Steyl an der Maas
Auf schmalen Pfade am Maasufer entlang spazieren, den dort grasenden Rindern guten Tag sagen, sich mit Kirschen den Bauch voll schlagen und am Ende bei einer Tasse Kaffee den Blick auf die Maas genießen. Davon kann Frau eine Weile zehren….Schon vor Monaten hatte ich mir auf meiner Wunsch-Wander/Ausflug-Liste einen Ausflug in die benachbarten Niederlande notiert. Der kleine Ort Steyl wird im Reiseblog „Vielweib“ liebevoll beschrieben. Selbst die Bilder aus dem Frühjahr – kein Blatt an den Bäumen – reizen mich mir selber einen Eindruck zu verschaffen.

Informationen zu meiner Self-made Runde in Steyl an der Maas

  • Start/Ziel: Sint Michaelstraat, Steyl am Missiehuis St. Michael
  • Streckenlänge: 10 km
  • Höhenmeter: 72 m
  • GPS Track
  • Einkehr: Restaurant direkt am Fähranleger Baarlo „Maes“

Selten beschränke ich mich bei Ausflügen in eine Region mit Stadtbesichtigung, so auch heute. Ein paar Fotos des Missiehuis St. Michael und dem Missiemuseum landen flott auf dem Chipp. Eine Halbrunde um den Jochumhof führt zum Fähranleger Steyl – Baarlo. Abfahrtzeiten ab 8 Uhr morgens für gerade mal 30 Cent bei Einzelfahrten.

Steyl

Steyl ist ein kleines beschauliches Klosterdorf in Limburg/Niederlanden, mit ungefähr 4.000 Einwohnern auch nicht gerade überfüllt. Der kleine Ort ist ein Stadtteil von Venlo.

Auf überschaubarem Raum finden sich einige attraktive Bauten und drei Klosteranlagen. Weithin sichtbar dominieren sie das Bild des Ortes. Das Missionshaus St. Michael wurde 1875 ursprünglich als Wirtshaus gebaut. Die heutige ausgedehnte Anlage entstand über die Jahrhunderte durch Aus- und Umbauten. Die Kirche mit den beiden schlanken Türmen bilden den Mittelpunkt des Missonshauses.

Die über 100 Jahre alten, künstlich angelegten Sieben-Schmerzen-Mariens-Grotte, Ölbergsgrotte und Mariengrottekann kann besichtigt werden. Den Schlüssel gibt es an der Pforte des Klosters.

Wandern bei Steyl an der Maas

Mir ist aber eher nach einem ausgiebigen Spaziergang an der Maas und so wende ich mich nach rechts auf den Uferweg, der auch in den frühen Morgenstunden schon rege von Radfahrern genutzt wird.

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Meine Blicke wechseln immer wieder links zur Maas und den unterschiedlichen Schiffen die dort dahin gleiten und rechts in die weiten Wiesen und Flusslandschaften. Ich gehe davon aus, dass die Gewässer zum Altarm der Maas gehören. Sie sind besiedelt von zahlreichen Wassertieren.

Unter den Bäumen ruhen Rinder, auf die ich oft erst aufmerksam werde, wenn sie sich unverhofft bewegen. Das Knacken der trockenen Äste hat mir mehr als einmal einen Schrecken eingejagt. Am Maasufer tummeln sich Enten und Gänse, wobei letztere noch mit ihren Jungtieren unterwegs sind.

Schon aus der Ferne sehe ich einen Mann, der mit einem Beutel bewaffnet unter einem Baum steht. Beim näher kommen erkenne ich, dort stehen etliche Kirschbäume. Ein praktischer Obstlieferant auf dem Wanderweg, wie schön!

Obst ist für mich so ziemlich die leckerste Süßigkeit, die ich mir vorstellen kann. Nach gefühlt mindestens 500 Gramm Nahrungsaufnahme setze ich meinen nun nur noch sehr kurzen Weg bis zum Restaurant am Fähranleger fort.

Lekker eten en drinken

Früher D´Heeren – heute Maes 21

Erst seit Frühjahr 2017 hat ein neues Team das Restaurant unter neuem Namen übernommen. Freundlich werde ich nach meinen Wünschen gefragt, sehr flott mit dem Gewünschten versorgt und die Qualität stimmt auch.

Ich sitze mit Blick auf die Maas und erfreue mich an den warmen Sommertemperaturen und den gut gelaunten Menschen hier. Wie in Belgien und den Niederlanden üblich, stehen auch hier eine Vielzahl an Fahrrädern vor dem Biergarten. Ständig radeln neue Gäste heran, andere setzen ihre Reise mit dem geliebten Drahtesel fort.

Mit der Fähre über die Maas

Mit einer Seilfähre setze ich nach einer ausgiebige Rast, wieder nach Style über. Die Überfahrt kostet 30 Cent. Die Fähre fährt alle 5-10 Minuten, am heutigen Tag wird sie stark frequentiert und ist pausenlos in Betrieb.

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Steyl und sein Jochumhof

Die Überfahrt ist viel zu kurz. Am Ufer stehen schon die nächsten Kunden.

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Ich erlaube mir noch einen Abstecher in den Botanischen Garten des Jochumhof und sein „Grand Cafe“. Ein unglaublich köstlicher, süßer Duft hängt über den Blumenbeeten. Unmöglich einzelne Blumendüfte herauszulesen. Da möchte ich Stunden stehen, meine Nase verwöhnen. Doch daheim wartet Spike auf meine Heimkehr, also flotti

Dieser Besuch hat sich sehr gelohnt. Ich kann mir gut vorstellen hier noch öfter nach dem Rechten zu schauen.

Danke Tina von  Vielweib, für diesen herrlichen Tipp. Und Silvana von „Kalte Schnauze Blog“ war ebenfalls schon hier.

 

 

6 Kommentare

  1. Du schreibst mal wieder sehr schön und informativ und deine Fotos – großartig! Ich war in meinem Leben nur ein Mal in Holland. Mich zieht’s halt nicht so sehr in so flaches Land, eher bergig, hügelig mit unerwarteten Aussichten. Deshalb will ich ja auch wieder lieber im Süden leben. Der Schwäbisch-Fränkische Wald liegt dann direkt vor unserer Tür genau wie die Löwensteiner Berge – als Wandergebiet ohne Ende. Liebe Grüße

    1. Du Deine Vorliebe teile ich uneingeschränkt, wobei ich nach den vielen Wanderungen der letzten zwei Wochen und einem hohen Stress durch Ereignisse im nahen Umfeld doch froh war einfach mal spazieren zu gehen.

      Du hast es demnächst ja richtig gut, alles wanderbare direkt vor der Tür und vor allem doch irgendwie neu.

      Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende wünsche ich Dir
      Elke

  2. Hach ja, seit unserem Wanderteufeltreffen in Arcen hat’s mir die Maas auch angetan. Auch dort große Rinder am Wasserrand. Und die Gastwirtschaften mit Maasblick sind einfach herrlich; konnte ich letztes Wochenende noch erleben in Neer.

    1. Jaaaaa, schon allein wegen der Gastwirtschaften am Ufer würde ich noch öfter hinfahren. Die gibt es ja auch bei uns am Rhein, aber irgendwie sind die nicht so idyllisch.
      So langsam komme ich in Stress mit meinen ganzen Berichten, ich gehe zur Abwechslung jetzt mal bei Dir lesen. Du warst ja auch eifrig unterwegs!

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