Traumpfad Bergheidenweg – Variante

Ich gebe zu, den Traumpfad Bergheidenweg bin ich schon sehr oft gewandert.  Für mich stets erstaunlich, ich erlebe ihn immer wieder neu und dadurch ist die Begeisterung ungebrochen. Im Winter gibt das Immergrün des Wacholder und der riesigen Fichten der Landschaft Farbe. Hat es geschneit, kann ich mich getrost auf diesen Wanderweg begeben, denn er ist einfach zu gehen. Eine Ski- und Rodelpiste lockt dann zum Abschluss zu weiteren Freizeitvergnügen ein.

Wandere ich ihn ab Mitte Mai brüstet er sich mit Eifelgold, jährlich ein atemberaubender Anblick zur Ginsterblüte. Im Spätsommer, ab August, blüht die Heide und färbt die Flächen zwischen den grünen Wacholdern in ein purpurrotes Kleid.

Informationen zur heutigen Runde

Heute stelle ich euch eine Variante vor, die einige kleine Schlenker beinhaltet, die teilweise durch meinen Gastgeber (Info kommt gleich) und teils von mir eingefügt wurde. Dabei ist zwingend erforderlich den GPS Track zu nutzen oder Wanderkarte und an einigen Stellen sehr sorgfältig zu schauen wo es weiter geht. Das betrifft vor allem die Nutzer der Openstreet Maps, Nutzer einer Original Topo Deutschland werden hier super zurecht kommen.

Wer den Bergheidenweg im Original wandern möchte, schaue sich auf der Traumpfadeseite um.

  • Start/ Ziel: Haus am Raßberg  Für Feriengäste, dort befinden sich keine Parkplätze
  • Start/ Ziel:  56729 Arft, Parkplatz am Raßberg an der Wintersportanlage, L10
  • Streckenlänge: 13,10 km
  • Höhenmeter: 366 m
  • GPS Track
  • Eine kleine Abhandlung über die Aufgabe des Wegepaten des Berheidenweges

Alles fängt ganz harmlos an

Bergheidenwegvariante (1)
Strahlend blauer Himmel an einem Montag im März

Sanft strebt der Wiesenpfad bergan. Er führt an einer Rinderweide vorbei. Dort grasen ein paar jungen  Bullen und einige Mutterkühe. Der jüngste Nachwuchs ist erst eine knappe Woche jung.

Bergheidenwegvariante (165)
Rechts das weiße Kälbchen ist das jüngste in der Gruppe

Spike genießt, wie so oft in diesen Tagen, die trockenen Wiesen und wälzt sich ausgiebig. Dann wieder widmet er sich den zahlreich vorhandenen Spuren von Rehwild, Fuchs und Hasen.

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Bergheidenwegvariante (17)
Bänke wie diese laden immer wieder zum rasten und schauen ein.

Wir wandern jedoch weiter auf dem frisch markierten Weg des Traumpfades.

Bergheidenwegvariante (23)
Die Natur wartet auf den erfrischenden Regen, damit auch hier die Gräser wieder richtig grün werden.
Bergheidenwegvariante (24)
Während hier der Ginster vermuten lässt, dass diese Ecke im Mai, weithin sichtbar, einen gelben Mantel trägt.

Wo ist das Schluchtental?

Das kommende Stück Weg kann ich nicht dokumentieren, ich habe mich schlicht verlaufen.  Oberhalb des eigentlichen Wegeverlaufes durch das Schluchtental, erhebe ich mich auf die Höhen und finde zunächst auch keinen Weg hinunter.

Keine Angst, der Track oben ist korrigiert.  Nach einigen Wirrungen, die mich an einer Wildfotofalle vorbei führt und mich über den Selbach hüpfen lassen, lande ich wieder auf der vorgegebenen Route. Bis dahin……

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Was wäre das Leben ohne Abstecher 😉

Der Weg hat uns wieder

Bergheidenwegvariante (40)
Spike ist mein Held, sag ich doch 😉

Erleichtert nehmen ich die Einladung der herum liegenden Baumstämme ein, mich niederzulassen. Spike bekommt sein Wasser, ich meinen Apfel. Zeit darüber nachzudenken, wieso ich immer wieder vom richtigen Weg abkomme (beim wandern)

Bald nehmen wir uns den weiteren Wegeverlauf vor, auf den ich mich schon besonders freue.

Bergheidenwegvariante (45)
In ein paar Wochen wird es hier so grün sein
Bergheidenwegvariante (46)
Durch die Bäume werde ich bei meinem nächsten Besuch wohl nicht schauen können, wenn das Laub die Sicht versperrt.

Über weiche, mit Ginsterbüschen gesäumte Wege erreichen wir wieder die Höhen. Überrascht stelle ist fest, hier zeigt die Landschaft schon eine Wiesenfläche mit durchgängigem Grün, während die hohen Gräser noch das matte Beige des Winters tragen.

Auf der Hochfläche

Bergheidenwegvariante (52)

Bergheidenwegvariante (57)
Erster Blick auf Hohenleimbach
Bergheidenwegvariante (65)
In der Ferne der Raßberg
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Meine Lieblingsschutzhütte auf diesem Weg gerät ins Visier
Bergheidenwegvariante (73)
Weihnachten ist hier noch nicht vergessen 😀

Auch wenn der nun folgende Teerweg ein sehr langer ist, und mehr oder weniger nur geradeaus führt, entschädigen die Aussichten in die umgebende Landschaft. Und wer Pfingsten in reichlich Gesellschaft wandern möchte, kann am Volkswandertag Hohenleimbach teilnehmen.

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Bergheidenwegvariante (81)
Mitten drin die Hohe Acht

Nun habe ich immer wieder Sicht auf die Hohe Acht und kann jetzt, da noch kein Laub an den Bäumen ist, den Kaiser-Wilhelm Turm erahnen. Die Flächen dazwischen sind in einem noch matten grün gehalten, dazwischen das braun der noch im winterlichen Outfit daher kommenden Bäume.

Wacholder und Kiefer – Menke Park

Mit Überqueren der L10 verändert sich das Landschaftsbild noch einmal gründlich. Alles wirkt trockener, aber dennoch ungeheuer attraktiv. Ein wenig erinnert mich der Blick in die Wacholder, Kiefer und dürren Birken geprägte Landschaft an die Umgebung des Wilseder Berg in der Lüneburger Heide.

Bergheidenwegvariante (86)

Auch hier schummelt sich der Ginster an die Wegränder, wird demnächst Farbe ins Wanderspiel bringen.

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Einen genaueren Einblick mag die Diashow bringen!

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Meterhoch gewachsene Kiefern, imposant
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Und dann wieder Verfall, den ich ebenso attraktiv finde

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Der Wacholder dominiert

Wir durchstreifen den Menke Park und nähern uns unaufhaltsam dem Raßberg. Über uns fliegen die großen Maschinen Richtung Süden, oder kehren gerade von dort zurück, hinterlassen zerfaserte Kondensstreifen.

Bergheidenwegvariante (124)

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Eine kleine Pause darf noch sein
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Die Hohe Acht noch immer im Blick

Raßberg

Dr. Konrad Adenauer unterstützte während seiner Amtszeit die Heide mit einer Geldspende, um die Beweidung durch Schafe sicherzustellen. Im zu Ehren wurde ein Denkmal aus heimischem Basalt herstellt und hier installiert. Es gefällt mir gut, fügt es sich doch prima in die Landschaft ein.

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Konrad Adenauer Denkmal
Bergheidenwegvariante (150)
Ein alter, ausgedienter  Sendeturm der US Airforce auf dem Raßberg 667 m

Wir erreichen den Parkplatz Am Raßberg, von dem aus regulär die Wanderung des Bergheidenweg begonnen wird. Am Ski- und Rodelgebiet vorbei tauchen wir wieder in den Wald ein.

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Bergheidenwegvariante (158)
Spike lässt sich gerne dort nieder wo ich ihn hinhaben möchte 😉

Ein kleiner Umweg noch

Es fällt mir so schwer heute heim zu fahren, dass ich noch eine kleine Schleife, erneut an den Rindviechern von heute morgen, anbaue. Noch ein wenig die Sonne genießen, den Duft des trockenen Holzes, des Wacholder, der Kiefern, des Bodens. Unbeschreiblich was da meine Nase durchzieht.

Bergheidenwegvariante (161)

Irgendwie hatte ich das deutliche Gefühl, dass die trächtige Kuh mir die Zunge rausstreckt, und die beiden am Hang über mich lästern. Sie sind sich auf jeden Fall einige 😀

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Nach dieser künstlichen Verlängerung gibt es kein Kneifen mehr, es geht heim. An der Ferienwohnung steht mein Auto und flott ist Spike noch einmal mit Wasser versorgt, der Heimreise steht nichts mehr im Wege.

Bergheidenwegvariante (196)
Haus am Raßberg

Der Idee Media Verlag hat zum zehnten Geburtstag der Traumpfade im Jahre 2016  eine Jubiläumsausgabe des Wanderführers herausgegeben.

Autoren: Ulrike Poller, Wolfgang Todt
Erscheinungsort/-jahr: Neuwied, 07/2016
Seiten: 272
Format: 16,4 x 11 cm
ISBN 978-3-942779-43-2
Jubiläums-Sonderpreis: 12,95 Euro

8 Kommentare

Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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