Wasserburg Anholt – Isselburg – Tour Tipp

Es sollte sonnig sein, daher kann ich mein Vorhaben endlich die Wasserburg Anholt zu besuchen, in die Tat umsetzen. Mein letzter Besuch ist nun 12 Jahre her und immer wieder erinnere ich mich an die schöne Parkanlage rund um das Schloss, seit Jahren mit dem Wunsch noch einmal hinzufahren.

Bitte verlassen Sie die Autobahn….

so tönt es aus meinem Autoradio schon kurz nach der Auffahrt auf die A3. Ein schwerer Unfall verlangt nach Rettungshubschraubern und Bergungsfahrzeugen und so muss ich auf die A 57 ausweichen. Damit verlängert sich meine Anfahrt auf satt zwei Stunden.  DRISS

Ein paar praktische Infos

  • Anfahrt: Schloß 1, 46419 Isselburg
  • Restaurant und Hotel jederzeit geöffnet
  • Öffnungszeiten Museum: Mai-Sept.: Di – So 11-17 Uhr, Okt. – April: So 13-17 Uhr und nach Vereinbarung
  • Besuch des Schlossparks: ganzjährig geöffnet (Eintritt Erw. 5,- €)
  • Wildpark Anholter Schweiz liegt ganz in der Nähe: Pferdehorster Straße 1

Für den Park erhaltet ihr einen Flyer mit Vorschlägen für drei unterschiedlich langen Erkundungsrouten.  So wählt der Besucher zwischen Streckenlängen von 30, 45 und 60 Minuten Gehlängen oder einer Kombination nach Wahl.

Und wo ist die Sonne?

Die Sonne, das erfahre ich aber erst später, versteckt sich hinter Sahara Staub und den Resten der Waldbrände in Portugal. Die Luft hat einen blass rötlichen Ton, von blauem Himmel weit und breit nichts zu sehen. Schaaaaade!

Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017
Wasserburg Anholt

EingangDas „AHA-Erlebnis“ als ich auf das Schloss zugehe, bleibt aus.  Ich hatte ja diesen Eindruck links im Sinn und so dauert es eine Weile, um den Charme der Umgebung auch ohne das dekorative Himmelblau zu entdecken.

Die Burg ist seit 1811 der Hauptsitz der Fürstenfamilie zu Salm-Salm.  Sie ist eine der Burgen und Schlösser im Münsterland, die sich auch mit einer mehrtägigen Radreise erkunden lassen. Im Jahre 2010 habe ich eine solche Radtour über eine Woche erlebt und war restlos begeistert. Einige wenige Eindrücke meiner nachfolgenden Besuche finden sich hier: Münsterland 

Ich suche nach dem Zugang zum Park und entdecke ihn und den Münzschlucker, der dem Drehkreuz sagt „Öffne Dich“, das Kassenhäuschen rechts daneben, ist unbesetzt. Also gehe ich auf Schatz….ähem Münzsuche….Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017

Die ersten Bilder landen auf meinen Chip, bevor ich mich im Innenhof umschaue und im gläsernen Restaurant des Parkhotel Wasserburg Anholt erfrage wo die Münzen für das Drehkreuz erhältlich sind.

Die freundliche Bedienung verweist mich an den geschlossenen Eingang zum Museum. Schnell noch einen Schnappschuss von der außergewöhnlichen Terrasse des Restaurants Wasserpavillon. Hier haben wir schon vor 12 Jahren gesessen und den Blick auf den Burggraben genossen.

Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017
Wasserpavillion“ gebaut vom Fürsten Carl Philip zu Salm-Salm

Ein Klingeln an der Eingangspforte des Museums weckt Leben. Eine ebenfalls sehr freundliche Dame tauscht meine fünf Euro gegen die Münze und so steht zwischen mir und dem Park kein nennenswertes Hindernis mehr.

Auch ohne Sonne ein Hochgenuss – Parkanlage Wasserburg Anholt

Die gesamte Anlage aus den Anfängen des 18 Jahrhunderts, wurde im damaligen Stil, allerdings unter dem Gesichtspunkt pflegeleichter zu sein, wieder aufgebaut.   M. F. Weyhe (1775-1846) hat ehemals zur Umgestaltung der ursprünglich barocken Anlage  zu einem englischen Landschaftsgarten beigetragen.

Heute  kann der Besucher durch einen Park spazieren, der wieder dem Anfangsstil entspricht.

Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017
Der Herbst ist weit fortgeschritten, die Sicht auf die Wasserburg Anholt schon sehr gut
Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017
Links neben der Eingangspforte zum Park

Von hier aus habe ich einen unverbauten Blick auf den eindrucksvollen und aus meiner Sicht gelungenen Anbau, dem Wasserpavillon.

Trotz des fortschreitenden Herbstes blüht es an den Wegrändern und in den symmetrisch angelegten Beeten. Dazwischen stehen  Skulpturen, zum überwiegenden Teil vom Bildhauer Johann Wilhelm Gröninger gefertigt. Götterfiguren und Vasen verstärken den Charakter der Gesamtanlage.

Sonnenspiele

Die Sonne steht kugelrund am Himmel und endlich habe ich sowohl Gelegenheit als auch die Erinnerung an ein Vorhaben bestimmte Bildwirkungen festzuhalten. Das wird ein nächstes Mal noch strenger geübt 😀

Gräfin Diana

An diesen dunklen Rosen treffe ich auf ein Paar, das mich auf den außergewöhnlichen Duft dieser Rose hinweist. Es ist kaum ein gewöhnlicher Duft zu nennen, der mir hier entgegenströmt. Herb würzig und der Name „Gräfin Diana“ passt in meinen Augen.

Zwei Rotbuchen mussten ihr altes Leben lassen. Nur die Baumstümpfe sind noch vorhanden und ein kleiner Ast ragte seitlich aus dem toten Holz, frische Blätter wachsen daran. Die Geschwulst im Inneren des ausgehöhlten Baumstumpfes hat mich dann doch zum fotografieren verleitet.

Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017
Baumstumpf einer Rotbuche

Die Parkanlage ist Romantik pur, Bänke genau an den richtigen Stellen platziert, direkt am Wasser unter den Bäumen.  Die wenigen Sonnenstrahlen suchen sich den Weg durch die restlichen Blätter.

Den Irrgarten betrete ich sicherheitshalber nur so weit, dass ich jederzeit zurück finde. Ein wenig erinnert mich diese Mauern aus Thuja an das Trimagischen Turnier im magischen Labyrinth von Harry Potter.

Parkanlagen Wasserburg Anholt in Isselburg im Oktober 2017
Irrgarten aus Thujabäumen in der Parkanlage der Wasserburg Anholt

Zuletzt noch einige Fotos, die die Weitläufigkeit der Parkanlage zeigen. Ich nähere mich wieder der Burg und bald trete ich durch das Drehkreuz wieder aus dem Park heraus.

Zuletzt kann ich nur sagen: „JA, es hat sich gelohnt so weit und lange zu fahren“ Der nächste Besuch wird hoffentlich keine 12 Jahre auf sich warten lassen.

Mehr zur Wasserburg, den Hotel und der Anholter Schweiz könnt ihr auf der Webseite erfahren.

5 Kommentare

  1. Oh, welch wunderschöne Lichtspiele!! Das wäre bei blauem Himmel gar nicht so herausgekommen, oder?

    Am besten gefällt mir das Foto mit den rot-goldenen „Flammenspielen“ (Mammutbaum mit Zapfen?) recht über der Überschrift SONNENSPIELE.

  2. Liebe Elke,
    ich bin ja sowas von HIN&WEG, das kann ich mit Worten kaum ausdrücken.

    So herrliche Fotos und diese einmaligen Lichtverhältnisse, sind einfach wunderschön.

    Danke dir für den Genuss und lass einen lieben Gruß hier,

    Uschi

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