Dattenberg und sein LZ 4

Einmal noch kurz vor die Tür, dieses Mal mit Spike, da nur für wenige unanstrengende Kilometer. DANN kommt meine Enkelin Julia für eine Woche zu mir. Diese Tatsache garantiert mir zwar ein erhebliches Laufpensum, jedoch keine gedankliche Auszeit.

Informationen zur Tour

  • Start/ Ziel: Dattenberg, Neuer Weg
  • Streckenlänge: 6,8 km
  • Höhenmeter: 200 m
  • GPS Track
  • Wir folgen dem LZ 4 Symbol

Um es vorweg zu nehmen: Der Einstieg in den Wald ist herrlich. der erhebliche Anteil der späteren Wegeführung durch den Wald verläuft auf ziemlich frisch und sehr stark geschotterten Wegen. Für Hunde eine echte Herausforderung und auch für mich unerträglich. Alle restlichen Wege waren schön.

Dattenberg

Die Menschen in Dattenberg zeigen sich, das ist nicht in allen kleinen Orten so. Rege Betriebsamkeit und Kommunikation erlebe ich hier. Solche Ortschaften mag ich!

Langsam schlendere ich mit Spike durch die Straßen. Ein kleiner Hund entwischt durch ein offenes Tor, wird fix von seinem Halter wieder eingefangen. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, die schlauen Vierbeiner nutzen tatsächlich jede Chance auf freie Entfaltung. 😀

Während ich so dahin ziehe, erhalte ich Blick auf das Landhaus der Burg Dattenberg, das im Vorburgbereich der verfallenen Burg errichtet wurde und 1890 zu dieser schlossähnlichen Villa aufgehübscht wurde.

Weinberge

Ich liebe Feldwege, ich liebe Weinbergswege und so erfreut es mich ungeheuer, dass ich solche unter meinen Füßen spüre, mit Blick auf die frischen Knospen der Weinreben, auf ein Feld mit frisch gesetzten Reben, die vermutlich erst im kommenden Jahr erstmals tragen können.

Ab in den Wald

Im Interesse meines lieben Vierbeiners habe ich eine waldreiche Streckenführung gewählt und so tauchen wir recht schnell ab, auf einen schmalen Waldpfad.

LZ4 (16)

In einem kleinen Waldtümpel schwimmt eine einsame Ente (aus Kunststoff) 😀

LZ4 (22)

Die breiten Wege wirken ziemlich aufgeräumt, es ist recht dunkel hier. Wir sind so leise unterwegs und offensichtlich gut gegen den Wind, dass die scheue Waldbewohnerin im Hang unser Kommen nicht als bedrohlich empfindet

Forstautobahnen mit Schotter

Der nun beginnende Wegabschnitt zeigt sich, wie oben bereits erwähnt, als äußerst anstrengend zu gehen. Die Wege sind mit frischem Schotter versehen, ohne einen Randstreifen für zarte Hundepfoten. Ungefähr 1/2 Stunde lang quälen wir uns mit 11% Steigung hinauf, was wir auf weichen Waldpfaden hinunter laufen durften.

Die Wiesen haben uns wieder

Ein kurzer Wiesenweg, dann geteerte Wirtschaftswege führen uns an Feldern und Wiesen vorbei. Neben mir in einer Wiese ein Paar mit Hunden, einer der Tiere flitzt geschickt auf drei Beinen.

LZ4 (68)

Ich mag Wege, die einen lange Blick in die Tiefe oder Höhe erlauben

Es tut gut unter freiem Himmel zu spazieren, Teerwege hin oder her. Die roten Rinder, die einen Kälberkindergarten betreuen, flitzen plötzlich los, als gäbe es auf dem Hügel etwas besonders Gutes zu fressen. Es sieht lustig aus, wie die Kälbchen die Beine hinter sich hoch werfen, um besonders schnell zu sein. Ganz wie kleine Kinder, und genau das sind sie ja!

Knapp 7 km sind eine kleine Strecke und so landen wir nach rd. 2 Stunden wieder am Ausgangspunkt. Innerhalb weniger Minuten sind wir in Linz. Dort steht meine Enkelin bereits in den Startlöchern und binnen fünf Minuten sitzt sie neben Spike auf der Rückbank.

Die Geräuschkulisse meiner kommunikativen kleinen Nachfahrin wird mich nun für eine Woche begleiten.

17 Kommentare

  1. Hallo Elke,
    wir hatten einen wunderschönen Nachmittag auf dem LZ 4. Der Schotterweg ist wirklich nicht sehr gut zu laufen, es entschädigen aber der schöne Wald, die beeindruckenden Bäume und der kleinen Bachlauf. Die Wege durch den Wald waren heute angenehm, da die Sonne es wirklich sehr gut meinte.
    Übrigens haben wir auch das Reh getroffen. 🙂 Wir waren sofort der Meinung, dass es sich bestimmt um das gleiche Reh handelt, das Du ja im Foto festgehalten hast und es schaute uns ebenso neugierig an.
    Für zwischendurch eine kleine Wanderung zu machen kann man den Weg sehr gut empfehlen.
    Deine Beschreibung der Tour können wir zu 100 % bestätigen.
    Danke für den Tipp und einen schönen Abend
    Gruß Hedi

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    • Hach wie schön, das bestätigt mich in der Meinung, auch einmal Wege dieser Art zu beschreiben, auch von der Streckenlänge her.
      Welche in schöner Kommentar!!!
      Tja das Reh, ich vermute ja, dass dort Nachwuchs liegt und es deshalb so ortsverbunden ist. So klasse, dass ich es auch sehen konntet.

      Heute hätte ich mir übrigens auch Wald gewünscht, holla war das warm. Allerdings trieb es mich ins benachbarte Leichlingen mit heftig viel Asphalt.
      Ich wünsche euch einen schönen Abend und ein entspanntes Wochenende.
      Viele liebe Grüße
      Elke

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  2. Hallo Elke,
    morgen wollen meine Schwester und ich unsere Mutter in Linz besuchen und würden gerne den schönen Weg nachgehen, der ja durch die Fotos sehr reizend aussieht.
    Gibt es vielleicht Beschilderungen, an denen wir uns orientieren können?
    Einen schönen Abend wünsche ich und grüße
    herzlich
    Hedi

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  3. P.S. Apropos neue Hausgemeinschaft – wie von dir oben erwähnt – das ist wirklich ein Problem. Im Moment sind wir nicht grade glücklich, aber es geht so. Was ims erwartet im neuen Haus, das weiß NIEMAND. Aber ich bin guter Dinge, denn über uns wohnt eine Frau in meinem Alter, die uns schon freudig begrüßt hat als wir vor kurzem in der Wohnung gewerkelt haben (Schlüssel bekamen wir schon vom Vermieter) und die Leute unter uns sind auch so unser Alter. Also eher ein ruhiges Haus mit 6 Parteien. Davon kennen wir schon 3 und alle scheinen recht nett zu sein. Allerdings weiß man nie. Ich hoffe inständig, dass es klappt mit der Hausgemeinschaft und wir friedlich und tolerant zusammen leben in diesem Haus. Wenn nicht – keine Ahnung. So langsam will ich zur Ruhe kommen nach insgesamt 8 Umzügen.

    Aber ein Umzug ist auch eine riesen Chance – sich von Altem trennen, alles auszumisten, durchzusehen, nichts mehr zu besitzen, was ich nicht mehr brauche. Habe schon total viel weg gebracht. Nichts kommt mit, was nicht in Gebrauch ist – nur ein paar wenige Erinnerungsstücke.

    So, nun ist aber gut – von den Enkeln zum Umzug der „vielleicht-mal-Oma“. Hi, hi 😉

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      • Ein interessantes Thema Elke. Unsere Nachmieter könnten leicht meine Kinder seiin. Hier im Haus ist es noch gemischt, aber künftig werden wir wohl mehr unter Gleichaltrigen wohnen, was gar nicht mal so schlecht ist. Morgens kein Lärm, weil Leute zur Arbeit müssen. Eher derselbe Lebensrythmus. Wir wohnen ja auch in einem Behinderten gerechten Haus. Zwar zufällig, aber durchaus gerne: Aufzug, barrierefreier Zugang und ebensolches Bad mit bodentiefer Dusche. Das hat uns gleich gut gefallen. Dabei wohnen wir aber mitten in einem jungen Wohngebiet nahe des Zentrums. Notfalls können wir uns da selbst versorgen, brauchen keine Hilfe, falls mal einer nicht mehr gehen kann. Lieber so wohnen und nicht benötigen als umgekehrt.
        Dir wünsche ich, dass du mit den neuen Nachbarn gut auskommst und es wenig Probleme gibt. Alles Gute dafür! Liebe Grüße, Sigrid

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    • Och die Enkelin ist seit gestern wieder zu Hause, rief heute früh an und fragt „Wann holst Du mich wieder?“
      Drei Enkel sind es inzwischen, ja ich bin reichlich gesegnet ❤
      Ich habe mit 20 meinen ersten und mit 25 meinen dritten Sohn bekommen und trotzdem hat es ewig gedauert, bis dann die Nachfahren eintrafen.
      Dir ein schönes Restwochenende liebe Sigrid und bis bald im Wald…oder auf der Weide
      LG Elke

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      • Ja, dann habe ich deinen Beitrag zwar gelesen, aber wohl eine Woche zu spät. Kann schon mal vorkommen „im Umzugsfieber“. Wegen der EnkelInnen mache ich mir gar keine Gedanken. Es kommt wie es kommt und ich gestehe ganz ehrlich, dass ich mir heutzutage überlegen würde, Kinder zu bekommen. Ob wir uns heute ein Haus leisten könnten trotz zwei Kindern und ich auch noch zu Hause bleiben könnte? Ich bezweifle das und heutzugage eine Wohnung oder ein Haus abzubezahlen bei den exorbitanten Preisen ist ja eine Lebensaufgabe. Wer kann sich da noch Kinder leisten, wo es nicht mal genug KiTas gibt. Liebe Grüße, Sigrid

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        • Hach, das hast du in den falschen Hals bekommen. Natürlich braucht man weder Haus noch Eigentumswohnung, um Kinder zu kriegen, aber ist es nicht ein Traum für viele junge Familien? Heutzutage ist es aber kaum mehr realisierbar und DAS finde ich schade. Dass es sich die meisten gar nicht mehr leisten können, selbst wenn sei wollen. Vermutlich liegt’s daran, dass ich selbst so groß geworden bin. Haus,, Garten, Freiheit …. Das wollte ich auch für meine Familie – WENN MÖGLICH – und damals war das möglich. Heute bekommst du grade mal ein 3-Zimmer-Wohnung für dasselbe Geld. Wenn man 800-1000 EUR Miete kalt zahlen muss für eine schöne Wohnung in der Stadt, kann man auch gleich eine kaufen und in die eigene Tasche wirtschaften. O-Ton meines Sohnes. Ich gestehe, alle meine Bekannte und Freunde wohnen im selbst genutzten Eigentum – meist Haus mit Garten. Toll für Kinder. Ich selbst wohne jetzt seit 2009 zur Miete (nach Scheidung und Umzug) und dabei bleibt es auch, aber NUR Mieterin zu sein, daran musste ich mich gewöhnen und auch an eine Hausgemeinschaft. Wusste gar nicht, was man da alles erlebt 😀 Auf manches könnte ich gerne verzichten. Und ich bin froh, dass unsere Söhne tun und lassen konnten, was sie wollten in den eigenen vier Wänden und im Garten. Keine nervigen Nachbarn, auf die wir Rücksicht nehmen mussten. Aber so ist das halt auf dem Land – da wohnen die Leute überwiegend im Eigenheim – vor allem in Süddeutschland. Da kommt wohl die Schwäbin durch bei mir. Schaffe, schaffe Häusle baue …… aber jetzt nicht mehr. Lieber ein Wohnmobil leihen oder kaufen und durch die Gegend reisen! Jetzt bin ich ja auch schon alt und brauche kein Haus mehr. Schönen Sonntag noch, Sigrid

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        • Mein damaliger Gatte und ich wollten Eigentum anschaffen, ja das war damals möglich. Wir haben um-entschieden und das war gut so. Rd. ein Jahr später war es vorbei mit Mutter, Vater, Kinder.
          Die Region spielt eine große Rolle, im Süddeutschen ist Wohneigentum ja normal, ebenso auf dem Land.
          Was Nachbarschaft angeht, ja das ist in Mietwohnungen manchmal wirklich schwer zu ertragen 😉 und ja im Alter brauche auch ich immer weniger Raum, deshalb beneide ich Dich um den Elan einen Umzug zu starten. Raus aus der großen Wohnung möchte ich, fürchte aber sehr die Umstellung einer neuen Hausgemeinschaft und natürlich auch den ganzen Brass des Umzuges.

          Wie war das mit dem Ponyhof? 😀

          LG Elke

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        • Alles richtig. Ich sitze hier schon zwischen Kartons, teilweise kahlen Wänden ohne Tapete. Einzelteile schon verkauft oder verschenkt. In drei Wochen renovieren wir die neue Wohnung, kaufen teilweise neue Möbel. Der letzte Lebensabschnitt in einer neuen Umgebung mit alten Freunden 😁 Bin ja nur wegen der ♡neuen♡Liebe♡ ins Ruhrgebiet gezogen. Jetzt muss er mit in meine Heimat nach Ende der Berufstätigkeit. So war der Deal

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Ich liebe Schwätzchen mit euch, drum kommentiert gerne ;-)

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