebiete Weidenbruch und Rosenheimer Lay, sowie das Elbbachtal zu durchwandern. 

Informationen zur Wanderung

  • Start/ Ziel:  N50° 43.915′ E7° 53.004′ Sportzentrum Elkenroth, Betzdorfer Str.
  • Streckenlänge: 12,1 km
  • Höhenmeter: 166 m
  • GPS Track
  • Einkehr: Kloster Marienstatt rd. 9km von Elkenroth entfernt

Inspiration gefunden im Buch „Wanderlust im Westerwald“ von Karl-Georg Müller – Blog „Schlenderer“, aus dem Droste Verlag

Waldwege im Elbbachtal

Tanja bekommt kugelrunde Augen, als sie wahrnimmt welchen Ort wir heute anfahren. Viele Kindheitserinnerungen verbindet sie mit der Region, kennt sich noch sehr gut aus und weiß, dass eigentlich ein Besuch bei der Verwandtschaft fällig wäre….

Mein etwas demoliertes Auto (Ein Unbekannter hatte es auf einem Parkplatz touchiert und ist abgehauen), stellen wir am Startpunkt ab und verlassen die Umgebung des Schul- und Sportzentrum, überqueren die Betzdorfer Str. und tauschen, am Friedhof vorbei, direkt in das helle Waldgebiet am Elbbach, der tief unterhalb unseres Wanderweges lustig dahin plätschert.

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Am Elbbach

Mystisch ist es hier, verstärkt noch durch die Sage der Rittersfrau, die hier am Elbbach leben musste, bis sie ihren Gatten wieder gnädig stimmen konnte. Die Sage von den „Drei dicken Steinen“ erzählt darüber.

Eine Brücke mit den für Hundepfoten schmerzhaften Gittern ersparen wir Spike, indem Tanja ihn durch den Elbbach lotst-

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Brücke über den Elbbach
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„Komm Spike, Leckerchen“ 🙂
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Ab durch das Wasser des Elbbaches

Zwischen Dickendorf und Biesenstück

Bevor wir wieder im Wald verschwinden dürfen wir ein wenig unter freiem Himmel wandern. Das genießen wir sehr, zumal an der nächsten Bank die Jacken im Rucksack verschwinden. Unsere leichten Langshirts und Westen wärmen sehr gut und ein Gefühl von Frühjahr entwickelt sich mit sehnsüchtiger Macht.

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Extravagante Außendeko im Ostermodus.

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Die blauen Schafe in Dickendorf

Rosenheimer Lay

Am Bahnübergang wechseln wir in das Naturschutzgebiet Rosenheimer Lay, ein Basaltsteinbruch im Ruhestand, der 1985 unter Naturschutz gestellt wurde. Den attraktiven Namen Kotzenrother Lay trägt es nicht mehr.

Wir haben leider den Abstecher um dem aufgelassenen und gefluteten Basaltsteinbruch versäumt mit einzuplanen. Das ärgert mich im Nachhinein gewaltig!

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Tanja erzählt und erzählt und ich höre brav zu 🙂
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Spike auf der Suche nach einem Weg mit trockenen Pfoten weiter zu kommen
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Den Anblick mögen wir. Totholz darf liegen bleiben

Feldwege am Rande von Elkenroth

Von nun an dürfen wir unter freiem Himmel wandern. Keine Baumkrone über uns zu sehen, der Sonne und einem leichten Wind ausgesetzt ziehen wir auf Feldwegen am nördlichen Ortsrand von Elkenroth dahin.

Bevor wir die Zielgerade Richtung Elkenrother Weiher anstreben, legen wir eine ausgedehnte Rast ein. Einfach in der Sonne sitzen, genießen dass die Temperaturen um fünfzehn Grad erlauben, im hoch gekrempelten Shirt länger zu verweilen.

Traumhaft ist die Aussicht auf die kommenden Jahreszeiten. Als Vorläufer und Ankündiger stehen Rinder und Pferde schon auf den Weiden und schlagen sich die Bäuche mit dem bereit gestellten Heu voll!

Elkenrother Weiher

Wir erreichen pfadegleich mit dem Druidensteig den Elkenrother Weiher, an dem wir dann schon wieder rasten müssen. Extrem gut in der Zeit, können wir uns diese Ruhe gönnen. Spike ist heute so gut drauf, dass wir mit lockeren 4 km in der Stunde voran gekommen sind.

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Nicht nur Wanderer sind hier unterwegs

Gemütlich ziehen wir nach einer Weile weiter, erreichen Elkenroth über weitere Feld- und Wirtschaftswege und durch das Naturschutzgebiet Weidenbruch.

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Überall die Heufresser

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Die Pferdchen und Tanja

Zu denn folgenden Bildern muss ich wohl kaum etwas schreiben ;-), denn die bis gerade noch freidlich Heu mümmelnden Huftiere streben mit unverhohlener Neugierde meiner langmähnigen Freundin entgegen.

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Isländer im Trio

Mag ja sein, dass diese Bilder nicht unbedingt euren Geschmack treffen, dann schnell runter scrollen. Ich kann mich nicht satt sehen, an diesen Begegnungen.

Nach laaaaanger Kuschelzeit verlassen wir zögerlich die Weide, denn die Pferdchen mit den witzigen Frisuren folgen uns bis an den letzten zugänglichen Zaun.

Irgend etwas haben sie von Tanja noch erwartet und wenn ich so zu meinem „un“treuen Vierbeiner hinunter schaue, der Tanja und ihren Rucksack nur selten aus den Augen verliert, dann tippe ich bei den Isländern mal auf „Gib frisches Gras“ und das ist ja nun leider noch nicht da!

Schnell haben wir nun unseren Parkplatz erreicht und beschließen noch einen Abstecher zum nahe gelegenen Kloster Marienstatt einzulegen.

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Kloster Marienstatt

Einige wenige Informationen findet ihr im Bericht zu meiner Wanderung:  Von Hachenburg ins Tal der Nister – Auf der Suche nach Stille und Entspannung, ebenfalls aus dem Buch, das ich oben bereits erwähnte und am Ende dieses Artikels noch einmal vorstelle.

Wir setzen uns, nach einem Rundgang durch die ausgedehnten Außenanlagen in den Biergarten und vertilgen ein Stück Kuchen zu einem lecken Kaffee. Und so dürft ihr euch derweil die Fotos anschauen.

Wanderlust im Westerwald

Also, wer sich per Buch über den Westerwald und seine Wanderwege schlau machen möchte, ist mit dem folgenden Buch aus meiner Sicht gut beraten.
Ich habe es bei Erscheinen hier im Blog vorgestellt: Buchbesprechung

1524_Wanderlust_im_Westerwald
(c)DrosteVerlag

Karl-Georg Müller
Wanderlust im Westerwald
228 Seiten, Fotos, Klappenbroschur
14,95 Euro (Deutschland), 15,40 Euro (Österreich), 21,90 Schweizer Franken
ISBN 978-3-7700-1524-5
Mit GPS-Daten zum Herunterladen

Link zum Buch bei amazon

 

4 Kommentare

  1. Ich darf schon wieder in Erinnerungen schwelgen … wir waren auch dort unterwegs, als wir mit unseren 2 Hunden Urlaub im Westerwald machten. Untergebracht waren wir in einer tollen Ferienwohnung in Luckenbach, da gab es gleich mehrere Ferienwohnungen und die vermieteten bevorzugt nur an Hundebesitzer. Einfach toll! Das ist aber schon 11 Jahre her. Umso schöner ist für mich Dein wunderbarer Wanderbericht mit den super Fotos.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Dir
    -Sibylle mit Hündin Witchita … unser Zweithund Ralton ist leider 2016 verstorben-

    Gefällt 1 Person

    • Oh solche Unterkünfte sind klasse, so wie Volker in der Eifel, der seine Ferienwohnung auch sehr sehr gerne an Hundemitbringer vermietet.

      Da meine Enkelin nebst Familie in Linz/Rhein leben, habe ich eine besondere Affinität zur Region. Der Westerwald bietet sich für Touren an, um anschließend Enkelin zu knuddeln 😉
      Dir auch noch einen super schönen Sonntag und einen Pfotentouch von Spike an Witchita

      Gefällt 1 Person

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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