Teufelsmauer Weddersleben und Sandsteinhöhlen Heers

Teufelsmauer Weddersleben

Nach dem Gang auf der Teufelsmauer in Blankenburg gehen Spike und ich gemeinsam den Abschnitt der Teufelsmauer an, der sich zwischen Neinstedt und Weddersleben erhebt.

Ein ganz anderer landschaftlicher Charakter, nämlich Rapsfelder und niedriger und aufgelockerter Baumbestand lässt schon von weitem viel Raum für neugierige Blicke auf die Felswände.

Rund um diese Gebilde hat man das Gebiet unter Schutz gestellt. Das erfolgte, was den Stein betrifft, schon 1852. Damit wollte der damalige Landrat Weyhe von Quedlinburg verhindern, dass der Stein weiter wirtschaftlich abgebaut wurde. 1935 wurde der Schutz auf die Natur drum herum ausgebaut, also unter Naturschutz gestellt. Damit ist das Naturschutzgebiet um die Teufelsmauer das älteste seiner Art.

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz an der Teufelsmauer/ Weddersleben
  • Streckenlänge: 6 km
  • Höhenmeter: 141 m
  • GPS Track
  • Einkehr: Feldküche am Wanderparkplatz (Qualität sehr gut)
  • HWN – 188  Teufelsmauer Weddersleben

Teufelsmauer Weddersleben

Von Osten nach Westen auf Wiesenwegen

Recht unspektakulär verläuft der Weg zunächst neben der Bode, die hier einen sehr gemäßigten Charakter aufweist, um dann allmählich auf ansteigendem Weg oberhalb der Bode weiterzuführen.

Teufelsmauer Weddersleben

Die Temperaturen sind heute früh recht niedrig. Auf den Blättern und Gräsern haften kleine Taukügelchen. Ein reizvoller Anblick, der mich immer wieder zum niederknien veranlasst.

Teufelsmauer WedderslebenTeufelsmauer WedderslebenTeufelsmauer WedderslebenLangsam öffnet sich der Weg und gibt den Blick frei, auf die weitläufigen Rapsfelder, die hier noch nicht in voller Blüte stehen. Ein paar warme Tage fehlen der Region. Schlehen, Schlüsselblumen, die sind die frühen Boten des Frühjahrs, die bei uns im Rheinland schon im April ihr Unwesen trieben.

Teufelsmauer Weddersleben

Teufelsmauer Weddersleben
Hinter den Rapsfelder stehen die Felsformationen der Teufelsmauer Weddersleben

Regen haben wir heute nicht, die hohe Luftfeuchtigkeit lässt jedoch zähe Dunstgespinste über der Landschaft zurück.  Auch heute, Fotos dokumentieren aber vom Hocker reißen sie mich wahrlich nicht.

Teufelsmauer Weddersleben

Als wir uns der Felsformation nähern entdecke ich Greifvögel auf einigen der bizarren Zacken. Hach jetzt ein ordentliches Tele und ein Stativ. Der nette Greifer sitzt so ruhig da oben ❤

Teufelsmauer Weddersleben

Aus Wiesenwegen werden schmale Wurzelpfade

Eine Weile schlendern wir teils über Wiesen, teils über geschotterte Wege. Überall hängt das Wasser an den Blüten und auch auf die Nase meines Weggefährten zeigt sich in tröpfeligem grau/braun

Und während wir trocken dahin ziehen, regnet es am Berg.

Teufelsmauer Weddersleben

Teufelsmauer Weddersleben
An Roßtrappe und Hexentanzplatz regnet es
Teufelsmauer Weddersleben
Die Warnstedter Teufelsmühle wollte ich besuchen und habe es vergessen

Die Teufelsmauer Weddersleben – Anders als Blankenburg

Von den hier gesehenen Felsfomationen gibt es jetzt einfach mal eine große Galerie. Immer wieder fällt mein Blick auf den rd. 1.000 Seelen Ort Weddersleben/Thale, dessen rote Dächer Hand in Hand mit den blühenden Rapsfeldern einen schönen Kontrast zum dunklen Wolkenhimmel bilden.

Steine und Felsen können so schön sein

Die Felsen unten sehen aus wie ein hungriger Hund. Manche glauben Fuchur darin zu erkennen. Sieht nicht nur hungrig, sondern auch ein wenig müde aus. 😀

Teufelsmauer Weddersleben

Faszinierend schön und glücklicherweise auch für Spike sehr gut zu gehen.

Und Merkwürdigkeiten wachsen hier 😉 Übrigens werden bei dem trockenen Boden sicherlich einige Orchideen zu finden sein. Nicht jetzt, aber in einigen Wochen, wenn die Temperaturen regelmäßig höher ausfallen.

Teufelsmauer Weddersleben

Lange Wand

Wie diese Wand so stehen bleiben kann, ist mir ein Rätsel. Der nun folgende Teil ist für mich in dieser Ecke der attraktivste Bereich. Die sandigen Böden, die steil aufragenden Wände und eine wunderbar ansprechende Gestaltung lassen das Herz aufgehen.

Feldküchen im Harz

Ich gebe zu, Futterplätzen an Wanderparkplätzen stehe ich meist ablehnend gegenüber. Nicht so die Feldküchen, die in riesigen Warmhaltetöpfen ihre regionalen Produkte vorhalten. Eine rege Laufkundschaft zeugt aus meiner Sicht davon, dass es sich hier lohnt einen Selbstversuch zu starten.

Es hat sehr gemundet und die Portion war riesig.

Teufelsmauer Weddersleben


Burgruine Regenstein – Regensteinmühle – Sandsteinhöhlen im Heers

Da der Tag erst die Mittagsstunde erreicht hat, fahren wir noch zur Burgruine Regenstein, um die Stempel in der Gegend einzusammeln, die ich 2015 beim meinem Erstbesuch mangels Wandernadelheft nicht kassieren konnte.

Informationen zur kleinen Runde

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz  Burgruine- Am Platenberg, 38889 Blankenburg (Harz)
  • Streckenlänge: 5,7 km
  • Höhenmeter: 114 m
  • GPS Track
  • Webseiteninformationen zur Burgruine Regenstein
  • HWN – 80 – Burgruine Regenstein
  • HWN –81 – Sandhöhlen im Heers
  • HWN – 82  – Ringelsteinmühle

Burgruine Regenstein

Ich war 2015 bereits hier und verweise deshalb auf meinen damaligen Artikel mit etlichen Fotos. Das ist wirklich ein lohnendes Ziel für die gesamte Familie. UND es gibt einen der begehrten Stempel für´s Heftchen

Regensteinruinen_MühleundSandhöhlen (2)Regensteinruinen_MühleundSandhöhlen (6)

Wir kreisen kurz ein wenig um das Gelände, wandern dann noch einmal zur Regensteinmühle um anschließend endlich die großen Sandsteinhöhlen zu Heers zu besichtigen. Ich habe 2015 nur kleine Ausläufer davon gesehen.

Regensteinmühle

Nicht viele Fotos und auch keine großen Erklärungen, die findet ihr ja alle hier: Artikel

An den rekonstruierten Mühlenrädern treffe ich eine holländische Familie, die ebenfalls auf Stempeljagd ist. Als sie mein Buch zur Harzer Wandernadel erblicken, sind sie begeistert und fotografieren das Cover. Das Buch stelle ich am Ende des Artikels vor.

Sandsteinhöhlen im Heers

Herrlicher weißer Sand liegt überall in diesem Terrain, so weich und fein, dass ich ein Tütchen für Julia mit einpacke. Die Höhlen sind sauber, sie waren eine Weile sehr vermüllt, das hat offensichtlich ein Ende.

Regensteinruinen_MühleundSandhöhlen (49)

Nachdem Spike seine Jugend im Zusammenspiel mit einer deutlich jüngeren Hündin wiederfand, wenden wir uns allmählich dem Rückweg zu. Die ersten 100 Meter tänzelt der alte Knabe, wohl immer noch im Liebeswahn, über die Wanderwege, bis das Alter meines Zottelbär´s ihn wieder zum schleichen und trotten veranlasst.

Die Festung Regenstein, von der ohnehin nicht viel zu sehen ist, lassen wir links liegen. Spike ist müde und muss dringend ruhen.

Regensteinruinen_MühleundSandhöhlen (59)

Mir gefallen die Wanderwege rund um die Ruinen und die Höhlen. Die Nadelbäume und Sandwege wirken und riechen ein wenig mediteran, vor allem wenn die Sonne scheint.

Wir fahren heim, drehen am Abend noch eine klitzekleine Runde und erwarten für morgen den Besuch meiner Sohnes samt Frau und Kindern.  Dieser Besuch ist für mich das größte Highlight meines Aufenthaltes.

Ach ja, das Buch zur Harzer Wandernadel:

Harzer Wandernadel: Auf Stempeltour durch den Harz

 

Ein Kommentar

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