Die Serie der Kurzwanderwege wird fortgesetzt mit dem kleinen Rundweg aus der Serie:

Rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die 15 schönsten Wanderwege

  • Start/Ziel: Nahe der Weinmanufaktur Walporzheim, Marienthaler Str.
  • Streckenlänge: 13, 7 km
  • Höhenmeter: 345 m
  • GPS Track
  • Einkehrmöglichkeiten reichlich auf der Walporzheimer Str. und Weinmanufaktur

Durch meine Parkplatzwahl ergibt sich ein kleiner Zuweg, der aber überwiegend durch die Weinberge führt. Unterhalb der Bunten Kuh steige ich in den Rundweg ein.

 

Auf zur Bunten Kuh

Unterhalb des Felsen der Bunten Kuh steht eine Bank, eine letzte Möglichkeit die Beine lang zu machen, bevor es an einen recht steilen Aufstieg zum Felsen herangeht. Im Nachhinein der mit Abstand schönste Streckenabschnitt des gesamten Wanderweges.

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Weinlehrpfad – „Was sind Weinbergslagen“
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Die Treppe hinauf….

Ein traumhaft schmaler Pfad führt hinauf zur Aussicht „Bunte Kuh“ Die Weinberge schimmern durch die Bäume, langsam öffnet sich der Blick auf die gegeneinander laufenden Berge des Ahrgebirges.

Der Herbst hält Einzug in die Blätterwelt und färbt schon so manches Laub in hellgelbe Töne.

 

Oben am Felsen der Bunten Kuh angekommen genieße ich die weiten Blicke in die Landschaft, Bad Neuenahr-Ahrweiler und das Kloster Calvarienberg. Hier oben lässt es sich schon eine Weile aushalten.

 

Oberhalb des „Altenwegshof“ wandere ich nun durch die Weinberge, streife die Weinterassen Förstershof, um nach ein paar Fotos gleich weiter zu ziehen, weg vom Trubel der Weinseligkeit. Auf dem Weg steht ein wehrhafter kleiner Wachhund, der sich aber durch mein energisches Weiterwandern überreden lässt, den Weg freizumachen.

 

Einen kurzer Blick in den Weinverkauf macht mir klar, Weintraubengelee oder ähnliche Nettigkeiten gibt es dort nicht. Schade 🙁

 

Fischley

Ein kleiner Abstecher führt mich zur Aussicht „Fischley“. Dort treffe ich auf eine allein wandernde Geschlechtsgenossin, mit der ich mich eine Weile über das alle wandern unterhalte. Wir beide sind uns einige, es ist eine tolle Sache sich ganz und gar dem Wanderweg zu widmen. Ebenso schön ist es, in Gesellschaft passender Begleitung unterwegs zu sein.

 

Bald verabschieden wir uns voneinander und gehen unseren Wegen nach. An einem der nächsten Kehren spinxe ich ein erstes Mal auf das

Marienthal

Ich erhoffe mir eine nächste Gelegenheit hier länger herum zu spazieren, denn heute lasse ich mich durch nette Gespräche doch sehr von meinen Vorhaben ablenken.

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Immerhin erlaube ich mir den Abstecher zum Weingut dort unten. Von hier oben sieht alles so herrlich auf, so imposant.

 

Noch vor den Gebäuden treffe ich auf ein Wanderpaar, in einem längeren Gespräch bekomme ich Tipps für die Behandlung der Arthrose von Spike und Ideen für eine kleine Filmkamera. Immer wieder stelle ich fest wie fruchtbar Gespräche mit anderen Wanderer/innen sind, so auch hier.

Ein kurzer Besuch im Atelier und ich kehre zurück auf meinen Wanderweg, der mich jetzt eine Weile über eine Straße führt.

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Die Klosterstraße ist lang

Waldwege

Von nun an darf ich eine ganze Weile Waldluft schnuppern. An Teichen vorbei, die durch den kurzen Kratzbach gespeist werden, schlängelt sich der Weg durch die Grafschaft. Ein beachtliches Exemplar Baum liegt quer über dem Weg. Viele Wanderer haben ihm schon ein paar Äste platt gedrückt, sodass ich gut hindurch gelange.

 

EVA-Turm

Der EVA Turm hat seinen Namen vom Erbauer und Eigentümer, dem Eifelverein Ahrweiler e.V. . Er ist 9,40 m hoch, besteht aus sechs Podesten. Die vier Pfosten bestehen aus Stämmen von rund 100 Jahre alten Douglasien. Es wurden beim Holz nur heimische Bäume verarbeitet. Der EVA-Turm  steht eigentlich hoch genug um einen Blick ins Ahrgebirge zu erlauben.

Inzwischen ist der Wald jedoch hoch gewachsen und verhindert eben dieses und darüber sind wohl einige Menschen recht entrüstet.

 

Ahrweiler in Sicht

Noch ein paar Kehren und Blicke auf Ahrweiler später und der alter Regierungsbunker rückt sich in mein Blickfeld. Ziemlich voll ist es hier und so mache ich mich nach einem Kaffee wieder auf die Wandersocken.

 

Auf dem Weg hinunter zu meinem Parkplatz treffe ich erneut auf ein Paar, mit dem ich eine Weile plauschen kann. Im Verlauf dieser Unterhaltung kommen wir auf meinen Blog zu sprechen und siehe da, erst die Woche zuvor sind die Beiden aufgrund meines Blogartikels zum Moselseitensprung Klüsserather Sagenweg diesen Wanderweg gegangen. So klein ist die Welt.

Schade, ich habe es versäumt genau hin zuhören welche Kalender der fotografierende Herr zaubert, Eifel habe ich behalten, aber den Namen nicht.

 

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Walporzheim und die neuen Weinbergsmauern

Teil des Gesprächs ist auch der Erhalt dieser alten Kulturlandschaft. Walporzheim bekommt 400.000 Euro für die Instandhaltung der Mauern, die sich auf 27 km Länge durch die Weinberge ziehen. Eine wichtige Maßnahme, um den Winzern ihre Weinbergslagen zu erhalten und den in den Mauern lebenden Kleintieren den Lebensraum.

 

Ein Wanderweg nimmt sein Ende und Fazit

Nach kurzen 14 km bin ich wieder am Parkplatz, habe viel gesehen und beinahe noch mehr geredet. Das hat diesen Wanderweg um einiges bereichert.Insgesamt hat er mich zwar nicht aus den Schuhen gehauen, aber doch zufrieden wieder heim fahren lassen.

 

4 Kommentare

  1. Hallo Frau Bitzer,

    hier ist EIN Teil des Paars, das Sie oberhalb von Walporzheim getroffen haben. Wir unterhielten uns u.a. über den Klüsserather Seitensprungweg und über Eifel- bzw. Moselkalender.
    Nun bin ich Ihrem Blog gestern Abend erneut auf der Suche nach einem Wanderführer begegnet.

    Ok, der Reihe nach:

    hier findet man meine Bilder:
    http://portfolio.fotocommunity.de/albertwirtz-fotografie
    und:
    https://www.flickr.com/photos/albertwirtz/albums

    Einfach in den interessierenden Alben stöbern.

    Das Titelbild zu dem Wanderführer „Die schönsten Wanderwege Rhein-Mosel-Gebiet“ des J.P. Bachem Verlag durfte ich beisteuern (leider habe ich das versprochene Belegexemplar noch nicht bekommen;-)).

    Die Eifel-, Mosel-…Kalender findet man u.a. hier:
    https://www.buecher.de/shop/deutschland/eifel-2018-wandkalender/wirtz-albert/products_products/detail/prod_id/47664014/

    Ok, nun genug Werbung.

    Zu Ihrem Blog und den anschaulichen Weg- und Erlebnisbeschreibungen kann ich Ihnen nur gratulieren. Offenbar haben Sie bereits eine große Leser- bzw. Besucherschar, denn bei Google findet man Sie fast immer auf der ersten Seite bei entsprechender Sucheingabe. Weiter so und belieben Sie gesund und fit.

    Beste Grüße aus der Eifel
    Albert Wirtz

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